bisher 690 Folgen (Folge 676⁠–⁠690)

  • Folge 676 (60 Min.)
    Philipp und Horst vom Trenter Treckerverin haben es geschafft. Ihr Schlepper ist doppelt so schnell geworden. – Bild: NDR/​Presse und Information/​Fotoredaktion
    Philipp und Horst vom Trenter Treckerverin haben es geschafft. Ihr Schlepper ist doppelt so schnell geworden.
    In Selbsthilfewerkstätten von Schwerin bis Stralsund treffen sich Menschen, die nicht aufgeben, wenn der Wagen streikt, sondern sich selbst einen Overall überziehen. Hier lebt eine Bewegung, die mehr ist als Hobby, eine Mischung aus handwerklicher Leidenschaft, Freiheitsdrang und Gemeinschaftsgefühl. „die nordstory“ zeigt eine Szene, die leise gewachsen ist – in alten Garagen, Scheunen und Hinterhöfen, dort, wo früher die DDR-Trabis repariert wurden. Heute kommen Studierende, Berufspendler oder Rentner zusammen, um Geld zu sparen, zu lernen und Gemeinschaft zu erleben. Es ist ein stilles Gegenmodell zur Wegwerfgesellschaft: Menschen, die ihren Alltag buchstäblich selbst wieder flottmachen: mit Öl an den Händen, Stolz im Blick und jeder Menge Erfindergeist. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 04.09.2026 NDR
  • Folge 677 (60 Min.)
    Tradition auf dem Teller. Die Scholle Finkenwerder im Fischereihafen Restaurant
    Hamburgs Küche erzählt vom Hafen und von der Seefahrt. Von zufälligen Begegnungen und jahrhundertealten Traditionen. Ob Aalsuppe, Labskaus oder Birnen, Bohnen und Speck: Diese Hamburger Originale überzeugen nicht nur auf dem Teller, sondern haben alle auch ihre Geschichte. „die nordstory“ zeigt, wie die Gerichte zum Teil modern interpretiert werden, vom Erzeuger bis auf den Tisch und schaut zusätzlich hinter die Kulissen der Lebensmittelproduktion. Zum Beispiel bei einem der letzten echten Elbfischer und seiner Frau: Lothar und Rita Buckow. Bei ihrer Mutter hieß die heutige Grundlage der Aalsuppe noch „saure Suppe“ und Aal kam darin als Zutat gar nicht vor. Der Grund dafür ist einfach – auf Platt heißt „Aalns rin“ „Alles drin“ – und somit war die jetzige Aalsuppe ein klassisches Resteessen. Das Rezept ihrer Mutter benutzt Rita weiter – den Aal hat sie ergänzt. Gekocht wird – je nach Bedarf- alles immer in einem riesigen Topf. Schon vor Sonnenaufgang ist Lothar Buckow vor allem im Sommer auf der Elbe unterwegs, um seine Aalreusen einzuholen. Die Arbeit auf dem Wasser ist hart. Vor allem für Lothar, der durch eine Erbkrankheit allmählich seine Muskelkraft verliert. Er sieht das im wahrsten Sinne sportlich. Denn sein Job hält ihn fit. Und so konnte er schon so manchen Arzt mit seiner Kraft und Ausdauer überraschen. Wie Rita Buckow bei dem Rezept ihrer Mutter, haben auch junge Köche die Hamburger Gerichte inspiriert. Als gebürtiger Hamburger hatte Marcus Schröpfer Birnen, Bohnen und Speck schon früh auf dem Teller und macht aus dem traditionsreichen Rezept eine neue Kreation. Er serviert es als Quiche. Bei den Gästen des Tornberg 22 in Klein Borstel kommt das gut an. Marcus’ Ideen haben Erfolg. Egal, wo er bisher gekocht hat, an Gästen mangelte es nie. Sein Team ist jung, kommt aus dem Stadtteil, viele gehen noch zur Schule. Den Job geben sie auch nach dem Abitur nicht ab – und wenn, dann nur an ihre jüngeren Geschwister. Denn: im Gegensatz zu vielen anderen Küchen ist der Ton in Marcus’ Küche immer freundlich. Eine besondere Bonbonmacherin gibt es auf dem Isemarkt. Den Hamburger Speck hat ihr Großvater erfunden – nur leider das Rezept nicht patentieren lassen. Deshalb gibt es die rosa-weiß-gestreifte Süßigkeit mittlerweile auch aus der Fabrik. Traurig ist Sabine Pingel-Graßhoff darüber dennoch nicht. Denn dieses Hamburger Original ist nicht das Einzige, was sie u.a. auf Hamburgs längstem Markt verkauft. Bonbon Pingel ist im besten Sinne ein Familienbetrieb: Hier arbeiten vom Opa über die Tochter, den Schwiegersohn und die Enkelinnen, alle zusammen, freiwillig und gern. Die Männer stellen her, die Frauen verkaufen. Was Sabines Kontrolle nicht besteht, kommt nicht in den Verkauf. Die Kundschaft dankt es ihr und steht dafür gerne Schlange. Ein ganz besonderes Menü ist auf einem Bauernhof am Rande der Stadt entstanden. Mit Onsen-Ei und einem Puder vom selbst geräucherten Wels-Schinken bietet Biospitzenkoch Sebastian Junge hier sein Labskaus an. Ein Gericht, bei dem selbst jene, die das polarisierende, leuchtend rote Gemisch sonst meiden, begeistert den Teller leeren. „Farm to table“ und Nachhaltigkeit sind das Leitmotiv von Sebastian: Im besten Fall verwertet er wirklich alles, was bei ihm übers Küchenbrett geht. Sein Gourmetrestaurant in Hamburg-Uhlenhorst hat Sebastian 2025 aufgegeben. Jetzt studiert er Politikwissenschaft. Seine Kochkünste offenbart er nur noch bei ausgewählten Events. Auf dem Biohof bietet er einen kulinarischen Abend an. Dann tauscht der Spitzenkoch Küchenkomfort gegen Landidylle und bereitet seine Gerichte in der Hofküche zu. Gegessen wird in malerischer Kulisse – an der langen Tafel mitten auf dem Feld. „die nordstory“ zeigt die Hamburger Küche. Sie begleitet Produkte vom Hof bis auf den Teller. Mit wunderschönen Drohnenbildern der Freien und Hansestadt und einem Blick hinter die Geheimnisse echter Hamburger Spezialitäten. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 11.09.2026 NDR
  • Folge 678 (90 Min.)
    Leuchtturm von Bastorf – das höchstgelegene Leuchtfeuer an Deutschen Küsten.
    Mecklenburg-Vorpommern: flaches Land, weiter Blick, beeindruckende Natur, Idylle, Ruhe und fast 2000 Kilometer zum Teil schroffe Küstenlinie. Im Landesinneren erstrecken sich weite grüne Felder und sanfte Hügel und immer wieder auch Landschaften, die man hier im Norden nicht erwarten würde. „die nordstory“ trifft Menschen, die hier gern leben und arbeiten: eine junge Fischerin, den Lokführer einer Schmalspurbahn, Fallschirmspringer und -springerinnen auf Weltniveau, Landwirte auf gigantischen Maschinen oder hoch zu Ross, Archäologinnen und Freizeit-Slawen, den Lenker eines Schwertransporters für Windkraftanlagen auf nächtlicher Mission oder Hubschrauberpiloten und Windanlagenmonteure an ihren Arbeitsplätzen in luftiger Höhe. Und man erlebt sie alle aus einer völlig ungewöhnlichen Perspektive: Mecklenburg-Vorpommern von oben. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere So. 13.09.2026 NDR
  • Folge 679 (60 Min.)
    Frederic Hansen – vom Landwirt zum Werftchef
    Wenn morgens die ersten Kutter den Hafen von Maasholm verlassen und die Sonne über der Schlei aufgeht, scheint in dem Dorf in Schleswig-Holstein vieles noch wie früher. Doch hinter der idyllischen Kulisse verändert es sich schneller, als viele Menschen wahrhaben wollen. Früher waren es 30 Fischer, heute sind es nur noch fünf. Einer von ihnen ist der 25-jährige Max Riegert. Er fischt auf der Schlei und der Ostsee, kämpft um einen Beruf, der einst das ganze Dorf ernährte. Während alte Strukturen verschwinden, entstehen neue Ideen: Joran Shaul steigt in das Restaurant seiner Eltern mit ein und übernimmt als Küchenchef die Leitung. Seine Idee: Statt Dorsch und Schnitzel als Tellergericht will er ein sogenanntes Sharing-Konzept anbieten. Die Gäste sollen sich viele kleine Gerichte teilen, die asiatisch und mediterran angehaucht sind. Die Inspiration dafür hat er als Koch in Israel gesammelt. Auch Frederic Hansen wagt einen Neuanfang: Der 30-Jährige ist Landwirt und übernimmt die traditionsreiche Werft in Maasholm, deren Zukunft lange ungewiss war. Vom Schiffbau versteht er bislang wenig. Trotzdem wagt er es und lernt Schritt für Schritt ein Handwerk, das seit Generationen zum Ort gehört. Makler Carsten Hansen sagt über sich selbst, dass er mit verantwortlich ist für den Wandel im Dorf. Er verkauft alte Fischerhäuser an Leute, die sich ein Haus in Maasholm leisten können. Oft sind das Hamburger, die dort das Wochenende verbringen. Auf Gut Oehe entscheidet sich die Zukunft nicht auf dem Acker, sondern in den Sommermonaten. Sebastian und Dorothea Matz vermieten dort 22 Ferienwohnungen. In wenigen Wochen müssen sie genug erwirtschaften, um den historischen Gutshof zu erhalten und notwendige Investitionen wie die Sanierung des Daches finanzieren zu können. Wie eng in Maasholm Tradition und Aufbruch zusammengehören, zeigt sich jedes Jahr bei den Hafentagen. Dann kommen Einheimische und Urlauber zusammen, feiern am Hafen und fiebern beim Kutter-Trekken mit, wenn Mannschaften einen Fischkutter über den Kai ziehen. Für Fischer Max geht es um den Sieg mit seinem Team, für Gastronom Joran um den ersten Praxistest einer neuen Käsesorte und für viele Betriebe um wichtige Einnahmen für die Saison. „die nordstory“ erzählt von Menschen, die ihre Heimat nicht aufgeben. Von Mut und Ideenreichtum, von Abschieden und Neuanfängen. Es ist ein Film über den Wandel eines kleinen Fischerdorfes an der Schlei – und über die Menschen, die zeigen, dass Zukunft dort entsteht, wo jemand bereit ist, sie anzupacken. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 18.09.2026 NDR
  • Folge 680 (60 Min.)
    Bier-Yoga auf dem Campingplatz. Lynn macht die müden Festivalbesucher jeden Morgen um 11:00 Uhr mit Bier-Yoga fit für den neuen Festival-Tag. Dabei gibt es immer wieder einen erfrischenden Schluck.
    Das Hurricane-Festival in Scheeßel zählt zu den größten und bedeutendsten Musikfestivals in Deutschland. Jedes Jahr im Juni kommen bis zu 78.000 Musikfans in die kleine niedersächsische Gemeinde. Und die Menschen in Scheeßel lieben „ihr“ Festival. Umso erstaunlicher waren die Anfänge: Als der junge Hamburger Konzertveranstalter Folkert Koopmans 1996 die Idee für ein Rockfestival an der Wümme entwickelte, stieß er auf Ablehnung. Die Erinnerung an 1977 saß tief: Ein früheres Festival am selben Ort war im Chaos versunken. Wütende Fans hatten die Bühne abgefackelt, weil die angekündigten Bands nicht auftraten. Örtliche Getränkehändler wurden geplündert, Existenzen zerstört. „die nordstory“ erzählt, wie Koopmans das Hurricane-Festival gegen alle Widerstände zur Erfolgsgeschichte gemacht hat und begleitet die Macher der Jubiläumsausgabe hinter den Kulissen: Heute sind die einst skeptischen Landwirte wie Heiko Schröder mit dabei und sammeln etwa mit ihren Traktoren den Müll auf den riesigen Zeltplätzen ein. Detlev Kaldinski hat das Chaos der 1970er-Jahre als Jugendlicher miterlebt und als Festival-Pressesprecher der Polizei später Unwetter und Extremhitze überstanden. Inga Rossbach hat sich von der Praktikantin zur Veranstaltungsleiterin hochgearbeitet und ist in der heißen Phase vor und während des Festivals stets zur Stelle, wenn kleine und große Probleme gelöst werden müssen. Stage-Manager Jens Lützenkirchen stand einst als Fan vor der Bühne. Heute ist es sein Job, sie innerhalb von 30 Minuten für die nächste Band umzubauen. Die Donots aus Ibbenbüren sind zum neunten Mal dabei – häufiger als jede andere Band. Sänger Ingo Knollmann gewährt im Nightliner einen Blick darauf, wie komfortabel das Leben einer Punkband heute sein kann. Und Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys erklären, warum ihre Italo-Schlager auch die Norddeutschen verzaubern. Die eigentlichen Stars des Festivals aber sind die Fans: Sie animieren sogar Polizisten zum Limbo-Dance und sorgen mit guter Laune, Bier-Yoga und der „Church of Beer“ für das unverwechselbare Hurricane-Feeling. „die nordstory“ blickt vor, auf und hinter die Bühne und zeigt, wie Macher und Bevölkerung gemeinsam aus anfänglicher Skepsis in 30 Jahren ein echtes Kultevent gemacht haben. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 25.09.2026 NDR
  • Folge 681 (60 Min.)
    Warnemünde in den frühen Morgenstunden. Die Ruhe vor dem Sturm.
    24 Stunden in Warnemünde: von den ersten Strandreinigern im Morgengrauen bis zur letzten Runde in den Kneipen. Die Dokumentation erzählt, was den meisten Urlaubsgästen verborgen bleibt: Wer arbeitet eigentlich, während andere Urlaub machen? In einem 24-Stunden-Porträt begleitet der Film die Menschen, die Warnemünde Tag und Nacht am Laufen halten, vom Strandvogt über den Kreuzfahrtmanager bis zur Schaustellerin und den Strandreinigern. Neugierde erzeugt auch der Ort selbst: der gigantische Sandstrand, die kleinen Fischerkaten, die großen Kreuzfahrtpötte, Leuchtturm, Teepott, Alter Strom. Warnemünde ist zwar nicht das älteste Seebad an der Ostseeküste, aber sicher das turbulenteste. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 02.10.2026 NDR
  • Folge 682 (60 Min.)
    Ein Schiff braucht Freunde. Der Verein „Freunde des Lotsenschoners No. 5 ELBE e. V.“
    Die Katastrophe Am 8. Juni 2019 war die lange Geschichte, so schien es, definitiv zu Ende. Der Lotsenschoner „No. 5 ELBE“ kollidiert auf der Elbe mit einem Containerschiff, kann noch ans Ufer geschleppt werden, sinkt vor Stadersand. Zum Glück gibt es keine Opfer. Aber um das Schiff ist es geschehen. Oder etwa nicht? Der Stolz von Hamburg 1883 in Hamburg gebaut, 37 Meter lang, zwei Masten, sieben Segel: Der Lotsenschoner war eines der schnellsten und robustesten Holzschiffe, die je im Auftrag der Freien und Hansestadt gebaut wurden und in ihren Diensten fuhr: Mehr als 40 Jahre lang und bei jedem Wetter brachte der Lotsenschoner die Elblotsen in der Deutschen Bucht auf die großen Schiffe, Großsegler, die nach Hamburg fuhren. Als alle Segler in den 1920er-Jahren durch Dampfschiffe ersetzt wurden, schien auch die Zeit von „No. 5 ELBE“ abgelaufen. Er lag in Hamburg auf, ein zweiter Einsatz als Ausflugsschiff unter dem Namen „WANDERVOGEL“ scheiterte. Aber 1929 kam ein Amerikaner nach Hamburg, kaufte und rettete den Schoner vor der Abwrackwerft: Warwick M. Tompkins. Kap Hoorn Ein paar Jahre später wollte dieser Tompkins mit der Familie, mit Frau und zwei kleinen Kindern, um Kap Hoorn nach Kalifornien segeln. Ein abenteuerliches, ein riskantes Unternehmen: es gelang! 1936/​37 steuerte Tompkins den Lotsenschoner, der jetzt „WANDER BIRD“ hieß, um die sturmumtoste Spitze Südamerikas und begleitete das halbjährige Unternehmen mit der Kamera, seine Aufnahmen sind Teil dieser „nordstory“. Angekommen an der US-amerikanischen Westküste wurde die San Francisco Bay zum Heimathafen des Schoners, die Kinder wuchsen hier auf. Im Mai 2026 kommt der heute 94-jährige Sohn noch einmal nach Hamburg, um Abschied vom Schiff seiner Kindheit, seines Lebens zu nehmen. Zurück in Hamburg Nach vielen weiteren Wirrungen, Wenden und Halsen kaufte die Freie und Hansestadt Hamburg ihren Lotsenschoner 2002 zurück, der lag damals in Seattle, restaurierte ihn zum Aushängeschiff der Stadt. Die Stiftung, der er gehörte, der Verein, der ihn betrieb, bereisten Nord- und Ostsee und immer wieder die Elbe. Der Lotsenschoner war Botschafter Hamburgs, bis zum 8. Juni 2019: der Tag des Untergangs. Wiederaufbau Und nun? Aus diesem Fastwrack wieder ein Schiff machen? Wie viele Rückschläge kann es geben? Wie oft muss man in die Hände spucken? Aber natürlich haben sie wieder von vorn angefangen! Dieses Schiff ist so viel mehr als ein Hobby! Zuerst wird das, was von ihm übrig ist, gehoben, bekommt erste Hilfe auf der Werft, dann beginnt ein mühsamer jahrelanger Wiederaufbau „zu Hause“ im Hamburger Hansahafen. „Eingetreten bin ich, weil ich segeln wollte“, sagt Vereinsmitglied Dirk Kühne und schleift, lackiert, entfugt, Sonnabend für Sonnabend, Jahr um Jahr. „Es ist doch ein Holzschiff“, sagt Bootsbauer Enrico Pietanza, meint damit: dann muss man ihm auch helfen und kommt mit Freude Tag um Tag zu seinem so besonderen Arbeitsplatz. Und als das Schiff, die Baustelle, zum ersten Mal wieder besucht werden kann, fragt Sadia Bari, Steuerfrau und Vereinsmitglied, am Ende ihrer ersten Führung nach Jahren die Besucher, ob sie denn wiederkommen. Denn Hilfe können sie ja gebrauchen. Das siebte Leben Der Lotsenschoner hätte schon vor 130 Jahren im Sturm vor Helgoland sinken können, 1925 hätte er in Hamburg abgewrackt, verfeuert werden können. Er hätte an der US-amerikanischen Ostküste aufgegeben, vor Kap Hoorn Opfer einer Monsterwelle werden können. Als Wellenbrecher ohne Masten hätte er im Sand der San Francisco Bay genauso versinken können wie am 8. Juni 2019 vor Stadersand. Aber im Spätsommer 2026 schiebt sich ein weißer Schatten vor die Landungsbrücken, zieht die Blicke auf sich. Ja, da ist er! Lotsenschoner „No. 5 ELBE“! Gerade beginnt sein siebtes Leben! (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 09.10.2026 NDR
  • Folge 683 (60 Min.)
    „Sich so zu vertrauen, dass man als Formation aussteigt, das macht das Glücksgefühl aus.“
    Von oben sieht in Schleswig-Holstein alles anders aus. Der Blick nach unten kann Glücksgefühle auslösen oder Schwindel und Angst, er verschafft Übersicht oder zeigt, wie spektakulär und wunderschön dieses Land ist: Die einzigartige Landschaft des Wattenmeers mit ihren Halligen, die geometrischen Muster des größten Kohlanbaugebietes der Erde, die Kieskuhlen, deren krakenarmige Bagger von oben wirken wie von einem anderen Stern. Und dazu, die Menschen, die hoch oben über diesem Land unterwegs sind: Ein Fluglehrer auf Sylt, der vor drei Jahren von einem Moment auf den nächsten erblindet ist. Trotzdem macht er weiter. Die Kamera begleitet ihn, wenn er eine junge Pilotin schult, die schon im Besitz eines Flugscheines ist. Durch Gehör, Gespür und seine Erfahrung weiß er genau, wie hoch seine Schülerin fliegt, ob sie zu steil oder zu schnell ist. Ein Sondengänger, der mit einer Sonde nach Überbleibseln von abgestürzten Weltkriegsflugzeugen sucht. Er hat einen Gast dabei, der extra aus den USA gekommen ist, um den Erlebnissen seines Onkels nachzuspüren. Dieser hatte 1944 die Explosion seines Bombers überlebt, der bei Fahretoft (Kreis Nordfriesland) zu Boden ging. Dabei kommt der US- Amerikaner der Vergangenheit näher als er gedacht hatte. Die Freileitungsmonteure, die in schwindelerregender Höhe durch die Strommasten steigen. Mit einer Arbeitsbühne, fahren sie an der Stromleitung hängend bis zu der Stelle, an der sie gerade zu tun haben. Sie bauen bei Bad Segeberg eine neue Höchstspannungsleitung. Ein Job, für den man schwindelfrei sein muss und schnell … Auf jeden Fall dann, wenn oben im Mast junge Greifvögel im Nest sitzen und die Vogel-Mama vorbeikommt … Ein Mann, der auf einer Art Balkon außen an einem Hubschrauber sitzt. Vor ihm nur wenige Zentimeter entfernt eine Stromleitung, an der er sogenannte Vogelschutzmarker befestigt. Er muss seinem Piloten vertrauen, und das obwohl an diesem Tag Windböen den Helikopter immer wieder hin- und herschubsen. Ein winziger Fehler des Piloten könnte katastrophale Folgen haben. Die Leute, die die Nacht über Kiel zum Funkeln bringen, die sogar bunte Bilder aus Licht an den Himmel malen. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, wie das Abschlussspektakel der Kieler Woche vorbereitet wird. Wie die programmierten Leuchtdrohnen exakt positioniert werden, wie der Ponton mit dem Feuerwerk auf die Förde gelangt, wie die Förde vernebelt wird, weil die Laserstrahlen überhaupt erst im Nebel sichtbar sind. Männer, Frauen und Jugendliche, die auf einer Wiese stehen, sich wie Diskuswerfer drehen und Modellflugzeuge in die Luft schleudern. Sie sind Teilnehmende einer Weltmeisterschaft, die bei Tarp ausgetragen wird. „F3K“ heißt ihre Flugzeugklasse. Die Modelle haben keinen Motor, sie segeln. Die Kunst ist es, sie mit der Fernbedienung in Aufwinde zu steuern. Aber wer zu hoch fliegt und es nicht rechtzeitig zurück zum Startplatz schafft, fliegt raus. Und die beiden jungen Frauen, die in 5000 Meter Höhe aus einem Flugzeug springen. Es geht ihnen um den Freifall, nicht um den Schluss, wenn der Fallschirm schon geöffnet ist. An diesem Tag trainieren sie den Winkelflug. Schräg geneigt, mit 200 Stundenkilometern rasen sie auf die Erde zu und landen dann sanft auf dem Flugplatz Hungriger Wolf bei Itzehoe zu. Vom Adrenalinkick berichten sie und dem Freiheitsgefühl, wie ein Vogel fliegen zu können. „die nordstory“ zeigt spektakuläre Luftbilder und bewegende Geschichten zwischen Watt und Wolken. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 16.10.2026 NDR
  • Folge 684 (90 Min.)
    Katja Lucke, Leiterin des Dokumentationszentrums Prora, vermittelt die wechselvolle Geschichte des monumentalen NS-Baus.
    Nach dem Bauboom: Was wurde aus dem ehemaligen NS-Koloss Prora auf der Insel Rügen? „die nordstory Spezial“ zieht Bilanz zwischen Ferienidylle und leeren Versprechen. Neun Jahre nach Ausstrahlung der „nordstory. Ruine mit Meerblick“ am 27. Oktober 2017 im NDR Fernsehen kehrt ein Filmteam nach Prora zurück. Aus Baustellen sind Hotels und Ferienapartments geworden, Immobilien werden teils zu deutlich höheren Preisen weiterverkauft. Pools, Promenade und bewachte Strände locken Urlauber. Doch viele Versprechen von damals sind unerfüllt: Geschäfte, Restaurants und ganzjährige Angebote fehlen weitgehend. Das Filmteam trifft den Verkäufer Manfred Hartwig und den Architekten Thomas Helm wieder und zieht Bilanz: Wer hat vom Prora-Boom profitiert – und ist hier wirklich ein neuer, lebendiger Ort entstanden? (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere So. 18.10.2026 NDR
  • Folge 685 (60 Min.)
    Malte und Lea Kunst genießen ihre Heißluftballonfahrt mit Pilot Klaus Sarinski
    Die Landschaft Niedersachsens ist beeindruckend abwechslungsreich. Vom Meer über Flusslandschaften bis zu den Bergen im Harz: Aus der Luft zeigen sich die verschiedensten Farben und Formen. Die Vogelperspektive bietet einen ganz besonderen Blick auf Deutschlands zweitgrößtes Bundesland. Der Blick von oben gehört für viele Niedersachsen zum Alltag im Job. Reiner Luff ist Fluglehrer bei der Flugschule Wilhelmshaven/​Mariensiel. Mit Flugschülerin Carolin Meyer geht es über den Jadebusen aufs Wattenmeer. Auch nach 30 Jahren fasziniert den Piloten der Blick von oben. Landwirt Hagen Meyer ist mit Hightech über Niedersachsen unterwegs. Mit seiner 50 Kilo schweren und 3,5 Meter großen Drohne streut er in der Nähe von Soltau eine Zwischensaat auf den Acker und erspart seinem Kollegen so etliche Stunden Arbeit. Martin Rösler und sein Team klettern auf die höchsten Gebäude des Landes. In einem Ferienpark im Harz müssen die Industriekletterer Dichtungen an Fenstern austauschen. Auf dem Glockenberg reicht der Ausblick dabei sogar bis zum Brocken. Jörg Hoyer-Külpmann leitet das Team der Höhenretter bei der Feuerwehr Hannover. Bei einer speziellen Übung geht es um die Bergung eines Schwerverletzten vom Dach des Kraftwerks in Hannover-Linden in gut 70 Metern Höhe. „die nordstory“ ist mit dem Heißluftballonfahrer Klaus Sarinski im Landkreis Diepholz unterwegs, zeigt die Arbeit von Kranführer Jeffrey Heß und genießt mit den Kletter-Trainerinnen Angie Faust und Sosa Pinat die grandiose Aussicht auf die bewaldeten Hügel der Region Hameln-Pyrmont. Sie alle sind Menschen, für die die Vogelperspektive zum Alltag gehört, ob im Job oder beim Hobby und die dabei nie die Faszination für den ganz besonderen Blick auf Niedersachsen von oben verlieren. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 23.10.2026 NDR
  • Folge 686 (60 Min.)
    Mecklenburg-Vorpommern: flaches Land, weiter Blick, beeindruckende Natur, Idylle, Ruhe und fast 2000 Kilometer zum Teil schroffe Küstenlinie. Im Landesinneren erstrecken sich weite, grüne Felder und sanfte Hügel und immer wieder auch Landschaften, die man hier im Norden nicht erwarten würde. „die nordstory“ trifft Menschen, die hier gern leben und arbeiten: eine junge Fischerin, den Lokführer einer Schmalspurbahn, Menschen, die freiwillig aus Flugzeugen springen, Rinderzüchter, die ihre Herden wie Cowboys treiben, Archäologinnen und Freizeit-Slawen, den Lenker eines Schwertransporters für Windkraftanlagen auf nächtlicher Mission oder Hubschrauberpiloten und Windanlagenmonteure an ihren Arbeitsplätzen in luftiger Höhe. Und man erlebt sie alle aus einer völlig ungewöhnlichen Perspektive: Mecklenburg-Vorpommern von oben. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 30.10.2026 NDR
  • Folge 687 (60 Min.)
    Thomas Steinke brennt für historische Rennwagen wie den Alpha Romeo GTA von 1965.
    Handwerk mitten im Quartier: Kann das gut gehen? Vor sieben Jahren startete in Hamburg-Ottensen ein städtebauliches Zukunftsprojekt. Nach langem Kampf um ihren Platz in der Stadt bezogen Hamburger Handwerker eine alte Industriehalle auf dem Kolbenhofgelände. Inzwischen sind rundherum 880 Wohnungen entstanden. Heute trifft Werkstattlärm auf Wohnalltag, alte Handwerkstradition auf neue Nachbarschaft. Zeit für einen zweiten Blick: Was ist aus der vielversprechenden Idee geworden? Was als viel beachtetes Leuchtturmprojekt begann, muss sich nun im Alltag bewähren. Sind die erhofften Synergien zwischen Handwerk und Wohnen tatsächlich entstanden? Wie gut vertragen sich junge Familien und laufende Maschinen, Lieferverkehr und Spielstraße? Und was geschieht, wenn aus einer ambitionierten städtebaulichen Idee gelebte Nachbarschaft wird? Dabei geht es auch um die Handwerker selbst: Wie sind sie in ihren neuen Betrieben mitten in der Großstadt angekommen? Was haben die größeren Werkstätten für ihre Arbeit verändert? Und konnten sie die Möglichkeiten nutzen, für die sie einst so lange gekämpft haben? Denn bislang wurde das Handwerk vielerorts aus den Innenstädten verdrängt – hinaus an den Stadtrand. Im Zentrum stehen Menschen, die diesen Wandel unmittelbar erleben: Tobias Trapp, der zwischen Bewohnern, Behörden und Genossenschaft vermittelt und zugleich darum ringt, die Mieten für die Handwerksbetriebe bezahlbar zu halten. Kunstschmied Johannes Rienhoff, der nun eine dreimal so große Werkstatt unterhalten und mit Leben füllen muss. Und Tischler Pascal Snoeck, der inzwischen Möbel für genau jene Menschen baut, die in der neuen Nachbarschaft leben. „die nordstory“ zeigt, was aus der großen Idee geworden ist: Wie die Handwerker ihre neuen Möglichkeiten nutzen, wo das Miteinander von Wohnen und Arbeiten gelingt, wo Interessen aufeinanderprallen und wo neue Lösungen gefunden werden müssen. Dabei geht es nicht nur um die Frage, ob stadtnahes Handwerk dauerhaft Teil eines wachsenden Quartiers sein kann, sondern auch darum, was aus den Menschen und Betrieben geworden ist, die dieses Experiment erst möglich gemacht haben. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 06.11.2026 NDR
  • Folge 688 (90 Min.)
    Ein Wiedersehen mit alten Bekannten: Von Haus zu Haus bzw. Baustelle zu Baustelle ist das „nordstory“-Team unterwegs mit Architektin Peggy Kastl. Sie liebt extravagante Lösungen: so wie das Einfamilienhaus in Michaelsdorf. Aus einer alten Dorfschule hat sie für eine dreiköpfige Familie ein besonders Refugium mit viel Raum, Platz , Kletterwand und Pool entstehen lassen. Über den Dächern Rostocks baute sie exklusive Penthouse-Wohnungen. Auch in Bristow, bei den Mc Brights, wird vorbeigeschaut, um zu erleben wie es auf ihrer „Familienbaustelle“ im abgelegenen Dorf weitergeht und zu zeigen, welche „bunten Vögel“ sich in der Mecklenburgischen Schweiz außerdem extravagante „Nester“ gebaut haben. Extravagant hat sich auch Investor Egon Flemming sein Mühlenquartier vorgestellt. Im alten Kornspeicher sind Luxuswohnungen entstanden und auch im Spa im Keller kann endlich sauniert und geplanscht werden. Die Menschen, die außergewöhnlich wohnen, haben eines gemein – ihre Liebe zu alten Gemäuern und den Wunsch, diese unbedingt zu erhalten. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere So. 08.11.2026 NDR
  • Folge 689 (60 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 13.11.2026 NDR
  • Folge 690 (60 Min.)
    Zwischen Bremen und der Lüneburger Heide verläuft der Wümme-Radweg, ein Geheimtipp. Auf der Nordroute des rund 250 Kilometer langen Rundwegs begleitet „die nordstory“ Menschen, die mit ihrem Engagement das Leben zwischen Bremen und der Lüneburger Heide prägen. Ihre Geschichten stehen für das, was die Region ausmacht: Gemeinschaftssinn, Naturverbundenheit und Ideenreichtum. Die 118 Kilometer lange Wümme entspringt in der Lüneburger Heide und mündet bei Bremen in die Lesum. „die nordstory“ reist auf der Nordroute des Wümme-Radwegs gegen den Strom: von Bremen bis zur Quelle. In Bremen-Vegesack bereiten sich Auszubildende der Werft Abeking & Rasmussen auf die traditionelle Pappbootregatta vor. Erlaubt sind nur Pappe, Papier und Leim, um daraus ein wasserfestes und schwimmfähiges Boot zu bauen. Nach rund zwölf Kilometern entlang von Lesum und Wümme führt der Weg nach Ritterhude. Dort hält der Familienbetrieb Zweirad Kliem Fahrräder für Alltag und Urlaub am Laufen. Neben Reparaturen für Radreisende werden hier auch gespendete Räder von Detlef Torner und Simone Schröter wieder fit gemacht und an Menschen weitergegeben, die sich kein eigenes Fahrrad leisten können. Wenige Kilometer weiter im Bremer Blockland bereitet sich der Biohof Kaemena auf sein großes Hoffest vor. Rund 1500 Gäste werden erwartet, wenn Familie Kaemena ihre Türen öffnet und Einblicke in den ökologischen Landbau gibt. Ebenfalls im Blockland sind Ehrenamtliche und Naturschützer im Einsatz für bedrohte Tierarten. Mit Wärmebilddrohnen suchen Arno Schoppenhorst und sein Team die Wiesen nach Gelegen seltener Wiesenvögel ab, bevor die Mahd beginnt. Auf dem Wümme-Deich führt der Radweg weiter Richtung Fischerhude. Das Künstlerdorf an der Wümme ist bekannt für seine Verbindung von Natur und Kultur. Hier organisieren Erika Schomaker und Ute Flockenhaus den Woodstock-Flohmarkt. Unter dem Motto „Raus aus dem Keller, rein ins Gebüsch“ lockt die Veranstaltung jedes Jahr zahlreiche Besucher*innen an. In Rotenburg (Wümme) öffnet Joanna Hampton ihren Garten für Besucher. Sie gibt Einblicke in naturnahes Gärtnern und zeigt, wie mit kreativen Ideen Lebensräume für Pflanzen und Tiere entstehen können. In Scheeßel trifft das „nordstory“-Team Ehrenamtliche, die während des Hurricane Festivals auf kreative Weise Spenden für das Kinderhospiz Löwenherz sammeln. Unweit davon verwandelt die Familie Bassen ihr Kornfeld in einen außergewöhnlichen Veranstaltungsort. Zwischen Ähren und Abendsonne servieren Wolfgang, Sabine, Philipp und Sebastian Bassen ihre hausgemachten Nudeln. Über Lauenbrück, Handeloh und Undeloh führt die Nordroute schließlich hinein in die Lüneburger Heide. Dort engagieren sich beim Naturpark-Tag mehr als 1000 Ehrenamtliche für den Erhalt der Heidelandschaft. Sie entfernen junge Birken und Kiefern, pflegen Wege und schaffen Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten. Gefördert mit Mitteln der nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/​Bremen mbH. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 20.11.2026 NDR

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