zurückMiniserie in 4 Teilen („Jauche und Levkojen“), Folge 1–4weiter

    • Staffel 1 in 4 Teile gefasst
    • Berlin im Jahre 1917. Leutnant Achim von Quindt heiratet die 24-jährige Vera von Jadow. Bereits nach vier Tagen muss der junge Ehemann zurück an die Front. Seine Frau folgt ihren Schwiegereltern nach Pommern auf das Gut Poenichen, Stammsitz der Quindts. Es fällt Vera schwer, das Landleben und die Gesellschaft der Schwiegereltern zu ertragen. Sie ist schroff, launisch und sehnt sich zurück nach Berlin. Auch als sie neun Monate später auf Poenichen eine Tochter zur Welt bringt, ändert sich ihre Einstellung nicht. Die Hoffnung der Quindts, dass der kleinen Maximiliane über kurz oder lang ein Stammhalter folgen wird, zerschlägt sich am Tag der Taufe. Der Diener Riepe, Vertrauter und Faktotum des alten Barons, überbringt ihm eine Depesche von der Westfront: Achim von Quindt ist gefallen. Wenige Jahre später geht die verwitwete Vera zurück nach Berlin, um ihre Karriere als Fotografin zu verfolgen. Die kleine Maximiliane ist nun ganz auf ihre Großeltern und die häufig wechselnden Erzieherinnen angewiesen. Und diese halten es auf Poenichen selten länger als drei Monate aus … 

      „Leben ist gleich Einatmen, Schreiben gleich Ausatmen“ – mit diesem Bild umriss die Schriftstellerin Christine Brückner (1921–1996) ihr literarisches Schaffen. Anfang der 70er Jahre wurde sie einem breiten Publikum mit ihrer Poenichen-Trilogie bekannt, die auch die Vorlage zu den erfolgreichen Fernsehserien „Jauche und Levkojen“ und „Nirgendwo ist Poenichen“ lieferte. Ironisch-poiniert, empfindsam, doch dabei unsentimental, wird die Geschichte der Maximiliane von Quindt erzählt. (Text: RBB)

    • 1929. Maximiliane von Quindt ist inzwischen 12 Jahre alt und noch immer in der Obhut der Großeltern. Ihre Mutter, Vera von Quindt, zeigt der Familie ihre Vermählung mit Dr. Daniel Grün aus Berlin an und wird künftig noch seltener als bisher auf Poenichen erscheinen. Maximiliane vermisst die Mutter nicht. Aber auch der Großvater ist nicht mehr – wie bisher – der wichtigste Mensch in ihrem Leben. Das Mädchen hat sich in den Gutsinspektor Blaskorken verliebt, vor dessen Charme bisher noch jede Erzieherin kapitulierte. Blaskorken rettet sich vor ihren kindlichen Nachstellungen, indem er die Großeltern ins Bild setzt, und der alte Quindt entscheidet, dass seine Enkelin nun endlich auf die höhere Töchterschule nach Arnswalde muss. Aber in ihrer neuen Umgebung findet sich Maximiliane nicht zurecht. Schweren Herzens entschließt sich der alte Quindt dazu, seine Enkelin auf ein Internat nach Potsdam-Hermannswerder zu schicken und somit die Erziehung Maximilianes endgültig aus der Hand zu geben. Nachdem Adolf Hitler Reichskanzler geworden ist, wird es um das Ehepaar Grün, früher gesellschaftlicher Mittelpunkt in Berlin, immer stiller. Sie sind zusehends Diffamierungen ausgesetzt. Als Veras Mann sich im Ausland aufhält, wäre es ein leichtes für sie, unter ihrem alten Namen Quindt auf Poenichen unterzutauchen. Aber mit dem selben Stolz, mit dem der alte Quindt den neuen politischen Machthabern begegnet, steht Vera, geborene von Jadow, zu ihrem Mann. Auch sie wird Deutschland verlassen – aber unter ihrem Namen Grün. Quindt kann ihr seinen Respekt nicht versagen; er wird dafür sorgen, dass die Schwiegertochter im Ausland nicht mittellos dasteht. Auf der Stammburg der Quindts in der Fränkischen Schweiz wird 1936 ein Sippentag einberufen, organisiert von Viktor Quint aus Breslau – ein vom nationalsozialistischen Gedankengut durchdrungener Zeitgenosse. Wenig später besucht dieser Poenichen, offiziell zum Zweck der Ahnenforschung. Die alten Quindts aber spüren, dass Viktor schon bald um ihre Enkelin anhalten wird. Und sie wissen auch, dass er nicht Maximiliane meint, sondern Poenichen … (Text: RBB)

    • Maximiliane und Viktor Quindt haben geheiratet. Der junge Ehemann ist entschlossen, Volk und Führer einerseits und den Quindts auf Poenichen andererseits möglichst zahlreichen Nachwuchs zu bescheren. Obwohl ihn seine Pflichten im Reichssippenamt meistens in Berlin zurückhalten und er auf Poenichen mehr zu Gast als zu Hause ist, stellt Maximiliane nach kurzer Zeit fest, dass sie schwanger ist. Um sich abzulenken, besucht sie ihren Mann in Berlin und entdeckt eindeutige Beweise dafür, dass Viktor sie betrügt. Maximiliane kehrt nach Poenichen zurück; der Konflikt bleibt – auch zwischen den Eheleuten – unausgesprochen. Maximiliane bringt einen Sohn, Joachim, zur Welt. Der alte Quindt entschließt sich, seinem Urenkel das Gut zu überschreiben und die Verwaltung bis zu seiner Volljährigkeit Maximiliane zu übertragen. Viktor Quindt ist es recht so – „höhere Pflichten“ binden ihn an Berlin. Maximiliane zieht ihre Konsequenzen. Als sie einem jungen Offizier begegnet, erlebt sie mit ihm eine kurze, leidenschaftliche Romanze. Das Weihnachtsfest 1938 verbringt Viktor nicht mit seiner Familie auf Poenichen. Das Argument, er sei in Berlin unabkömmlich, da sich die politische Lage zuspitze, ist nicht zu widerlegen. Der alte Quindt hat jedoch seine eigene Meinung, mit der er zu Viktors Verdruss nicht hinter dem Berg hält. Der Dissens zwischen den beiden spitzt sich zu, als im August 1939 Hitlers Nichtangriffspakt mit Stalin bekannt wird. Mit gemischten Gefühlen hört man in Poenichen vom Vormarsch der deutschen Truppen auf Warschau. Aber zunächst einmal lenkt ein „freudiges Ereignis“ vom politischen Geschehen ab: Im September 1939 bringt Maximiliane ihren zweiten Sohn, Golo, zur Welt. In der Folgezeit wird Poenichen, Maximilianes „heile Welt“, immer mehr von den Kriegsereignissen überschattet. Als im Herbst 1944 sowjetische Truppen die ostpreußische Grenze überschreiten, resigniert der alte Quindt. Er verbarrikadiert sich in seinem Arbeitszimmer und wartet … (Text: RBB)

    • 1945. Die große Flucht der Deutschen aus dem Osten hat begonnen. Auch in Poenichen bereitet man sich auf den Treck vor. Der alte Quindt und seine Frau Sophie haben jedoch weder die Kraft noch den Willen, ihre Heimat aufzugeben. Als der letzte Wagen das Gut verlassen hat, fallen zwei Schüsse. Maximiliane hat sich auf Wunsch der Großeltern den Flüchtenden angeschlossen. Aber schon nach wenigen Tagen wird sie vom Treck abgesprengt und muss sich mit ihren Kindern allein nach dem Westen durchschlagen. Als ein russischer Soldat die unmissverständliche Aufforderung „Komm Frau!“ an sie richtet, leistet Maximiliane keinen Widerstand – und schon bald stellt sie fest, dass sie wieder schwanger ist. Mit ihren Kindern und einem Handwagen erreicht die junge Frau schließlich Berlin-Pankow. Mit Hilfe ihrer Stieftochter Edda gelingt es ihr, den Großvater des Mädchens ausfindig zu machen. Der alte Preissing bringt die Flüchtlinge in seiner Schrebergartenlaube unter. Bald kehrt Preissings Schwiegersohn aus dem Krieg heim, und dem ist Maximiliane trotz ihrer desolaten Lage suspekt. Die junge Frau entschließt sich, weiterzuziehen. Ihr Ziel ist Burg Eyckel, das Stammschloss der Familie in der Fränkischen Schweiz. Aber zunächst will Maximiliane ihren Treck wiederfinden, den sie unterwegs verloren hat und bei dem sie noch einen Teil ihrer Habe vermutet. Im Durchgangslager Friedland erfährt sie, dass sich der Poenichen-Treck in Richtung Holstein bewegt. Maximiliane und die Kinder setzen ihren Weg zu Fuß fort. In Göttingen nächtigen sie in einem abgestellten Zug. Morgens, als alle noch schlafen, setzt er sich in Bewegung – aber nicht in Richtung Holstein, sondern gen Süden … (Text: RBB)

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