Quoten: Katastrophaler Start für „House Rules“ in Sat.1, RTL-“Sommerhaus“ legt leicht zu

    ZDF-Krimi siegt hauchdünn vor ARD-Drama, das vor allem bei den Jüngeren punktet

    Dennis Braun – 31.08.2017, 10:04 Uhr

    Nina Bott moderiert „House Rules – Das Renovierungsduell“

    Nach dem Flop „Jetzt oder nie – Das 100-Tage-Experiment“ probiert es Sat.1 seit dem gestrigen Mittwochabend mit der Makeover-Show „House Rules – Das Renovierungsduell“. Die interessierte zum Start allerdings auch nur ein äußerst spärliches Publikum. Gerade mal 860.000 Menschen schalteten insgesamt ein, der Marktanteil fiel in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen mit 5,8 Prozent katastrophal aus. Damit dürfte die von Nina Bott moderierte Sendung schon jetzt ein heißer Absetzungskandidat sein, sollte in der kommenden Woche nicht ein überraschend kräftiger Aufschwung stattfinden. Das „kleine TV-Duell“ zur Bundestagswahl mit Claus Strunz kam nachfolgend ebenfalls auf nur 5,8 Prozent bei insgesamt 640.000 Zuschauern.

    Minimal steigern konnte sich im Vergleich zur Vorwoche „Das Sommerhaus der Stars“ bei RTL. Mit 1,05 Millionen Zielgruppen-Zuschauern und 11,6 Prozent ist die Reality-Show jedoch weiterhin deutlich von den guten Quoten zu Beginn der Staffel entfernt, als die Sendung jedoch noch zur Primetime lief. „Die 10 unglaublichsten ‚Wie das Leben so spielt‘-Geschichten“ wollten zum Start in den Abend sogar nur 940.000 Werberelevante sehen, womit ebenfalls durchwachsene 11,2 Prozent erreicht wurden.

    ProSieben fuhr derweil zumindest solide. Nachdem die beiden quotenschwachen Serien „Pure Genius“ und „This Is Us“ nun nicht mehr den Mittwochabend ruinieren, setzt man in Unterföhring wieder auf Spielfilme. Die Wiederholung von „Freunde mit gewissen Vorzügen“ lief dabei mit 800.000 Zuschauern und 9,2 Prozent bei den Umworbenen zwar nicht überragend, aber dennoch auf einem deutlichen besseren Niveau, als man das in den vergangenen Wochen gewohnt war. „Movie 43“ kam zu später Stunde dafür nicht über 7,9 Prozent hinaus.

    Ein richtig enges Duell um die Marktführerschaft beim Gesamtpublikum lieferten sich unterdessen Das Erste und das ZDF. Die Mainzer setzten sich mit 4,49 Millionen Zuschauern und sehr guten 16,4 Prozent für eine Spezialfolge von „SOKO Köln“ schließlich durch. Bei den Jüngeren betrug der Marktanteil ordentliche 7,5 Prozent. Das Drama „Ich gehöre ihm“ sprach im Ersten mit 4,42 Millionen nur ein paar Menschen weniger an, hier sah es mit 16,2 Prozent ähnlich gut aus. In der Zielgruppe standen sogar fantastische 11,5 Prozent zu Buche, womit man um ein Haar selbst RTL geschlagen hätte.

    Auch im Anschluss blieb der Sender mit der thematisch anknüpfenden Doku „Verliebt, verführt, verkauft – Die miesen Geschäfte der Loverboys“ angesichts 4,02 Millionen Zusehern und 15,3 Prozent auf Erfolgskurs. Ebenso das ZDF, das mit dem „heute journal“ noch 3,98 Millionen Menschen (15,1 Prozent) ansprach. Davon konnte das „auslandsjournal“ im Nachgang allerdings nicht profitieren, die Reichweite sackte auf 2,05 Millionen ab, womit nur noch 9,6 Prozent auf der Uhr standen.

    Unter den kleineren Privatsendern schlug sich RTL II am besten. „Teenie-Mütter – Wenn Kinder Kinder kriegen“ und „Die Babystation – Jeden Tag ein kleines Wunder“ erzielten solide 5,9 und 6,2 Prozent bei den Werberelevanten, während VOX mit zwei Folgen von „Rizzoli & Isles“ nicht über 4,9 und 5,9 Prozent hinauskam. „Major Crimes“ passte sich nach 22:00 Uhr mit 5,2 Prozent in das eher triste Bild ein. Der Klassiker „Top Gun“ bescherte kabel eins indes ordentliche 5,5 Prozent in der Zielgruppe.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Wir haben bei house rules ca. 30 min reingezappt.Mega langweilig....Mich hat gewundert,dass sowas in der primetime läuft.Ähnliche Formate laufen doch bei anderen Sendern in Dauerschleife.
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        Ich fand die Kandidaten, vor allem dieses Apres-Ski-Party Paar (Ingo und Kamelia), so nervtötend. Richtig unsympathische Kotzbrocken. Wichtigtuerische Angeber und nichts, aber auch gar nichts dahinter.

        Die Sendung war so interessant wie der Wandfarbe beim Trocknen zuzuschauen.

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