2026
Wie die Liebe geht – 4 Paare. 8 Jahre.
Folge 1 (90 Min.)Alles hat so gut angefangen. Sarah (24) und Patty (33), Nicola (32) und Mirko (43), Nici (25) und Benni (25) sind „feste“ Paare und planen ihre Zukunft gemeinsam. Den Traum von der romantischen Liebe, die ein Leben lang hält, hat fast jede(r) schonmal geträumt. Drei Paare aus Castrop-Rauxel,Bremen und Berlin treten diese abenteuerliche Reise miteinander an – und lassen sich sieben Jahre lang durch ihr Beziehungsleben begleiten. Das Frauenpaar Sarah und Patty möchten das ganze Paket: Hochzeit in Weiß und dann ein Familienidyll im Reihenhaus, am liebsten mit Kindern und Hund.Beim Familienzuwachs warten schon die ersten Schwierigkeiten … Benni und Nici heiraten auch groß, werden schnell Eltern, haben aber zum endgültigen Glück beruflich noch einige Hürden zu nehmen. Bis ein schwerer Schicksalsschlag sie rücklinks überfällt. Die temperamentvollen Bremer, Mirko und Nicola, komplettieren die Patchworkfamilie mit eigenem Kind, müssen dann aber alsbald um ihre Liebe kämpfen. Die Doku-Serie „Wie die Liebe geht – 3 Paare. 7 Jahre.“ erzählt vom Leben und der Liebe. Davon, wie sich die Liebe durch die Zeit entwickelt und verändert. Empathisch beobachten die preisgekrönten Dokumentarfilmerinnen Judith Keil und Antje Kruska die oft vertrackten Gefühlsgeschichten, die Ups and Downs ihrer Paare. Erzählen davon, wie sie sich beständig voneinander entfernen und wieder annähern und von dem, was am Ende bleibt, wenn die Liebe einige unwiderrufliche Metamorphosen durchlaufen hat und nichts mehr so ist wie am Anfang. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Do. 15.01.2026 WDR Abschied vom Abenteuer – Michèls Cafébus kehrt zurück
Folge 2 (45 Min.)Nichts geht mehr in Münster. Der 16-Tonner von Michèl Malcin (45) springt nicht an, die Batterie streikt. Die Willkommensparty in Tecklenburg, nur 40 Kilometer entfernt, wartet schon. „Der Bus will nicht nach Hause“, sagt Michèl und meint vielleicht auch ein bisschen sich selbst, denn er bricht nach knapp zwei Jahren Abenteuer seine Reise quer durch Europa ab. Monatelang ist der ehemalige Pastor mit seinem zum Café umgebauten Doppeldecker-Bus den Jakobsweg entlanggefahren. Er bot den Pilgern dort neben Cappuccino vor allem einen Raum für Begegnung. Auf seiner Reise fand Michèl auch eine neue Liebe: Helene.Sie stieg ein als Gast, verliebte sich zuerst in den Bus und dann in den Fahrer. Es hätte endlos weitergehen können mit „Love, Peace & Coffee“. Doch ein guter Grund lässt Michèl umkehren – sein Sohn Elia (16). Er findet sich nach der Trennung seiner Eltern nicht zurecht. Nach dem Umzug nach Thüringen findet er keine Freunde, fühlt sich entwurzelt und entwickelt körperliche Symptome. Michèl Malcin entscheidet zurückzukehren und wieder sesshaft zu werden. Mit dem Ziel, als Patchworkfamilie zusammenzufinden und für Elias da zu sein, zieht Michèl mit seinen Söhnen und Helene in ein möbliertes Haus in Tecklenburg. Damit beginnt ein neues Kapitel – vom Leben unterwegs in eine Immobilie. Und als ob das nicht genug Herausforderung wäre, fällt auch noch die finanzielle Lebensgrundlage der Familie, der Cafébus, aus: Der Doppeldecker, Baujahr 1959, ist durchgerostet, neue Ersatzteile müssten extra angefertigt werden und das Geld dafür ist nicht da. Doch Michèl und Helene sind es inzwischen gewohnt zu improvisieren. Finden sie doch noch einen Weg, den Bus wieder auf die Straße zu bringen? (Text: WDR) Deutsche Streaming-Premiere Mi. 21.01.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Do. 22.01.2026 WDR Hotel Hoffnung – Aus Leerstand wird Leben
Folge 3 (45 Min.)Die Lehrerin Gulfidan ist aus dem Sudan geflüchtet.Bild: WDR/good karma productions/Arne WolterDeutsche TV-Premiere Do. 12.03.2026 WDR Mandy und Didit – Zwei Leben nach dem Absturz
Folge 4 (45 Min.)„Mandy und Didit – Zwei Leben nach dem Paragliding-Absturz“ erzählt die Geschichte von Mandy (37) aus Velbert und Didit (50), einem indonesischen Familienvater. Ihr Leben verändert sich an einem einzigen Tag grundlegend. Mandy ist neugierig auf die Welt, offen für neue Erfahrungen. Gemeinsam mit ihrem Partner Robin (42) reist sie durch Indonesien. Sie entscheidet sich auf Lombok für einen Paraglidingflug – ein Geburtstagsgeschenk für Robin. Doch beim Start kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall: Eine Windböe erfasst den Gleitschirm und reißt ihn zu früh in die Höhe.Didit, Helfer des örtlichen Flugteams, versucht, den Schirm am Boden zu halten – obwohl er selbst nicht gesichert ist. Der Schirm hebt mit ihm ab. Sekunden später stürzen sie aus rund 40 Metern in die Tiefe. Mandy und Didit überleben – schwer verletzt. Für Mandy und Robin steht fest: Didits Eingreifen hat möglicherweise Schlimmeres verhindert. Der Film begleitet Mandy und Robin durch die Monate nach dem Unfall: nach der Rückkehr nach Deutschland, ein Leben zwischen Schmerzen, Krankenhausaufenthalten und der Frage, wie viel Normalität noch möglich ist. Mandy kämpft um jeden Schritt, um Selbstständigkeit, um eine neue Perspektive. Ihr früheres Leben ist unerreichbar geworden. Gleichzeitig lässt sie der Gedanke an Didit nicht los. Denn während Mandy medizinisch umfassend versorgt wird, endet Didits Behandlung nach zwei Operationen. Ohne klare medizinische Erklärungen, ohne Aussicht auf weitere Hilfe. Er liegt auf Lombok auf einer Matratze, gepflegt von seiner Frau Sulhiyati, die zugleich die Familie versorgen muss. Für weitere Behandlungen fehlt das Geld. Über WhatsApp bleiben Mandy und Robin mit Didit in Kontakt. Aus kurzen Nachrichten werden Gespräche, Videos, Anteilnahme. Das Paar organisiert Spenden, schickt Geld für Medikamente und Physiotherapie. Doch je mehr sie helfen, desto größer wird der innere Druck. „Ich heile – und er bleibt liegen“, sagt Mandy. Die Ungleichheit zwischen ihren Lebenswelten lässt sie nicht los. Als Mandy und Robin schließlich nach Vietnam auswandern, um Abstand zu gewinnen und Mandy körperlich zu entlasten, reißt der Kontakt zu Didit trotzdem nicht ab. Schließlich fasst Mandy einen Entschluss: Sie will Didit persönlich besuchen – trotz Schmerzen, trotz Angst. Eine Begegnung, die für alle Beteiligten emotional an ihre Grenzen geht. Der Film erzählt von zwei Leben auf zwei Kontinenten, die nach einem Absturz weitergehen müssen: auf sehr unterschiedliche Weise. Und doch miteinander verbunden sind. (Text: WDR) Deutsche Streaming-Premiere Mi. 25.03.2026 ARD Mediathek Deutsche TV-Premiere Do. 26.03.2026 WDR Das Schweigen brechen – Von Mamas neuem Freund missbraucht
Folge 5 (45 Min.)„Nachts bin ich davon wachgeworden, dass jemand die Treppen hochkommt, und ich wusste, jetzt kommt gleich das Monster ins Zimmer,“ erzählt Katha Rosa über die schlimmste Zeit in ihrem Leben. Heute ist sie 32 Jahre alt, Musikerin und singt in ihren Liedern darüber, was ihr angetan wurde. Jahrelang haben sie und ihre Zwillingsschwester sexuelle Gewalt erlebt. Sie sind missbraucht und vergewaltigt worden. In ihrem Elternhaus, vom Freund ihrer Mutter. Als man in der Schule vermutet, dass die Zwillinge sexueller Gewalt ausgesetzt sein könnten, verdächtigt die Mutter jemanden anders. Doch immer wieder schleicht sich ihr Freund in das Zimmer der Zwillinge, legt sich mal zu der einen, mal zu der anderen ins Bett, vergeht sich an ihnen.„Ich habe einfach so getan, als würde ich schlafen. Ich war wie versteinert. Einfach so ein ganz ekeliges Gefühl,“ sagt Katha. Ihre Mutter erkennt die Signale nicht, die ihr Töchter aussenden. Erst als die Frauenärztin stutzig wird und Fragen stellt, trauen sich die damals 15jährigen Mädchen, ihrer Mutter von dem Missbrauch zu erzählen – trotz der jahrelangen Drohungen ihres Stiefvaters: „Er hat halt einfach oft gesagt, dass das was Böses ist, was wir machen und dass wir dann böse sind. Wenn das jemand erfährt, dass wir quasi die Übeltäter sind.“ Die Zwillingsschwestern zeigen ihren Stiefvater an. Die Befragungen durch Polizei und vor Gericht erlebt Katha als traumatisch, fühlt sich wehrlos und als Lügnerin dargestellt. Bis ein rechtskräftiges Urteil gefällt ist, vergehen Jahre. Das Urteil in der Revision: Zwei Jahre auf Bewährung. Mutter und Töchter sind fassungslos darüber. Katha Rosa und auch ihre Mutter werden lange therapeutisch betreut. Heute, sagt sie, könnte sie anders vor Gericht auftreten. Als Sängerin engagiert sich Katha Rosa gegen sexuelle Gewalt. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Do. 03.09.2026 WDR Back to the sytem – Vier Jugendliche lernen arbeiten
Folge 6 (45 Min.)Im Leben von Jenny (20), Nicola (18), Abdul (16) und Niklas (17) ist vieles gescheitert: Schule abgebrochen, von Mitschülern gemobbt, von Eltern und Lehrern nicht gesehen. Und jetzt kommt die größte Herausforderung für sie: Der Einstieg ins Berufsleben. Bisher hat keiner der Vier einen Ausbildungsplatz gefunden. Ihre vielleicht letzte Chance ist die berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme der Jugendberufshilfe Düsseldorf. Ein Jahr haben sie Zeit, um zu lernen, pünktlich zu sein, Verantwortung zu übernehmen, Rückschläge auszuhalten – und vor allem wieder an sich selbst zu glauben. Jenny träumt von einer Ausbildung als Friedhofsgärtnerin.Schon früh übernimmt sie Verantwortung in ihrer Familie: Als ältestes Kind einer chinesischen Einwandererfamilie kümmert sie sich um Geschwister, um Übersetzungen, um den Alltag zu Hause. Gleichzeitig kämpft sie mit einer Lernschwäche und besucht eine Förderschule. Diese doppelte Belastung begleitet sie bis heute. Nicola wird über Jahre in der Schule gemobbt, zieht sich immer weiter zurück. Neue Gruppen bedeuten für sie vor allem Stress. In der Maßnahme versucht sie, im Maler- und Lackiererbereich herauszufinden, was sie schaffen kann. Abdul lebt zwischen großen Träumen und Realität: Er will Rapper werden, auf die Bühne, ins Musikgeschäft. Eine Ausbildung als Friseur ist sein Plan B. Niklas will mit Hilfe der Maßnahme, eine Ausbildung in der Gastronomie bekommen. Eigentlich ist er fleißig, freundlich und gut im Umgang mit Menschen. Doch seine direkte Art und seine unkontrollierten Emotionen haben ihm schon oft im Weg gestanden. Keine leichten Voraussetzungen. Unter realen Arbeitsbedingungen und mit der Hilfe von Sozialpädagogen sollen alle vier beweisen, dass sie bereit für eine Ausbildung sind. „Menschen hautnah“ begleitet Jenny, Nicola, Abdul und Niklas ein Jahr lang. Während der Bildungsmaßnahme, im häuslichen Alltag und auf dem Weg zu Praktika und Berufsberatung. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Do. 10.09.2026 WDR Meine Tics und ich – Leben mit Tourette
Folge 7 (45 Min.)Felix fällt auf. Nicht weil er es will, sondern weil sein Körper und seine Stimme sich immer wieder unkontrolliert bemerkbar machen. Felix hat das Tourette-Syndrom. Der 23-Jährige zuckt, schreit, stößt Laute aus – auf der Straße, während Uni-Vorlesungen, in Cafés. Seine Tics sind immer präsent und kosten ihn Kraft. Viele Menschen reagieren irritiert oder mit Ablehnung auf seine Tics. Schon als Kind hat Felix Mobbing, Ausgrenzung und Anfeindungen erlebt, doch er lässt sich davon nicht bestimmen. Er studiert BWL, reist, macht Sport und nimmt sich jedes Jahr ein neues großes Ziel vor.Dieses Jahr zieht er für ein Auslandssemester ins lettische Riga, weg aus seinem vertrauten Umfeld. Danach fährt er mehrere tausend Kilometer allein mit dem Fahrrad von Hamburg nach Rom. Immer mit dem Ziel, sich vom Tourette nicht einschränken zu lassen. „Menschen hautnah“ begleitet Felix bei seinen Herausforderungen. Der junge Mann fällt auf, und trotzdem versteckt er seine Krankheit nicht. Auch mit Fremden spricht er offen darüber. Denn Felix möchte zeigen, wie sich ein Leben mit Tourette anfühlt. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Do. 17.09.2026 WDR
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