2026
Amerikas Nationalparks – Great Smoky Mountains – Der Wald der Schwarzbären (Great Smoky Mountains)
Folge 535 (45 Min.)
Die Carolina-Dosenschildkröte ist ein Gärtner ohne es zu wissen. Sie fressen die Früchte des Maiapfels und verteilen die Samen mit der passenden Portion Dünger.Bild: NDR/Doclights GmbH„Ort des blauen Rauchs“, so nannten die Cherokee-Indianer einst die Hügellandschaft im Osten der USA, in der heute der Great Smoky Mountains Nationalpark liegt. Zu etwa 95 Prozent besteht der Park aus Wäldern. Ein Viertel davon ist unberührter Urwald mit einer erstaunlichen Pflanzenvielfalt. Der Nationalpark wurde 1934 gegründet. Gerade noch rechtzeitig, denn weite Flächen der einstigen Urwälder waren schon komplett gerodet. Heute wachsen hier wieder gut 100 verschiedene Baumarten, mehr als in Nord- und Mitteleuropa zusammen.Vor allem im Indian Summer leuchtet das Laub der Bäume in allen erdenklichen Rot- und Gelbtönen von den Hängen. Neben seiner botanischen Vielfalt ist der Nationalpark berühmt für seine Schwarzbären, die im Sommer Wildkirschen in den Baumwipfeln ernten. Wilde Truthühner liefern sich auf den Lichtungen erbitterte Rangkämpfe. Einzigartig ist auch eine Vielzahl von Salamandern, die an den Ufern der kristallklaren Bäche leben. Wenn sich langsam der Winter aus den Smoky Mountains zurückzieht, erwachen die ersten der über 1.500 Schwarzbären des Nationalparks. Nirgendwo sonst in den USA leben mehr Bären pro Quadratkilometer als dort. Über die Hälfte von ihnen überwintert in Baumhöhlen, teils 20 Meter über dem Boden. Die Jungen werden mitten im Winter geboren und verbringen ihre ersten Wochen im Schutz der Höhle. Ihr erster Kontakt mit der Außenwelt beginnt mit einer waghalsigen Kletterpartie. Aber die Kleinen sind die geborenen Baumsteiger und haben beste Voraussetzungen, in den Wäldern des Nationalparks zu überleben. Auch die Lichtungen wie Cades Cove locken viele Tiere an. Hier versammeln sich Truthühner, die wilden Vorfahren der Puten. Mit leuchtenden Hautlappen und glucksenden Lauten signalisieren sie ihre Kampfbereitschaft. Mit den Flügeln schlagen, beißen und treten, alles ist bei den Hähnen erlaubt, um zu klären, wer das Recht zur Paarung hat. Eines der faszinierendsten Naturwunder können die Besucher im Sommer erleben, wenn die Nächte schwülwarm sind. Mit kleinen „Laternen“ werben mehr als ein Dutzend Leuchtkäferarten um Partner. Sie versammeln sich zu Zigtausenden und beginnen synchron zu leuchten. Lichtwellen, die durch den Wald pulsieren, sollen Weibchen in großer Zahl anlocken. In den Smoky Mountains leben auch schillernde Kolibris, die im Schwirrflug aus speziell angepassten Blüten Nektar sammeln und trickreiche Fische wie der Flussdöbel, der in den kristallklaren Bächen aus Kieselsteinen kleine Burgen für seine Eier baut. Mit faszinierenden Superzeitlupen, bewegten Zeitraffern und mit Aufnahmen versteckter Kameras porträtiert Jan Haft einen der schönsten Abschnitte des Appalachen-Gebirgszugs. (Text: ARD) Deutsche TV-Premiere So. 22.02.2026 Das Erste Die geheime Welt der Tiere
Folge 536 (45 Min.)Manchmal muss auch ein Wolf sich mit dem zufrieden geben, was andere übriggelassen haben.Bild: NDR/Doclights Naturfilm/Axel GebauerDas Leben der heimischen Wildtiere ist den Menschen gut bekannt, denkt man zumindest. Aber wie verhalten sich Tiere, wenn sie unter sich sind, wenn es vom Menschen weit und breit keine Spur gibt? Ein außergewöhnliches Projekt gibt tiefe Einblicke in die faszinierende Welt der Tiere im Osten Deutschlands, wo unterschiedlichste Lebensräume aufeinandertreffen, vom Land der 1000 Teiche in Thüringen bis hin zu stillgelegten Tagebaugebieten, die die Natur nach und nach zurückerobert. Über vier Jahre hinweg wurden 150 versteckte und ferngesteuerte Kameras in diesen abgeschiedenen Lebensräumen eingesetzt.Ausgestattet mit Sensoren starten sie die Aufnahme, sobald ein Tier vorbeikommt. Das Ergebnis ist eine beeindruckende Dokumentation, die Einblicke in das Leben und Verhalten von Wildtieren liefert, wie man sie bisher noch nicht gesehen hat. Im Herbst verwandeln sich dichte Schilfgürtel in die Brunftarenen der Rothirsche. Lautstarkes Röhren, Platschen im Wasser und geheimnisvolles Rascheln im Schilf bilden die eindrucksvolle Soundkulisse. Doch ihr Treiben bleibt nicht unbemerkt – Wölfe haben es auf die Hirsche abgesehen. Nach einer stundenlangen Hetzjagd stellen sie einen majestätischen Platzhirsch im Wald an einer Suhle. Doch die Raubtiere haben deutlichen Respekt vor seinem Geweih. Als sie ihn endlich zur Strecke gebracht haben, sind sie ihre Beute schnell wieder los. Eine Horde Wildschweine, eigentlich selbst Beutetiere der Wölfe, geht zum Angriff auf die Jäger über. Die Wölfe flüchten – und der Hirsch wechselt den Besitzer. Im Schilfwald pulsiert das Leben fast wie in einem tropischen Dschungel. Besonders während der Paarungszeit der Fischotter. Die dauert schon mal 14 Tage, bevor die Otter im Wasser für Nachwuchs sorgen. Im Schilfdickicht bauen Wildschweine große Burgen. Hier haben es ihre Jungen auch bei frostigen Temperaturen kuschelig warm. Die Naturdokumentation ist den Geheimnissen der heimischen Wildtiere auf der Spur – auch wenn nicht alle gelüftet werden können. Aber das ist vielleicht auch gut so. (Text: ARD) Deutsche TV-Premiere Mo. 02.03.2026 Das Erste Orang-Utans – So nah wie nie
Folge 537 (45 Min.)Orang-Utan Mütter bringen ihre Jungen alleine zur Welt. Sie werden mindestens zwei Jahre am Körper getragen, bevor sie selbstständig unterwegs sind.Bild: NDR/ZorillafilmDas Überleben der Orang-Utans hängt am seidenen Faden. Wie sich Orang-Utans aber in der Wildnis wirklich verhalten und in ihrer dreidimensionalen Welt genau orientieren, wurde im Detail bisher nie gefilmt. Immer noch werden erstaunliche Tatsachen über die Waldmenschen herausgefunden. Eine kleine Sensation: Der Gebrauch von Werkzeug wurde dokumentiert. Ein Verhalten, das eher bei Schimpansen bekannt ist, und ein Beweis dafür, wie anpassungsfähig die großen Menschenaffen sind. Gibt es also noch Hoffnung für die letzten Menschenaffen Asiens? Der Naturfilm führt in die schwindelerregenden Baumwipfel Borneos, Heimat der Orang-Utans.Dank modernster Drohnentechnik erlebt man die Welt dieser faszinierenden Menschenaffen so nah wie nie. Im Mittelpunkt stehen Sati und ihre Tochter Huyan, deren Leben die Zuschauenden tief in den Regenwald eintauchen lässt. Hautnah erlebt man die Herausforderungen ihres Dschungelalltags: Klettern in mehr als 40 Metern Höhe, die mühsame Nahrungssuche und Begegnungen mit anderen Waldbewohnern. Das unbekannte Leben dieser Menschenaffen zu filmen, ist eine der größten Herausforderungen im Naturfilm. Die mehrfach preisgekrönten und für den Emmy nominierten Kameramänner und Biologen Thoralf Grospitz und Jens Westphalen sind dank ihrer langen Erfahrung prädestiniert, die Geschichte der Waldmenschen in emotionalen Bildern einzufangen. Der Film hat in Deutschland alle großen Naturfilmfestivals gewonnen, darunter auch den Deutschen Naturfilmpreis 2025 und das Green Screen Festival. Doch ein Film über die seltenen Menschenaffen, ohne die Bedrohung ihrer Heimat durch die Ausbreitung von Palmölplantagen zu thematisieren, ist unmöglich. Viele der Menschenaffen verlieren ihren Lebensraum. Addy ist einer davon. Im Sepilok Orangutan Rehabilitation Centre wird das Orang-Utan-Waisenkind auf ein Leben in Freiheit vorbereitet und lernt hier alles, was ihm sonst von der Mutter beigebracht worden wäre. Der Naturfilm begleitet Addy, Sati und Huyan auf einer spannenden Reise und zeigt, warum der Schutz der Regenwälder so essenziell ist – nicht nur für die Orang-Utans, sondern für das Leben auf dem Planeten Erde. (Text: ARD) Deutsche TV-Premiere Mo. 09.03.2026 Das Erste Naturwunder Hawaii: Zwischen Feuer und Ozean
Folge 538 (45 Min.)Eine Buckelwalfluke bei Mau’i. Die Gewässer in Hawai’i sind Kinderstuben für neugeborene Walkälber.Bild: NDR/Florian Graner / NDR Presse und InformationMitten im endlosen Blau des Pazifiks liegt einer der isoliertesten Orte der Erde: Hawaii: über 130 Inseln und Atolle, acht Hauptinseln, rund 3000 Kilometer vom nächsten Kontinent entfernt. Geformt von Vulkanen, die sich vor Millionen Jahren aus dem Meeresboden erhoben, entstand hier ein abgeschiedenes Labor der Evolution. In der aufwendigen Naturdokumentation zeigen Regisseur und Kameramann Lars Pfeiffer und Unterwasserkameramann Florian Graner in spektakulären Bildern die Naturparadiese des Archipels über und unter Wasser. Singende Buckelwale ziehen vor Maui ihre Kälber auf, Spinnerdelfine, Grüne Meeresschildköten und Mantarochen offenbaren die einzigartige Vielfalt der hawaiianischen Meere.Ohne Tauchgerät und Hai-Käfig befreit Aktivistin Ocean Ramsey Tigerhaie von Angelhaken und Fischerleinen: fünf Meter lange Raubtiere, die mit ihrem Gebiss Schildkrötenpanzer knacken könnten. Hawaii ist ein Land der Schöpfung, Zerstörung und des ständigen Wandels. Die Natur demonstriert hier ihre ganze Kraft: Exklusive Aufnahmen zeigen den ersten Ausbruch des Mauna Loa, des größten Vulkans der Erde, seit fast 40 Jahren – glühende Lavaströme, die neue Landschaften schaffen und zugleich alte zerstören. Tief verwurzelt in dieser Landschaft ist die hawaiianische Kultur, getragen vom Prinzip Malama’aina (sich kümmern um das Land). Aktivistin und Sängerin Hawane Rios setzt sich für heilige Orte wie den Mauna Kea ein, der in der Mythologie als Verbindung zwischen Himmel und Erde gilt. Der Film zeigt, was auf dem Spiel steht, wenn diese Kultur und ihr Wissen verloren gehen – und wie Menschen heute darum kämpfen, das Paradies zu bewahren. (Text: ARD) Deutsche TV-Premiere Mo. 16.03.2026 Das Erste Nashörner – Mit Herz und Horn
Folge 539 (45 Min.)Der spitze Mund verräts – sie zupfen lieber Blätter und Sträucher: Spitzmaulnashörner in Afrika.Bild: SWR/NDR/Roland GockelSeit nahezu 50 Millionen Jahren ist die Familie der Nashörner eine der erfolgreichsten in der Geschichte der Säugetiere. Heute kämpfen die Urzeitriesen um das Überleben ihrer Art – Wilderer haben es auf ihr Horn abgesehen. Im Mittelpunkt dieser Dokumentation steht das persönliche Porträt einer kleinen ugandischen Breitmaulnashornfamilie, bestehend aus der neunjährigen Malaika und ihrem zweijährigen Sohn Elias. Malaika ist wieder trächtig und die Geburt seines Geschwisterchens wird im Leben des kleinen Elias viel verändern. Zu allem Überfluss brechen Buschfeuer aus. Malaika führt ihren Sohn Elias dennoch sicher durch das Reservat. Sie kennt die besten Matschlöcher für das Schlammbad am Mittag und schützt ihr Kalb vor herumschleichenden Bullen, die dem Kleinen gefährlich werden könnten.So sind Mutter und Sohn unzertrennlich, ein Herz und eine Seele. Doch eines Tages setzen bei Malaika die Wehen ein und plötzlich ist nichts mehr wie vorher. Hautnah zeigt die Dokumentation erstmalig die Geburt eines Nashornkalbes in der Wildnis und erzählt in berührenden Bildern den schmerzvollen, aber unvermeidlichen Abschied des älteren Bruders Elias von seiner bis dato allgegenwärtigen und beschützenden Mutter. Die Zuschauerinnen und Zuschauer sind dabei, wenn der kleine Pipo seine ersten Schritte macht. Ein intimer Einblick in das Leben dieser charismatischen Tiere. (Text: ARD) Deutsche TV-Premiere So. 22.03.2026 Das Erste
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