Quoten: Silbereisens Adventsfest besiegt Fußball-WM, Jeremy-Fragrance-Doku geht unter

    Neuer Rekord für die „heute-show“, „Law & Order: SVU“ punktet erst in der Nacht

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 03.12.2022, 10:11 Uhr

    „Das Adventsfest der 100.000 Lichter“ mit Florian Silbereisen – Bild: ARD/JürgensTV/Dominik Beckmann
    „Das Adventsfest der 100.000 Lichter“ mit Florian Silbereisen

    Nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalelf bei der Fußball-WM in Katar hat das Interesse der Zuschauer schon am gestrigen Freitagabend ziemlich nachgelassen. So sicherte sich dann auch ein Programm abseits des Turniers den Tagessieg: „Das Adventsfest der 100.000 Lichter“ unterhielt im Ersten 5,05 Millionen Menschen ab drei Jahren und kam auf hervorragende 21,1 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen war Florian Silbereisen immerhin erster Verfolger von König Fußball und holte sehr gute 9,1 Prozent. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass im vergangenen Jahr, als die Show am Samstagabend gelaufen war, noch 5,99 Millionen eingeschaltet hatten. 2020 waren es gar 6,70 Millionen.

    Das Vorrundenspiel zwischen Serbien und der Schweiz bescherte dem ZDF indes gute, aber keine spektakulären Quoten: 4,27 Millionen Zuschauer sorgten für 16,5 Prozent, bei den Jüngeren standen noch deutlich bessere 21,3 Prozent bei 1,13 Millionen zu Buche. Die Nachmittagspartie Ghana gegen Uruguay hatten insgesamt 2,95 Millionen sehen wollen, die Marktanteile betrugen 21,3 und 24,5 Prozent. Etwas später als gewohnt, um 22:45 Uhr, stellte dann die „heute-show“ mit bärenstarken 1,22 Millionen und 24,2 Prozent einen neuen Zielgruppen-Rekord auf und brachte 3,83 Millionen Gesamtzuschauer (18,4 Prozent) zum Lachen. 2,05 Millionen davon blieben danach für das „ZDF Magazin Royale“ dran, bei den 14- bis 49-Jährigen reichte es noch zu 19,9 Prozent.

    Völlig in die Hose ging die Idee von Sat.1, den freiwillig bei „Promi Big Brother“ ausgestiegenen Kandidaten Jeremy Fragrance 48 Stunden lang im „wahren Leben“ mit der Kamera zu begleiten. „Jeremy Fragrance – Number One: Von ‚Promi Big Brother‘ zurück in die Welt“ interessierte gerade mal 470.000 Zuseher, darunter 240.000 Werberelevante. Mit extrem schwachen 4,3 Prozent musste man sich mehreren kleineren Sender, sogar auch Super RTL, geschlagen geben. Kleiner Trost: „Promi Big Brother“ legte um 22:15 Uhr wieder deutlich auf 8,3 Prozent zu, insgesamt stieg die Reichweite auf 1,18 Millionen.

    „50 Jahre Ballermann – Die erfolgreichsten Hits“ wurden derweil in einer Wiederholung der „Utimativen Chart Show“ bei RTL gefeiert. Immerhin 1,07 Millionen Menschen waren in Partystimmung, bei den Umworbenen sprangen 8,2 Prozent heraus. ProSieben zeigte noch einmal die Comicverfilmung „The Dark Knight Rises“, die insgesamt 740.000 Zuschauer anzog, in der Zielgruppe angesichts 6,6 Prozent aber recht blass blieb. Ähnlich lassen sich auch die Werte für die US-Krimis bei Schwestersender Kabel Eins beschreiben: Ein Doppelpack von „Navy CIS“ generierte zunächst 3,5 und 4,5 Prozent, drei Folgen von „Criminal Minds“ pendelten im weiteren Verlauf zwischen 3,2 und 3,8 Prozent.

    Bei VOX machte sich die Entscheidung bezahlt, „Law & Order: Special Victims Unit“ auf den späten Abend bzw. in die Nacht zu verschieben. Zwar taten sich die ersten beiden Folgen ab 22:15 Uhr mit lediglich 3,4 und 2,8 Prozent bei den Jüngeren erneut reichlich schwer, zwei weitere Erstausstrahlungen kletterten ab 0:10 Uhr jedoch auf 5,6 und sogar 8,4 Prozent. Zum Start in den Abend hatte ein Aufguss der Doku-Reihe „Wo die Liebe hinfällt – Jedes Paar ist anders“ 5,1 Prozent zustande gebracht – ein knapp doppelt so hoher Wert wie der von „Law & Order: SVU“ auf diesem Sendeplatz vor sieben Tagen. Bei RTL Zwei fesselte der Katastrophen-Thriller „Twister“ zu Beginn der Primetime 4,6 Prozent der 14- bis 49-Jährigen, ehe „Godzilla“ noch 4,0 Prozent schaffte.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am via tvforen.de

      Es kamen viel zu viele lausige Billigproduktionen aus der Computer-Retorte, in früheren Zeiten spielte man die Titel noch sorgfältig mit Studiomusikern, Band oder ganzem Orchester ein um dem Ereignis weihnachtlichen Glanz zu verleihen. Rühmliche Ausnahmen waren nur Matthias Reim, Christin Stark, Melissa Naschenweng und Eric Philippi, die ihren Arrangements mehr Leben einhauchen. Bei Weihnachtsklassikern bekannter Interpreten nimmt man gleich den unveränderten CD-Cut, selbst wenn er Jahre oder Jahrzehnte auf dem Buckel hat. Man hatte das Gefühl es lief drei Stunden lang der MP3-Player mit eingescannten Singles, nur unterbrochen durch warmherziges Geplauder.

      Aber immerhin die Deko überzeugte und das Lichtdesign war gelungen.
      • am

        @WesleyC: Es muss Frau Geiss sein, denn Arno Dübel biss schon vor einer Weile ins Gras.
        • am

          wahres Leben ?
          welcher normale Mensch rennt im Dezember mit nacktem Oberkörper durch die Stadt ?
          • am via tvforen.de

            Denke, es ist wenig überraschend, dass Silbereisen gestern Abend die Nase vorn hatte. Schließlich veranstaltet er heimelig immer samstags sonst. Ändert aber nichts an der Tatsache für mich persönlich: mal wieder die übliche Inszenierung - mal wieder nur die üblichen Verdächtigen, die aufgetreten sind - und mal wieder sein überzeichneter Moderationsstil. Glaube, Liebe, Hoffnung sind wichtig, ganz gewiss - aber dafür muss man nicht jedes Jahr in opulenter Dramaturgie ein Licht entzünden.
            Klar ist es auch schön zu erleben, wie die Schlagerleut ihre besinnliche Zeit feiern ... aber warum habe ich bei Flori noch nie einen Frank Zander gesehen? Der tafelt seit 30 Jahren für die Bedürftiger Berlins auf und das mit großem Erfolg. Speziell jetzt wäre eine gute Gelegenheit gewesen, das mal wieder groß öffentlich darzubieten, wenn er schon nicht ins Estrel darf und auf Food Trucks ausweichen muss. Das ist mal ein echter Weihnachtsgedanke - aber der dürfte der Redaktion nicht mainstreamwirksam genug sein. Sehr schade, wenn's so wäre.
            Es ist wie bei Robert Lembke: "Mache sie mal ne typische Handbewegung!" - und Silbereisen klopft sich auf die eigene Schulter.

            Ja, was Sat1 sich mit dem YTer gedacht hat, bleibt mir ein Rätsel. Der Mann ist so bekannt wie der Schwager des 5. aus der siebten Bachelor-Staffel und bekommt einen ganzen Abend spendiert. Wer macht dort eigentlich inzwischen das Programm? Arno Dübel oder Carmen Geißen? Da macht jeder offene Kanal mehr was her. Zum Kopfschütteln ...

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