Hollywood-Produzent Merv Adelson im Alter von 85 Jahren verstorben

    Produzent hinter „Die Waltons“, „Dallas“, „Full House“

    10.09.2015, 10:20 Uhr – Bernd Krannich

    Hollywood-Produzent Merv Adelson im Alter von 85 Jahren verstorben – Produzent hinter "Die Waltons", "Dallas", "Full House" – Bild: CBS
    Sorgte für gute Quoten und eine kleine Fernsehrevolution: „Dallas“

    Im Alter von 85 Jahren ist Merv Adelson verstorben, wie Deadline berichtet. Er gehörte zu den Gründern des Produktionsstudios Lorimar, das unter anderem für „Die Waltons“ und „Dallas“ verantwortlich zeichnete. In Hollywood galt Adelson als schillernde Persönlichkeit. Zwischenzeitlich 300 Millionen US-Dollar wert, verlor er einen Großteil seines Vermögens beim Platzen der sogenannten Dot-Com-Blase in den Jahren 2000 bis 2003. Gleich zwei Mal war er mit der Journalistin Barbara Walters verheiratet: zwischen 1981 und 1984 sowie von 1986 bis 1992.

    Laut Deadline begann der 1929 geborene Merv Adelson seine geschäftliche Karriere in Las Vegas. Sein Vermögen machte der Sohn russischer Immigranten, die in Los Angeles eine Landenkette unterhielten, mit der Eröffnung eines damals neuartigen Ladens. Die Besonderheit: Der war 24 Stunden am Tag geöffnet. Später investierte er bei der Entwicklung der Stadt.

    Da dort aber seit Aufhebung des Glücksspielsverbots in Nevada auch das organisierte Verbrechen mitmischte, ging Alderson in den 1960ern zurück nach Los Angeles. 1969 gründete er zusammen mit Irwin Molasky und Lee Rich das Produktionsstudio Lorimar – benannt nach Adelsons Ehefrau Lori und der von Rich, Mary. Nach Anfängen mit Fernsehfilmen stieg man ins Seriengeschäft ein.

    Bald darauf stellte sich für das unabhängige Studio mit der Familienserie „Die Waltons“ (1972 bis 1981) der erste große Erfolg ein. Daneben hatte man entscheidenden Anteil am Durchbruch der Primetime-Soaps: 1978 startete „Dallas“, 1979 das Spin-Off „Unter der Sonne Kaliforniens“, 1981 „Falcon Crest“.

    Weitere Erfolge umfassen die Animationsserie „Thunder Cats“ sowie die Comedys „Ein Grieche erobert Chicago“, „Full House“ und „Alle unter einem Dach“.

    1986 versuchte man sich durch eine Fusion mit Telepictures am Geschäft mit Serienproduktionen für die Syndication. Das brachte jedoch keinen Erfolg, so dass die Firma 1989 schließlich für 1,2 Milliarden Dollar an Warner Bros. verkauft wurde. Adelson erhielt dort einen Posten, verließ dieses Geschäftsfeld dann aber 1991.

    Die neuen Geschäfte brachten ihn aber kein sonderliches Glück, so dass er am Ende seiner Karriere kaum noch über ein nennenswertes Vermögen verfügte.

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