Quoten: „Nord Nord Mord“ auf „Tatort“-Niveau, „Die Höhle der Löwen“ bei Jüngeren spitze

    Armut-Spezial auf ProSieben kann Erfolg der Rechtsextremismus-Doku nicht wiederholen

    Dennis Braun – 06.10.2020, 09:53 Uhr

    „Nord Nord Mord“: Carl Sievers (Peter Heinrich Brix, r.), Ina Behrendsen (Julia Brendler, M.) und Hinnerk Feldmann (Oliver Wnuk, l.)

    Wenn im ZDF Mord und Totschlag auf dem Programm stehen, ist das Publikum zur Stelle. Besonders die Krimireihe „Nord Nord Mord“ sorgt immer wieder für herausragende Quoten, so auch am gestrigen Montagabend. Die neueste Folge „Sievers und die schlaflosen Nächte“ sahen unglaubliche 8,52 Millionen Zuschauer, das entsprach extrem starken 27,0 Prozent Marktanteil und bedeutete natürlich den Tagessieg. Peter Heinrich Brix und seine Kollegen bewegten sich damit auf „Tatort“-Niveau. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen standen ebenfalls überdurchschnittliche 9,2 Prozent zu Buche. Nachdem auch das „heute journal“ mit insgesamt 4,92 Millionen (18,0 Prozent) überzeugte, musste die Dramaserie „Trackers – Rote Spur“ etwas kleinere Brötchen backen und startete vor 2,22 Millionen, die für dennoch ordentliche 12,8 Prozent sorgten.

    Dem Ersten liefen nach der „Tagesschau“ (5,76 Millionen Zuschauer, 18,8 Prozent) und einem weiteren „ARD extra“ zur Corona-Lage (3,29 Millionen, 10,2 Prozent) dagegen reihenweise Zuschauer davon. Die „Erlebnis Erde“-Dokumentation „Unbekanntes Madagaskar – Im Dschungel der Lemuren“ musste sich mit schwachen 5,6 Prozent bei 1,77 Millionen begnügen und floppte auch bei den Jüngeren angesichts 2,9 Prozent. „Hart aber fair“ konnte danach immerhin wieder etwas auf 2,57 Millionen Gesamtzuseher zulegen, verfehlte mit 9,5 Prozent aber trotzdem die Zweistelligkeit. In der Zielgruppe ging es ebenfalls nur leicht auf 4,7 Prozent nach oben.

    Den Tagessieg bei den Werberelevanten sicherte sich einmal mehr mit großem Vorsprung „Die Höhle der Löwen“ bei VOX. 1,36 Millionen Zuschauer trieben den Marktanteil auf stolze 17,6 Prozent, insgesamt saßen 2,32 Millionen Menschen vor dem Bildschirm. „Ready to beef“ konnte sich danach im Vergleich zur Vorwoche wieder deutlich steigern und erreichte nun sehr gute 9,5 Prozent. Der große Bruder RTL blieb dagegen bei unspektakulären 11,5 Prozent für eine neue Folge von „Wer wird Millionär?“ hängen, die Gesamtreichweite lag jedoch mit 3,78 Millionen um einiges höher als die der Gründershow. „Extra“ fiel nachfolgend in die Einstelligkeit und kam nicht mehr über 9,7 Prozent in der Zielgruppe hinaus.

    Eine Woche nach dem vielbeachteten „ProSieben Spezial“ über Rechtsradikalismus in Deutschland schickte der Sender aus Unterföhring direkt eine weitere Extrasendung zum Thema „Von Armut bedroht“ ins Rennen. Die konnte allerdings nicht ansatzweise so viel Aufmerksamkeit entfachen und generierte lediglich 7,5 Prozent bei 630.000 jungen Zuschauern. Eine neue Folge des Doku-Formats „10 Fakten“ fiel später sogar auf miese 5,7 Prozent zurück, ehe sich „Late Night Berlin“ zwar wieder auf 8,2 Prozent verbesserte, die tollen Werte der früheren Live-Ausgabe am letzten Montag jedoch nicht wiederholen konnte.

    Nicht wirklich berauschend schlug sich auch die Reportage-Reihe „Lebensretter hautnah – Wenn jede Sekunde zählt“ in Sat.1, die erneut unterdurchschnittliche 7,7 Prozent bei 640.000 Zielgruppen-Zuschauern einfuhr. Umso überraschender, dass die chronisch schwache „akte.“ im Anschluss mit 8,0 Prozent sogar etwas besser lief. Gefragt war indes mal wieder die Sozialdoku „Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?“ bei RTL Zwei, die sehr gute 7,1 Prozent verzeichnete, wenngleich zuletzt auch schon stärkere Werte drin gewesen waren. Die fünf Jahre alte Reportage „Puppenspieler“ kam um 22:15 Uhr noch auf 5,2 Prozent. Sehr schwer tat sich „Matrix Revolutions“ bei Kabel Eins, das mit 3,5 Prozent sang- und klanglos baden ging.

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