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Madagaskar – Im Reich der kleinen Drachen
Madagaskar: eine Insel, ein Mythos. Nirgendwo sonst leben so viele skurrile Tiere wie dort, vom struppigen Fingertier über den leuchtend roten Giraffenhalskäfer bis zum vermutlich kleinsten Chamäleon der Erde, das gerade einmal die Größe einer Ameise erreicht. Seit Jahrmillionen liegt die Insel im Indischen Ozean isoliert, sodass sich dort abseits der Kontinente eine eigene und oft eigenartige Tier- und Pflanzenwelt entwickeln konnte. Die zweiteilige BBC-Naturdokumentation „Madagaskar“ erzählt mit spektakulären und seltenen Filmaufnahmen die Geschichte dieser „Naturwunderwelt“.In der zweiten Folge „Im Reich der kleinen Drachen“ geht es um die Überlebensstrategien der Tiere, die in den extrem trockenen Regionen Madagaskars, in Dornenwäldern und Savannen zu Hause sind. Einfallsreich begegnen die Kreaturen den lebensfeindlichen Bedingungen der Insel. Madagaskar ist eine Insel der Extreme: Während dichte, äußerst nasse Regenwälder den Osten prägen, ähneln der Westen und Süden eher einer Wüste. Sengende Hitze und meist monatelang kein Regen. Wie können Tiere und Pflanzen hier überhaupt leben? Flamingos brüten an einem riesigen Salzsee im Süden der Insel. Sie fliegen über 400 Kilometer weit aus Afrika auf die Insel, um hier zu brüten. Flamingos gehören zu den wenigen Wirbeltieren, die unter solchen Bedingungen überleben können, sie können das extrem salzige Wasser sogar trinken. Doch Lemuren haben selbst diese Region für sich erobert: Kattas sind Überlebenskünstler, Trinkwasser finden sie in Höhlen, die aus unterirdischen Flusssystemen gespeist werden. Sogar Fische leben in den Gewässern unter Tage. Sie sind farblos und haben keine Augen mehr, wozu auch, in ihrer dunklen Welt? Doch warum sie mit dem Bauch anstatt mit dem Rücken nach oben schwimmen, ist bis heute selbst Wissenschaftlern ein Rätsel. Zu den bizarrsten Tieren Madagaskars gehören die Chamäleons. Ihre Vielfalt auf der Insel ist riesig, von laubfarbenen Miniexemplaren bis zum Riesenchamäleon. Im Süden der Insel lebt eine besonders merkwürdige Art. Sie verbringt die meiste Zeit ihres Lebens im Ei, acht bis neun Monate. Nach dem Schlüpfen wachsen die kleinen Chamäleons dann rasant heran. Sobald sie erwachsen sind, kommt es zu erbitterten Kämpfen der Männchen um die Weibchen. Kurz nach der Paarung und Eiablage sterben die Tiere, nur wenige Monate nach ihrer Geburt. Kein anderes Wirbeltier hat einen so kurzen Lebenszyklus wie dieses Chamäleon, aber ihre Strategie macht Sinn: Nur ihre Eier müssen die Trockenperiode überstehen, die geschlüpften Tiere würden diese Zeit ohne Wasser kaum überleben. Von cleveren Lemuren über igelartige Tenreks bis zu Spinnen, die in Schneckenhäusern wohnen: Die bizarre und vielfältige Tierwelt der Insel ist weltweit einzigartig. Madagaskar, eine nahezu magische Insel. (Text: NDR) Märchenhaftes Tschechien
45 Min.Uralte Buchenwälder, Labyrinthe aus Sandsteinfelsen voller Höhlen und Schluchten, dazwischen Burgen, die von einer bewegten Vergangenheit erzählen. Kein Wunder, dass Tschechien dadurch zum „Land der Märchen“ wurde. Der Rabe, ein Tier, das in vielen Märchen vorkommt, ist von besonderer Bedeutung. Er unterscheidet Freund und Feind und passt sich gewitzt der Menschenwelt an. Tatsächlich sind Raben überaus schlaue Singvögel, die nur krächzen, aber die menschliche Stimme nachahmen können. Der verwunschene Wald aus den Märchen ist in Tschechien noch fast wie im Mittelalter erhalten.Zwischen Baumriesen tummeln sich Siebenschläfer, Habichtskäuze, Füchse, Wölfe und Bären. Archaisch wirkt auch das Elbsandsteingebirge der Böhmischen Schweiz. In der Ferne ragen Vulkankegel auf, davor liegen wuchtige Tafelberge und schroffe Felsnadeln. Sie sind seit jeher ein wichtiger Brutort für Vögel. Doch der menschengemachte Klimawandel hat auch Tschechien erreicht. So ist der Wald rund um das Elbsandsteingebirge vielerorts verdorrt. Die Bäume können die mächtigen Horste von Schwarzstörchen nicht mehr tragen, darunter streiten sich Sperlingskäuze, Wiedehopfe, Wendehälse, Stare und Meisen um die letzten Bruthöhlen. Oft genügt schon ein kleiner Funke und weite Teile der Wälder stehen in Flammen. Der Brand im Nationalpark Böhmische Schweiz im Sommer 2022 war dramatisch. Wochenlang kämpften praktisch alle Feuerwehren des Landes gegen das verheerende Feuer. Der Film zeigt in intensiven Bildern die märchenhaften Seiten Tschechiens und die rasche Veränderung der Natur dort. (Text: NDR) Magie der Fjorde
45 Min.Die Aurora borealis taucht selbst Flüsse und Bäche in ein magisches Licht.Bild: NDR/nautilusfilmNorwegens Fjorde gehören zu den spektakulärsten Landschaftsformen, die Europas Natur zu bieten hat. Bis zu 200 Kilometer ziehen sie sich von der Atlantikküste ins Land hinein, manche sind über 1.000 Meter tief. Sie sind Relikte der Eiszeit, als gewaltige Gletscher Täler ausgefräst und selbst härtestes Gestein zermalmt haben. Obwohl das Wasser in den Fjorden kalt und dunkel ist und kaum ein Lichtstrahl in die Abgründe fällt, ist das Leben darin erstaunlich bunt und üppig. Im Reich der Finsternis wachsen Korallenriffe, in der Strömung wiegen sich fluoreszierende Seefedern und seltsam leuchtende Meeresschnecken.Im Winter treiben Orcas riesige Heringsschwärme tief in die Meeresarme hinein. Was von ihrer Mahlzeit übrig bleibt, ernten Vögel, Fische und Seesterne. Im Sommer wandern Lachse die Flüsse der Fjorde hinauf, um oberhalb der Wasserfälle und Stromschnellen, fernab der Feinde im Meer, zu laichen. Bis zu fünf Jahre werden die Junglachse in geschützten Buchten ausharren, bevor sie zurück ins Salzwasser der Fjorde wandern. Wie aber kommt es, dass unter den extremen Bedingungen im und am Fjord ein derart großer Reichtum herrscht? Was ist das Geheimnis der Fjorde? Der Film taucht ein in die unergründlich scheinenden Tiefen der Fjorde Norwegens und zeigt die Vielfalt des Lebens im und am Wasser der sogenannten „ertrunkenen Täler“. Mit aufwendigen Zeitlupen und Zeitraffern, Nachtaufnahmen und teils noch nie gesehenem Tierverhalten zeichnet Naturfilmer Jan Haft ein spannendes wie informatives Porträt er Fjorde, bei Mitternachtssonne und Mondschein, bei Eis und Schnee und im magischen Glanz der Polarlichter. (Text: NDR) Magische Momente der Natur
45 Min.Die Natur steckt voller magischer Momente, die jedoch allzu oft der menschlichen Wahrnehmung entgehen. Der faszinierende Mithilfe modernster Kameratechnik eröffnet sich ein geheimnisvoller Kosmos voller Drama und Schönheit. Der Film zeigt in eindrucksvollen Bildern, dass auch in Lebensweisen von scheinbar bekannten Tieren große Überraschungen stecken. Wenn man genau hinsieht, entfaltet das schlagkräftige Liebesspiel der Feldhasen seinen Zauber ebenso wie die Wanderung der Teichmuscheln am Grund eines Sees. Erst im Zeitraffer wird sichtbar, wie die scheinbar unbeweglichen Schalentiere zur Nahrungssuche weite Strecken zurücklegen. Ein Verhalten, das wie ein Tanz anmutet und mit bloßem Auge nicht erkennbar wäre.Auch beim Schlupf einer Libelle lässt nur das Spiel mit der Zeit den Zuschauern den wundersamen Moment der Verwandlung von der Larve zum Flugakrobaten hautnah miterleben. Licht ins Dunkel bringen zudem Infrarotaufnahmen, die das einzigartige Jagdverhalten von Wasserfledermäusen in völliger Dunkelheit enthüllen. Ein selten gefilmtes Spektakel, das ohne Spezialtechnik kaum zu beobachten ist. Diese Dokumentation über magische Momente der Natur zeigt einzigartiges Tierverhalten, brillante Superzeitlupen und verblüffende Zeitraffer. Man taucht in eine unbekannte Welt ein, in der jeder Moment ein Fest für die Sinne ist. (Text: NDR) Magisches Frankreich – Vom Mont Blanc zum Pic du Midi
45 Min.Im Osten der Mont Blanc, im Süden der Pic du Midi: Die Alpen und Pyrenäen markieren die Höhenlinien Frankreichs. Zwei Gebirge, geprägt von Eis, Fels und extremen Bedingungen. Über allem: der Mont Blanc. Mit über 4800 Metern ist er nicht nur der höchste Berg der Alpen, sondern auch ein Rückzugsort für Arten, die weiter unten keinen Platz mehr finden. Der Klimawandel verändert die Regeln: Schnee schmilzt, Gletscher schwinden, die Lebensräume verschieben sich. Einige Tiere passen sich an. Murmeltiere verkürzen ihren Winterschlaf, sobald die Nahrung sprießt.Kaum ist der Bau verlassen, beginnen Kämpfe um die Rangordnung – nicht alle dürfen bleiben. Alpendohlen haben sich den Tourismus zunutze gemacht: Sie folgen Menschen bis an die Gipfel auf der Suche nach Essbarem. Ihr Verhalten geben sie an die nächste Generation weiter. Auch Sperlingskäuze profitieren: milde Winter, frühe Beute, die kleinsten Eulen Europas breiten sich aus. Ähnlich wie die Steinböcke, denen Felsen genügen. In den Pyrenäen wurden sie wieder angesiedelt, seither springen Jungtiere über die Hänge, während brunftige Böcke den Geißen folgen. Der Wandel zeigt sich nicht nur im Großen. Forscher entdeckten, dass Rotalgen den Schnee schneller schmelzen lassen. Im Tauwasser erwachen Tiere, die Jahrzehnte im Eis überdauert haben: Bärtierchen, Gletscherflöhe, winzige Überlebenskünstler. Der Film taucht ein in diese wenig bekannte Welt – mithilfe von Makro- und Nestkameras, spektakulären POV-Drohnenflügen und über 100 Drehtagen in den Hochlagen. Eine filmische Bestandsaufnahme zweier Landschaften im Umbruch – und ein Blick auf das, was bleibt, wenn das Eis geht. (Text: NDR) Deutsche TV-Premiere Mi. 08.04.2026 NDR Magisches Frankreich – Von der Loire ins Elsass
45 Min.Im Schatten der berühmtesten Monumente Frankreichs tobt das geheime Leben der Tiere. Im Zentrum des Landes liegt das Tal der Loire, bekannt für seine prachtvollen Schlösser und für einen der letzten wilden Flüsse Europas. In einem versteckten Seitenarm hat ein Fischotterweibchen seinen Bau gegraben. Drei winzige Otterwelpen krabbeln über ihren Bauch, blind, aber zielsicher auf der Suche nach Milch. Schon bald wird sie sie ins Wasser führen. Doch die ersten Begegnungen mit dem Nass verlaufen zögerlich. Über ihnen kreist ein Fischadler.Mit gezielten Stößen greift er ins Wasser: Beute für seine Küken im Horst. Doch das Füttern hat bald ein Ende: Die Jungen müssen lernen, selbst zu jagen. Im Schloss Villandry, bekannt für seine Gärten, fliegen Hunderte Fledermäuse durch ein einziges Loch aus dem Dachstuhl ins Freie. Beim Schloss Chenonceau herrscht dichtes Gedränge: Mehlschwalben aus ganz Europa kehren zurück und bauen ihre Nester an der Fassade. Währenddessen liefern sich Prachtlibellen im Wasser erbitterte Kämpfe um Paarungspartner, so heftig, dass selbst andere Arten ins Kreuzfeuer geraten. Auch beim Château de Chambord wird gekämpft. Hier stehen sich zwei Rothirsche in der Brunft gegenüber. Der Platzhirsch? Beobachtet gelassen. Noch. Weiter östlich, am Rande der Vogesen, wacht die Hochkönigsburg über das Elsass. Zwischen dichten Wäldern, wo einst Soldaten marschierten, schleichen heute Wildkatzen zu ihren Jungen. Und sogar Dachse wagen sich bei Tageslicht aus der Deckung. Allerdings nicht ohne Sorgen: Zwei Jungtiere sind auf der Erkundungstour verschwunden. Die Mutter macht sich auf die Suche. „Von der Loire ins Elsass“ ist wohl der typischte Film für Frankreich aus der Reihe „Magisches Frankreich“. Berühmte Orte zeigen ein anderes Gesicht überraschend naturverbunden. Gedreht wurde mit Spezialkameras an Land und unter Wasser. Herzstück der Technik: eine ferngesteuerte Nestkamera, weltweit steuerbar über ein eigens entwickeltes Onlinesystem. Ein Film über das Leben abseits des Offensichtlichen und über die wilde Seite Frankreichs, die nur wenige zu sehen bekommen. (Text: NDR) Deutsche TV-Premiere Mi. 15.04.2026 NDR Magisches Frankreich – Von der Normandie zur Bretagne
45 Min.Ein einst verlassenes Haus hat nun einen neuen, wenn auch ungewöhnlichen Bewohner: Die Etruskerspitzmaus – das kleinste Säugetier der Welt!Bild: NDR/Doclights GmbH/Flying Pangolin FilmIm Nordwesten Frankreichs, wo Bretagne und Normandie aufeinandertreffen, erhebt sich ein weltberühmtes Wahrzeichen: die Abtei Mont-Saint-Michel. Das imposante Kloster auf dem Berg mitten im Watt gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Europas. Doch nicht nur Touristen fühlen sich angezogen. Die Bucht bietet eine Vielzahl an Lebensräumen und beherbergt eine vielfältige Tierwelt. Hier bestimmt der Takt der Gezeiten das Leben mit dem höchsten Tidenhub Europas von bis zu 14 Metern. Die Bucht von Mont-Saint-Michel ist voller Superlative und Naturwunder.Hier liegt auch die größte von Tieren geschaffene Konstruktion Europas: das Saint-Anne-Riff. Erbaut von Trichterwürmern, die erst erscheinen, wenn die Flut ihre Wohnröhren überspült. 30.000 dieser kleinen Baumeister leben hier auf einem Quadratmeter und erschaffen ein einzigartiges Ökosystem. An der rauen Felsküste der Bretagne lebt ein echter Held, der Schleimfisch. Als aufopferungsvoller „Super-Papa“ bewacht er die Eier mehrerer Weibchen. Um sie bei Ebbe vor dem Austrocknen zu schützen, bedeckt er sie mit Körperflüssigkeit und verliert dabei bis zu einem Drittel seines Gewichts. Kommt eine Strandkrabbe dem Gelege zu nahe, stellt er sich mutig zum Kampf. Dieser kleine Held ist nicht nur ein Beschützer, sondern auch der Top-Prädator im Felsenpool und avanciert zum heimlichen Star des Films. Das Filmteam hat entlang der Nordwestküste Frankreichs nach genau solchen besonderen Geschichten gesucht. Mit speziellen Objektiven tauchten sie tief in die Felsspalten, folgten einer Napfschnecke in ihren Felsenpool und fingen erstmals ein spektakuläres Fressgelage der Schleimfische ein. Auch das Leben der Trichterwürmer wurde aufwendig in Szene gesetzt. Die Gezeiten bestimmten dabei nicht nur das Leben vor der Kamera, sondern auch den Zeitplan der Dreharbeiten und boten eindrucksvolle Motive für faszinierende Zeitrafferaufnahmen. Monatelang wurde auch an der Musik des Films gearbeitet. Ein Highlight ist der Titelsong der jungen französischen Sängerin Lucie Cano, aufgenommen in einem Pariser Tonstudio. Mit ihrer unverwechselbaren Stimme verleiht sie dem Film eine besondere Atmosphäre. (Text: NDR) Deutsche TV-Premiere Mi. 08.04.2026 NDR Magisches Frankreich – Von der Provence zu den Pyrenäen
45 Min.Der Süden Frankreichs ist bekannt für sein mediterranes Lebensgefühl. Doch abseits der Mittelmeerstrände offenbart sich eine faszinierende Welt, die den meisten verborgen bleibt. Der Film taucht an unerwarteten Schauplätzen in die Natur ein und zeigt die heimlichen Helden dieser Region. In den lila blühenden Lavendelfeldern der Provence verbirgt sich das kleinste Säugetier der Welt: die Etruskerspitzmaus. Leichter als eine Eincentmünze, führt ein Weibchen eine Karawane ihrer Jungen von einem Bau zum nächsten – ein beeindruckendes Schauspiel des Überlebens.Als Fisch an Land Beute machen? In Albi geht eine Welsart mit spektakulärer Methode auf Vogeljagd. Selbst die Wanderfalken, die hoch über der Stadt auf der Kathedrale nisten, spüren die neue Konkurrenz aus dem Wasser. Ein tierisches Duell zwischen Himmel und Fluss. Nahe der Pont du Gard liegen die Gorges du Gardon, eine naturnahe, weitgehend unregulierte Flusslandschaft. Ideale Lebensbedingungen für eine große Biberpopulation. Anders als die meisten ihrer Artgenossen bauen sie keine typischen Burgen, sondern leben in Erdhöhlen. Biberforscher Gilles Larnac folgt ihren geheimen Wegen, die für ihn selbst dann noch sichtbar sind, wenn das Flussbett im Hochsommer austrocknet. Die Camargue ist berühmt für ihre Flamingos und deren spektakuläre Balz. Doch nicht jeder ist ein geborener Tänzer. Ein junger Flamingo, der noch nicht mit der synchronen Choreografie mithalten kann, sucht seinen eigenen Weg zur Liebe. In den Pyrenäen begegnen sich Frankreich und Spanien, Kolkraben und Gänsegeier. Mit List und Geschick versuchen die Kolkraben, den mächtigen Geiern ihre Beute zu entreißen. Ein faszinierendes Spiel aus Taktik und Intelligenz. Karawanenführer, Traumtänzer und Nervensägen: Der Süden Frankreichs bringt erstaunliche Charaktere hervor. Modernste Kameratechniken erlauben tiefe Einblicke: Makrolinsen zeigen das Nest der Etruskerspitzmaus, Unterwasserkameras folgen der Vipernatter bei der Jagd und Drohnen fangen den majestätischen Flug der Gänsegeier über den Pyrenäen ein. Die Musik des Films entstand in monatelanger Arbeit. Ein Highlight: der Titelsong der jungen französischen Sängerin Lucie Cano, aufgenommen in einem Pariser Tonstudio. Ihre einzigartige Stimme verleiht dem Film eine besondere Atmosphäre. (Text: NDR) Deutsche TV-Premiere Mi. 15.04.2026 NDR Magisches Island – Leben auf der größten Vulkaninsel
45 Min.Islands Küstenlinie ist rund 5.000 Kilometer lang. Die raue, nordische Natur wird sowohl über als auch unter Wasser durch Vulkanismus geprägt, denn die Insel liegt auf dem Mittelatlantischen Rücken und damit auf der Kontaktzone zweier Kontinentalplatten. Schon die kleinsten Meeresbewohner Islands, die Kieselalgen, Panzergeißler und Algen, sind von erstaunlich kunstvollen Formen und Farbenpracht. Dabei sind sie mehr als nur schön oder bizarr. Sie sind die Grundlage der Nahrungskette, haben vielleicht sogar Einfluss auf das Weltklima. Zum Phytoplankton gesellen sich im Laufe des Frühlings immer mehr schwebende Tierchen: Schnecken, Rippenquallen, Pfeilwürmer, Krebs- und Fischlarven.Bei genauem Hinsehen ist eines von ihnen schöner als das andere. Zusammen sind sie das „Grundnahrungsmittel“ der größeren Meerestiere, bis hin zu den mächtigen Bartenwalen. Die größte Artenvielfalt im Meer um Island herrscht am Meeresboden. Auf sandigem oder schlammigem Untergrund wächst Seegras. Das Reich von Plattfischen wie Eisflunder, Doggerscharbe und Glasbutt und Muscheln. Die Islandmuschel kann ein extrem hohes Lebensalter erreichen: Der bisher älteste bekannte Muschel-Methusalem ist über 500 Jahre alt und damit möglicherweise das älteste Tier der Welt. Nur Schwämme und andere Tierkolonien, die sich durch Teilung verjüngen, können länger leben. (Text: NDR) Magisches Mittelmeer – Unter Delfinen
45 Min.Vor der französischen Südküste spielt sich unter Wasser ein Drama ab. Ein altes Tümmlerweibchen hat den Anschluss verloren. Als Älteste führte sie bislang ihre Gruppe, bestehend aus ihren Töchtern und Enkelinnen, an. Doch nun kann sie sich nicht mehr erinnern, wie sie in das Gewirr aus Fischernetzen geraten ist. Sie braucht dringend Luft zum Atmen und droht das Bewusstsein zu verlieren. Wird sie nach vielen erfolgreichen Jahren als Matriarchin nun in einem Fischernetz ersticken? Einem alten Flamingo in der Camargue ergeht es nicht besser.Mit steifen Gelenken beherrscht er die Tanzschritte der Balz nicht mehr perfekt und gerät rasch an den Rand der Gesellschaft. Damit scheint sein Schicksal besiegelt. Etwa 4000 Kilometer weiter südöstlich, vor der wild zerklüfteten Küste Griechenlands, ist währenddessen der mehrfache Weltmeister im Freitauchen, Guillaume Néry, auf der Suche nach einem der seltensten Säugetiere der Welt: Mönchsrobben. Einst lebten sie im gesamten Mittelmeerraum, heute gibt es kaum noch 400 Exemplare. Jahrhundertelang stellten die Menschen den vermeintlichen Konkurrenten nach, wollten an ihren Pelz und ihr Fett. Die wenigen überlebenden Mönchsrobben ziehen sich in einsame Felshöhlen zurück. Wissenschaftler haben darin ein Drama aufgezeichnet: Zwei Robbenmütter bringen zeitgleich Junge zur Welt, doch eines stirbt. Die beiden Mütter streiten sich seitdem fast unentwegt um das verbliebene Junge. Sobald es kann, nimmt das junge Männchen Reißaus und verschwindet spurlos. Guillaume sucht überall nach ihm. Hat die junge Robbe überhaupt noch eine Chance, einen Platz zum Überleben zu finden? Kein anderes Meer ist so vom Menschen geprägt wie das Mittelmeer. Alljährlich erholen sich Abermillionen von Touristen an seinen Stränden. Hat die vielfältige Unterwasserwelt noch eine Chance? Guillaume Néry geht dieser Frage nach und taucht zu dem Wrack des Frachtschiffes „Donator“, das 1945 vor der französischen Riviera gesunken ist. Er findet sich in einem völlig neuen, farbenprächtigen Lebensraum wieder mit Gorgonienwäldern und unzähligen Fischen. Es ist, als sei er in einem tropischen Korallenriff unterwegs. Die Geschichte zeigt: Das Meer und seine Geschöpfe sind erstaunlich widerstandsfähig. Aber wie lange werden sie dem Druck noch standhalten können? Die zweiteilige Serie „Magisches Mittelmeer“ zeigt das scheinbar so bekannte Meer aus der Perspektive seiner tierischen Bewohner, ihren Kampf ums Überleben und fängt gleichzeitig seine unvergleichliche Magie ein. (Text: NDR) Deutsche TV-Premiere Mi. 12.10.2022 NDR Magisches Mittelmeer – Unter Pottwalen
45 Min.Das Mittelmeer ist wie kein anderes vom Menschen geprägt. Hier sind einst die ersten Kulturen entstanden, die ersten Seefahrer fuhren hinaus. Heutzutage durchkreuzt ein Drittel aller Frachtschiffe der Welt das kleine Meer. Alljährlich erholen sich Abermillionen von Touristen an seinen Stränden. Was geschieht mit einem jungen Pottwal, der plötzlich ohrenbetäubendem Lärm ausgesetzt ist? Wie findet eine Unechte Karettschildkröte ihren Weg von der Côte d’Azur nach Griechenland? Warum ist es für Thunfische so gefährlich, die Meerenge von Gibraltar zu passieren? Wie lange wird die Natur diesem Druck noch standhalten können? Die zweiteilige Serie „Magisches Mittelmeer“ zeigt das scheinbar so bekannte Meer aus der Perspektive seiner tierischen Bewohner, ihren Kampf ums Überleben und fängt gleichzeitig seine unvergleichliche Magie ein.Vor der Südküste Frankreichs findet ein ungewöhnlicher Wettkampf statt: Der mehrfache Weltmeister im Freitauchen, Guillaume Néry, tritt gegen eine riesige Konkurrentin an: ein Pottwalweibchen, 15 Tonnen schwer und neun Meter lang. Schnell ist klar, dass er keine Chance hat, diesen Wettbewerb zu gewinnen. Diese Wale sind zum Tieftauchen geboren. Sie können bis zu 3000 Meter tief und um die zwei Stunden lang tauchen und müssen die Taucherkrankheit nicht fürchten. Doch dieses Mal kehrt die Mutter schon bald von ihrer Jagd auf Tintenfische zurück. Ohrenbetäubender Lärm dringt bis in die Tiefe hinab. Sie hat Angst um ihr Kalb, das sie in der Obhut ihrer Schwestern gelassen hat. Pottwale orientieren sich mithilfe von Klicklauten, anhand deren Echos sie sich ein Bild von ihrer Umgebung zeichnen. Das Junge könnte den Anschluss verlieren oder, schlimmer noch, das Bewusstsein. Ein Explorationsschiff nutzt Unterwasserschallkanonen, um nach Öl unter dem Meeresboden zu fahnden. Deren Schalldruck übersteigt 220 Dezibel. Damit gehören ihre Impulse zu den lautesten Geräuschen, die menschliche Technik erzeugen kann. Für Wale ein lebensbedrohendes Problem. Wie soll sich der junge Wal in einer so lauten Welt zurechtfinden? Für den Weg von der Südküste Frankreichs quer durch das Mittelmeer, vorbei an Korsika und durch die Straße von Messina bis hin zur Westküste der griechischen Peleponnes nutzt ein Unechtes Karettschildkrötenweibchen all seine Sinne. Es erkennt wahrscheinlich die Gerüche und den Geschmack der Strömungen und Küstenregionen wieder. Und es besitzt noch eine erstaunliche Fähigkeit: ein feines Gespür für das Magnetfeld der Erde. Als wäre die Schildkröte mit einem GPS ausgestattet, weiß sie zu jedem Zeitpunkt genau, wo sie sich befindet. Das mit 25 Jahren noch recht junge Weibchen will zu seinem Geburtsort zurück, um dort für die nächste Generation Schildkröten zu sorgen. Doch es begegnet einer wahren Plastikflut, die ihrer Lieblingsnahrung Quallen tückisch ähnelt. Und beinahe unentwegt rauschen Sportboote und Frachter an ihr vorbei. Wird es sein Ziel erreichen? Auch ein großer Trupp Thunfische will aus dem Atlantik zum Ort der Geburt zurück, zu den Balearen im westlichen Mittelmeer. Dazu müssen die 300-Kilo-Kolosse die Straße von Gibraltar durchqueren. Doch nur rund die Hälfte erreicht ihr Ziel. Die anderen haben sich zu nah an Spaniens Küste gehalten und finden ihr Ende in einem riesigen Labyrinth aus Fischernetzen. Spanien zählt zu den bedeutendsten Thunfischfängern, Hauptabnehmer ist Japan. Der Blauflossenthun ist massiv überfischt und gilt als bedroht. Nach neueren wissenschaftlichen Studien leben im Mittelmeer und im Ostatlantik heute nur noch etwa sechs Prozent der ursprünglichen Bestände. (Text: NDR) Deutsche TV-Premiere Mi. 12.10.2022 NDR Mecklenburgs geheime Wasserwildnis – Die Feldberger Seen
45 Min.Zwischen Berlin und der Insel Rügen, nur wenige Kilometer östlich der Müritz, liegt ein Labyrinth aus Seen mit türkisblauem Wasser, alten Wäldern, Hügeln und Schluchten. Es ist eine der schönsten Landschaften Norddeutschlands und trotzdem bis heute ein Geheimtipp. Eine Oase für jeden, der auf der Suche nach ursprünglicher Natur ist. Die Feldberger Seen zählen zu den artenreichsten Regionen Deutschlands, sie sind ein Land der Adler, gleich drei Arten ziehen hier ihre Brut groß: Fischadler, Seeadler und der extrem seltene Schreiadler. Wie Perlen an einer Schnur reihen sich die Seen aneinander. Man gelangt von einem in den nächsten, ohne einen Fuß an Land setzen zu müssen.Der Höhepunkt der Seenkette ist der Schmale Luzin. Wie ein kleiner Fjord zieht er sich in einer schmalen Rinne von Nord nach Süd. Die alten Buchen säumen die steilen Geröllhänge. Die knorrigen Wurzeln der Bäume umklammern die großen und kleinen Felsbrocken, die die letzte Eiszeit aus Skandinavien mitgebracht hat. Unter Wasser öffnet sich eine magische Welt: Sonnenstrahlen tanzen in den Kronen umgestürzter Baumriesen. Hechte stehen regungslos, Schwärme von kleinen Barschen schwimmen vor seiner Nase. Mittendrin lebt eines der ungewöhnlichsten Tiere. Es ist grün, sieht aus wie ein Ast, hat weder Augen noch Gliedmaßen: der Süßwasserschwamm, liebevoll „Koralle des Nordens“ genannt. Wo er wächst, ist das Wasser extrem sauber. An den natürlichen unverbauten Ufern haben Fischotter ihr Revier. Der geschickte Fischjäger findet hier noch eine sichere Heimat. Andere hatten in der Vergangenheit weniger Glück und verschwanden. Für sie wurden Wiederansiedlungsprojekte gestartet, die jetzt die ersten Erfolge zeigen. Die Sumpfschildkröte und ein kleiner am Grund lebender Fisch, die Ostgroppe, haben wieder Nachwuchs in der Wildnis. Ein Beweis mehr, dass die Feldberger Seen voller großer und kleiner Wunder sind. Mecklenburgs geheime Wasserwildnis ist ein Musterbeispiel dafür, wie Naturschutz funktionieren kann. (Text: NDR) Der Mississippi – Amerikas Lebensader: Der wilde Norden (Raging Waters)
45 Min.Der Mississippi ist ein Fluss der Superlative, eine nordamerikanische Legende. Der wasserreichste und mächtigste Fluss der USA legt von der Quelle in Minnesota bis zu seinem riesigen Mündungsgebiet bei New Orleans fast 4.000 Kilometer zurück. Er durchquert nahezu das gesamte Staatsgebiet der USA und fließt durch acht Bundesstaaten. Der Zweiteiler „Mississippi“ folgt dem Verlauf des großen Stromes, vom strengen Winter am Oberlauf bis zur Jahrhundertflut am Golf von Mexiko. Bereits im Herbst 2010 führte der Mississippi mehr Wasser als normalerweise.Der Sommer war ungewöhnlich nass. Der Fluss ist bis an den Rand gefüllt, als er etwa 170 Kilometer von der Quelle entfernt in den Lake Winnibigoshish fließt. Für kurze Zeit verwandelt sich der Mississippi in ein Paradies für Tausende Wasservögel, die vom immer kälter werdenden Norden in südliche Regionen ziehen. In Minnesota treffen sie auf einen der größten Überwinterungsplätze des Weißkopfseeadlers, dem Wappentier der USA. Die mächtigen Greifvögel holen sich in waghalsigen Flugmanövern ein Blässhuhn nach dem nächsten aus den Fluten. Gut 200 Kilometer weiter südlich lebt der Rotluchs. Die schöne Wildkatze wird nur gut doppelt so groß wie eine Hauskatze und ist, ähnlich wie sie, eine hervorragende Jägerin. Im mittlerweile hohen Schnee haben selbst Baumwollschwanzkaninchen, die perfekt Haken schlagen, keine Chance, ihr zu entkommen. In den Wäldern Minnesotas haben dank strengen Schutzes Wölfe überlebt. Einst stark bejagt, sind es mittlerweile wieder gut 3.000 Exemplare. Für den behäbigen Baumstachler ist das schlecht, einem erfahrenden Wolf kann er auch mit seinen Stacheln nichts entgegensetzen. Der Mississippi ist wie selten zuvor in dickem Eis erstarrt. Der zugefrorene Fluss ist ein tragfähiger Wanderweg für Weißwedelhirsche etwa oder Kojoten geworden. Problemlos kann ihn auch der Mensch mit schweren Schneemobilen befahren. Die Männer bereiten einen besonderen Fischzug vor. Mit Motorsägen fräsen sie Löcher ins Eis und lassen Netze in die Tiefe gleiten. Anschließend beginnt die Treibjagd: Mit lärmenden Pistenfahrzeugen treiben sie die verängstigen Fische in die Enge und ziehen sie in Massen aus dem Wasser. Allmählich geht der strenge Winter zu Ende und die Eisdecke des Flusses reißt auf. Nun schmelzen alle Niederschläge der vergangenen Monate binnen kurzer Zeit. Schon jetzt ist absehbar, dass im kommenden Frühjahr ein Hochwasser Dörfer und Städte, Landschaften und zahllose Tiere mit seinen Fluten ertränken wird. Der zweite Teil „Mississippi“ zeigt die dramatischen Auswirkungen der Jahrhundertflut von 2011 und wie die Tiere es schaffen, mit der Katastrophe zurechtzukommen. (Text: NDR) Der Mississippi – Amerikas Lebensader: Die große Flut (Delta Blues)
45 Min.Der Mississippi ist ein Fluss der Superlative, eine nordamerikanische Legende. Der wasserreichste und mächtigste Fluss der USA legt von der Quelle in Minnesota bis zu seinem riesigen Mündungsgebiet bei New Orleans fast 4.000 Kilometer zurück. Er durchquert nahezu das gesamte Staatsgebiet der USA und fließt durch acht Bundesstaaten. Der Zweiteiler „Mississippi“ folgt dem Verlauf des großen Stromes, vom strengen Winter am Oberlauf bis zur Jahrhundertflut am Golf von Mexiko. Der Winter 2011 bringt ungewöhnlich viel Schnee in den Norden der USA. Der Mississippi ist zugefroren, eine dicke Schneeschicht bedeckt das Land.Als die Temperaturen steigen, führen unzählige Bäche und Flüsse dem großen Strom Schmelzwasser aus einem riesigen Einzugsgebiet zu. Stauwehre und Schleusen, Dämme und Deiche zeigen keine Wirkung mehr. Der Fluss tritt über seine Ufer: eine Jahrhundertflut steht bevor. Als im Frühjahr Rekordregenfälle noch mehr Wasser bringen, ist 1.300 Kilometer von der Quelle entfernt aus dem kleinen Fluss eine endlos scheinende Wasserlandschaft geworden. Tiere, die in den Baumwipfeln leben, sind jetzt im Vorteil. Gleithörnchen gehören zu den wenigen Säugern, die sich in die Luft gewagt haben. Bis zu 80 Meter können sie überbrücken, wenn sie mit Armen und Beinen rudern und dabei ihre Flughaut ausbreiten. In gut 15 Meter Höhe erblicken in einer verlassenen Spechthöhle kleine Brautenten das Licht der Welt. Einen Tag später sind sie bereit, ihren Unterschlupf für immer zu verlassen. Mit glucksenden Rufen lockt sie die Mutter, bis eines nach dem anderen den Sprung in die Tiefe wagt. Bei Cairo im Bundesstaat Illinois mündet der Ohio in den Mississippi und steuert gewaltige Wassermassen bei. Der Pegel des Mississippi steigt auf unglaubliche 19 Meter. Die schützenden Dämme sind gebrochen. Im Schlamm vieler Bäche und Flüsse bereiten sich Eintagsfliegen auf ihren großen Tag vor: Sie schlüpfen in Massen und überziehen das Land bereits nach Stunden mit ihren sterbenden Körpern, ein Festmahl für viele andere Tiere. Im Bundesstaat Tennessee zeigt sich ein weiteres Massenphänomen. Asiatische Silberkarpfen, die einst ausgesetzt wurden, haben sich ungebremst vermehrt. In manchen Flüssen der USA leben mittlerweile zehnmal mehr Silberkarpfen als einheimische Fische. Bekannt sind sie wegen ihrer bis zu drei Meter weiten Sprünge aus dem Wasser, ein skurriles Naturschauspiel. Die Flutwelle des Mississippi schwappt mit zerstörerischer Kraft weiter Richtung Süden und bedroht New Orleans. Schweren Herzens werden die Stauwehre und Dämme geöffnet und das Wasser in die Sümpfe Lousianas geleitet. 25.000 Menschen auf dem Land verlieren ihre Häuser, um die Großstadt zu retten. Wie aber kommen die Tiere mit den Fluten zurecht? „Mississippi. Die große Flut“ zeigt in eindrucksvollen Bildern, wie Tiere mit den unberechenbaren Wassermassen kämpfen und wie sie an Amerikas legendärem Strom überleben. (Text: NDR) Mississippi – Der wilde Norden
Mississippi – Die große Flut
Mitternachtssonne und Polarnacht – Skandinaviens wilder Norden
45 Min.Der Film entführt die Zuschauerinnen und Zuschauer in die wunderbare Welt Skandinaviens nördlich des Polarkreises. Im Sommer geht hier die Sonne kaum unter, im Winter jedoch beherrschen Dunkelheit und Kälte das Land. Der radikale Gegensatz stellt die Natur vor große Herausforderungen. Doch Tiere und Pflanzen kommen erstaunlich gut damit zurecht, denn sie besitzen außergewöhnliche Fähigkeiten, um unter solch extremen Verhältnissen zu überleben. Nach der Schneeschmelze im Frühling explodiert das Leben und es gibt Nahrung im Überfluss.Doch der Sommer ist kurz und es bleibt nur wenig Zeit, eine neue Generation durchzubringen. Rund um die Uhr geht es nun ums Wachstum, Fressen, Füttern, Jagen. Zugvögel, Rentiere, Bären und Adler können in dieser Zeit aus dem Vollen schöpfen. Aber es ist nicht alles friedlich. Unter dem Dauersonnenlicht ist Schlaf Mangelware, nicht nur wegen der Myriaden von Moskitos. Raubtiere sind ebenfalls rund um die Uhr unterwegs und eine ständige Bedrohung. Hektik und Stress beherrschen das Leben im Nahrungsparadies. Der Herbst schüttet dann noch einmal sein Füllhorn aus, bevor der harte Winter kommt. Aber auch darauf sind Pflanzen und Tiere vorbereitet: Pflanzen verändern ihren Stoffwechsel oder verstecken sich unter der Schneedecke, um nicht zu erfrieren. Manche Tiere blühen richtig auf, wie der Eisbär, andere halten Winterruhe, wie die Braunbären, oder wandern zu Tausenden zu ihren Winterweiden, Rentiere zum Beispiel. Das Sehvermögen der Rentieraugen verändert sich, sodass die Tiere selbst im Dämmerlicht gut sehen können. Erstaunliche Anpassungsfähigkeiten schützen die Tiere selbst bei minus 40 Grad und helfen ihnen, auch mit magerer Kost durch den Winter zu kommen. Trotz bester Ausstattung schaffen es aber nicht alle über den lebensfeindlichen Winter. Ein Kadaver ist jedoch für Raben, Adler, Vielfraß und Wölfe ein Festmahl. Während das Landesinnere in Kälte und Schnee erstarrt, ist es an der Küste erstaunlich mild. Der Golfstrom hält vor Norwegen auch im Winter das Meer eisfrei, ein nahrungsreiches Refugium für Seevögel und Jagdgebiet für Schwertwale. Doch die Polarnacht bringt nicht nur Finsternis, Kälte und Gefahr. Wenn in dunklen Nächten tanzende Nordlichter den Himmel erhellen, erwirkt die Polarnacht ihren ganz eigenen Zauber, bis die Helligkeit zurückkommt und der Kreislauf von Neuem beginnt. Tödliche Gefahr und Leben im Überfluss liegen eng beieinander im Reich der Mitternachtssonne und der Polarnacht im wilden Norden Skandinaviens. (Text: NDR) Mondfische – Rätselhafte Giganten
Mondfische sind die größten Knochenfische der Erde. Die bis zu drei Meter großen Giganten kommen in fast allen Weltmeeren vor, dennoch ist so gut wie nichts über sie bekannt. Bis heute rätseln Wissenschaftler, warum Mondfische so merkwürdig geformt sind und wie sie leben. Der Mondfisch ist der größte und nahezu einzige Quallen-Fresser der Ozeane, und kaum ein anderer Fisch produziert so viele Eier. Filmemacher Thomas Behrend begibt sich auf die Suche nach dem seltsamen Meeresbewohner. (Text: Phoenix)Mythos Amur (1/2): Zwischen Russland und China
45 Min.Der Amur zählt zu den längsten Flüssen der Erde und ist dennoch kaum bekannt. Dabei ist sein Einzugsgebiet viermal so groß wie Deutschland und erstreckt sich über die Mongolei, Russland und China. Die zweiteilige Dokumentation „Mythos Amur“ erkundet die weitgehend unberührte Natur entlang des Flusses Amur in Ostasien. Sie begibt sich auf die Spur der letzten Sibirischen Tiger und Amurleoparden und folgt den riesigen Gazellenherden durch die mongolische Steppe. Die ungewöhnliche Entdeckungsreise gegen den Strom, vom Pazifik 5.000 Kilometer landeinwärts bis zu den Quellflüssen in der Mongolei, beginnt am Mündungsdelta, dort, wo die Küsten des Japanischen und des Ochotskischen Meeres in der Tatarenstraße aufeinander treffen.Wenn hier die Lachse auf ihren alljährlichen Wanderungen vorüberziehen, werden sie bereits von Braunbären, Robben und Seevögeln erwartet. Die Fische, die das große Fressen überleben, ziehen weiter den großen Strom aufwärts in die Zuflüsse des Amur zu den Laichplätzen im Sichote-Alin-Gebirge. Hier liegen die Siedlungen der Udege. Sie leben seit Jahrhunderten im Reich des Amurtigers. Dessen bevorzugte Beute sind Sikahirsche. Im Winter, wenn der Ferne Osten Russlands für Monate von strengem Frost beherrscht wird, überleben viele Tiere dank der Beuterisse der Tiger. Auch für die „Flussmenschen“ vom Volk der Nanai brechen harte Zeiten an. Den Ureinwohnern, die traditionell vom Fischfang leben, erschwert eine meterdicke Eisdecke den Zugang zu ihren Fanggründen. Immer wieder tritt der Amur über seine Ufer. Noch reguliert kein Staudamm den großen Strom. Sein Flussbett verändert sich ständig. Die Tierwelt am und im Fluss, etwa die Seeschwalben, die Chinesischen Weichschildkröten oder die seltenen Störe, sie alle sind abhängig vom ungebändigten Amur. Über 2.000 Kilometer markiert der Strom die längste Flussgrenze der Welt und trennt Russland und China. Die Landschaften entlang der Ufer könnten unterschiedlicher kaum sein: Auf der chinesischen Seite prägen ausgedehnte Reisfelder das Bild, Monokulturen, die keinen Lebensraum für Tiere bieten. Auf der russischen Seite ist die ursprüngliche Naturlandschaft weitgehend erhalten. Dorthin zieht es die Wildtiere. Der bedeutendste Nebenfluss des Flusses Amur auf chinesischer Seite ist der Songhua. Er entspringt in den Bergen an der Grenze zu Nordkorea. Durch die abgeschiedenen Wälder streifen nicht nur Amurtiger, sondern auch die vom Aussterben bedrohten, letzten Amurleoparden. Seit einiger Zeit geht China konsequent gegen Wilderer vor, die Tiger und Leoparden stark dezimiert haben. Chinesische Ranger patrouillieren im Rahmen eines Schutzprogramms regelmäßig in der fast menschenleeren Gegend. Mithilfe von Kamerafallen versuchen sie vor allem den Bestand der Amurleoparden zu dokumentieren. Manche Aufnahmen sind eine wahre Sensation. (Text: NDR) Mythos Amur (2/2): Durch die Mongolei
45 Min.Der Amur zählt zu den längsten Flüssen der Erde und ist dennoch kaum bekannt. Dabei ist sein Einzugsgebiet viermal so groß wie Deutschland und erstreckt sich über die Mongolei, Russland und China. Die zweiteilige Dokumentation „Mythos Amur“ erkundet die weitgehend unberührte Natur entlang des Flusses Amur in Ostasien. Sie begibt sich auf die Spur der letzten Sibirischen Tiger und Amurleoparden und folgt den riesigen Gazellenherden durch die mongolische Steppe. Der zweite Teil der Reise flussaufwärts zum Ursprung des Amurs beginnt am Zusammenfluss des großen Stroms mit seinem wichtigsten Zufluss, dem Songhua.Im Sommer 2013 erreicht hier das Hochwasser einen Höchststand. Über Wochen war der Amur 100 Kilometer breit. Zehntausende Menschen mussten evakuiert werden. Auch die Tiere hatten unter den verheerenden Folgen der Überschwemmung zu leiden. 1.000 Kilometer weiter flussaufwärts ist der Amur noch nicht so mächtig. Hier sind nicht Tiger, sondern Wölfe die gefürchteten Jäger. Im Rudel haben sie es vor allem auf Sibirische Rehe und Wildschweine abgesehen. Der Grenzfluss Amur markiert in seinem Verlauf den nördlichsten Punkt Chinas. Die Landschaft ähnelt der russischen Taiga und ist die Heimat von Bartkauz und Sichelhuhn. Hier im Norden leben die letzten chinesischen Rentiernomaden vom Volk der Ewenken. Die Reise entlang der chinesisch-russischen Grenze führt schließlich an den Zusammenfluss der Quellflüsse Schilka und Argun. Entlang ihrer Ufer erstreckt sich die endlose sibirische Taiga nach Russland, China und bis in die nahe Mongolei. Der südliche Quellfluss, der Cherlen, durchquert in der Mongolei das größte Grasland der Erde. Alljährlich ziehen dort riesige Herden Mongolischer Gazellen über die Ebenen, um zwischen Winter- und Sommerweiden zu wechseln. Ein eindrucksvolles Schauspiel. Auch die Nomaden ziehen seit Jahrhunderten mit ihren Viehherden übers Land. Die Idylle des Sommers steht im scharfen Kontrast zu den extremen Bedingungen im Winter: Frost und Eis stellen Mensch und Tier auf eine harte Probe. Die Nomaden versuchen, ihre Herden gegen Schneestürme und Wölfe zu schützen. Die Gazellen sind beiden Gewalten ausgeliefert. In einigen Sommern jedoch bleibt für lange Zeit der Regen aus und die Feuchtgebiete des Cherlen schwinden. Manchmal versiegt der Quellfluss sogar in der Steppe und das Wasser erreicht den Amur nicht mehr. Der große Strom wird dann nur noch durch seinen zweiten Quellfluss gespeist, der auf der russischen Seite durch das immergrüne Tal des Flusses Onon fließt. Hier finden viele Wildtiere Zuflucht. Trotz des unterschiedlichen Verlaufs der beiden Flüsse haben sie einen gemeinsamen Ursprung: den heiligen Berg der Mongolen, den Burchan Chaldun. Hier wurde Dschingis Khan geboren, der „Vater der Mongolen“ und hier liegt er begraben. Bis heute ist der heilige Berg verbotenes Gebiet und somit das wohl älteste Naturschutzgebiet der Erde. Er ist der eigentliche Ursprung des Amurs. (Text: NDR) Mythos Kongo (1): Fluss der Extreme
45 Min.Die Einheimischen nennen ihn den Fluss, der alle Flüsse verschluckt. Tatsächlich ist der Kongo, gemessen an seinen Wassermassen, der zweitgrößte und tiefste Fluss der Erde. Als Rinnsal entspringt er im Norden Sambias, fließt dann gen Westen, wobei er immer mächtiger wird. Je gewaltiger der Kongo wird, desto größer sind auch Tiere, die im und am Strom leben. Der Schuhschnabel lauert im dichten Papyrus. Meterlange Pythons gehen auf Bäumen auf Beutejagd, gewaltige Nilpferdbullen kämpfen um die Macht im Wasser.Um am Kongo überleben zu können, müssen sich die Tiere extremen Bedingungen anpassen. Die Evolution hat hier einzigartige Wesen hervorgebracht. Fische mit Lungen, Flügeln oder solche, die an Land jagen gehen. Mit außergewöhnlichen Aufnahmen gewähren der Zweiteiler „Mythos Kongo“ und das Making-of „Abenteuer Kongo“ Einblicke in eine der geheimnisvollsten und gefährlichsten Regionen unserer Erde. Seine Größe und Kraft ist dem Kongo noch nicht anzusehen, wenn er dem Chambeshi im Norden Sambias entspringt. Einmal im Jahr bietet die Quellregion des Kongos eines der größten Tierschauspiele der Welt: Millionen von Flughunden entern ein winziges Waldstück, um sich mit reifen Früchten vollzufressen. Der Chambeshi fließt nach Bangweulu in ein gigantisches Sumpfgebiet. Verdeckt im Dickicht lebt der Schuhschnabel, der größte Schreitvogel der Erde. Aufrecht stehend ist der Schuhschnabel nahezu so groß wie ein Mensch. Dem Fluss folgend geht es in den Dschungel im Südosten der Demokratischen Republik Kongo. Hinter Kisangani wird der Kongo breit und ruhig, haushohe Sandinseln türmen sich im Fluss auf. Durchzogen von kleinen Urwaldflüssen, bilden sie eigene Lebensräume. Der Kongo-Fluss speist den zweitgrößten Regenwald der Erde. Hier liegt die Heimat der Waldelefanten. Immer wieder zieht es sie an einen einzigen, magischen Ort: die Dzanga Bai. Mit den Elefanten kommen unzählige andere Waldbewohner hierher. Was macht diesen Ort so besonders? Die Dokumentation „Mythos Kongo“ spürt diesen und weiteren Geheimnissen des großen afrikanischen Flusses nach. (Text: NDR) Mythos Kongo (2): Im Reich der Menschenaffen
45 Min.Der Kongo ist einer der mächtigsten und tiefsten Flüsse der Erde. Der Strom und die angrenzenden Wälder sind Rückzugsräume und Heimat für einige der wundersamsten Kreaturen der Erde. Tief im Inneren der dichten Urwälder leben die nächsten Verwandten des Menschen, drei der vier Menschenaffenarten leben im Kongobecken. Mit außergewöhnlichen Aufnahmen gewährt auch die zweite Folge „Mythos Kongo – Im Reich der Menschenaffen“ spannende Einblicke in eine der geheimnisvollsten und gefährlichsten Regionen der Erde. Lautes Trommeln hallt durch das Unterholz.Aus den Tiefen des Dschungels stürzt ein Silberrücken, der Anführer einer Sippe Flachlandgorillas. Doch er wird seinem Ruf als Macho nicht gerecht: Liebevoll kümmert er sich um seine Familie. Zwei weitere, nahe Verwandte des Menschen leben im Kongobecken. Ihre Evolution hat der Kongo-Fluss entscheidend geprägt. Während die Schimpansen nördlich des Flusses leben, gibt es Bonobos ausschließlich auf der Südseite. Eingeschlossen von den Wassermassen des Kongo entwickelten Bonobos ihre eigene Gesellschaftsform, eine ganz andere als die der Schimpansen: Schimpansen können gewalttätig werden, um Konflikte zu lösen, Bonobos nutzen stattdessen Sex! Erstmals vergleicht ein Film das Sozialverhalten der drei großen Primaten des Kongos. Mit überraschenden Ergebnissen! Über Jahrmillionen hat der Kongo tiefe unterirdische Schluchten ins Flussbett gewaschen. An manchen Stellen misst der Kongo mehr als 200 Meter Tiefe, mehr als jeder andere Fluss! Selbst an den tiefsten Stellen gibt es noch Leben: Der blinde, fast durchsichtige Stachelaal hat sich perfekt an das Leben in Dunkelheit angepasst. Nach fast 5.000 Kilometern erreicht der Kongo den Atlantik. An den friedlichen Stränden des Pongara National Parks nimmt er Tausende kleiner Lebewesen mit auf seine Reise ins Meer. Es sind Lederschildkröten, die gerade erst geschlüpft sind. Die Winzlinge hasten in Richtung Wasser, der Strand birgt lauter Hindernisse und Gefahren. Sobald die Brandung sie erfasst, haben sie ihr erstes Abenteuer überstanden. Dann zieht es sie, wie den Kongo, hinein in die Weiten des Ozeans. (Text: NDR) Mythos Nil – Im Land der tausend Quellen
Der Nil macht eine abenteuerliche Reise. Die Geschichte des Flusses erzählt von großen Seen, Stromschnellen und Wasserfällen, von Sümpfen und den letzten ungezähmten Landschaften Afrikas. Der Nil ist der einzige Strom, der ohne zu versickern eine ganze Wüste durchfließt. Es ist die größte Wüste der Erde, die Sahara. Und an den Ufern des Flusses entstand eine der ersten und bedeutendsten Hochkulturen der Menschheit: das Reich der Pharaonen. Im Alten Ägypten war es keine Frage, woher der Nil kommt. Er war einfach ein Geschenk der Götter.Doch bereits in der Römerzeit machte man sich auf die Suche nach den Quellen dieses einzigartigen Stroms. Seit Forscher Ende des 19. Jahrhunderts die am weitesten von der Mündung entfernte Quelle fast 1.000 Kilometer südlich des Victoriasees entdeckten, steht fest, dass der Nil der längste Fluss der Erde ist. Die erste Folge des Zweiteilers über den Nil beginnt im Quellgebiet. Ein Fluss von einer derartigen Größe hat zwangsläufig viele Quellen. Was bereits den Römern als Mondberge bekannt war, heißt heute Ruwenzori, das drittgrößte Gebirge Afrikas mit Gipfeln über 5.000 Meter Höhe. Sämtliches Wasser, das an den Berghängen abregnet, fließt in den Nil. Auf seinem Weg passiert es traumhafte Landschaften, in denen Erika-Heidekräuter baumhoch werden und Lobelien meterhohe Blütenstände haben, und das, obwohl nur ein einziges Tier im Ruwenzori in der Lage ist, sie auch zu befruchten. Weiter südlich ist der Nyungwe Nationalpark, der größte zusammenhängende Bergwald Ost- und Zentralafrikas. Von Meerkatzen und Mantelaffen bis hin zu Riesenameisen findet man hier eine Vielfalt seltener Tier- und Pflanzenarten. Wasser gibt es hier das ganze Jahr über reichlich. Es sammelt sich schließlich im größten See Afrikas, dem Victoriasee. Er war berühmt für seine Artenvielfalt. Dann wurde dort jedoch, um die Fangquoten der Fischer zu steigern, eine besondere Fischart ausgesetzt. Diese vermehrte sich explosionsartig und hat inzwischen fast alle anderen Fischvorkommen im See ausgerottet. Das ist nur eines von vielen Problemen im Land der 1.000 Quellen. (Text: NDR) Mythos Nil – Über Stromschnellen in die Wüste
Die zweite Folge des Zweiteilers über den Nil beginnt nördlich des Victoriasees. Hier durchläuft der Nil eine paradiesische Landschaft. Nach Stromschnellen und den gewaltigen Wasserfällen im Murchison Falls Nationalpark fließt er ruhig dahin und wird zum Lebensraum zahlloser wilder Tiere. Nilpferde, Elefanten und riesige Nilkrokodile bevölkern den Fluss und seine Ufer, gemeinsam mit über 400 Vogelarten. Doch dann scheint der Fluss plötzlich zu verschwinden. Im Südsudan teilt er sich in zahllose kleine Wasserarme und bildet ein riesiges Sumpfgebiet, den Sudd. Aber auch hier haben sich Tiere den außergewöhnlichen Lebensbedingungen angepasst.Neben seltenen Vogelarten gibt es große Antilopenherden, die, je nach Wasserstand, in andere Gebiete ziehen und Teil einer der größten Tierwanderungen Afrikas werden. Im Norden des Landes schließlich vereinen sich die vielen Wasserarme wieder zu einem Strom, dem Weißen Nil. Er zieht weiter in den Sudan, wo er sich in der Millionenstadt Khartum mit seinem größten Nebenfluss vereint, dem Blauen Nil. Weißer und Blauer Nil bilden jetzt den eigentlichen Nil. Der Weg über Stromschnellen und durch fruchtbares Land endet hier. Jetzt beginnt die Reise durch die Wüste. (Text: NDR) Mythos Transsilvanien – Draculas geheime Wildnis
45 Min.Transsilvanien, die meisten Menschen denken dabei an die Heimat Graf Draculas, gibt es wirklich: Die Region liegt in einem noch ursprünglichen Winkel Südosteuropas, abgeschirmt von der Gebirgskette der Karpaten im Zentrum Rumäniens. Eine Wildnis, wie es sie woanders in Europa längst nicht mehr gibt. Transsilvanien ist die Heimat aller drei großen europäischen Landraubtiere. Hier lebt mehr als ein Drittel aller Braunbären des Kontinents auf einer Fläche, die dreimal so groß wie Belgien ist. Dazu kommen Wölfe und Luchse. Nirgends in Europa – abgesehen von Russland – leben mehr von ihnen als hier.In spektakulären Bildern hat der vielfach preisgekrönte Naturfilmer John Murray (u.a. Gewinner des Emmy-Award, dem Oscar der Fernsehwelt) Transsilvanien als Zeitreise in die Vergangenheit in Szene gesetzt. Heute ist diese abgelegene Region Rumäniens, auch bekannt als Siebenbürgen, eines der letzten nahezu unberührten Wildnisgebiete Europas mit atemberaubenden Landschaften und einer großen Artenvielfalt. Nirgendwo haben sich so viele Urwälder erhalten wie in den Karpaten. Einst ausgerottet, wurden Wisente und Biber wieder angesiedelt. Beide sind Schlüsselarten für ihre jeweiligen Lebensräume, die dank ihrer Aktivität Raum für weitere Tiere schaffen. Der Film verknüpft all das mit der Geschichte Transsilvaniens, einer Historie blutiger Eroberungszüge. Die Dokumentation zeigt dabei Draculas Schloss Bran, alte Wehrkirchen, die die Bewohner Transsilvaniens vor Angreifern schützten, und traditionelles Brauchtum wie die Nacht der Elfen zur Mittsommerwende. In alten Bauerndörfern bewahrt die meist extensive Landwirtschaft bis heute artenreiche Wiesen voller Blüten und Insekten. Rumänien beherbergt allein 200 Schmetterlingsarten. Von dieser Vielfalt profitieren Weißstörche, farbenprächtige Bienenfresser und Wiedehopfe, die „Punks“ unter den Vogelarten Europas. So hat es einst auch in Deutschland ausgesehen! Damit das Gruseln nicht zu kurz kommt, begleitet der Regisseur auch die Verwandten des berühmtesten Blutsaugers aller Zeiten bei ihrer nächtlichen Jagd: In Kirchengemäuern und uralten Tropfsteinhöhlen leben 26 Arten von Fledermäusen. Doch sie haben es nicht auf Blut, sondern auf Insekten abgesehen. Die Flattertiere sind untrennbar mit Transsilvanien verbunden. (Text: NDR) Deutsche TV-Premiere Mi. 13.11.2024 NDR
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