Es kommt ein bisschen überraschend, aber letztendlich waren die Zeichen schon da: Die einst erfolgreiche Highschool-Serie „Glee“ wird ein Reboot erhalten. Disney+ und Hulu haben eine offizielle Serienbestellung beim alten Ko-Schöpfer Ryan Murphy abgegeben.
Der hatte im Rahmen von Interviews zu anderen Projekten – insbesondere im vergangenen Sommer zu „The Shards“ – damit kokettiert, die Serie zurückzubringen, da sie im Streaming immer neue, junge Zuschauer gefunden habe (fernsehserien.de berichtete); zudem sind die Soundtracks bei Spotify weiterhin erfolgreich. Kürzlich hatte Murphy auch schon berichtet, testweise ein Drehbuch für eine potenzielle Auftaktfolge des Reboots fertiggestellt zu haben.
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Weitere Details zum Reboot sind noch nicht bestätigt. Insbesondere, ob beziehungsweise welche früheren Darsteller mit an Bord sein sollen und wie das Setting sein wird. Murphy hatte in den vergangenen Monaten auch durchblicken lassen, dass er mit einigen der Darstellern in Kontakt sei.
„Glee“ erzählte die Geschichte eines Glee-Clubs („Show-Chor“) im ländlichen Lima, Ohio an der William McKinley High School. Dabei zeigte die Serie einige an der Schule recht unpopuläre Außenseiter, die durch die Beschäftigung mit Musik Freunde finden und sich durch Probleme mit Familie, Sexualität, Identität und Bullying arbeiten. Die Serie brachte es in sechs Staffeln zwischen 2009 und 2015 auf 121 Folgen, dazu kamen eine Casting-Sendung mit zwei Staffeln („The Glee Project“), zahlreiche Soundtracks und eine Konzerttournee mit Konzertfilm.
„Glee“ war allerdings bei Weitem nicht frei von Kontroversen. Das begann damit, dass immer wieder zuvor wichtige Charaktere plötzlich aus der Handlung verschwanden. Generell war bei „Glee“ die Serie der Star, nicht die Darsteller. Das wurde auch durch das Setting an einer Highschool unterstützt, wo Schüler nun einmal nur vier Jahre sind. Dazu kamen Berichte über Auseinandersetzungen im Cast. Auch das Arbeitspensum der Darsteller war wegen der aufwändigen Proben für die Musikstücke gewaltig.
Der überraschende Tod von Cory Monteith an einer Drogenüberdosis vor der fünften Staffel überschattete dann den Rest der Serie – Monteith hatte zuvor offen zu langjährigen Drogenproblemen gestanden und die Serienrolle zeitweise dafür hervorgehoben, sein Leben gerettet zu haben. Da Monteiths Charakter in der übergreifenden, auf sechs Staffeln ausgelegten Serienhandlung eine zentrale Rolle hatte, mussten die Produzenten umdenken – Murphy hatte später eingestanden, dass es wohl besser gewesen wäre, „Glee“ direkt nach dem Todesfall zu beenden.
Während „Glee“ beim Sender FOX als Quotengranate einschlug, brachen spätere Staffeln schließlich ein. Auch die erst nach Produktionsende vermehrt ausgeplauderten, massiven Probleme zwischen Darstellern am Set hinterließen einen zunehmend schalen Beigeschmack. Neben Monteith verstarben nach Drehende Naya Rivera bei einem Badeunfall (fernsehserien.de berichtete) und Mark Salling durch Selbstmord (fernsehserien.de berichtete).