Moderator und Entertainer Alfred Biolek verstorben

    Deutsche Fernsehpersönlichkeit wurde 87 Jahre alt

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 23.07.2021, 10:09 Uhr

    Alfred Biolek (1934–2021) – Bild: IMAGO / Future Image
    Alfred Biolek (1934–2021)

    Der langjährige ARD-Moderator und Entertainer Alfred Biolek ist verstorben. Wie die Tagesschau meldet, sei er nach Angaben der Familie im Alter von 87 Jahren nach längeren gesundheitlichen Problemen in seiner Wohnung in Köln entschlafen.

    Alfred Biolek prägte mit seinen Unterhaltungssendungen wie „Kölner Treff“, „Bio’s Bahnhof“, „Mensch Meier“, „Boulevard Bio“ und „Alfredissimo!“ vom Ende der 1970er bis in die frühen 2000er das Bild der öffentlich-rechtlichen Abendunterhaltung mit und deckte dabei die verschiedensten Spielarten von der Talkshow über die Spielshow bis zur Kochsendung ab.

    Dabei war sein Einstieg ins Unterhaltungsgeschäft ein anderes gewesen. Biolek wurde 1934 auf dem Gebiet der damaligen Tschechoslowakei geboren. Sein Vater war Jurist und Politiker, im Anschluss an den Zweiten Weltkrieg wurde die Familie nach Westdeutschland vertrieben. Dort folgte Alfred seinem Vater in der Berufung des Juristen nach und kam in diesem Beruf schließlich zum ZDF. Bald wechselte er aber dort auch in Ratgebersendungen in die Moderation und sammelte privat erste Erfahrungen mit Kleinkunst.

    Im Umfeld einer Gesetzesänderung des Paragrafen § 175 StGB, der die Beziehung zwischen erwachsenen Männern danach nicht länger unter Strafe stellte, änderte der später offen homosexuell lebende Biolek 1969 sein bisher konservatives Leben radikal: Er zog vom ZDF-Sitz Mainz nach München und trennte sich vom bürgerlichen Leben zugunsten eines mehr bohèmen Lebensstils.

    1974 begann seine Fernsehkarriere als Produzent von „Am laufenden Band“ mit Moderator Rudi Carell zunächst hinter der Kamera. Das half Biolek dabei, ein zuvor auf der Kölner Theaterbühne stattfindendes Talkformat als „Kölner Treff“ durch den WDR ins Fernsehen zu bekommen. Ab 1978 moderierte Biolek bei „Bio’s Bahnhof“ eine mehrmals im Jahr ausgestrahlte Musikshow, bei der er auch junge Talente aus dem Comedygeschäft förderte – ein Engagement, das sich auch durch seine weitere Karriere zog.

    In den 1980er-Jahren entwickelte Alfred Biolek seine eigene Art von sensibler, nachdenklicher Unterhaltung weiter, unter anderem mit der Talkshow „Bei Bio“. Mehr als zehn Jahre war Biolek zwischen 1991 und 2003 mit der Talkshow „Boulevard Bio“ im Ersten aktiv und kam dabei mit dem wöchentlichen Format auf nahezu 500 Folgen. Ab 1994 verband der Moderator seine Leidenschaft fürs Kochen und Wein in „Alfredissimo!“ mit Gesprächen mit Prominenten, mit denen gemeinsam gekocht wurde – und brachte damit eine der ersten Kochsendungen ins Fernsehen. Die letzte Staffel wurde 2006 produziert, als Biolek die 70 schon überschritten hatte.

    In dem Umfeld betätigte sich Alfred Biolek auch als Kochbuchautor. Daneben veröffentlichte er seine Memoiren und engagierte sich lange Jahre im Kleinkunstbereich im Talentmanager.

    Zu einem Medienskandal wurde im Jahr 1991 das Outing von Alfred Biolek als homosexuell im Rahmen der RTLplus-Talkshow „Explosiv“ durch den Filmemacher Rosa von Praunheim. In der Sendung outete Praunheim auch Hape Kerkeling. Biolek hatte seit Ende der 1960er recht offen als Homosexueller gelebt, sein Privatleben aber nicht in die Öffentlichkeit getragen – ein Erbe seiner Erziehung. So ging es bei dem Skandal dann auch weniger um die Tatsache, sondern um Rosa von Praunheims Übergriffigkeit und die Ausstrahlung bei RTL.

    2010 zog sich Alfred Biolek bei einem Sturz auf einer Treppe schwere Verletzungen zu. 2018 hatte er zuletzt mit einem Ko-Autoren ein Kochbuch fertiggestellt. Neben der Förderung junger Talente lag Biolek auch der Kampf gegen AIDS, vor allem in Afrika, besonders am Herzen, der er eine Stiftung widmete.

    Im Laufe seines Lebens erhielt Alfred Biolek zahlreiche Ehrungen – vom Adolf-Grimme-Preis (1983) über den Deutschen Bücherpreis und dem Deutschen Weinkulturpreis (beide 2002) bis zum Karl-Valentin-Orden und dem Großen Bundesverdienstkreuz (2003).

    Zu Ehren von Alfred Biolek ändert die ARD ihr Programm und zeigt zu nächtlicher Stunde Sondersendungen. Im Ersten ist am heutigen Freitag um 23:55 Uhr der Nachruf „Tschüss Bio!“ von Oliver Schwabe zu sehen. Danach wird um 0:10 Uhr das 90-minütige Porträt „Mensch, Bio!“ von Sandra Maischberger und Hendrik Fritzler gezeigt, das Einblicke in das bewegte Leben von Alfred Biolek gibt. Das NDR Fernsehen strahlt außerdem um 23:25 Uhr einen halbstündigen Zusammenschnitt von drei Auftritten von Biolek in der „NDR Talk Show“ in den Jahren 1987, 2009 und 2013 aus.

    Am Samstag, 24. Juli zeigt dann das WDR Fernsehen um 21:45 Uhr das Porträt „Mensch, Bio!“, gefolgt um 23:15 Uhr von der Hommage „Bahnhof für Bio“ von Klaus Michael Heinz, Anke Engelke und Hape Kerkeling mit zahlreichen Ausschnitten aus 30 Ausgaben von „Bios Bahnhof“. Im Anschluss wiederholt der WDR ab 0:55 Uhr noch mehrere Folgen von „alfredissimo!“ mit Helmut Berger, Alice Schwarzer und Harald Schmidt als Gästen.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am via tvforen.de

      https://www.youtube.com/watch?v=ruVFBEWM2aI

      https://www.youtube.com/watch?v=pztVgRT43Rs


      Das war Boulevard Bio - vergleicht diese Sternstunden der Unterhaltung mal mit dem, was heute bei Lanz & Co. geboten wird. Auch die Talks im Dritten werden immer flacher und belangloser, da lohnt es sich kaum noch einzuschalten. Bio war einfach nur Stichwortgeber und kein Plappermaul, wie man sie heute in den Medien zuhauf findet, doch seine Worte hatten umso mehr Gewicht und saßen passgenau. Oft genügten Andeutungen, Gesten oder Veränderungen im Mienenspiel des Moderators um dem Gespräch eine überraschende Wendung zu verleihen.

      Bio war nie oberfächlich, nichts wirkte aufgesetzt und dennoch hatte er neben all dem Tiefsinn und der Sensibilität, die für die einfühlsame Behandlung ernsthafter Themen vonnöten ist, auch ein Händchen fürs Leichte, Heitere und Unbeschwerte. Nie entglitt ihm die Gesprächsführung, denn er besaß eine natürliche Autorität und Subtilität im Umgang mit Menschen, die Tore aufschloss, welche die meisten seiner Kollegen nicht einmal einen Spalt breit öffnen konnten. Dadurch entstand eine Vertrautheit und Intimität, die alle Beteiligten zeitweise vergessen ließ dass sie vor einem Millionenpublikum ihr Leben ausbreiteten.

      Je entspannter die Gesprächsführung, desto spannender die Gespräche. Bio war nie ein Selbstdarsteller, selbst wenn er gern mit seiner "Eitelkeit" kokettierte, dennoch konnte er mit seiner feinsinnigen Art Stimmungen zaubern und seinem Publikum einzigartige Gesprächsmomente bescheren.
      • am via tvforen.de

        Diese Interviews und die Kohl Sendung werde ich mir mal wieder in Ruhe anschauen. Mit einem guten Wein, ganz in Bio's Sinne 🙂🍷
      • am via tvforen.de

        Sir Hilary 2.0 schrieb:
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        > Mit einem guten
        > Wein, ganz in Bio's Sinne 🙂🍷
        ".
        Und da zu eine Portion "Pfälzer Saumagen"? Denn entscheidend ist was hinten heraus kommt".
        (Helmuth Kohl).
      • am via tvforen.de

        Laird schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > Sir Hilary 2.0 schrieb:
        > --------------------------------------------------
        > -----
        > > Mit einem guten
        > > Wein, ganz in Bio's Sinne 🙂🍷
        > ".
        > Und da zu eine Portion "Pfälzer Saumagen"? Denn
        > entscheidend ist was hinten heraus kommt".
        > (Helmuth Kohl).


        Und als Dessert Karamellpuding mit 18 Eiern 😀. Denn es ist nur entscheidend was hinten raus kommt , sondern das es auch raus kommt 😎
      • am via tvforen.de

        @tomgilles

        Besser kann man "Bio" und seine Sendungen nicht beschreiben. Unvergessene Fernsehmomente.
    • am

      Meines Wissens haben wir Alfred Biolek auch zu verdanken, dass Monty Python angefangen haben Spielfilme zu drehen. Irgendwann soll er mal mit einem von denen auf dem Klo gestanden haben und sich zwanglos darüber unterhalten haben und zu ihm gesagt haben "It's a challenge" und darauf der Python "We will do it". Oder so ähnlich.

      "Man sagt von Toten nichts als Gutes, ja man tut's aus Pietät, das ist klar.
      Wir woll'n trotz alledem nicht überseh'n was für ein Dussel er war" (Ulich Roski, R.I.P.)

      Ansonsten ist er mir leider wiederholt im Fernsehen (als ich sowas noch gesehen habe) negativ aufgefallen. Da eine mal wo er bei Boulevard Bio eine Tierrechtlerin zu Gast hatte und wo man sonst den Eindruck hatte, dass er sich auf seine Gäste gut vorbereitet, gab er da den fleischeslüstigen Talkshow-Proll, statt den hintergründig-neutralen Journalisten.
      Und dann seine unsägliche Promi-Kochsendung. Kochen im Fernsehen hat ja schon immer was von sado-maso gehabt, wenn man anderen beim Essen nur zusehen darf. Aber Bio hat das ja auch noch wie einen liturgischen Gottesdienst zelebriert, als Höhepunkt wo er mit dem phallischen Pfefferstreuer das Essen "weihte". Das fand ich als (zum Glück schon damals nur seltenem) Zuschauer doch ziemlich geschmacklos (um im Bild zu bleiben). Und dann noch einem Promi beim Kochen zuschauen ... das war schon die Blaupause für "Das perfekte Promi-Dinner" |-P
      Und als er dann sogar Reinhard Mey zu "Gast" hatte und sich beide in ihrer Heuchelei quasi zu übertrumpfen versuchten (Mey als Vegetarier, Bio als Fleischlüstling) musste man den Fernseher um 90 Grad kippen, dass der Schmalz nicht den Bildschirm runter lief.
      • am via tvforen.de

        Der WDR ändert anlässlich des Todes von Alfred Biolek sein heutiges Abendprogramm und zeigt ab 21.45 Uhr mehrere Wiederholungen.

        Zunächst strahlt er die zu Bio's 80. Geburtstag gedrehte und bereits im Ersten gesendete Hommage "Mensch, Bio!"vo Sandra Maischberger und Hendrik Fritzler aus, in der der Jubilar selbst ausgiebig zu Wort kommt und und unter anderem Orte seiner Kindheit aufsucht.

        Mediathek-Link: https://www.ardmediathek.de/video/wdr-dok/mensch-bio/wdr-fernsehen/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLWJhNWQxNWRlLTEzNjctNDIwYS05ZDMwLWM2MmQzMTQ2NDgwZQ/

        Anschließend folgt ein Zusammenschnitt großer Momente des langjährigen Showformats "Bios Bahnhof" (2004) von Klaus Michael Heinz, in dem Anke Engelke und Hape Kerkeling Alffred Biolek viel Wissenswertes entlocken.

        Mediathek-Link: https://www1.wdr.de/fernsehen/unterhaltung/videos/video-bahnhof-fuer-bio-100.html

        Schade dass nicht auch noch andere Collagen von Klaus Michael Heinz, z.B. "Boulevard Bio – Die ersten zehn Jahre" (Filmversion), "Alfred Franz Maria Biolek – Fast ein Selbstporträt" oder "Ein Jahrhundert an der Bar – Eine Revue mit Alfred Biolek" zu sehen sind.
        • am via tvforen.de

          Alfred Biolek war nicht nur ein ausgezeichneter Gastgeber, sondern auch selbst ein toller und angenehmer Gast - wie z.B. die drei Ausschnitte mit ihm in den "NDR Talkshow Classics" am Freitag gezeigt haben. Es war stets interessant, ihm zuzuhören.

          Etwas enttäuschend, dass die ARD bei der Ausstrahlung von "Mensch, Bio!" am Freitag um 00:15 die letzten 5 Minuten einfach weggeschnitten und um 01:41 zur "Tagesschau" geschalten hat. Im WDR lief der Film gestern bei der Wiederholung um 21:45 Uhr komplett mit Abspann. Ein sehr sehenswertes, persönliches Porträt.
      • am via tvforen.de

        Hier noch eine "Bio's Bahnhof"- Sendung, die damals leider für uns Kinder zu spät kam. Meine Lieblingsshow von ihm, wohl wegen dem ungewöhnlichen Ort, aber hauptsächlich bleibt er mir als Spätabends-Talker in "Boulevard Bio" und als mmmh Hobbykoch in "Alfredissimo" mit Hang zur Weinverkostigung in Erinnerung. Also hier der Link:

        https://www.youtube.com/watch?v=K-VUhds9Rfo
        • am via tvforen.de

          Ein ganz großer charmant, humorvoll, intelligent, der mit seinen Gästen respektvoll umgegangen ist.

          Gerne habe ich alfredissimo! geschaut freitags nach der Arbeit.
          Das war ein schöner Einklang auf das Wochenende:)

          Seine Bewertung des Essens (mhhh mhhh) war auch ein Highlight dieser Sendung.
          Wird das in einem Buch näher beschrieben ob es gut oder wenig gut war ?

          Der Auftritt bei Bios Bahnhof mit Sammy Davis Jr. ist legendär unbedingt anschauen.

          Wäre schön wenn ein Sender ihn würdigt & aus dem Archiv einige Sendungen zeigt.

          Ruhe in Frieden Bio
          • am via tvforen.de

            beim WDR kann man Mitschnitte der Sendungen beziehen

            hier steht eine nicht vollständige Sendeliste
            https://de.wikipedia.org/wiki/Bio%E2%80%99s_Bahnhof
        • am via tvforen.de

          Ich glaube, es war in "Bio's Bahnhof", wo ich zum ersten Mal modernes Tanztheater gesehen habe, das mich unmittelbar begeistert hat.
          Bio hatte einfach ein Gespür für Menschen und Themen, ich vermisse ihn schon seit längerem.
          • am via tvforen.de

            In seiner Biografie ist beiläufig erwähnt, dass Udo Jürgens und Rudi Carrell auch wie er Jahrgang 1934 sind und er ist jetzt als letztes von den dreien gestorben.

            Bio's Bahnhof habe ich nicht gesehen, da es erst um 21 h begann. Ich erinnere mich nur noch daran, dass im Gong groß darüber berichtet wurde und Bio mit einer Signalkelle - oder wie die Dinger heißen - abgebildet war.

            Mensch Meier - kann das nicht aus irgendeiner Mensch-Meier-Halle - habe ich nicht als sonderlich sensationell in Erinnerung, vielleicht habe ich es auch nur selten gesehen.

            Boulevard Bio kam noch in einer Zeit, in der es kaum Talkshows gab, zumal wenn man nur WDR als drittes Programm empfangen konnte, und das fand ich sehr interessant. Zum Schluss kamen allerdings zunehmend langweilige Themen, insbesondere Intim-Schmuck hat mich schon damals überhaupt nicht interessiert. Verglichen mit Fuchsberger war Biolek seinen Gästen immer gewachsen - wobei ich Heut' Abend nicht schlecht reden möchte -, die Sendung mit Kohl fand ich aber grenzwertig.

            Alfredissimo fand ich ebenfalls beeindruckend, auch wenn ich kaum mehr als Salzburger Nockerl (das war die Ausgabe mit Hans Meiser) fabrizieren kann und die bei mir ehr wie ein Mittelgebirge ausssehen.

            Was ich enttäuschend finde ist, dass das ZDF keine alte Sendung bringt. Ob die hier vielleicht mitlesen? Dann würde ich sie gerne überreden, doch mal eine Ausgabe von Urlaub nach Maß auszugraben. Ulrike Angermann hat damals in "Vor 30 Jahren" nur welche mit Joachim Jomeyer gezeigt. Von der Drehscheibe wird vermutlich nichts mehr erhalten sein.
            • am via tvforen.de

              kleinbibo schrieb:
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              > Mensch Meier - kann das nicht aus irgendeiner
              > Mensch-Meier-Halle - habe ich nicht als sonderlich
              > sensationell in Erinnerung, vielleicht habe ich es
              > auch nur selten gesehen.

              Die Meier-Halle befand sich auf dem WDR-Gelände in Köln-Bocklemünd, nicht mal 300 Meter von der Lindenstraße entfernt.
          • am via tvforen.de

            Vor ein paar Tagen habe ich noch an ihn gedacht. Mit seinem Tod hatte ich zu dem Zeitpunkt für die nächsten Monate gerechnet. Jetzt war es nur wenige Tage später schon so weit.

            Normalerweise mache ich es von den Gästen abhängig, ob ich mir eine Talkshow ansehe. Doch bei "Boulevard Bio" habe ich immer eingeschaltet. Bei Alfred Biolek waren die Gespräche mit jedem Gast interessant.

            Ähnlich war es mit "Alfredissimo". Normalerweise sehe ich keine Kochshows; doch da habe ich eine Ausnahme gemacht. Durch Bio weiß ich jetzt, was ein Zestenreißer ist. Doch in einer Sache bin ich nicht seiner Meinung. Von Reis in Kochbeuteln hat er mehrmals abgeraten. Bei mir dagegen gibt es jede Woche einmal Kochbeutelreis.
            • am via tvforen.de

              Stil, Niveau und Empathie. Das waren seine Markenzeichen, mit einer guten Portion Humor und Lebensfreude.

              Der Genießer Biolek führte seine Gäste niemals vor . Doch gerade diese Art entlockte so manchem Gast viele interessante Dinge.

              Und wie schon gesagt wurde, selbst wenn der Gast als Professor für Physik angekündigt wurde, konnte man sicher sein das es ein interessantes Gespräch wird.

              Seine Alfredissimo ist legendär. Sein Schwerpunkt lag oft beim Wein, den er häufig von kleinen unbekannten Winzern von der Mosel bezog, und für die er dann Werbung machte. Sehr feiner Zug!

              Ich besitze ein sehr schönes Kochbuch von ihm , illustriert mit Bildern aus der Toskana? , jedenfalls etwas südlicher. Dort gibt es ein Foto wo er lachend mit den Füßen im Bach sitzt und ein Glas Wein trinkt.

              Besser kann man den Lebemenschen Bio kaum beschreiben.

              Machs gut Bio und Danke für alles !


              Gruß

              Sir Hilary
            • am via tvforen.de

              Sir Hilary 2.0 schrieb:
              -------------------------------------------------------
              > Stil, Niveau und Empathie. Das waren seine
              > Markenzeichen, mit einer guten Portion Humor und
              > Lebensfreude.
              >
              > Der Genießer Biolek führte seine Gäste niemals
              > vor . Doch gerade diese Art entlockte so manchem
              > Gast viele interessante Dinge.
              >
              > Und wie schon gesagt wurde, selbst wenn der Gast
              > als Professor für Physik angekündigt wurde,
              > konnte man sicher sein das es ein interessantes
              > Gespräch wird.
              >
              > Seine Alfredissimo ist legendär. Sein Schwerpunkt
              > lag oft beim Wein, den er häufig von kleinen
              > unbekannten Winzern von der Mosel bezog, und für
              > die er dann Werbung machte. Sehr feiner Zug!
              >
              > Ich besitze ein sehr schönes Kochbuch von ihm ,
              > illustriert mit Bildern aus der Toskana? ,
              > jedenfalls etwas südlicher. Dort gibt es ein Foto
              > wo er lachend mit den Füßen im Bach sitzt und
              > ein Glas Wein trinkt.
              >
              > Besser kann man den Lebemenschen Bio kaum
              > beschreiben.
              >
              > Machs gut Bio und Danke für alles !
              >
              >
              > Gruß
              >
              > Sir Hilary


              Sehr schön geschrieben. Ich kann mich nur deinen Worten anschließen. So viele schöne Stunden hat er uns geschenkt.

              In der ARD-Mediatek gibt es eine 90-Minuten-Doku "Mensch, Bio!". Die ist noch bis zum 30.7. um 22:00 Uhr verfügbar. Ich habe bisher nur kurz reingeguckt, aber ich glaube, es lohnt sich.

              https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLWJhNWQxNWRlLTEzNjctNDIwYS05ZDMwLWM2MmQzMTQ2NDgwZQ/

              Machs gut, Bio und Ruhe in Frieden :)
          • am via tvforen.de

            Bio war schon immer einzigartig, nie unverschämt, nie unehrlich.
            So jemand wird es nicht mehr geben.

            Auf Wiedersehen.
            Snake
            • am via tvforen.de

              Im Nachruf der "Welt" lautet die Überschrift zum Tode von Alfred Biolek."Er brachte Menschlichkeit
              ins Fernsehen und Kräuter in die Küche".

              Ich glaube schöner kann man eine Überschrift für einen Nachruf ,für diesen wunderbaren und einzigartigen Deutschen Entertainer nicht verfassen.Ob bei "Bios Bahnhof" oder in seiner Kochshow,"Alfred Biolek" war mir immer sehr sympathisch.Und wenn ich daran zurück denke,was für Gäste er alles auf seiner "Roten Couch" hat empfangen,dann verneige ich mich vor diesem
              unvergessenen Menschen.Danke Alfred Biolek,du hast die Deutsche Fernseh Landschaft mehr als nur berreichert,du hast sie auch geprägt!

              Mögest du in Frieden ruhen.

              [IMG]https://thumbs2.imgbox.com/6a/a9/TjR01TAX_t.png[/IMG]
              • am via tvforen.de

                Der verunglückte Screenshot sollte "Helmuth Kohl" als Gast bei Biolek zeigen.

                Laird.
            • am via tvforen.de

              TV Wunschliste schrieb:
              -------------------------------------------------------
              > 1974 begann seine Fernsehkarriere als Produzent
              > von "Am laufenden Band" mit Moderator Rudi Carell
              > zunächst hinter der Kamera.

              Alfred Biolek hat schon 1971 Monty Python ins deutsche Fernsehen geholt. Er war Mitproduzent des zweiteiligen Specials "Monty Python's fliegender Zirkus" und trat darin auch als Sprecher und Darsteller auf.

              https://de.wikipedia.org/wiki/Monty_Python%E2%80%99s_Fliegender_Zirkus

              https://www.deutschlandfunk.de/man-musste-den-monty-python-ueberzeugen-mitzumachen.694.de.html?dram:article_id=67657

              • (geb. 1980) am

                Und Bio holte die zu der Zeit bei uns noch weitgehend unbekannten "Monty Pythons" nach Deutschland. Seine Verdienste für innovatives deutsches Fernsehen sind wirklich absolut herausragend! Möge er in Frieden ruhen.
                • am

                  Möge er in Frieden ruhen! Er war immer einer, dem der Mensch wichtig war und jeden respektvoll behandelt hat! Davon gibt es nicht mehr so viele Menschen!
                  • am via tvforen.de

                    Wie traurig - ich habe alle seine Formate gern gesehen, insbesondere Bio's Bahnhof und Alfredissimo (auch wenn er ein reiner Rezeptkocher war). Habe mir gerade erst vor einigen Tagen die Folge mit Regine Hildebrandt angeschaut - das war Fernsehunterhaltung nach meinem Geschmack!
                    • am via tvforen.de

                      Begrenzt ist das Leben, aber unendlich die Erinnerung.
                      Ruhe in Frieden, Bio

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