unvollständige Folgenliste (alphabetisch) (Seite 6)

  • 45 Min.
    Die ewige Reise der Erde um die Sonne bestimmt alles Leben auf dem Planeten. Auf keinem anderen gibt es Jahreszeiten. Sie sind eine Folge der leichten Neigung der Erdachse. Jeder erlebt sie anders, je nachdem, wann er sich wo gerade befindet. Die vierteilige Serie „Ein Jahr auf unserer Erde“, gedreht an 60 verschiedenen Orten, begleitet zwölf Monate lang mehrere ausgesuchte Tierfamilien. Christoph Maria Herbst erzählt zu den atemberaubenden Bildern, wie sie den ständigen Wechsel von Wetter, Klima und Tageslänge meistern. Im hohen Norden macht sich der Winter zuerst bemerkbar. Ende Oktober herrschen minus 15 Grad auf Spitzbergen. Eine Eisbärin hat nur noch bis zum Frühjahr Zeit, um ihren Nachwuchs auf die Selbstständigkeit vorzubereiten. Als die Polarnacht beginnt, sehen die beiden die Sonne für mehr als 100 Tage zum letzten Mal. Noch sind die Buchten nicht völlig gefroren, und es ist schwer, an die Robben heranzukommen. Wie soll die Bärin es schaffen, sich und ihr Junges durchzubekommen, wenn selbst ein Rentierkadaver nicht für sie beide reicht? Auch wenn sich die Sonne nicht direkt zeigt, macht sie sich manchmal bemerkbar. Sonnenwinde, Ströme aus geladenen Teilchen, treffen auf das Erdmagnetfeld und sorgen in Polarregionen für ein außerordentliches Lichtspektakel: Polarlichter. In solchen Nächten bekommt man eine Ahnung von den sonst unsichtbaren, magnetischen Kräften. Noch immer weiß man nur sehr wenig darüber, wie sehr sie das Leben auf der Erde beeinflussen. Doch es gibt ein Tier, das offenbar einen sechsten Sinn für das Erdmagnetfeld hat. Der Rotfuchs ortet Mäuse unter tiefem Schnee wohl mithilfe einer Kombination aus Hörsinn für die Richtung und Magnetsinn für die Entfernung. Während im Norden Winter herrscht, wird es am anderen Ende der Welt Sommer. Die Südhalbkugel ist jetzt der Sonne zugeneigt: Es ist hell, warm – und voller Leben. Nach zwei Wochen Fischen auf hoher See kehrt ein Königspinguin auf die kleine Marion-Insel zwischen Südafrika und Antarktis zurück. Inmitten Abertausender Artgenossen schafft er es, die Stimme seiner Partnerin herauszuhören. Sie hat ohne Nahrung ausgeharrt, um ihr Ei zu wärmen. Nun wird er die Aufgabe übernehmen. Ein aufopferndes Geschäft, bei dem sich die Eltern über 50 Tage lang regelmäßig abwechseln. Auch danach wird das Leben nicht leichter: Wenn ihr Küken schlüpft, muss es so schnell wie möglich zu Kräften kommen. Doch schon wird das Wetter schlechter, dreht sich die Südhalbkugel wieder von der Sonne weg – und die Nordhalbkugel ihr zu. Dann ist dort der Frühling nicht mehr weit, der nächste Abschnitt auf der immerwährenden Reise der Erde um die Sonne. (Text: NDR)
  • 90 Min.
    Es scheint, als würden sie wie auf ein geheimes Zeichen hin am Ufer des Flusses Chobe im Norden Botsuanas auftauchen: Elefanten. Und die Hamburger Tierfilmer Jens Westphalen und Thoralf Grospitz sind mitten unter ihnen. In Botsuana im südlichen Afrika leben noch über 130.000 der größten Säugetiere, die über die Erde ziehen. Ein idealer Ort, um die grauen Giganten hautnah zu filmen. Voller Emotionen und mit viel Humor berichten die beiden Biologen von ihrem Jahr unter Elefanten, von ihren erstaunlichen Erlebnissen und Erfahrungen. Von anrührenden Begegnungen mit Familiengruppen etwa, in denen sich Elefanten-Mütter und -Tanten liebevoll um die Kleinen kümmern. Oder auch von einem Treffen der Elefantenbullen an einem Wasserloch, eine Art Erziehungscamp für Halbwüchsige. Jens Westphalen und Thoralf Grospitz sind dabei, als ein verletztes Tier stirbt und die Familienmitglieder herbeikommen und mitfühlend Trost spenden. Ein einschneidendes Erlebnis, das die beiden Tierfilmer nie vergessen werden. Seit mehr als 20 Jahren sind die vielfach ausgezeichneten Naturfilmer ein Team. Ihr Jahr mit den Elefanten hat sie besonders geprägt. Glücksgefühle, den wilden Tieren so nah sein zu können, in emotionalen Bildern, mit aufwendigen Helikopterkameraaufnahmen und grandiosen Zeitlupenstudien eingefangen. Je mehr Zeit sie bei den Elefanten verbringen, desto besser können sie das Verhalten der Tiere deuten. Die beiden Hamburger sind dabei, als sich Hunderte Elefanten zum Bad verabreden. Während der Trockenzeit folgen sie einem durstigen Tier sogar bis auf die „Damentoilette“, die die Tiere als willkommene Wasserstelle gewittert haben. Und sie stellen fest, dass auch Löwen und Elefanten Kameras bedienen können. Elefanten sind weit mehr als nur majestätisch und kraftvoll. Jens Westphalen und Thoralf Grospitz zeigen eine Welt, in der Erfahrung und Intelligenz, Mitgefühl und Ausdauer das Überleben sichern. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 02.01.2019 NDR
  • 45 Min.
    Vor Iriomotes Küste erstrecken sich artenreiche Korallenriffe. Leider haben auch diese Wun-der der Natur mit den Folgen der Klimaerwärmung und der Korallen-Bleiche zu kämpfen.
    Zwischen dem Chinesischen Meer und dem Pazifik im äußersten Süden Japans liegt die Iriomote Insel. Ein Juwel, bedeckt von dichten tropischen Wäldern. Auf dieser Insel gibt es einige der seltensten Tierarten der Erde. Die berühmteste ist sicher die nach der Insel benannte Iriomote-Katze. Aber auch eine besondere Unterart der Schlangenweihe, der Ryukyu Flughund und der farbenprächtige Feuerliest, eine Eisvogelart, leben im Nationalpark, der die gesamte Insel umfasst und schützt. Die Insel ist nicht nur ein UNESCO-Weltnaturerbe und ein Hotspot der Artenvielfalt, sie besitzt auch den größten Mangrovenwald Japans. Dieser Lebensraum atmet und lebt mit den Gezeiten. Während der Ebbe tauchen aus dem Schlamm eine ganze Menge an skurrilen Wesen auf, darunter Soldatenkrabben und Schlammspringer. Während die Krabben bei Ebbe den Meeresgrund nach Nahrung durchsieben, liefern sich die Schlammspringer erbitterte Kämpfe um Weibchen und Reviere. Auch Einsiedlerkrebse sind bei Ebbe unterwegs und suchen nach Futter. Abgelenkt merken sie nicht, dass sie schon längst im Visier des Feuerliests sind, der auf Beute lauert. Mit seinem spitzen Schnabel knackt er problemlos ihre Schalen. Die Mangroven bieten jedoch nicht nur einer Vielzahl an Tieren einen Lebensraum, sie sind auch von großer Bedeutung für die Einwohner der Insel. Dazu gehört die über 80-jährige Akiko Ishigaki. Die Kollektion der weltberühmten Textildesignerin besteht ausschließlich aus Materialien, die sie in der Natur von Iriomote findet, und sind somit eine Hommage an ihre Heimat. Ihre Stoffe faszinierten schon Modedesigner Issey Miyake und wurden in einer Werkschau im New Yorker Museum of Modern Art ausgestellt. Der Tierfilmer Moritz Katz lebt mit seiner Frau in Japan und hat mit der preisgekrönten Produktion „Die Weihnachtsinsel und der Palmendieb“ bewiesen, dass er sehr genau weiß, ein vermeintlich kleines Eiland spektakulär in Szene zu setzen. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 01.03.2023 NDR
  • 45 Min.
    Auf Hokkaidō, der nördlichsten Hauptinsel des japanischen Archipels, gibt es eine unbekannte Naturoase, ein Paradies für Wildtiere. Nicht umsonst zählt Shiretoko zum Weltnaturerbe der UNESCO. Der Nationalpark ist die Heimat von mehreren hundert Braunbären. Im Herbst sammeln sie sich an Flussufern, um die Lachse auf ihrer alljährlichen Wanderung abzufangen. Im Winter erstarrt das Wasser und das Meer gefriert. Dann erreichen ganz besondere Wanderer aus Russland den Norden Japans: Riesenseeadler, die an den letzten offenen Stellen nach Fischen jagen. In spektakulären Kämpfen versuchen sie sich gegenseitig die Beute abzunehmen. Unter dem Eis treibt währenddessen ein engelsgleiches Wesen durch das Wasser. Doch es hat eine dunkle Seite, denn es ist ein gnadenloser Miniaturräuber. Die marine Schnecke hat winzige Flügel zur Fortbewegung und sechs Tentakel, mit denen sie ihre Beute schnappt. Wenn im Frühjahr Schnee und Eis schmelzen beginnt im Meer vor Hokkaidō eine extreme Planktonblüte, die Millionen von Sardellen zur Küste zieht. Die wiederum locken Sturmtaucher aus Australien, sowie Finnwale und Orcas an. Der Startschuss für eine Zeit des Überflusses. Das Schmelzwasser löst im Flachwasser ein weiteres Phänomen aus. Seetang und Seegras wachsen explosionsartig, bis zu zehn Zentimeter pro Tag. Die reichen Unterwasserwälder sind die Kinderstube für zahllose Fischarten. Shiretoko und seine Gewässer zählen daher zu den Hotspots der Biodiversität in Japan. Doch wie wird sich das feine Netz des Lebens, dass auf das Eis angewiesen ist, in Zeiten des Klimawandels verändern? (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 18.12.2024
  • 45 Min.
    Mitteleuropa im 21. Jahrhundert: ein Kontinent geprägt von schnurgeraden Verkehrswegen, technischen Anlagen und industriellen Strukturen. Wo einst Wildnis war, dominieren heute Hallen, Parkplätze, versiegelte Flächen und grafisch anmutende Landschaften. Regisseur und Kameramann Patrick Centurioni zeigt in eindrucksvollen Bildern, wie Wildtiere sich einen Platz in der zunehmend technisierten Landschaft suchen: Rehe, die unter Windrädern auf Agrarflächen grasen. Gämsen, die sich durch hochalpine Lawinenschutzanlagen bewegen. Füchse, die am Rand einer Flughafenlandebahn jagen. Braunbären, die in Rumänien an Straßenrändern vorbeifahrende Autofahrer um Futter anbetteln. In den Alpen flüchten Schneehühner und Bartgeier vor Mountainbikern. Für viele Tiere gibt es keine Wildnis mehr. Der Mensch verändert ihre Lebensräume einschneidend: Jeden Tag werden in Deutschland 50 Hektar Fläche, das entspricht 70 Fußballfeldern, zu Verkehrs- und Siedlungsgebieten umgewandelt. Moderne Landwirtschaft gefährdet das Überleben vieler Arten. Und auch regenerative Energiequellen wie Windräder und Solarfelder haben ökologische Folgen. Welche Konsequenzen haben diese Veränderungen – auch für die Zukunft der Menschen? Wo findet Natur überhaupt noch genügend Raum? Der Film zeigt: Nur gesunde Landschaften mit fruchtbaren Böden liefern langfristig Nahrung und sauberes Wasser. Es ist Zeit, mit der Natur zu wirtschaften, auch im 21. Jahrhundert, in Zeiten einer modernen Zivilisation. (Text: NDR)
  • 45 Min.
    Das glühend heiße Zentrum Australiens ist die Heimat der Roten Riesenkängurus. Sie sind die Helden des Outbacks, denn sie haben es wie kaum ein anderes Säugetier geschafft, sich an das äußerst karge Leben auf dem roten Kontinent anzupassen. Heute sind sie die größten Beuteltiere der Erde. Diese Naturdokumentation erzählt ihre spannende Geschichte. Alles dreht sich um Rusty, das Känguru-Männchen kämpft vom Moment seiner Geburt an ums Überleben. Gerade erst noch nackt, blind und nicht größer als ein Gummibärchen auf die Welt gekommen, muss Rusty allein den Weg in den Beutel seiner Mutter finden. Es ist die erste Bewährungsprobe, die jedes Känguru-Baby bestehen muss. Im Beutel angekommen, saugt sich der Winzling an einer Zitze fest. Über ein halbes Jahr lang wird der Kleine im Beutel bleiben und von seiner Mutter gehegt und gepflegt. Seltene Aufnahmen aus dem Inneren des Kängurubeutels gewähren erstaunliche Einblicke in Rustys Kinderzimmer. Rote Riesenkängurus sind Überlebenskünstler. Zuhause in einer der lebensfeindlichsten Regionen der Erde, sind sie immer auf dem Sprung. Monatelange Trockenheit und extreme Hitze gehören im Herzen Australiens dazu. Es gibt keine Jahreszeiten, das Klima ist unberechenbar. Darauf haben sich auch die Känguru-Weibchen eingestellt. Die Mutter hat drei Jungtiere gleichzeitig. Außer dem Winzling Rusty, der im Beutel an einer Zitze hängt, säugt sie an der anderen Zitze ein älteres Geschwister-Känguru, das den Beutel bereits verlassen hat. Jedes Baby bekommt seine eigene Milchsorte, angepasst ans Kindesalter. Das dritte Geschwisterkind, ein noch kaum entwickelter Embryo, wartet in Mutters Bauch auf „den richtigen Moment“. Erst, wenn alle Voraussetzungen stimmen, wird er sich weiterentwickeln. In langen Dürrezeiten, wenn Futter und Wasser knapp werden, muss sich die Mutter im schlimmsten Fall von allen drei Jungtieren trennen, auch von Rusty. Doch sobald sich die Umweltbedingungen verbessern, kann sie sehr rasch wieder mit der Fortpflanzung beginnen. Rote Riesenkängurus sind rastlos, immer auf der Suche nach fressbaren Gräsern und Grünzeug. Auf ihren beiden äußerst kräftigen Hinterbeinen hüpfen sie durchs Outback. Kängurus haben im Verhältnis mehr Muskelmasse als alle anderen Säugetiere. Außerdem speichern sie Energie in ihren Sehnen und Bändern. So wird das Hüpfen zur äußerst effizienten Methode, sich fortzubewegen. Ab einer Geschwindigkeit von 18 km/​h verbrauchen Kängurus beim Hüpfen weniger Energie als Vierbeiner beim Laufen. Entsprechend schlecht stehen die Chancen für Angreifer wie Dingos, wenn sie die Verfolgung eines gesunden, ausgewachsenen Kängurus aufnehmen. Rusty boxt sich durch: als junges Känguru, Halbstarker, Erwachsener. Immer wieder muss er sich bei Rangeleien mit anderen gleichaltrigen Männchen beweisen. Dann ist es so weit: Er tritt den Boxkampf gegen das stärkste Männchen der Gruppe an. Wird er es schaffen, den alten Riesen zu besiegen? Dann würde ihm allein die Gunst der Weibchen gehören. Doch selbst dann wäre es längst nicht die letzte Herausforderung, die Rusty zu meistern hat. Denn Australien ist immer für eine Überraschung gut. Und Kängurus sind es erst recht! (Text: NDR)
  • 45 Min.
    Der Kaiserstuhl ist ein einzigartiges Naturparadies, Deutschlands heißeste und bunteste Naturoase. Auf dem Vulkanhügel am Oberrhein beträgt die Bodentemperatur im Sommer über 60 Grad. Vielen Tieren ist das zu heiß, nur wahre Hitzespezialisten halten diese Temperaturen aus: Bienenfresser, Gottesanbeterin, Smaragdeidechse und Wiedehopf ziehen dort ihre Jungen groß. Das besonders sonnige und warme Klima lockte in einer Warmzeit vor 8000 Jahren schillernde Tierarten vom Mittelmeer an. Als es dann wieder kälter wurde, überlebten sie wie Schiffbrüchige auf der „Wärmeinsel“ Kaiserstuhl. So wurde der alte Vulkan zu einem Zentrum der Artenvielfalt und einzigartig für die Natur Deutschlands. Im Frühling ist es echten Sonnenanbetern aber selbst hier noch nicht warm genug. Schmetterlinge heizen mit vielen Tricks ihren Körper möglichst schnell in der Sonne auf, um ins pralle Leben zu starten. Der Smaragdeidechsenmann sucht nach sechs Monaten Winterruhe dringend ein Weibchen, ein Weg mit vielen Hindernissen. Der Bienenfresser stopft seiner Erwählten nicht nur Bienen, sondern die halbe Insektenpracht des Kaiserstuhls in den Schnabel, bis sie ihn endlich erhört. Und für das Männchen der Gottesanbeterin ist die Paarung eine lebensgefährliche Mission. Doch auf dem Kaiserstuhl leben auch Tiere, die Hitze gar nicht mögen: Eine Familie Rotfüchse hat einen kühlen Bau in eine Lösswand gegraben und verlagert ihr Leben im Sommer ganz in die Nacht. Mit dem Klimawandel wird die Sommerhitze im Kaiserstuhl unerbittlich. Die Feldwespen kämpfen darum, dass ihre Larven im offenen Nest nicht gegrillt werden. Und die Zebraschnecken tun alles, damit sie am heißen Boden nicht vertrocknen. Wie leben und überleben die Tiere des Kaiserstuhls an einem so heißen Ort? (Text: NDR)
  • In dieser Ausgabe der Reihe „Expeditionen ins Tierreich“ begibt sich der berühmte Tierfilmer Heinz Sielmann nach Kanada. In den Rocky Mountains im Westen Kanadas hat die Schneeschmelze gerade begonnen, deshalb können die Frühjahrsaktivitäten der Bergschafe, Schneeziegen, Elche, Wölfe und anderer Tiere gut beobachtet werden. Beim Balz der großen Wermuthühner, auch Beifußhühner genannt, stehen die Männchen in der Prärie und betreiben eine Gesellschaftsbalz. Sie stehen auf einem Fleck und balzen und balzen und balzen. Die Weibchen wandern zwischen ihnen hin und her und suchen sich ihren Begatter selbst aus. Mit einem Kufenflugzeug begleitet das Filmteam den Zug der Karibus, die über eine Strecke von mehreren tausend Kilometern von der kanadischen Waldgrenze aus in die arktische Steppe ziehen. Mit Hilfe der Inuit dringt das Filmteam auf Hundeschlitten dann weiter in die eisige Wildnis vor. (Text: ARD alpha)
  • 45 Min.
    Einst nannte man sie die „Inseln am Rande der Welt“. Als der antike Geograf Ptolemäus die erste Landkarte der Erde erstellte, waren die Kanaren noch genau das: das Ende der alten Welt. Heute sind die sieben Kanarischen Inseln ein exotisches Paradies für zwölf Millionen Touristen, die jedes Jahr, vor allem aus Europa, hierher kommen, um Sonne, Meer und ein mildes, frühlingshaftes Klima zu genießen. Eine zweiteilige Naturdokumentation zeigt die wilde, unbekannte Seite des Archipels abseits besuchter Touristenpfade. Bis heute haben sich die Kanarischen Inseln ihre wilde Schönheit bewahrt. Jede von ihnen gleicht einem Kontinent im Kleinen. Subtropische Nebelwälder treffen auf karge Vulkanlandschaften und schneebedeckte Gipfel. Unzugängliche Schluchten münden in rauen, zerklüfteten Steilküsten und ausgedehnten Wüsten. Warum aber trägt der Archipel nahe der nordwestafrikanischen Küste den Beinamen „Inseln des Frühlings“? Wo doch auf derselben geografischen Breite kaum mehr als 100 Kilometer weiter östlich die trockene, heiße Wüste Sahara liegt? Warum gibt es gerade auf den Kanaren dichte, subtropische Urwälder und schneebedeckte Gipfel? Eine Antwort heißt „vientos alisios“. So nennen die Einheimischen die Passatwinde. Beständig wehen sie von Nordost und sind für die Inseln im Atlantik die Grundlage vielfältigen Lebens. Der Passatwind bringt Wasser, selbst im trockenen Sommer. Auf seiner langen Reise über das Meer nimmt der Alisio große Mengen an Feuchtigkeit auf. Trifft er auf die Inseln, stauen sich mächtige Wolkenbänke an steilen Bergflanken. Die in der Luft gespeicherte Feuchtigkeit kondensiert und nährt ein einmaliges Naturjuwel: subtropische Lorbeerwälder. Das Wasser fällt hier nicht als Regen, die mächtigen Lorbeerbäume „melken“ die Wolken und sorgen dafür, dass es in dicken Tropfen von ihren Blättern auf den Boden fällt. Auf den flacheren Inseln bietet sich ein anderes Bild. Hier gibt es keine hohen Berge, an denen sich die Wolken stauen und ihre feuchte Last abladen. Hier herrscht Trockenheit. In der Wüste Fuerteventuras lebt die Kragentrappe. Wenn es doch einmal regnet, präsentieren die Hähne ihre weißen Schmuckfedern am Hals und stolzieren durch die Wüste, um den Hennen zu imponieren. Auch unter Wasser sind die Kanarischen Inseln ein spektakuläres Naturparadies. Die Landschaft ist bizarr und geheimnisvoll. Seltsam aussehende Kreaturen wie Schmetterlingsrochen gleiten durch unterseeische Lavahöhlen, seltene Engelshaie lauern im schwarzen Vulkansand auf Beute. Aufgrund seiner geografischen Lage vermischen kräftige Meeresströmungen warmes Wasser der Tropen mit kaltem aus dem Nordatlantik, während aus der Tiefsee unentwegt Plankton an die Oberfläche geschwemmt wird. Das macht diese Gewässer zu einem der besten Orte auf der Welt, um Meeressäuger zu beobachten. Bis zu acht Meter und drei Tonnen schwer sind die Pilotwale. Sie brauchen täglich 50 Kilogramm Nahrung. Sie jagen meist nachts. Dabei tauchen sie bis zu 1.000 Meter tief, um an ihre bevorzugte Beute, Riesen-Kopffüßer, zu kommen. Tagsüber verbringen sie meist an der Oberfläche und widmen sich ihrem hoch entwickelten Familienleben. Sie leben in Schulen bis zu 30 Tieren und folgen einem Weibchen. Die großen Männchen, die „Machos“, verteidigen die Familie gegen Eindringlinge. Winde und Meeresströmungen haben Tiere und Pflanzen zu den abgeschiedenen Inseln gebracht. Viele sind geblieben und haben sich im Laufe der Jahrtausende spezialisiert und an ein abgeschiedenes Inselleben angepasst. Neue Arten sind entstanden, die nirgendwo sonst auf der Welt existieren. Andere kommen von weither, um nur einen Teil des Jahres auf den Inseln zu verbringen. Darunter sind die Gelbschnabel-Sturmtaucher, die aus Südamerika kommen, oder die Eleonorenfalken aus Madagaskar. Sie unternehmen jedes Jahr weite Wanderungen und ziehen gut geschützt in den schroffen Vulkanklippen ihre Jungen auf. Die Kanarischen Inseln sind eine faszinierende Welt mit einer erstaunlichen Vielfalt an Klimazonen, Landschaften und Arten. Doch sie sind vor allem ein kleiner, begrenzter Kosmos, in dem alles voneinander abhängig ist. Blieben die Passatwinde aus oder würde sich die Temperatur um nur wenige Grade verändern, würden die Wälder trockenfallen und für immer verschwinden. Was dann bliebe, wäre nur noch das, womit es vor Urzeiten begonnen hat: eine kahle Vulkanwüste. (Text: NDR)
  • 45 Min.
    Einst nannte man sie die „Inseln am Rande der Welt“. Als der antike Geograf Ptolemäus die erste Landkarte der Erde erstellte, waren die Kanaren noch genau das: das Ende der alten Welt. Heute sind die sieben Kanarischen Inseln ein exotisches Paradies für zwölf Millionen Touristen, die jedes Jahr, vor allem aus Europa, hierher kommen, um Sonne, Meer und ein mildes, frühlingshaftes Klima zu genießen. Eine zweiteilige Naturdokumentation zeigt die wilde, unbekannte Seite des Archipels abseits besuchter Touristenpfade. Bis heute haben sich die Kanarischen Inseln ihre wilde Schönheit bewahrt. Jede von ihnen gleicht einem Kontinent im Kleinen. Subtropische Nebelwälder treffen auf karge Vulkanlandschaften und schneebedeckte Gipfel. Unzugängliche Schluchten münden in rauen, zerklüfteten Steilküsten und ausgedehnten Wüsten. Die Kanarischen Inseln entstanden vor 20 Millionen Jahren, als es in den Tiefen des Atlantiks gewaltig brodelte. Vulkane brachen am Meeresboden aus, nacheinander tauchten die Inseln aus dem Meer auf. Lanzarote und Fuerteventura sind die ältesten der Kanaren. Vor zwölf Millionen Jahren entstanden Gran Canaria, La Gomera und Teneriffa. La Palma und El Hierro, ganz im Westen gelegen, sind ein bis zwei Millionen Jahre jung. Bis heute ist der Archipel nicht zur Ruhe gekommen. „Isla de fuego y agua“, Insel des Feuers und des Wassers, wird Lanzarote von den Einheimischen genannt. Vor 280 Jahren lag auf Lanzarote das Epizentrum einer Naturkatastrophe, die eine der dramatischsten Vulkanlandschaften der Erde geschaffen hat: die Feuerberge von Timanfaya. Momentan ruht der Vulkan und gibt dem Leben wieder eine Chance. Timanfaya wurde zum Nationalpark erklärt. 4.000 Meter ragt die beeindruckende Silhouette des Pico de Teide über den Meeresspiegel. Er ist der dritthöchste Inselvulkan der Welt und nicht nur die höchste Erhebung der Kanaren, sondern ganz Spaniens. Der Teide ist ein schlafender Gigant. Rund um seine Caldera hat er eine riesige, außerirdisch wirkende Landschaft geschaffen. Dichte Dampfschwaden hüllen den Krater ein, schwefelhaltige, flimmernd heiße Gase aus dem Erdinneren, die an die Oberfläche drängen. In dieser Vulkanwüste wächst eine Pflanze, deren purpurfarbene Blüten drei Meter in den Himmel ragen: die rote Tajinaste. Sie erträgt Kälte, Hitze, starke UV-Strahlung und lang anhaltende Trockenzeiten. Nur ein einziges Mal blüht sie in ihrem Leben, doch dann entfaltet sie eine große Pracht. Auch unter Wasser macht ihr vulkanischer Ursprung die Kanaren zu einem spektakulären Naturparadies. „Vier Wochen haben wir im Meer verbracht“, erinnert sich Michael Schlamberger „jedes Mal, wenn uns die Pilotwale erlaubt haben, mit ihnen zu schwimmen, war es ein atemberaubendes Erlebnis. Sie sind ständig miteinander in Kontakt und kümmern sich rührend um ihre Jungen. Dabei haben wir den ergreifendsten Moment dieser Dreharbeiten erlebt, als ein Macho ein totes Neugeborenes tagelang an der Oberfläche hielt, weil er es nicht aufgeben wollte.“ Im Laufe von zwei Jahren sind mehr als 100 Stunden Bildmaterial entstanden. Einer der Höhepunkte war ein Wintereinbruch am Teide. Im März 2016 erreichte eine mächtige Schlechtwetterfront Teneriffa. „Auf diesen Moment haben wir lange gewartet“, erzählt der Regisseur, „als es so weit war, traf uns der Wintereinbruch mit voller Wucht. Bis zu zwei Meter tief steckten wir im Schnee. Unser Geländefahrzeug versank, und wir konnten uns nur noch mit Mühe zu Fuß vorwärts kämpfen, um diesen einmaligen Moment zu filmen.“. (Text: NDR)
  • Afrika war lange Zeit der Kontinent mit den größten unerforschten Regionen der Erde. Das ist Vergangenheit, glauben viele Menschen. Doch noch heute gibt es Gebiete, die bisher nur wenigen bekannt sind und in denen noch nie gefilmt wurde. Im Herzen Kenias liegt eine solche geheimnisvolle Welt. Es ist der Krater des Mount Suswa im Rift Valley. Nicht nur der Weg zu diesem Krater ist abenteuerlich. Um die dicht bewaldete innere Caldera zu erreichen, müssen sich die Filmer knapp 100 Meter abseilen. Ihr Camp schlagen sie über heißen Dampfquellen auf, da ist die Sauna im Zelt gleich inklusive. Auf ihrer Suche nach den letzten Leoparden kämpfen sie sich durch den Busch. Die Spur einer der Raubkatzen direkt am Camp lässt hoffen, aber wird das Team sie auch vor die Kamera bekommen? Im Umland des Vulkans entdeckt das Team ein gewaltiges Höhlensystem. Am Rande einer dieser Lavaröhren versammeln sich am Morgen große Gruppen von Pavianen. Im Inneren liegt eine unerforschte Welt mit Kalkformationen und unterirdischen Gärten. Zudem gibt es eine der weltweit größten Kolonien von Großohrfledermäusen, die sich tagsüber in einem Labyrinth aus Gängen verbergen. Oliver Goetzl und Ivo Nörenberg erkunden die unterirdische Welt zum allerersten Mal mit Thermo- und Helikopterkameras. Die Hamburger Tierfilmer Oliver Goetzl und Ivo Nörenberg, Preisträger des Wildscreen Animal Behavior Awards, haben sich der Herausforderung dieses extremen Drehorts gestellt. Mit jedem Schritt betritt das Team Neuland. Ihr Film wird all das zum ersten Mal präsentieren und Geschichten zeigen, die noch nie erzählt wurden. Eine geheimnisvolle bisher kaum erforschte Region der Erde im Herzen Afrikas. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere ungesendet
  • 45 Min.
    Goldgelbe Ähren, leuchtende Mohnblumen und Lerchengesang: Niedersachsens Felder und Wiesen liefern mehr als Heu und Getreide, sie sind Heimat seltener Tiere. Feldhamster bewohnen das „Untergeschoss“ naturbelassener Feldränder. Die Nager sind in anderen Regionen Deutschlands längst ausgestorben, doch im südlichen Niedersachsen finden sie immer noch Schutz und Nahrung. Viel leichter als Hamster sind andere Bewohner des Ackerlands zu entdecken: Fasane stolzieren laut rufend über den Acker, Feldhasen hoppeln schon im Januar über die schneebedeckten Felder. Wenn die Männchen sich wahre Boxkämpfe um die Weibchen liefern, fliegt so manches Fellbüschel. Doch wie den Hamstern macht auch den Hasen die moderne Landwirtschaft zu schaffen. Immer gründlicher ernten und pflügen die Bauern ihre Felder, und immer weniger Körner fallen bei der Ernte für die kleinen Feldbewohner ab. Erst im späten Frühjahr, wenn die Sonne den Erdboden durchwärmt hat, erwacht der Feldhamster aus dem Winterschlaf. Monatelang hat der Einzelgänger von den Vorräten in seinem Bau gelebt, jetzt gibt es auch draußen wieder frisches Grünzeug. Immer auf der Hut vor Raubtieren, stopft er sich das Futter in die Wangentaschen, bis zu 50 Gramm passen in jede seiner „Hamsterbacken“. Nur fünf Tage nach der Geburt beginnen die Hamsterjungen schon Grünfutter zu fressen, das die Mutter ihnen in den Bau schleppt. Nach gut drei Wochen sind die Jungen schon selbstständig und verlassen den Bau, um woanders ein eigenes Territorium zu erobern. Wenn die Felder grün werden, finden auch die Hasen wieder reichlich zu fressen. Am Feldrand im Gras verborgen sind die Hasenjungen zur Welt gekommen. Regungslos hocken die Winzlinge tagsüber in ihrem Versteck. In der Nacht kommt die Mutter, um ihren Nachwuchs zu säugen. So kann kaum ein Räuber die Jungtiere entdecken. Wildtierbiologen spüren die Jungtiere mit Infrarotlicht auf, um ihnen einen kleinen Funksender anzuheften. Auf diese Weise wollen die Forscher herausfinden, wie sie die Feldhasen auch in Niedersachsen zukünftig besser schützen können. Die Naturdokumentation von Günter Goldmann gewährt in diesem Porträt der Feld- und Wiesenbewohner im Göttinger Land über das Jahr außergewöhnliche Einblicke in das versteckte Leben mutiger Hamster und flinker Hasen. (Text: NDR)
  • 45 Min.
    Die immer seltener werdenden Feldhamster führen ein Leben im Verborgenen. Sie sind vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Ein Hamsterjahr ist kurz und voller Gefahren. Sechs Monate haben Hamster Zeit, um einen Partner zu finden, den Nachwuchs aufzuziehen und Wintervorrat zu sammeln. Exemplarisch wird die Geschichte eines Feldhamsterweibchens in einer der letzten deutschen Hamsterregionen in Thüringen erzählt. Hier gibt es sogar eine seltene melanistische Hamsterpopulation mit schwarzem Fell. Die Kamera beobachtet immer aus nächster Nähe das Leben der Hamster-Dame zwischen den Halmen auf dem Feld und im Bau unter der Erde. Bei der Paarung, der Geburt und beim Körner sammeln. Die ersten Jungen werden schon wenige Wochen nach dem Erwachen der Mutter aus dem Winterschlaf geboren. Anfangs nackt, blind und völlig abhängig, müssen sie binnen kürzester Zeit selbstständig werden und sich einen eigenen Bau graben. Doch zahlreiche natürliche Feinde wie Fuchs, Eule, Kornweihe, Störche und Reiher machen das Kornfeld unsicher. Sieben von zehn Hamstern überleben die ersten Wochen nicht. Schon im Mittelalter wurden Feldhamster als Körnerdiebe verfolgt und noch bis Ende der 1980er-Jahre bejagt. Heutzutage sind die Tiere als „Bau-Stopper“ in Verruf. Dabei stehen sie selbst durch die Folgen industrieller Landwirtschaft massiv unter Druck. Monokulturen, Pestizideinsatz und frühere Erntezeiten machen ihnen zu schaffen. Und die Versiegelung von täglich 60 Hektar Ackerfläche bedroht ihre letzten Lebensräume. Der Film von Uwe Müller erzählt packend, „pelznah“ und humorvoll vom harten Landleben der Feldhamster in Deutschland. (Text: NDR)
  • 45 Min.
    Die Bergwelten des Großen und Kleinen Kaukasus markieren die Grenze zwischen Europa und Asien. Nach seiner preisgekrönten Dokumentation über den Großen Kaukasus legt das Team um Filmemacher Henry M. Mix nun einen zweiten Naturfilm über diese eindrucksvolle Region vor, der die Arten- und Landschaftsvielfalt des Kleinen Kaukasus porträtiert. Der Kaukasus zieht sich über die Landbrücke zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer durch Armenien, Georgien und Aserbaidschan. Wie ein gewaltiger Keil schiebt sich hier die Arabische Halbinsel unter Eurasien. In der entstehenden Verwerfung falten sich die beiden kaukasischen Gebirgsmassive auf. Der Große und der Kleine Kaukasus – zwei Bergwelten, getrennt nur durch eine tiefe, wüstenhafte Senke. Abgeschirmt von dem mächtigen, mehr als 4000 Meter hohen Hauptkamm des Großen Kaukasus, konnte sich im niedrigeren Kleinen Kaukasus eine wärmeliebende Tier- und Pflanzenwelt entwickeln. Die zwischen den Bergzügen liegenden Steppen und Halbwüsten sind Lebensraum vieler südlicher Arten. Kropfgazellen weiden in Salzsteppen am Kaspischen Meer, umgeben vom endlosen Auf und Ab alter Erdöl-Pumpen. Blauwangenspinte lassen sich ebenso wenig vom täglichen Viehauftrieb stören wie die Kaiseradler in den Auwäldern und Röhrichten am Fluss Kura. Drei Geierarten brüten in den Canyons der Transkaukasischen Senke. Wenig scheue Schilfkatzen holen sich an Fischteichen ihren Anteil an der jährlichen „Ernte“. Während es im Großen Kaukasus noch menschenleere Wildnis gibt, ist sein kleiner Antipode uraltes Siedlungsgebiet. Armenier, Türken, Kurden, Perser, Georgier und Aserbaidschaner machten den Kleinen Kaukasus zu einem ethnischen Schmelztiegel. Faszinierend ist der ständige Wechsel von Natur- und Kulturlandschaften. Auf ein paar Hundert Kilometern geht es durch ein Mosaik aus Gebirgen, Wäldern, Salzsteppen, Meeresküsten, Flusstälern oder Seen. Die wildwachsenden Vorfahren vieler Kulturpflanzen stammen aus der artenreichen Bergwelt zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer. In der Tierwelt sind etwa die Bezoarziegen, die wilde Stammform aller Hausziegen, die im armenischen Hochland ihr Refugium haben. Mit stimmungsvollen Landschaftsbildern, beeindruckenden Flugaufnahmen und Beobachtungen von interessantem Tierverhalten fesselt der zweite Teil aus der Reihe über die Bergwelten des Kaukasus seine Zuschauer. (Text: NDR)
  • 45 Min.
    In den Bergen Skandinaviens verwandeln Eis und Schnee die Landschaft in eine lebensfeindliche Ödnis. Und das monatelang. Dennoch taucht alle paar Jahre hier ein kleines Tier auf und wird zum Star der sozialen Medien. Der Berglemming ist wohl das berühmteste und zugleich das rätselhafteste Tier Skandinaviens. Eine wilde Kreatur, um die sich jede Menge Mythen ranken. Wie schaffen es die kleinen Nager, dieser Kälte zu trotzen? Sie leben in einer Parallelwelt unter der Schneedecke. Normalerweise sind sie Einzelgänger, doch der Winter zwingt sie, zusammenzurücken. Diese Zeit wissen sie zu nutzen und vermehren sich kräftig. Irgendwann wagen einige Männchen den Ausbruch: Sie buddeln sich aus dem Schnee, wandern ein Stück und schlüpfen irgendwo wieder unter, um sich mit einem fremden Weibchen zu paaren. Wenn im Frühling dann der Schnee taut, fällt die Welt der Berglemminge buchstäblich in sich zusammen. Ihres schützenden Daches beraubt, müssen sie sich neue Unterschlüpfe suchen und dabei auch noch mit dem vielen Schmelzwasser klarkommen. Viele stürzen sich deshalb todesmutig ins Wasser. Aber nicht um Selbstmord zu begehen, wie der Mythos glauben lassen will, sondern um das nächste Ufer zu erreichen und dort vielleicht einen neuen Lebensraum. Bald schon sind alle Unterschlüpfe besetzt, und die Berglemminge vermehren sich fleißig weiter. Da die Tiere bereits im Alter von einem Monat geschlechtsreif werden, kann es ein Weibchen nach einem Jahr auf über 1.000 Nachkommen bringen. Theoretisch. Denn natürlich überleben längst nicht alle: Raubmöwen, Polarfuchs und neuerdings, bedingt durch den Klimawandel, auch der Rotfuchs, stellen ihnen nach. Sie alle hängen von dem kleinen Nager ab. Bleibt er aus, wandern sie wieder ab oder bringen ihre Jungen nicht durch. Schließlich vermehren sich die Berglemminge so stark, dass sie wieder auf Wanderschaft gehen müssen: Richtung Süden unterhalb der Baumgrenze, weil es dort mehr zu fressen gibt. Dort sind sie allerdings nicht willkommen: Der Waldlemming, eine verwandte Art, hält das Terrain besetzt. Ein Überlebenskampf beginnt! Entkräftet und fern der vertrauten Umgebung gehen die meisten der Berglemminge zugrunde. Ihre im Wasser treibenden Körper nähren den Mythos vom Massenselbstmord der Lemminge aufs Neue. Dann wird es still um die bunt gescheckten Nager, manchmal jahrelang. Ob der Klimawandel bereits eine Rolle dabei spielt, dass die Jahre mit der Berglemming-Population immer seltener werden, ist noch unklar. Sicher ist nur, dass er die Welt des Berglemmings verändern wird und damit auch die von all den Tieren, die vom Berglemming abhängig sind. Zoltan Török begleitet den Berglemming durch ein ganzes Jahr und bleibt ihm dabei mit der Kamera immer dicht auf den Fersen. Eingebettet in die grandiose skandinavische Bergwelt, zeigt dieser Naturfilm alles über Dichtung und Wahrheit rund um den kleinen Giganten des Nordens. (Text: NDR)
  • 45 Min.
    Der Große Panda mit seinem auffälligen schwarz-weißen Fell ist weltberühmt. Nur wenige Menschen hingegen kennen seinen Vetter: den Kleinen oder Roten Panda. Er zählt sicher zu den schönsten Tieren der Welt. In manchen Regionen Nepals heißen sie „Bambusfresser“, „Ponja“, daraus wurde Panda. Sie bilden sogar eine eigene Familie im Tierreich. Verborgen in den dichten Rhododendrenwäldern und Bambusdschungeln des Himalajas führt der Kleine Panda ein äußerst verstecktes Leben, das bisher nur selten gefilmt werden konnte. Der Film folgt einem Weibchen, das gut geschützt in einer Baumhöhle sein Junges zur Welt gebracht hat. Als Nesthocker entwickeln sich Rote Pandababys sehr langsam. Erst nach vier Wochen beginnt das Kleine in der Höhle herumzukrabbeln. Wenn auch noch etwas tapsig. Es ist das erste intime Porträt, das es über die Kleinen Pandas gibt. Mit der jungen Mutter und ihrem Jungen erlebt das Filmteam die farbenprächtige Tier- und Pflanzenwelt zwischen Nepal, Bhutan und Sikkim. Hier turnen Hanuman-Languren durch Magnolienbäume, balzen Fasane, deren Gefieder in allen Farben des Regenbogens schillern, geht das kleinste Landsäugetier der Welt, die Etrusker-Spitzmaus, auf die Jagd und Takine erklettern mühelos Steilwände. Die seltsamen Huftiere mit Knollennase haben sogar eine eingebaute „Bremse“ am Huf. Inmitten dieses mystischen Bergreiches mit seinen ungewöhnlichen Bewohnern ist das Filmteam hautnah dabei, als die Panda-Mutter zum ersten Mal ihr Junges aus der Höhle in die Wälder des Himalajas führt. Eine Welt im Schatten von 8.000 Meter hohen Gipfeln, artenreich und voller Leben. Eine Welt, die es zu schützen gilt. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 09.01.2019 NDR
  • 45 Min.
    Die Feigenbäume im Várzea-Auwald haben viele Luftwurzeln. Wenn der Wald in der Regenzeit bis zu vier Meter unter Wasser steht, sichern sie der Feige das Überleben.
    Im Reich des Amazonas steht dichter Regenwald, während der Orinoco und seine Nebenflüsse durch weites Grasland, die Llanos fließen. Am Nebenfluss Rio Caquetá lebt das Volk der Muinane fern jeder Zivilisation. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 23.03.2022 NDR
  • 45 Min.
    Atemraubend: die Felsküste des Utira-Nationalparks an der Pazifikküste Kolumbiens.
    Der Aufstieg von der Küste in die Gipfelregion der Anden gleicht einer Reise zu einem fremden Planeten. Aus der zentralen Kordillere ragen 5.000 Meter hohe Vulkane, die Los Nevados, die Schneeberge. Doch je weiter man absteigt, desto mehr wird die Zerstörung deutlich. Brandrodung ist hier Alltag. Eine Tragödie im Paradies, die zeigt, welche unermesslichen Naturschätze in Kolumbien auf dem Spiel stehen. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 23.03.2022 NDR
  • 45 Min.
    Der Osten Kolumbiens wird von zwei gigantischen Flüssen beherrscht: dem Orinoco und dem Amazonas. Im Reich des Amazonas steht dichter Regenwald, während der Orinoco und seine Nebenflüsse durch weites Grasland, die Llanos fließen. Die Feuchtsavannen am Orinoco erstrecken sich allein in Kolumbien über 380.000 Quadratkilometer. Das Grasland ist eine der größten Weideflächen der Erde, aber dennoch Wildnis. Millionen Rinder leben hier in Nachbarschaft mit Raubkatzen und Kaimanen. Rund um die fischreichen Gewässer versammeln sich besonders in der Trockenzeit unzählige Vogelarten und Säugetiere, wie Ameisenbären, Wasserschweine und Weißwedelhirsche. Und das, obwohl an den schrumpfenden Wasserstellen Kaimane, Krokodile, Jaguare und Riesenschlagen lauern. Im Einzugsgebiet des Amazonas breitet sich in Kolumbien eine der spektakulärsten Wasserlandschaften der Erde aus – der Várzea-Auwald. Ein Regenwald, der über viele Monate immer wieder überflutet wird und bis zu den Baumkronen unter Wasser steht. Die tierischen Stars dieser Region sind Zwergseidenäffchen, eine der kleinsten Affenarten der Welt, Faultiere und ein ganz besonderer Vogel, der Fadenpipra. Kaum ein anderer Vogel tanzt wie er. Am Nebenfluss Rio Caquetá lebt das Volk der Muinane fern jeder Zivilisation. Es pflegt seine uralte Kultur. Die Cocapflanze spielt darin eine wichtige Rolle. Für die Muinane ist Coca Heilpflanze und ein Teil der Natur, von der und in der sie leben und die ihnen alles schenkt: Früchte, Fisch, Fleisch, Medizin. Hier, in der Nachbarschaft großer Schutzgebiete, haben Goldwäscher und Holzfäller ihr Werk noch nicht begonnen. Wohl auch, weil ihnen mächtige Stromschnellen den Wasserweg versperren. Die Indigenen schützen die Natur, zusammen mit staatlichen Naturschützern und mit der Unterstützung der ZGF, der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt. (Text: NDR)
  • 45 Min.
    In Kolumbien liegen zwei Regionen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, dicht beieinander: Pazifik und Anden-Hochgebirge. Die wild zerklüftete Küste ist jeden Sommer Ziel der Buckelwale. Die 3000 Kilometer weite Wanderung aus der Antarktis nehmen die riesigen Tiere auf sich, um im Schutz ruhiger und warmer Buchten und Fjorde ihre Kälber zur Welt zu bringen. In den Mangrovenwäldern flüchten Krebse auf die Bäume, sobald die Flut kommt. Fallen sie ins Wasser, stürzen sich Kugelfische auf sie. 500 Kilometer entfernt liegt vor der Küste die kleine Felsinsel Malpelo. Sie umgibt eines der größten und spektakulärsten Meeresschutzgebiete der Welt. Die Armee wacht über das UNESCO-Weltnaturerbe. Der Schutz funktioniert: Unter Wasser trifft man auf Millionen Schwarmfische, Adlerrochen, Riesenzackenbarsche, den Walhai und große Schulen von Hammer- und Seidenhaien. Der Aufstieg von der Küste in die Gipfelregion der Anden gleicht einer Reise zu einem fremden Planeten. Aus der Zentralkordillere ragen 5000 Meter hohe Vulkane, die Los Nevados, die Schneeberge. So hoch fliegt nur der Kondor, einer der größten Vögel der Welt. Der aktivste und gefährlichste Vulkan ist der Nevado del Ruiz. Er ist von einem Gletscher bedeckt und zugleich von einer zauberhaften alpinen Steppe umgeben, dem Páramo-Hochland. Hier stehen Wälder aus Riesenblumen, die man Schopfbäume nennt. Die verschiedenen Höhenlagen der Anden sind die Heimat des Brillenbären und vieler Arten von Kolibris. Doch je weiter man absteigt, desto mehr wird die Zerstörung deutlich. Der Regenwald am östlichen Fuße der Anden schwindet in erschreckender Weise. Die seltene Harpyie, einer der größten Greifvögel der Erde, brütet nur noch auf Waldinseln zwischen Rinderweiden. Brandrodung ist hier Alltag. Eine Tragödie im Paradies, die zeigt, welche unermesslichen Naturschätze in Kolumbien auf dem Spiel stehen. (Text: NDR)
  • 45 Min.
    Schneebedeckte Gipfel, malerische Sandstrände: Korsika ist landschaftlich eine Insel der Gegensätze und bietet zudem eine überraschende Tier- und Pflanzenvielfalt. Bis heute sind nicht weniger als 146 endemische Pflanzen und rund ein Dutzend endemische Tierarten gezählt worden, also Arten, die es ausschließlich auf Korsika gibt und nirgendwo sonst auf der Erde. Die Filmemacher Heike Grebe und Michael Riegler porträtieren die unterschiedlichen Lebensräume der Mittelmeerinsel, die hohe Anforderungen an die Tiere, die dort leben, stellen. Hier fliegen Schweine, Mufflons liefern sich spektakuläre Massenkämpfe. Korsika ist die Heimat des Korsischen Hirschen und bedrohter Schildkröten. Fliegende Schweine? Korsikas Tierwelt ist tatsächlich sehr speziell. Auf den ersten Blick erscheint Korsika als eine sanfte Mittelmeerinsel mit malerischen Sandstränden. Doch gleich dahinter erheben sich mächtige Felswände. Auf dem „Gebirge im Meer“ sind Wetterextreme keine Seltenheit: extreme Trockenheit, heftige Regenfälle, Brände oder plötzliche Wintereinbrüche bestimmen den Rhythmus, von den mächtigen Gebirgen mit den charakteristischen Laricio-Schwarzkiefern durch die dicht bewaldeten Täler bis hin zu Pflanzenformationen wie der von immergrünen Macchia bedeckten Klippen und subtropischen Stränden. Die Filmemacher Heike Grebe und Michael Riegler sind dabei immer wieder auf die vielfältige Tierwelt Korsikas gestoßen: vom Mufflon, dem Wappentier der Insel, bis zum Korsischen Hirschen, dem endemischen Feuersalamander und den bedrohten Hermann-Schildkröten. Sehr schnell zeigte sich auch, dass die unterschiedlichen Höhenlagen und ihre Wetterextreme ganz verschiedenartige Anforderungen an die Tiere und Pflanzen stellen, die hier ihren Lebensraum haben. Vor rund 20 Millionen Jahren wurde Korsika vom europäischen Festland abgetrennt. Seitdem ist die Mittelmeerinsel eine Schatztruhe außergewöhnlicher Arten geworden. Und obwohl Korsika ein populäres Urlaubsziel ist, sind die seltenen und ungewöhnlichen tierischen Bewohner weitgehend unbekannt. Die Dokumentation rückt sie und ihren Lebensraum ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Sie offenbaren erstaunliche Verhaltensweisen von Tieren, das es nur hier zu bewundern gibt, sowie von Tieren, die in Europa sehr selten geworden sind. (Text: NDR)
  • 45 Min.
    Malerische Buchten, fangfrischer Fisch direkt am Hafen in einer der vielen Ortschaften, in denen Geschichte bis heute lebendig ist. Hunderte von Inseln gibt es in tiefblauem Wasser. Kroatien: Das ist die Adria schlechthin. Dalmatien, der Süden, ist ein schmaler, von steilen Bergen und dem Mittelmeer begrenzter Küstenstreifen, der sich über 400 Kilometer zwischen Zadar, Split und dem UNESCO-Weltkulturerbe Dubrovnik erstreckt. An den schroffen Berghängen entstehen die stärksten Fallwinde Europas, die Bora, gefürchtet bei Einheimischen und zahllosen Seglern. Nur wenige Kilometer hinter der tiefblauen Adria erheben sich Berge, fast 2.000 Meter hoch. Karstlandschaften von bizarrer Schönheit „verschlucken“ das Wasser. Im Frühjahr steht der Karst in voller Blüte. Schwerfällige Rosenkäfer fliegen von Blume zu Blume. Rote Mohnfelder wechseln sich mit Feldern von Christrosen in Lila ab. Die Adriatische Mauereidechse und die Leopardnatter, Europas schönste Schlange, gehen hier auf die Jagd. Höhlen durchziehen das poröse Karstgestein. Sie sind die Heimat des skurrilen Grottenolms. Auf dieses Tier fällt nie das Sonnenlicht. Wo Quellen und Bäche nicht im Karst versickern, bilden sich mancherorts Wasserfälle. Sie sind so überwältigend und schön, dass sie zum UNESCO-Weltnaturerbe bestimmt wurden. Die Plitvicer Seen sind das „Juwel des Karstes“: Die 16 türkisfarbenen Seen, zwischen denen 130 Höhenmeter liegen, sind durch die Wasserfälle miteinander verbunden. Auf von Kalk überzogenen Moosen leben seltene Salamander, dazwischen gleiten wie in einem Aquarium Fische dahin. Die üppigen Wälder Kroatiens sind die Heimat von Braunbären, Luchsen und Rotwild und bilden den Übergang zu den Ebenen des Ostens, den Flussniederungen an Save, Drau und Donau. Diese einmaligen Auenlandschaften ertrinken Jahr für Jahr im Wasser. See- und Kaiseradler, Löffler, Purpur- und Graureiher sind dort zu Hause. Und in urigen Dörfern mit 200-jährigen Holzhäusern wohnen mehr Störche als Menschen. Die Naturfilmer zeichnen ein stimmungsvolles wie einfühlsames Porträt Kroatiens. Auch wenn es eines der kleinsten Länder Europas ist, ist es geprägt von großen landschaftlichen Gegensätzen und besonderen Menschen und Tieren. (Text: NDR)
  • 45 Min.
    Glitzerndes Licht auf türkisblauem Wasser, sonnenverwöhnte Olivenhaine und historische Küstenorte – für Touristen ist Kroatien ein mediterraner Sehnsuchtsort. Aber die Region ist viel mehr. Der Film über Kroatiens wilde Küste öffnet den Blick in ein kaum bekanntes Naturparadies entlang von mehr als 6000 Kilometern Küstenlinie und über 1000 Inseln, eine Landschaft zwischen Felsen, Meer und Gebirge, geprägt von enormer biologischer Vielfalt. Im Zentrum des Naturfilms steht eine der letzten Kolonien von Gänsegeiern, die an senkrechten Klippen direkt über dem Meer brüten. Rund 100 Paare trotzen dort manchmal orkanartigen Winden. Den Filmemachern Christine Sonvilla und Marc Graf gelang es, die majestätischen Tiere über Wochen aus versteckten Kamera-Standorten zu beobachten – ein logistisches Mammutprojekt, das zu einzigartigen Aufnahmen führte. Im Landesinneren offenbart Kroatien weitere Überraschungen: Braunbären und Luchse streifen wieder durch das mächtige Velebit-Gebirge. Und auf der Insel Hvar bilden 2400 Jahre alte griechische Felder eine Kulturlandschaft, die sich bis heute behauptet. Der Film widmet sich auch unscheinbaren Helden: etwa dem Amphibischen Schleimfisch, ein Grenzgänger zwischen Wasser und Land. Oder den Zikaden, deren ohrenbetäubender Gesang die Sommermonate prägt – und die doch kaum jemand je zu Gesicht bekommt. Die Dokumentation führt in die geheimnisvollen Unterwasserlandschaften der Adria. Hier haben sich tropisch anmutende Lebensgemeinschaften entwickelt, darunter auch invasive Arten wie der giftige Feuerwurm oder der aggressive Rotfeuerfisch. Sie fühlen sich wohl bei steigenden Wassertemperaturen in diesem Meeresarm. Dieser Film über die wilde Küste Kroatiens ist eine Liebeserklärung an ein weniger bekanntes Stück Europa, das sich im Rhythmus von Wind, Wellen und Sonnenlicht ständig wandelt. In atemberaubenden Bildern erzählen Christine Sonvilla und Marc Graf von einer Küste, die mehr ist als ein Ferienziel. (Text: NDR)
  • 45 Min.
    Der Demeterhof Panten züchtet alte robuste Getreidesorten. Weitere Fotos auf Anfrage.
    Die Lauenburgischen Seen sind mit über 470 km² der drittgrößte Naturpark Schleswig-Holsteins. Zwischen Lübeck und Lauenburg an der Elbe gelegen, bildet es mit seinen ausgedehnten Waldgebieten, den 40 Seen und der Nähe zum mecklenburgischen Biosphärenreservat Schaalsee, das größte Schutzgebiet entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Dank seines Biotop- und Artenreichtums gehört es zu den 100 wichtigsten Nationalen Naturlandschaften Deutschlands. 25 Jahre nach der Wende, hat die Natur die Wunde geheilt und auch die Narben verblassen allmählich. Die Teilung Deutschlands, mit ihren Sperrzonen an der Grenze, hat sich positiv auf die Natur ausgewirkt. Durch ökologische Bewirtschaftung von Land, Feld und Wasser siedeln sich hier nun auch wieder verschollene Tiere an und Lauenburgische Seenlandschaft ist zum Mittelpunkt für bedrohte Arten geworden. Die Tierfilmer Christoph und Almut Hauschild zeigen auf eindrucksvolle Weise den Naturreichtum der Lauenburgischen Seenlandschaft. Nach über einem Jahr Dreharbeiten, berichten sie über spannende Geschichten von jagenden Seeadlern, großen Hirschrudeln und ungewöhnlichen Grenzgängern. Wir zeigen wie empfindlich dieses Refugium ist und erleben traurige Momente in denen der Seeadler, der König der Lüfte; mit einer Bleivergiftung in einer Klinik ums Überleben kämpft. Wir sind hautnah dabei wenn ein Kranich Geburtshilfe leistet, wie südamerikanische Nandus eine Landschaft erobern und sich die Hähne erbitterte Kämpfe liefern, um die Weibchen zu erobern. Nach 130 Jahren kommt der erste Fischadler wieder nach Schleswig-Holstein und wählt hierfür die Lauenburgische Seenlandschaft. Neben den spannenden Tiergeschichten erklärt der Film die Zusammenhänge zwischen einer behutsamen Nutzung und der Artenvielfalt. Umrahmt wird all dies durch ruhige Momente fantastischer Luftaufnahmen die verdeutlichen, wie abwechslungsreich die Lauenburgischen Seen sind. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 14.02.2018 NDR

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