Quoten: „Das Supertalent“ gerät in Quotennot, Thüringenkrimi „Theresa Wolff“ mit exzellenter Premiere

    Das Erste holt Zielgruppensieg mit „Verstehen Sie Spaß?“

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 10.10.2021, 13:16 Uhr

    Rechtsmedizinerin Theresa Wolff (Nina Gummich) und Kommissar Robert Brückner (Thorsten Merten) in „Theresa Wolff – Der Thüringenkrimi“ – Bild: ZDF/Steffen Junghans
    Rechtsmedizinerin Theresa Wolff (Nina Gummich) und Kommissar Robert Brückner (Thorsten Merten) in „Theresa Wolff – Der Thüringenkrimi“

    Für „Das Supertalent“ stand am gestrigen Samstag eine Art Belastungstest an: Wie würde sich das Format in der zweiten Woche der „Nach-Bohlen-Ära“ schlagen – wenn einerseits der „Reiz des Neuen“ verflogen ist (der bei der Premiere noch herrschte) und andererseits bevor ProSieben seinen „Masked Singer“ ab kommenden Samstag (fernsehserien.de berichtete) als Programmalternative ins Rennen schickt. Die Antwort: schlecht. Die Show unterlag beim jungen Publikum deutlich „Verstehen Sie Spaß?“ und auch dem starken, neuen Thüringenkrimi im ZDF und lag nur hauchdünn vor einem älteren Spielfilm auf ProSieben.

    Hatte bei der Staffelpremiere vom „Supertalent“ der Marktanteil in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen bereits schon nur durchwachsene 14,6 Prozent betragen (Gesamtzuschauer: 2,28 Millionen), brach er am gestrigen Samstag auf 9,4 Prozent ein. Insgesamt waren nur noch 1,77 Millionen Zuschauer dabei. Da darf man sich wohl schon mal warm für die Quoten der nächsten Woche anziehen, denn auch am kommenden Samstag zeigt Das Erste wieder eine zugkräftige Show („Klein gegen Groß“), während wie gesagt „The Masked Singer“ erstmalig am Samstag die Zuschauer abholen will.

    Den mageren Zahlen des „Supertalents“ gegenüber stand „Verstehen Sie Spaß?“ im Ersten: 3,87 Millionen Zuschauer wollten die dreistündige Show durchschnittlich sehen, was für einen Gesamtmarktanteil von 15,8 Prozent reichte. Bei den jungen Zuschauern wurde ein sehr starker Marktanteil von 16,1 Prozent erreicht. Zuvor informierte die „Tagesschau“ allerdings auch noch 4,91 Millionen Zuschauer (MA: 20,0 Prozent) und 21,6 Prozent der Jüngeren.

    Unumstrittener Primetime-Sieger beim Gesamtpublikum wurde das ZDF, dessen neuer Thüringenkrimi „Theresa Wolff“ beim ersten Auftritt auf gewaltige 7,02 Millionen Zuschauer insgesamt kam (Marktanteil 27,0 Prozent) und der mit einem Marktanteil in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen von tollen 11,1 Prozent ebenfalls erfreulich für die Mainzer begann. Im Anschluss an den Neustart erreichten auch zwei Ausgaben von „Letzte Spur Berlin“ ab 21.45 und 22:30 Uhr starke 4,52 und 4,07 Millionen Zuschauer ab drei Jahren.

    In Sachen Samstagabend reihte sich ProSieben mit dem Spielfilm „Man lernt nie aus“ aus dem Jahr 2015 mit einem Marktanteil bei den Umworbenen von 9,4 Prozent knapp auf dem vierten Platz ein (durchschnittlich rund 10.000 junge Zuschauer weniger als bei der RTL-Show wurden zum gleichen Marktanteil gerundet). In Sat.1 konnte der Animationsfilm „Chaos im Netz“ bei den Jungen einen Marktanteil von 8,6 Prozent erreichen.

    Der französische Thriller „3 Days to Kill“ bescherte VOX am Samstagabend maue Quoten: 5,4 Prozent Marktanteil bei den Jungen standen zu Buche. Immerhin hatte man damit nicht die Probleme, die RTL Zwei mit dem Katastrophenfilm „Shockwave – Countdown zum Desaster“ hatte: Der fuhr nur inakzeptable 1,6 Prozent Marktanteil bei den Umworbenen ein.

    Ein bisschen freuen kann sich hingegen Kabel Eins, das am Samstag die elfte Staffel der Serie „Blue Bloods“ als Deutschlandpremiere am Vorabend gestartet hatte: Die erste Folge um 18:20 Uhr brachte einen Marktanteil bei den Jungen von 4,8 Prozent, die zweite Episode ab 19:15 Uhr konnte die Zuschauer zwar halten, der Marktanteil sank allerdings auf 3,7 Prozent.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am

      Supertalent bricht ohne Bohlen völlig ein und so wird das auch mit DSDS!
      • am via tvforen.de

        TV Wunschliste schrieb:
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        > Den mageren Zahlen des "Supertalents" gegenüber
        > stand "Verstehen Sie Spaß?" im Ersten: 3,87
        > Millionen Zuschauer wollten die dreistündige Show
        > durchschnittlich sehen, was für einen
        > Gesamtmarktanteil von 15,8 Prozent reichte. Bei
        > den jungen Zuschauern wurde ein sehr starker
        > Marktanteil von 16,1 Prozent erreicht. Zuvor
        > informierte die "Tagesschau" allerdings auch noch
        > 4,91 Millionen Zuschauer (MA: 20,0 Prozent) und
        > 21,6 Prozent der Jüngeren.
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        "Verstehen Sie Spass?" kam es da sicher zu gute, dass wieder mal live gesendet wurde und Guido Cantz gleich auf den Rücktritt des österreichischen Bundeskanzlers reagieren konnte. Auch im Gespräch mit Chris Tall hat er einen Seitenhieb auf dessen gleichzeitigen aufgezeichneten Auftritt bei RTL gebracht. Und es tat der Show gut, dass wieder Publikum im Studio dabei war.

        Aber es schwang auch viel Wehmut mit, da es ja sozusagen die letzte richtige grosse Live-Show der "Ära Cantz" war, das merkte man deutlich.
        • (geb. 1984) am

          Naja was erwartet RTL auch wenn man mt Chris Tall, Ehrlich Brothers und Motzi Mabuse die anstregenensten Leute in eine Show stopft.

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