„Alle hassen Chris“: Beliebte Comedyserie erhält Reboot

    Jugendabenteuer von Chris Rock gehen in animierter Form weiter

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 05.08.2022, 14:17 Uhr

    Chris Rock im Film „Saw: Spiral“ – Bild: Brooke Palmer/Lionsgate
    Chris Rock im Film „Saw: Spiral“

    Die Abenteuer des jugendlichen Chris Rock gehen demnächst weiter: Paramount+ hat eine animierte Fortsetzung zur Serie „Everybody Hates Chris“ (in Deutschland als „Alle hassen Chris“) mit dem Titel „Everybody Still Hates Chris“ bestellt. Rock kehrt als Erzähler zurück, eine Zweitverwertung soll durch Comedy Central erfolgen.

    Wie in anderen Retro-Comedys auch erzählt eine erwachsene Figur (häufig aus der Gegenwart) die Geschichte der eigenen Jugend nach – „Wunderbare Jahre“ hatte dieses Comedy-Subgenre populär gemacht, in dem sich heute auch „Die Goldbergs“ und das „Wunderbare Jahre“-Reboot und die junge kanadische Serie „Son of a Critch“ finden („Fresh Off the Boat“ hatte sich nach der ersten Staffel von Erzähler Eddie Huang und dem Stilmittel getrennt).

    Comedian Chris Rock gehörte im Jahr 2005 zu den ersten, der als Celebrity aus der eigenen Jugend berichtete. Die erste Staffel von „Alle hassen Chris“ lief damals noch beim Network UPN (das sich mit mehreren Serien an ein afro-amerikanisches Publikum richtete), drei weitere Staffeln dann bei dessen Nachfolger The CW – bevor dieser Sender halbstündige Comedyserien aus seinem Programm strich. ProSieben besorgte damals die Deutschlandpremiere.

    Die Familiencomedy blickt in den New Yorker Stadtteil Brooklyn und die 1980er, wo der junge Chris in einer eng zusammenstehenden Familie in einem sozialen Drogenbrennpunkt aufwächst und das Gefühl hat, dass er überall aneckt. Er besucht eine etwas weiter entfernte Schule, die in einer vorwiegend von Weißen mit italienischer Abstammung bewohnten Gegend liegt („Corleone High School“). Dort ist der nerdige, schlaksige Chris auf jeden Fall ein Sonderling – ein Bully malträtiert ihn, eine Lehrerin behandelt ihn mit Bevorzugung. In der Familie ist Chris das älteste Kind und muss häufig Babysitter für die jüngeren Geschwister spielen, was zu Reibereien führt.

    Tyler James Williams porträtierte damals den jungen Chris – nach Rollen in „The Walking Dead“, „Criminal Minds: Beyond Borders“ und „Whiskey Cavalier“ ist er aktuell in der Disney-Comedy „Abbott Elementary“ zu sehen, wo er sich eine Emmy-Nominierung erspielt hat. Chris’ Eltern wurden von Terry Crews („Brooklyn Nine-Nine“) und Tichina Arnold („The Neighborhood“) dargestellt.

    Hinter der Neuauflage stehen Autor und Produzent Sanjay Shah MTV Entertainment Studios.

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