„DMZ“: Rosario Dawsons Miniserie um innerlich zerissenes New York findet deutsche Heimat

    Produzentin Ava DuVernay mit Actionabenteuer nach zweitem amerikanischen Bürgerkrieg

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 14.07.2022, 09:00 Uhr

    „DMZ“ – Bild: HBO Max
    „DMZ“

    Die US-amerikanische Miniserie „DMZ“ hat eine deutsche Heimat: Sky. Am Mittwoch, den 24. August startet die Serie um 20:15 Uhr parallel auf Sky Atlantic und dem neuen Sender Sky Showcase (fernsehserien.de berichtete). Im Zentrum der Serie von HBO Max stehen die Abenteuer der Krankenschwester Alma Ortega (Rosario Dawson), die in den Wirren eines neuen amerikanischen Bürgerkriegs von ihrem jungen Sohn getrennt wurde.

    Die Trennung der beiden erfolgte bei der Evakuierung von New York City. Über acht Jahre wusste Alma nichts über den Verbleib ihres Sohnes Christian, bis sie schließlich über Hinweise stolpert, dass er immer noch in New York weilt. Also macht sie sich dorthin auf. Doch die Lage ist kompliziert.

    Mittlerweile ist New York offiziell eine DMZ – eine demilitarisierte Zone -, aus der sich die Kriegsparteien zurückgezogen hatten. Doch das heißt nicht, dass hier nun Frieden eingezogen wäre: Diverse Banden versuchen mit einer Mischung aus Zuckerbrot und Peitsche, das Machtvakuum auszufüllen und die Kontrolle über die Stadt und die teils freiwillig, teils unfreiwillig zurückgebliebenen Bewohner zu übernehmen. Mittendrin findet sich Alma wieder, die eigentlich nur ihren Sohn wiederfinden will. Doch mit ihrer Unabhängigkeit von den lokalen Machthabern wird sie für diese zum Problem – und schließlich für die Bewohner der Ruinen zum Symbol der Hoffnung. Dazu kommt, dass Alma vor dem Krieg einige der jetzigen Konkurrenten um die Macht kannte, was nun ihre Mission erschwert – denn einer der Gangführer ist ihr Ex.

    Emmy-Gewinnerin Ava DuVernay (auch „Naomi“, „The Hate U Give“) produzierte die Miniserie nach den Comics von Riccardo Burchielli und Brian Wood. Roberto Patino hat die Drehbuchadaption geschrieben. DuVernay hat die Regie bei der Auftaktepisode übernommen, die anderen drei Folgen inszenierte Ernest R. Dickerson.

    Neben Dawson („Dopesick“, demnächst „Star Wars: Ahsoka“) haben Benjamin Bratt („Star“), Hoon Lee („See“, „Banshee“), Freddy Miyares („The L Word: Generation Q“), Jordan Preston Carter („The Haves and the Have Nots“) und Venus Ariel („Navy CIS: New Orleans“) Hauptrollen.

    In weiteren Rollen zu sehen sind Rutina Wesley („True Blood“), Nora Dunn („Ein großer Sprung“), Jade Wu („Marvel’s Luke Cage“), Reynaldo „Rey“ Gallegos („Animal Kingdom“), Mamie Gummer („Emily Owens“), Agam Darshi („Sanctuary – Wächter der Kreaturen“), Juani Feliz („Harlem“) und Henry G. Sanders („Queen Sugar“).

    HBO Max hatte seine vierteilige Eigenproduktion im März veröffentlicht. Unser Kollege Christopher Diekhaus urteilte, dass der Serie einerseits mit ihrer kurzen Spielzeit leider die nötige Länge fehle – der Serienpilot entstand noch kurz vor der Corona-Pandemie, deren Andauern eine längere Staffel wohl verhindert hat. Daneben gelänge der Serie auch nicht, sich optisch von den anderen Weltuntergangsserien der jüngeren Vergangenheit hervorzuheben – zur kompletten Kritik zur Miniserie „DMZ“.

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