Quoten: Fernsehpreis und „Faking Hitler“ durchwachsen, „Sommerhaus“ nur knapp vor „TV total“

ARD-Drama gewinnt insgesamt, „Zurück in die Schule“ stabil

Dennis Braun
Dennis Braun – 15.09.2022, 10:03 Uhr

Joko Winterscheidt (r.) und sein Team gewannen den Deutschen Fernsehpreis für „Wer stiehlt mir die Show?“ zum zweiten Mal in Folge. – Bild: ZDF/Sascha Baumann
Joko Winterscheidt (r.) und sein Team gewannen den Deutschen Fernsehpreis für „Wer stiehlt mir die Show?“ zum zweiten Mal in Folge.

Im ZDF wurde am gestrigen Mittwochabend „Der Deutsche Fernsehpreis“ vergeben. Die zeitversetzte Ausstrahlung lief zwar besser als die letztjährige, von RTL übertragene Veranstaltung, allzu hohe Aufmerksamkeit wurde aber nicht generiert: So reichte es mit insgesamt 2,18 Millionen Zuschauern nur zu unterdurchschnittlichen 9,7 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen standen immerhin ordentliche 6,8 Prozent zu Buche. Das verspätete „heute journal“ kam um kurz nach 23:00 Uhr auf 1,88 Millionen Gesamtzuschauer und steigerte den Marktanteil auf 13,5 Prozent, ehe beim „sportstudio UEFA Champions League“ noch 1,56 Millionen bei sehr guten 16,6 Prozent am Ball blieben.

So mussten sich die Mainzer dann auch deutlich den Kollegen der ARD geschlagen geben: Das Drama „Weil du mir gehörst“ fesselte 3,54 Millionen Menschen ab drei Jahren und holte zufriedenstellende 14,3 Prozent, während bei den Jüngeren ebenfalls erfreuliche 8,7 Prozent drin waren. Schon zuvor hatte sich die „Tagesschau“ sowohl beim Gesamtpublikum (5,19 Millionen; 20,7 Prozent) als auch in der Zielgruppe (1,11 Millionen; 20,1 Prozent) die Krone aufgesetzt. Auch „Plusminus“ und die „Tagesthemen“ waren ab 21:45 Uhr angesichts 2,94 Millionen (13,2 Prozent) bzw. 2,70 Millionen (14,2 Prozent) noch gefragt.

VOX schickte derweil die am gleichen Abend beim Deutschen Fernsehpreis zweifach ausgezeichnete Dramaserie „Faking Hitler“ als Free-TV-Premiere ins Rennen. Nachdem man sich zuletzt mit eigenproduzierten fiktionalen Stoffen häufig eine blutige Nase geholt hatte, verzeichnete man nun etwas bessere, wenngleich leicht unterdurchschnittliche Werte: Die ersten beiden Folgen schafften 5,7 und 5,4 Prozent bei den Werberelevanten, Episode 3 legte nach 22:00 Uhr auf 6,2 Prozent zu. Um 20:15 Uhr lag die Gesamtreichweite bei 1,07 Millionen Zusehern, zum Schluss waren noch 690.000 dabei.

Primetime-Sieger in der Zielgruppe wurde mit minimalem Abstand RTL: „Das Sommerhaus der Stars“ holte dort 11,9 Prozent bei 630.000, das waren allerdings 3,2 Punkte weniger als vergangene Woche. Insgesamt fiel das Reality-Format mit 1,59 Millionen auf ein neues Allzeittief. „RTL Direkt“ generierte dazwischen 11,3 Prozent, ehe „stern TV“ um 23:15 Uhr den Abend mit 12,4 Prozent beschloss. Bei „TV total“ auf ProSieben lachten zu Beginn der Primetime nur 10.000 junge Zuschauer weniger über die Gags von Sebastian Pufpaff, aufgrund der erheblich kürzeren Sendezeit bedeutete dies gute 10,6 Prozent. 1,05 Millionen Menschen ab drei Jahren wurden gezählt. „Zervakis & Opdenhövel. Live.“ tat sich nachfolgend wie üblich extrem schwer und fiel auf miese 4,9 Prozent zurück.

Kaum Bewegung gab es bei „Zurück in die Schule“ in Sat.1: Die vierte Ausgabe der Show mit Jörg Pilawa kam wie in der Vorwoche auf 7,0 Prozent bei den Umworbenen, insgesamt ging es minimal auf 1,09 Millionen nach oben. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich RTL Zwei und Kabel Eins: Beim Sender aus Grünwald erzielte ein Doppelpack der „Wollnys“ solide 5,0 und 5,5 Prozent, der Thriller „Flightplan – Ohne jede Spur“ lag bei Kabel Eins mit 5,2 Prozent dazwischen – mit den Ergebnissen dürften beide Sender durchaus leben können.

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