Quoten: ProSieben räumt mit „Jungle Book“ ab, „Tatort“ siegt insgesamt

    „The Voice“-Halbfinale nur knapp über Allzeittief, „James Bond“ hilft RTL nicht wirklich

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 10.12.2018, 09:31 Uhr

    Mogli (Neel Sethi) und Panther Baghira in „The Jungle Book“ – Bild: © Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.
    Mogli (Neel Sethi) und Panther Baghira in „The Jungle Book“

    Am gestrigen zweiten Adventssonntag stand auf ProSieben nach einer Pause wieder der „Disney Day“ auf dem Programm – mit Filmen wie „Die Monster AG“ und „Fluch der Karibik“ erzielte man den ganzen Tag über weit überdurchschnittliche Marktanteile, für das Special „Rapunzel – Verföhnt, verlobt, verheiratet“ reichte es am Nachmittag sogar zu bärenstarken 23,4 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.

    Das eigentliche Highlight war jedoch um 20.15 Uhr die Free-TV-Premiere des Klassiker-Remakes „The Jungle Book“ – und das sicherte sich dann auch gleich Platz 1 in der Zielgruppe. 2,19 Millionen Zuschauer hatten eingeschaltet, womit tolle 19,7 Prozent erreicht wurden. Insgesamt war man mit 3,60 Millionen und 10,6 Prozent sogar erfolgreichster Privatsender und musste sich nur den Öffentlich-Rechtlichen geschlagen geben.

    Gesamtsieger wurde derweil Das Erste, wo der neue Ludwigshafener „Tatort“ „Vom Himmel hoch“ allerdings eine Spitzenreichweite verpasste. Mit 7,69 Millionen Zuschauern und 21,8 Prozent lief es aber natürlich trotzdem wie gewohnt hervorragend – beim jungen Publikum musste man angesichts 1,85 Millionen und 16,2 Prozent aber ProSieben den Vortritt lassen. „Anne Will“ talkte im Anschluss unter anderem mit der frisch gekürten CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer noch vor 3,84 Millionen Menschen, die guten 13,4 Prozent entsprachen.

    Im ZDF stand zur Primetime die neue „Rosamunde Pilcher“-Schmonzette „Das Geheimnis der Blumeninsel“ auf dem Programm, von dem sich insgesamt 4,78 Millionen Zuseher faszinieren ließen. Zufriedenstellende 13,5 Prozent standen damit auf der Uhr, in der Zielgruppe kam man dagegen wie so oft nicht über schwache 4,8 Prozent hinaus. Das „heute journal“ informierte danach 4,25 Millionen Zuschauer (13,2 Prozent), ehe sich die vierte Staffel von „Die Brücke – Transit in den Tod“ vor 2,21 Millionen verabschiedete. Beim Gesamtpublikum waren um 22.00 Uhr nur noch 10,1 Prozent drin.

    Kurz vor dem Finale ging „The Voice of Germany“ in Sat.1 wie in den vergangenen Staffeln ein wenig die Puste aus. Mit 1,15 Millionen jungen Zuschauern und 11,6 Prozent schrammte das Halbfinale nur knapp am vergangene Woche aufgestellten Allzeittief vorbei, auch insgesamt sah es mit 2,37 Millionen nicht allzu rosig aus. Das Special „Big in Finnland – Luke vs. Faisal“ fiel nachfolgend sogar auf einen einstelligen Marktanteil von 8,5 Prozent.

    Im Filmduell zog RTL indes klar den Kürzeren und holte mit der zweiten Ausstrahlung des „James Bond“-Films „Spectre“ in diesem Jahr (das ZDF hatte im Januar die Free-TV-Premiere besorgt) recht ernüchternde 12,0 Prozent bei 1,23 Millionen Zielgruppen-Zuschauern. „Die 10 spektakulärsten James-Bond-Momente“ hatten es nachfolgend noch etwas schwerer und kamen mit 11,3 Prozent ins Ziel. Eine Tür weiter bei VOX kann man dagegen zufrieden sein. Eine alte Folge von „Kitchen Impossible“ war für 9,0 Prozent gut, ehe „Prominent!“ noch deutlich auf 11,1 Prozent zulegte.

    Von solchen Werten konnten kabel eins und RTL II hingegen nur träumen. Erstgenannter Sender wurde mit dem „Rotlichtreport Deutschland“ nicht glücklich und verzeichnete nur 4,2 Prozent, bevor sich „Abenteuer Leben am Sonntag“ immerhin auf 5,3 Prozent steigerte. Völlig enttäuschend präsentierte sich die Komödie „The Interview“ bei RTL II, die nur auf miese 3,0 Prozent kam. Auch hier ging es für das Nachfolgeprogramm etwas nach oben, wenngleich die 5,2 Prozent für „Bad Santa 2“ ebenfalls kein Ruhmesblatt darstellen.

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