„Doctor Who“ und Co.: Was läuft bei unseren britischen Nachbarn an Weihnachten?

    Programmhighlights im Überblick

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 04.12.2014, 17:30 Uhr

    „Doctor Who“ – Eines der Highlights im Weihnachtsprogramm der BBC – Bild: BBC
    „Doctor Who“ – Eines der Highlights im Weihnachtsprogramm der BBC

    Nachdem wir das Weihnachtsprogramm der deutschen Sender ausführlich beleuchtet haben, wollen wir nun auch einen Blick darauf werfen, was unsere Nachbarn in Großbritannien an den besinnlichen Tagen auf der Mattscheibe zu sehen bekommen.

    SERIEN

    Während in Deutschland die Anzahl an Weihnachtsspecials im Serienbereich äußerst überschaubar ist, dürfen sich die Briten traditionell auf zahlreiche weihnachtliche Sonderfolgen freuen. Das diesjährige „Doctor Who“-Special „Last Christmas“ läuft am 25. Dezember bei BBC One und wird am gleichen Tag auch den deutschen Fans im Fox Channel zugänglich gemacht (fernsehserien.de berichtete). Ein weiteres Highlight ist das „Call the Midwife“-Christmas-Special. Der Privatsender ITV hält mit der Weihnachtsepisode des Kostümdramas „Downton Abbey“ dagegen, die ebenfalls am ersten Weihnachtsfeiertag zu sehen ist. Bereits am 16. Dezember strahlt Channel 4 das „White Christmas“-Special zur satirischen Miniserie „Black Mirror“ von Charlie Brooker aus. Weitere Christmas-Folgen hat die BBC von den Sitcoms „Miranda“, „Cuckoo“, „Still Open All Hours“, „Citizen Khan“, „Not Going Out“, „Mrs. Brown’s Boys“, „House of Fools“ und „The Wrong Mans“ im Angebot. „Derek“ mit Ricky Gervais wird von Channel 4 mit einer abschließenden Episode zu Ende gebracht.

    Auch die beliebten Daily-Soaps „Coronation Street“, „EastEnders“, „Emmerdale“, „Hollyoaks“ und „Holby City“ bleiben über die Festtage auf Sendung. Die Fans dürfen sich auf mehrere einstündige Sonderfolgen freuen. An den Start geht außerdem die angekündigte Neuverfilmung der Romanreihe „Mapp and Lucia“ von E. F. Benson (fernsehserien.de berichtete). Bei BBC Two gibt es ein „Patagonia-Special“ zur Kultreihe „Top Gear“ und eine Sonderfolge des Dokuformats „James May’s Toy Stories“ zu sehen.

    UNTERHALTUNG

    Im Unterhaltungsbereich hat das britische Fernsehen zu Weihnachten ebenfalls einiges zu bieten. Entertainer-Legende Sir Bruce Forsyth präsentiert mit „Bruce’s Hall Of Fame“ eine neue Variety-Show aus dem London Palladium. Am 1. Weihnachtsfeiertag und an Silvester werden auf BBC One außerdem wieder neue Specials zur ehemaligen Kult-Musikshow „Top of the Pops“ ausgestrahlt. „John Bishop’s Christmas Show“ und „Michael McIntyre’s Very Christmassy Christmas Show“ und ein „Strictly Come Dancing“-Weihnachtsspecial ergänzen das Line-Up.

    Im Rahmen der alljährlichen Spendengala „Text Santa“ von ITV wird es Sonderausgaben von „Ant & Dec’s Saturday Night Takeaway“, „Birds of a Feather“, „The Cube“ und „Downton Abbey“ (inklusive Gastauftritt von George Clooney) zu sehen geben. Auch die beliebten Game- und Comedyshows „Celebrity Juice“, „Would I Lie to You?“, „Mock the Week“, „QI“, „Never Mind the Buzzcocks“, „8 Out of 10 Cats“, „Sweat the Small Stuff“, „The Chase“, „Fifteen to One“, „Catchphrase“, „Celebrity Mastermind“, „Pointless Celebrities“, „Through the Keyhole“, „Alan Carr: Chatty Man“ und „The Last Leg“ warten mit Festtagseditionen auf.

    Comedian Jimmy Carr präsentiert auf Channel 4 zum zehnten Mal das satirische „Big Fat Quiz of the Year“, während Channel 5 unter anderem die NBC-Weihnachtsshow „Michael Bublé’s Annual Christmas Special“ und ein Weihnachtsspecial der Doku-Soap „The Dog Rescuers with Alan Davies“ zeigt.

    Filmpremieren wie „The Incredible Adventures Of Professor Branestawm“, „The Boy In The Dress“ und „Roald Dahl’s Esio Trot“ runden das reichhaltige Weihnachtsprogramm ab.





    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am via tvforen.de

      Am 18.03. sendet Fox nun auch die synchronisierte Fassung der Doctor Who Weihnachtsfolge.
      • am via tvforen.de

        Super, besten Dank für den Service! All diese englischen Sender sind in der Schweiz ja praktisch flächendeckend empfangbar. Hoffe, dass auch Film4 über Weihnachten einige hochkarätige Filme zeigt.
        • am via tvforen.de

          Die Briten haben es einfach drauf was Weihnachtsspecials und Sondersendungen im allgemeinen betrifft. Davon könnten sich manche Sender (öffentlich rechtlich) mal eine Scheibe von abschneiden.

          Wir werden wieder nur mit der hundertsten Wiederholung von Serien & Co. "abgestraft". Wirklich schade!

          Wenn ich lese was da wieder (in England) für Specials laufen, einfach super! Ich kann wenigstens von der Weihnachtsfolge "Doctor Who" was sehen. Ich habe Fox :-)
          • am via tvforen.de

            Sony1979 schrieb:
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            > Die Briten haben es einfach drauf was
            > Weihnachtsspecials und Sondersendungen im
            > allgemeinen betrifft. Davon könnten sich manche
            > Sender (öffentlich rechtlich) mal eine Scheibe
            > von abschneiden.

            Die Briten haben es allgemein ziemlich gut drauf, hervorragende Fernsehserien zu produzieren. Immer wenn ich darüber nachdenke, frage ich mich, wie es sein kann, daß bei uns nahezu keinerlei Produktionen mit Exportwert entstehen, während die Qualität britischer Produktionen häufig mit dem besten der Vereinigten Staaten mithalten kann.

            Deutschland: Einwohner: 80,8 Mio / BIP: $ 3636000 Mio
            Vereinigtes Königreich: Einwohner: 63,7 / BIP: $ 2536000 Mio

            Man sollte meinen, die Wirtschaftsrelationen würden sich im qualitativen Output zumindest näherungsweise widerspiegeln, aber diese Annahme könnte verkehrter nicht sein. Wirklich sehr traurig.
          • am via tvforen.de

            Und wenn es denn mal britische Serien auch ins deutsche TV schaffen dann immer zu Uhrzeiten bei denen ich zumindest das meiste aufzeichnen muss da es spät Abends oder nachts bei uns im TV kommt. Nehmen wir nun mal jetzt als Beispiel die Neuverfilmung, als Serie, von "Die Musketiere" welche die ARD in Doppelfolgen zur Weihnachtszeit "wegsendet". Oder damals auch "Für alle Fälle Fitz". Bei "Life on Mars" hat es Kabel1 geschafft Jahre nach der 1. Staffel (gekürzt) dann endlich die zweite und letzte Staffel zu zeigen.

            Und ja, deutsche Eigenproduktionen schaffen es kläglich ins europäische TV! Ausnahmen in den 80ern "Die Schwarzwaldklinik", "Derrik" und dann in den 90ern "Komissar Rex". Aber richtig gutes TV sieht man im deutschen TV leider immer seltener da sich kein Sender mehr was neues traut. Altes immer wieder aufwärmen und verwursten ist leider die Devise.

            Die Briten erfinden sich immer wieder neu und auch "Doctor Who" ist nach 50 Jahren so frisch und modern wie eh und je. Ich freue mich da wirklich auf die Weihnachtsepisode!
          • am via tvforen.de

            GerneGucker schrieb:
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            > Die Briten haben es allgemein ziemlich gut drauf,
            > hervorragende Fernsehserien zu produzieren. Immer
            > wenn ich darüber nachdenke, frage ich mich, wie
            > es sein kann, daß bei uns nahezu keinerlei
            > Produktionen mit Exportwert entstehen, während
            > die Qualität britischer Produktionen häufig mit
            > dem besten der Vereinigten Staaten mithalten
            > kann.
            >

            Es dürfte auch nicht zuletzt an der Sprache liegen, dass sich englische Serien so gut verkaufen - der kanadische, US-amerikanische, australische Markt kann bedient werden, ohne dass die Filme noch im Synchronstudio übersetzt werden müssen.
            Aber natürlich spielt die Qualität auch eine große Rolle. Die Briten haben's einfach drauf, während wir in Deutschland mit trutschigem Einheitsbrei abgespeist werden.
          • am via tvforen.de

            ZeroGravity schrieb:
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            > GerneGucker schrieb:
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            > > Die Briten haben es allgemein ziemlich gut
            > drauf,
            > > hervorragende Fernsehserien zu produzieren.
            > Immer
            > > wenn ich darüber nachdenke, frage ich mich,
            > wie
            > > es sein kann, daß bei uns nahezu keinerlei
            > > Produktionen mit Exportwert entstehen, während
            > > die Qualität britischer Produktionen häufig
            > mit
            > > dem besten der Vereinigten Staaten mithalten
            > > kann.
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            > Es dürfte auch nicht zuletzt an der Sprache
            > liegen, dass sich englische Serien so gut
            > verkaufen - der kanadische, US-amerikanische,
            > australische Markt kann bedient werden, ohne dass
            > die Filme noch im Synchronstudio übersetzt
            > werden müssen.
            > Aber natürlich spielt die Qualität auch eine
            > große Rolle. Die Briten haben's einfach drauf,
            > während wir in Deutschland mit trutschigem
            > Einheitsbrei abgespeist werden.

            Das kann aber nicht nur an der Sprache liegen. Die BBC setzt sich halt einfach höhere Massstäbe - und wenn ihr eine TV-Produktion aus dem Ausland qualitativ zusagt, läuft die auch schon mal in dänischem, schwedischen oder italienischem Originalton mit Untertitel. Dagegen werden kaum US-Serien gezeigt.
            Ein Vorteil der BBC ist halt auch, dass das Privatfernsehen in Grossbritannien schon 1954 erlaubt worden ist und das Öffentlich-Rechtliche Fernsehen deshalb anders als in Deutschland nicht jahrzehntelang ruhig vor sich hin basteln konnte, sondern schon in den 60ern Formate wie The Frost Report oder Monty Python’s Flying Circus wagen musste.

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