„Party Down“: Starz plant Revival von Kult-Comedy

    Untergegangene Serienperle von Rob Thomas („Veronica Mars“, „iZombie“)

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 05.03.2021, 13:30 Uhr

    „Pary Down“ – Bild: Starz
    „Pary Down“

    Für ausgemachte Serien-Nerds gilt „Party Down“ als Comedyperle, die meisten Zuschauer in Deutschland kennen das US-Format aus dem Jahr 2009 vermutlich nicht einmal (obwohl es hierzulande mittlerweile bei Prime Video enthalten ist, wenn auch nur in Synchronfassung): Nun plant der alte Heimatsender Starz ein Revival als Miniserie.

    Als Projekt von Lionsgate TV dürfte das im Erfolgsfall in Deutschland bei dessen Schwesterfirma Starzplay landen.

    Party Down ist in der Serie der Name eines Catering-Services in Los Angeles, der vor allem Schauspieler beschäftigt, die eigentlich auf der Suche nach dem großen Durchbruch sind, sich hier aber den Lebensunterhalt verdienen. Hinter dem Format steckt der amerikanische Autor Rob Thomas, der zuvor mit „Veronica Mars“ seinen Durchbruch hatte und zuletzt hinter „iZombie“ stand. Die Serie folgt der illustren Gruppe von Protagonisten, die von den Zuschauern in jeder Folge bei einem neuen Catering-Job begleitet werden, wodurch man am Fortschritt in deren Leben teilnimmt. Auch die wechselnden, meist feucht-fröhlichen und schrägen Partys selbst liefern pointierte Einblicke.

    Während für die jetzt auf den Weg gebrachte Neuauflage die Rückkehr der Produzenten um Thomas bestätigt wurde – neben ihm produzieren John Enbom, Paul Rudd und Dan Etheridge – ist unklar, ob auch die Darsteller von damals zurückkehren.

    Die Serie lief ursprünglich über zwei Staffeln und wurde dabei ein bisschen vom Leben imitiert. Ursprünglich eine Hauptrolle hatte Jane Lynch, die dann durch „Glee“ ihren großen Durchbruch hatte und daher die Serie nach der Auftaktstaffel verließ. Adam Scott (später „Parks and Recreation“) porträtierte den in einer Zwickmühle steckenden Henry: Der war durch einen Werbespot für Bier und mit dem Slogan Are we having fun yet zum hinreichend bekannten Gesicht geworden – erhielt aber gerade wegen dieser zweifelhaften Berühmtheit nun keine Schauspiel-Jobs mehr. Zudem war er unglücklich in Kollegin Casey (Lizzy Caplan – Durchbruch mit „Masters of Sex“) verknallt.

    Zur Stammbesetzung gehörten noch Ken Marino als Ron Donald, der als Teamchef weitgehend mit dem Schauspiel abgeschlossen hat und nun die Verantwortung trägt, dass die Catering-Aufträge ordentlich ablaufen; Martin Starr als Möchtegern-Drehbuchautor Roman DeBeers und handfester Film-Nerd sowie Ryan Hansen als sein Nemesis, Kyle. In Staffel zwei hatte sich Megan Mullally („Will & Grace“) als Ersatz für Lynch der Serie angeschlossen.

    „Party Down“ lief als Eigenproduktion beim amerikanischen Pay-TV-Sender Starz, bevor dieser sich in dem Bereich wirklich positionieren konnte – was ab 2010 geschah, als der ehemalige HBO-Manager Chris Albrecht an Bord kam.

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