„German Soap Award 2011“: „Anna und die Liebe“ räumt ab

    Erste Verleihung der Soap-Trophäen – fies, fieser, David Darcy!

    Roger Förster – 06.06.2011

    Soaps und Telenovelas sind in: Immer mehr Formate sprießen aus dem Boden der Fernsehlandschaft und beglücken ihre Fans mit Geschichten um Liebe und Intrigen, um Freundschaft und Verrat. Da ist es nur konsequent, dass diese besondere Seriensparte auch einen eigene Preisverleihung veranstaltet. Der „German Soap Award“ wurde am Wochenende zum ersten Mal in insgesamt elf Kategorien verliehen. Dabei wurde die Vorauswahl durch eine Jury aus Produzenten der Branche getroffen, die Preisträger konnten dann durch eine Abstimmung im Internet von den Fans bestimmt werden, 750.000 Stimmen konnten gezählt werden. Durch den Abend im Hamburger Grand Elysée Hotel führte der ehemalige „GZSZ“-Star Pete Dwojak, der von Laudatorinnen Dana Schweiger, Tina Ruland, Mariella Ahrens und Mirja du Mont unterstützt wurde.

    Ins Rennen um die Preise gingen sieben Daily Soaps und sechs Telenovelas des deutschen Fernsehens – klarer Gewinner mit fünf Auszeichnungen war die Sat.1-Telenovela „Anna und die Liebe“. Hauptdarstellerin Jeanette Biedermann konnte sich in der Kategorie „Beste Darstellerin Telenovela“ unter Anderen gegenüber Vanessa Jung („Hand aufs Herz“) und Janina Flieger („Lena – Liebe meines Lebens“) durchsetzen. Mit Patrick Kalupa gewann auch bei den Männern ein Darsteller aus „Anna und die Liebe“ die Trophäe. Als beste Darstellerin in einer Daily Soap wurde Anna-Katharina Samsel („Alles was zählt“) ausgezeichnet, die sich gegen die „GZSZ“-Stars Susan Sideropoulos und Sila Sahin durchsetzte, als „Bester Darsteller Daily Soap“ erhielt Raúl Richter („Gute Zeiten, schlechte Zeiten“) den Preis.

    Auch in der besonderen Kategorie „Bösester Fiesling“ war ein Star aus „Anna und die Liebe“ siegreich: Lee Rychter, der in der Serie den eiskalten David Darcy mimt, kommentierte in seiner Dankesrede den Gewinn ganz passend: Darcy sei nunmal der „größte Wi**ser, das ließ sich nicht vermeiden“.

    Hier sind alle Gewinner der 11 Kategorien im Überblick:

    Beste Darstellerin Telenovela: Jeanette Biedermann („Anna und die Liebe“)

    Bester Darsteller Telenovela: Patrick Kalupa („Anna und die Liebe“)

    Beste Darstellerin Daily Soap: Anna-Katharina Samsel („Alles was zählt“)

    Bester Darsteller Daily Soap: Raúl Richter („Gute Zeiten, schlechte Zeiten“)

    Schönstes Liebespaar: Jo Weil und Thore Schölermann („Verbotene Liebe“)

    Bösester Fiesling: Lee Rychter („Anna und die Liebe“)

    Bester Newcomer (m/w): Sebastian König („Anna und die Liebe“)

    Sexiest Woman: Jasmin Lord („Verbotene Liebe“)

    Sexiest Man: Jacob David Weigert („Anna und die Liebe“)

    FanPreis männlich: Jo Weil („Verbotene Liebe“)

    FanPreis weiblich: Lucy Scherer („Hand aufs Herz“)

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am via tvforen.demelden

      hhhmmmm...also rückwirkend hätte eigentlich isa jank noch einen preis verdient für ihre darstellung der annabell.....eindeutig das beste deutsche biest.......
      • am via tvforen.demelden

        Wieso ist "Anna und die Liebe" eine Telenovela und GZSZ eine Soap? Es sind doch beides Soaps. War "Anna und die Liebe" nicht erst als Novela angelegt und wurde dann fortgesetzt mit einer anderen Darstellerin? Und jetzt ist sie (also Anna) wieder da? Hm.

        Das ist schon lange eine Soap, genauso wie "Rote Rosen". Von abgeschlossener Handlung innerhalb einer vorgegebenen Folgenzahl kann doch schon lange keine Rede mehr sein. Aber so konnte man zumindest in zwei Kategorien auszeichnen :-)
        • am via tvforen.demelden

          Auf die Gefahr, dass es pingelig klingt: Bei einer Telenovela gibt es ein Hauptpaar, das im Mittelpunkt steht und spätestens Ende der Staffel zusammenkommt und dann weg ist, Platz macht für ein neues Hauptpaar, wenn nicht die Serie mit der Hochzeit endet. Alle anderen Figuren und Nebenhandlungen bewegen sich um die Hauptgeschichte herum oder laufen am Rande mit.

          Bei einer Soap gibt es solche Abstufungen nicht, dort sind alle Figuren mehr oder weniger gleichberechtigt. Deshalb wirkt bei einer Telenovela so ein Staffelwechsel auch deutlich einschneidender als etwas vergleichbareres bei einer Soap.

          Zudem gibt es in Telenovelas einen oder mehrere klassische Bösewichte; klassische Trennung zwischen Gut und Böse, weshalb Telenovelas ziemlich verkitschter wirken, auch unglaubwürdiger. Deshalb werden Telenovelas oft auch mit Märchen verglichen, noch dazu, weil die Geschichte aus der Sicht einer einzelnen Person erzählt wird (meist weiblich).

          Dass eine Telenovela irgendwann zu Ende sein muss, ist schon längst kein Kriterium mehr.

      weitere Meldungen