Darum erteilte Michael Rosenbaum („Smallville“) dem Arrowverse-Crossover eine Absage

    „Crisis on Infinite Earths“ ohne Lex-Luthor-Darsteller

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 25.09.2019, 10:29 Uhr

    Michael Rosenbaum als Lex Luthor in „Smallville“ – Bild: The CW
    Michael Rosenbaum als Lex Luthor in „Smallville“

    Das „diesjährige“ Arrowverse-Crossover „Crisis on Infinite Earths“ (angekündigt für Dezember 2019 und Januar 2020) soll in den Augen der Macher ein Schaulaufen der DC-Comics werden und hatte daher zuletzt auch die beiden „Smallville“-Darsteller Tom Welling und Erica Durance unter Vertrag genommen. Nun hat deren Kollege Michael Rosenbaum zahlreiche Fan-Anfragen an ihn, ob er denn auch komme, öffentlich beantwortet – mit „Nein“. Seine Begründung ist, dass die „Einladung“ es an beruflichem Respekt vermissen ließ.

    Bei Twitter veröffentlichte Rosenbaum folgendes Statement:

    „Freunde, viele von euch haben mich angetwittert und gefragt, ob ich beim ‚Infinite‘-Crossover dabei bin. Ich kann euch nicht sagen, wie viel mir eure Anteilnahme bedeutet. Ich bin daher sehr erfreut darüber. (Warner Bros.) hat bei meinen Agenten am Freitagnachmittag angerufen, während ich in Florida meinen Großvater in einem Pflegeheim besucht habe. Ihr Angebot: Es gab kein Drehbuch. Noch nicht einmal eine klare Idee, was ich darin tun sollte. Auch kein Zeitplan, wann meine Drehtage wären. Praktisch kein Geld. Und der echte Tritt in den Hintern dazu: ‚Wir brauchen deine Antwort sofort.‘ Meine einfache Erwiderung war: ‚Ich passe.‘ Ich hoffe, ihr versteht, warum ich mich so entscheiden musste. Ich hoffe, das beantwortet all eure Fragen. Lovingly, Rosenbaum.“

    Für den Kontext: Am Donnerstag war bereits bekannt geworden, dass man Tom Welling (fernsehserien.de berichtete) unter Vertrag genommen hatte – inklusive des Statements, dass man von der Konzeptions des Crossovers daran gearbeitet hatte, ihn für einen Auftritt zu gewinnen. Am Freitag folgte die Bestätigung in den USA, dass Erica Durance ebenfalls an Bord sei (fernsehserien.de berichtete).

    Generell erhalten Darsteller bei Rollenangeboten bereits einen Einblick darin, was sie spielen werden – entweder eben durch Drehbuchseiten, oder, wenn ihnen das Drehbuch dann später „auf den Leib geschrieben wird“ (wie bei solch einem Cameo zu erwarten), dann doch eben einen Handlungsausblick. Letztendlich hat Michael Rosenbaum also abgelehnt, weil die Anfrage kurzfristig und allgemein ohne den zu erwartenden Respekt kam und er vermutlich eben nur ein „Gastdarsteller“-Gehalt geboten bekommen hatte statt einer „Stargast-Gage“ – wobei er zudem hätte nach Vancouver anreisen müssen.

    Michael Rosenbaum spielte bei „Smallville“ zwischen 2001 und 2008 Lex Luthor, zudem trat Rosenbaum dann im Serienfinale 2011 nochmals vor die Kamera. Seitdem hatte er Hauptrollen in „Breaking In“ und seiner eigenen Comedy „Impastor“. Im Verlauf der Jahre seit dem „Smallville“-Start trat er zudem in verschiedenen Sprechrollen in DC-Projekten auf.

    Während die meisten Meldungen zu dem Vorgang davon sprechen, dass ohne Rosenbaum die Figur Lex Luthor nicht im Crossover auftritt, wäre es auch durchaus möglich, dass Rosenbaum letztendlich eine andere Figur gespielt hätte – schließlich kommt auch der „Original-Robin“ Burt Ward aus der 1960er Jahre Serie „Batman“, und es scheint unwahrscheinlich, dass er als Robin zu sehen ist. Daneben ist auch Kevin Conroy mit an Bord, der aktuell in diversen animierten DC-Projekten Batman die Stimme leiht.

    Am Sonntag, dem 8. Dezember beginnt das Crossover mit „Supergirl“. Am 9. Dezember wird eine „Batwoman“-Folge ausgestrahlt, am 10. Dezember läuft das Crossover dann in „The Flash“. Damit geht das „Arrowverse“ in die Feiertagspause. Am 14. Januar 2020 kehrt es mit Episoden von „Arrow“ und „Legends of Tomorrow“ zurück, womit das Crossover abgeschlossen ist.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Für mich klingt es glaubwürdig und nachvollziehbar. Unter der Voraussetzung stehe ich voll hinter seiner Entscheidung und ein echter Fan sollte das auch ohne Probleme akzeptieren können.
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      • (geb. 1970) am melden

        Ist immer sehr erbauend zu lesen, wenn Leute zu irgendwelchen Schlüssen kommen, die weder angedeutet waren noch tatsächlich vorliegen. Amerikaner nennen das "Jumping to conclusions". Und genau das ist es. Alles, was ihr macht, ist INTERPRETIEREN, und in dem Moment, in dem ihr die vorliegende Situation NEGATIV interpretiert belegt, sagt ihr soviel mehr über euch selbst aus, als über den von euch gedissten Schauspieler.
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        • am melden

          Den fehlenden Zeitplan als Ablehnungsgrund hatte ich ja akzeptiert, wobei es schon seltsam erscheint, daß die anderen Gastdarsteller damit, ebenso wie mit der vermutlich auch nicht höheren Gage, anscheinend kein Problem haben. Alle gerade arbeitslos, nur Mr. Rosenbaum ist big in business?
          Irgendwie schwer vorstellbar, daß es wirklich so wie von ihm geschildert abgelaufen ist. Die Studios sollten wissen, daß sie nicht aus der Hüfte heraus verbindliche Zusagen von Schauspielern einfordern können, ohne wenigstens ein ungefähres Zeitfenster zu nennen. Außerdem ist es heutzutage kein Problem mehr, Szenen zu drehen, ohne daß alle beteiligten Personen gleichzeitig anwesend sein müssen. Bei grundsätzlicher Bereitschaft seinerseits, als Tribut an die Rolle, die ihn überhaupt erst bekannt gemacht hat, hätte er das schon irgendwie organisieren können.
          Bei einem Prestige-Projekt wie diesem Crossover darf man, im Gegensatz zu einer 08/15-Episode, auch davon ausgehen, daß es eben kein absoluter Rotz wird.
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          • am melden

            "Ich würde sagen, Mr. Rosenbaums Antwort fehlt es an Respekt gegenüber den Fans."

            Klar. "Hey, komm irgendwann mal vorbei um irgendendetwas zu spielen, keine Ahnung was, keine Ahnung wie lange es dauert, unterschreibe aber sofort, dann musst du machen, was wir von dir verlangen. Ach ja, wir versuchen auch dich bei der Gage übers Ohr zu hauen."

            Wie respektlos den FANS gegenüber, dass er das ablehnt! Scheiß doch auf die Würde und berufliche Professionalität. Denke an die FANS! Das nächste mal, wenn er seine Rechnungen bezahlen muss, sagt er: "Tut mir leid, geht nicht, aber meine FANS repektieren mich!" Wenn er ein besseres Rollenangebot ausschlagen muss, weil er stattdessen für etwas gebucht wurde, von dem er überhaupt nicht weiss, was es ist und wann es passiert, kann er froh sein, dass die FANS ihn dafür lieben! Und wenn sich das Drehbuch als absoluter Rotz herausstellt und seine Fans ihn immer wieder fragen: "Mensch, warum hast du dich nur dafür hergegeben?", dann...naja, lassen wir das.
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              Ich würde sagen, Mr. Rosenbaums Antwort fehlt es an Respekt gegenüber den Fans. Wenn man nicht Star der Show ist, kann man nun mal keine Star-Gage erwarten und bei so einem Projekt kann man auch schon einmal auf ein Vorab-Drehbuch pfeifen. Schon daß seine Ex-Kollegen an Bord sind, hätte ausreichend Motivation sein sollen.
              Einzig und allein der fehlende Zeitplan ist ein nachvollziehbarer (und unschlagbarer) Grund für die Absage. Man kann schlecht für etwas fest zusagen, ohne zu wissen, ob man es zeitlich einrichten kann.
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