Quoten: 3:0-Sieg der Deutschen markiert neuen EM-Bestwert

    „Tatort“-Wiederholung zur Primetime trotzt der Fußball-Konkurrenz

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 27.06.2016, 09:28 Uhr

    Oliver Welke (r.) und Oliver Kahn gingen für das ZDF aus Lille auf Sendung. – Bild: ZDF/Svea Pietschmann
    Oliver Welke (r.) und Oliver Kahn gingen für das ZDF aus Lille auf Sendung.

    Nach dem glanzvollen 3:0-Achtelfinal-Erfolg der deutschen Nationalmannschaft gegen die Slowakei bei der Fußball-EM in Frankreich darf auch das ZDF wieder jubeln: 28,11 Millionen Zuschauer sahen das Spiel vom heimischen Bildschirm aus und bescherten dem Mainzer Sender erstmals einen Marktanteil von über 80 Prozent beim Gesamtpublikum, genauer gesagt 81,2 Prozent. Dies ist vor allem deshalb bemerkenswert, da die Partie bereits um 18.00 Uhr angepfiffen wurde. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen sorgten 11,31 Millionen Zuschauer gar für 85,5 Prozent Marktanteil. All diejenigen, die sich die Begegnung auf Public-Viewing-Veranstaltungen ansahen, sind in den Daten wie immer noch nicht erfasst. Eine kurze „heute“-Ausgabe in der Halbzeitpause verfolgten insgesamt 25,88 Millionen Menschen (75,4 Prozent), die Vorberichterstattung sahen ab 17.00 Uhr bereits 8,87 Millionen Zuschauer. Zehn Minuten vor Beginn der Begegnung waren schon 21,92 Millionen Zuschauer (69,7 Prozent) dabei.

    Doch auch die beiden anderen Achtelfinal-Partien, die das ZDF ebenfalls übertrug, stießen auf großes Interesse. So ließen sich ab 15.00 Uhr insgesamt 9,48 Millionen Zuschauer (51,6 Prozent) das Spiel Frankreich gegen Irland nicht entgehen. Um 21.00 Uhr sahen schließlich 11,31 Millionen Fußballfans den 4:0-Sieg der Belgier über Ungarn, was 36,5 Prozent entspricht und damit etwas weniger als bei den vorherigen Abendpartien. In der Zielgruppe kamen beide Spiele auf 50,7 bzw. 40,9 Prozent. Das „heute journal“ in der Halbzeitpause sahen sogar mehr Zuschauer als das eigentliche Spiel, genauer gesagt 11,44 Millionen (36,1 Prozent).

    Während die übrigen Sender gegen das Deutschland-Spiel wie erwartet komplett untergingen, sah es zur Primetime wieder deutlich besser aus. Vor allem die „Tatort“-Wiederholung „Angezählt“ erreichte im Ersten sehr gute 5,25 Millionen Zuschauer und 15,8 Prozent beim Gesamtpublikum und erwies sich somit als größter Fußball-Verfolger. Bei den 14- bis 49-Jährigen standen dagegen nur 9,5 Prozent zu Buche, die trotzdem einen Wert über dem Senderschnitt darstellen. Für den Talk mit „Anne Will“ zum „Brexit“, für den die Moderatorin ihre Sommerpause unterbrach, blieben im Anschluss immerhin noch 3,03 Millionen Zuschauer dran, der Marktanteil betrug – in Anbetracht der Konkurrenz – solide 10,2 Prozent.

    Bei den Privatsendern kam einzig RTL zur besten Sendezeit auf halbwegs versöhnliche Werte. Den Film „Malavita – The Family“ hatten immerhin 1,33 Millionen junge Zuschauer eingeschaltet, der Marktanteil lag bei akzeptablen 11,2 Prozent. ProSieben kam mit „Sex and the City – Der Film“ jedoch auf keinen grünen Zweig und erreichte nur magere 6,2 Prozent. Der Marathon von „Navy CIS: L.A.“ bei Sat.1 begann um 20.15 Uhr mit kaum besseren 6,3 Prozent, steigerte sich nach Mitternacht aber noch auf zweistellige Werte. Die blieben für ProSieben im weiteren Verlauf des Abends jedoch nach wie vor unerreicht, mit „Bad Ass 2“ ging es sogar noch auf 5,5 Prozent nach unten.

    Eine Etage tiefer bei den kleineren Sendern konnte hingegen niemand so richtig punkten. VOX kam mit einer Wiederholung von „Promi Shopping Queen“ zumindest auf 4,6 Prozent in der Zielgruppe, bei RTL II liefen die Spielfilme „Meine Frau, die Spartaner und ich“ und „Spritztour“ mit 3,6 bzw. 4,5 Prozent noch ein wenig schlechter. Die rote Laterne trug unterdessen kabel eins, wo der Film „NVA“ mit nur 2,8 Prozent unter die Räder geriet.

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