Quoten: „In aller Freundschaft“-Special enttäuscht, ZDF-Krimis punkten

    „Ninja Warrior Germany“ schlägt „Geh aufs Ganze!“-Finale

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 11.12.2021, 11:52 Uhr

    „Die jungen Ärzte“ waren gestern für die ARD im Primetime-Einsatz – Bild: ARD/Jens Ulrich Koch
    „Die jungen Ärzte“ waren gestern für die ARD im Primetime-Einsatz

    „Endlich Freitag“ heißt es üblicherweise für Fans romantischer Unterhaltung im Ersten, doch das Primetime-Special von „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ konnte gestern um 20:15 Uhr bei den Einschaltquoten deutlich weniger punkten als vergleichbare Filme auf dem Sendeplatz. Lediglich 2,99 Millionen Menschen schalteten bei dem 90-Minüter „Adventskind“ ein, was einem unterdurchschnittlichen Gesamtmarktanteil von 10,2 Prozent entsprach. Immerhin 7,1 Prozent in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen standen zu Buche.

    Im Vergleich: Die letzte reguläre Episode der „Jungen Ärzte“ hatte am Donnerstag um 18:50 Uhr 2,32 Millionen Zuschauer vorweisen können. Dem Film gelang es also kaum, über das Stammpublikum des Vorabend-Dauerbrenners hinaus eine größere Zuschauerschaft anzusprechen. Umso verwunderlicher wirkt es da, dass der Film an sich zu einem großen Teil auf neue Hauptfiguren ausgerichtet war und das Stammpersonal des Johannes-Thal-Klinikums weitgehend in den Hintergrund trat.

    Verlässlich erfolgreich waren zeitgleich die Freitagskrimis im Zweiten. Die neue Episode der „Chefin“ konnte 6,44 Millionen Zuschauer für sich gewinnen, was 21,9 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum bedeutete. Auch bei den Jüngeren waren 8,8 Prozent dabei. Im Anschluss ermittelte ein Großteil der Zuschauer mit der „SOKO Leipzig“ weiterhin mit. Die jüngste Folge hatte 5,55 Millionen Zuschauer und 19,4 Prozent Marktanteil vorzuweisen. Bei den 14- bis 49-Jährigen blieben hier 7,7 Prozent am Ball. Schließlich konnte auch die „heute-show“ mit Oliver Welke mit satten 5,02 Millionen Zuschauern mehr als zufrieden sein, der Gesamtmarktanteil lag bei starken 22,0 Prozent. Bei den Jüngeren wurden überragende 21,4 Prozent erreicht.

    Federn lassen musste unterdessen die Neuauflage von „Geh aufs Ganze!“. Zwar hat Sat.1 zuletzt grünes Licht für eine zweite Staffel der Gameshow-Neuauflage mit Jörg Draeger und Daniel Boschmann erteilt (fernsehserien.de berichtete). Das abschließende Weihnachtsspecial hatte mit 1,74 Millionen Zuschauern aber die bislang geringste Reichweite. 6,2 Prozent Marktanteil waren insgesamt drin, bei den 14- bis 49-Jährigen waren 9,3 Prozent mit dabei. In der Vorwoche hatte der Marktanteil in der Zielgruppe noch bei 15 Prozent gelegen.

    Letztendlich war die Show-Konkurrenz bei RTL stärker. Das dreistündige zweite Halbfinale von „Ninja Warrior Germany“ brachte es da auf 1,91 Millionen Zuschauer und eine Gesamtbeteiligung von 6,9 Prozent. Vor allem in der Zielgruppe zog man mit 13,1 Prozent Marktanteil klar an Sat.1 vorbei.

    ProSieben tat zeitgleich etwas gegen die Armada ausgefallener Weihnachtsfeiern und lud zur „Office Christmas Party“. Die Comedy mit Jennifer Aniston erreichte 1,07 Millionen Zuschauer, was einem Marktanteil von 3,8 Prozent bei allen Fernsehenden entsprach. Der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen war mit 8,7 Prozent allerdings recht beachtlich.

    VOX versuchte unterdessen, seinen Freitagabend mit der „Titanic“ zu retten, was auch klappte. 930.000 Zuschauer wollten noch einmal mit Kate Winslet und Leonardo DiCaprio romantische und dramatische Stunden erleben, was zu einem Marktanteil von 3,9 Prozent insgesamt und guten 7,9 Prozent bei den Jüngeren führte. Zuvor hatte VOX die Doku-Soap „Die Superzwillinge“ nach miserablen Quoten am Freitagabend vorzeitig beendet, genau wie die im Streaming deutlich erfolgreichere Dating-Show „Princess Charming“ (fernsehserien.de berichtete).

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