Werkstatt neben Wohnzimmer – Neue Konzepte für die Großstadt
Folge 687 (60 Min.)
Thomas Steinke brennt für historische Rennwagen wie den Alpha Romeo GTA von 1965.Bild: NDR/Katrin SprangerHandwerk mitten im Quartier: Kann das gut gehen? Vor sieben Jahren startete in Hamburg-Ottensen ein städtebauliches Zukunftsprojekt. Nach langem Kampf um ihren Platz in der Stadt bezogen Hamburger Handwerker eine alte Industriehalle auf dem Kolbenhofgelände. Inzwischen sind rundherum 880 Wohnungen entstanden. Heute trifft Werkstattlärm auf Wohnalltag, alte Handwerkstradition auf neue Nachbarschaft. Zeit für einen zweiten Blick: Was ist aus der vielversprechenden Idee geworden? Was als viel beachtetes Leuchtturmprojekt begann, muss sich nun im Alltag bewähren.Sind die erhofften Synergien zwischen Handwerk und Wohnen tatsächlich entstanden? Wie gut vertragen sich junge Familien und laufende Maschinen, Lieferverkehr und Spielstraße? Und was geschieht, wenn aus einer ambitionierten städtebaulichen Idee gelebte Nachbarschaft wird? Dabei geht es auch um die Handwerker selbst: Wie sind sie in ihren neuen Betrieben mitten in der Großstadt angekommen? Was haben die größeren Werkstätten für ihre Arbeit verändert? Und konnten sie die Möglichkeiten nutzen, für die sie einst so lange gekämpft haben? Denn bislang wurde das Handwerk vielerorts aus den Innenstädten verdrängt – hinaus an den Stadtrand. Im Zentrum stehen Menschen, die diesen Wandel unmittelbar erleben: Tobias Trapp, der zwischen Bewohnern, Behörden und Genossenschaft vermittelt und zugleich darum ringt, die Mieten für die Handwerksbetriebe bezahlbar zu halten. Kunstschmied Johannes Rienhoff, der nun eine dreimal so große Werkstatt unterhalten und mit Leben füllen muss. Und Tischler Pascal Snoeck, der inzwischen Möbel für genau jene Menschen baut, die in der neuen Nachbarschaft leben. „die nordstory“ zeigt, was aus der großen Idee geworden ist: Wie die Handwerker ihre neuen Möglichkeiten nutzen, wo das Miteinander von Wohnen und Arbeiten gelingt, wo Interessen aufeinanderprallen und wo neue Lösungen gefunden werden müssen. Dabei geht es nicht nur um die Frage, ob stadtnahes Handwerk dauerhaft Teil eines wachsenden Quartiers sein kann, sondern auch darum, was aus den Menschen und Betrieben geworden ist, die dieses Experiment erst möglich gemacht haben. (Text: NDR) Deutsche TV-Premiere Fr. 06.11.2026 NDR die nordstory spezial: Außergewöhnliches Wohnen
Folge 688 (90 Min.)Ein Wiedersehen mit alten Bekannten: Von Haus zu Haus bzw. Baustelle zu Baustelle ist das „nordstory“-Team unterwegs mit Architektin Peggy Kastl. Sie liebt extravagante Lösungen: so wie das Einfamilienhaus in Michaelsdorf. Aus einer alten Dorfschule hat sie für eine dreiköpfige Familie ein besonders Refugium mit viel Raum, Platz , Kletterwand und Pool entstehen lassen. Über den Dächern Rostocks baute sie exklusive Penthouse-Wohnungen. Auch in Bristow, bei den Mc Brights, wird vorbeigeschaut, um zu erleben wie es auf ihrer „Familienbaustelle“ im abgelegenen Dorf weitergeht und zu zeigen, welche „bunten Vögel“ sich in der Mecklenburgischen Schweiz außerdem extravagante „Nester“ gebaut haben.Extravagant hat sich auch Investor Egon Flemming sein Mühlenquartier vorgestellt. Im alten Kornspeicher sind Luxuswohnungen entstanden und auch im Spa im Keller kann endlich sauniert und geplanscht werden. Die Menschen, die außergewöhnlich wohnen, haben eines gemein – ihre Liebe zu alten Gemäuern und den Wunsch, diese unbedingt zu erhalten. (Text: NDR) Deutsche TV-Premiere So. 08.11.2026 NDR Oke und das Comeback der Amrumer Mühle
Folge 689 (60 Min.)Tägliche Krauleinheit für Gallowaykalb Henry: Er lässt alle Herzen auf dem Hof höherschlagen.Bild: NDRAuf Amrum ist Landwirtschaft eine Herausforderung für sich: begrenzter Platz, teure Transporte und dazu Tausende hungrige Gänse, die es auf die Felder abgesehen haben und im Frühjahr die Saat wegfressen. Inselbauer Oke Martinen lässt sich davon nicht abschrecken. Er will möglichst viel selbst produzieren und hat dafür immer neue Ideen. Im Mittelpunkt dieses Jahres steht ein besonderes Projekt: Oke baut erstmals seit Jahrzehnten wieder Gerste für die historische Amrumer Mühle an. Nach ihrer Sanierung sollen sich die Mühlenflügel wieder drehen und Getreide mahlen, das direkt auf der Insel gewachsen ist.Doch bis dahin ist es ein weiter Weg. Denn kaum ist die Gerste ausgesät, werden die Felder von hungrigen Gänsen besucht. Oke muss immer wieder bangen, ob am Ende genug Getreide für die Mühle wächst. Zwischen Tieren, Acker und Maschinen arbeitet Oke weiter und verfolgt gleichzeitig neue Ideen für seinen Hof. Wenn die Ernte schließlich eingefahren ist, zeigt sich, ob sein Plan aufgeht: Reicht Okes Gerste tatsächlich aus, damit sich das Mahlen in der historischen Mühle wieder lohnt? Eine Geschichte über Landwirtschaft auf der Insel, Durchhaltevermögen und den Versuch, Tradition mit neuen Ideen zu verbinden. (Text: NDR) Deutsche TV-Premiere Fr. 13.11.2026 NDR Erlebnis Wümme-Radweg – Von Bremen in die Heide
Folge 690 (60 Min.)Zwischen Bremen und der Lüneburger Heide verläuft der Wümme-Radweg, ein Geheimtipp. Auf der Nordroute des rund 250 Kilometer langen Rundwegs begleitet „die nordstory“ Menschen, die mit ihrem Engagement das Leben zwischen Bremen und der Lüneburger Heide prägen. Ihre Geschichten stehen für das, was die Region ausmacht: Gemeinschaftssinn, Naturverbundenheit und Ideenreichtum. Die 118 Kilometer lange Wümme entspringt in der Lüneburger Heide und mündet bei Bremen in die Lesum. „die nordstory“ reist auf der Nordroute des Wümme-Radwegs gegen den Strom: von Bremen bis zur Quelle.In Bremen-Vegesack bereiten sich Auszubildende der Werft Abeking & Rasmussen auf die traditionelle Pappbootregatta vor. Erlaubt sind nur Pappe, Papier und Leim, um daraus ein wasserfestes und schwimmfähiges Boot zu bauen. Nach rund zwölf Kilometern entlang von Lesum und Wümme führt der Weg nach Ritterhude. Dort hält der Familienbetrieb Zweirad Kliem Fahrräder für Alltag und Urlaub am Laufen. Neben Reparaturen für Radreisende werden hier auch gespendete Räder von Detlef Torner und Simone Schröter wieder fit gemacht und an Menschen weitergegeben, die sich kein eigenes Fahrrad leisten können. Wenige Kilometer weiter im Bremer Blockland bereitet sich der Biohof Kaemena auf sein großes Hoffest vor. Rund 1500 Gäste werden erwartet, wenn Familie Kaemena ihre Türen öffnet und Einblicke in den ökologischen Landbau gibt. Ebenfalls im Blockland sind Ehrenamtliche und Naturschützer im Einsatz für bedrohte Tierarten. Mit Wärmebilddrohnen suchen Arno Schoppenhorst und sein Team die Wiesen nach Gelegen seltener Wiesenvögel ab, bevor die Mahd beginnt. Auf dem Wümme-Deich führt der Radweg weiter Richtung Fischerhude. Das Künstlerdorf an der Wümme ist bekannt für seine Verbindung von Natur und Kultur. Hier organisieren Erika Schomaker und Ute Flockenhaus den Woodstock-Flohmarkt. Unter dem Motto „Raus aus dem Keller, rein ins Gebüsch“ lockt die Veranstaltung jedes Jahr zahlreiche Besucher*innen an. In Rotenburg (Wümme) öffnet Joanna Hampton ihren Garten für Besucher. Sie gibt Einblicke in naturnahes Gärtnern und zeigt, wie mit kreativen Ideen Lebensräume für Pflanzen und Tiere entstehen können. In Scheeßel trifft das „nordstory“-Team Ehrenamtliche, die während des Hurricane Festivals auf kreative Weise Spenden für das Kinderhospiz Löwenherz sammeln. Unweit davon verwandelt die Familie Bassen ihr Kornfeld in einen außergewöhnlichen Veranstaltungsort. Zwischen Ähren und Abendsonne servieren Wolfgang, Sabine, Philipp und Sebastian Bassen ihre hausgemachten Nudeln. Über Lauenbrück, Handeloh und Undeloh führt die Nordroute schließlich hinein in die Lüneburger Heide. Dort engagieren sich beim Naturpark-Tag mehr als 1000 Ehrenamtliche für den Erhalt der Heidelandschaft. Sie entfernen junge Birken und Kiefern, pflegen Wege und schaffen Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten. (Text: NDR) Deutsche TV-Premiere Fr. 20.11.2026 NDR Ein Herz für Holz – Heute die Bäume der Zukunft pflanzen
Folge 691 (60 Min.)Hinrich Joost Bärwald und Charlotte von Lauff bewirtschaften 500 Hektar Wald von Alexander von Storch (rechts). Gesunde, naturnahe Wälder sind auch in Zukunft ertragreich.Bild: NDR/Cornelia HelmsDas Klima ändert sich und damit der Lebensraum. Wälder werden von Hitzeperioden und Insektenbefall geplagt, gefolgt von Starkregen und Wildverbiss. Auch Landwirte haben mit diesen Veränderungen zu kämpfen. Klar ist: da muss sich etwas ändern. Förster, Landwirte und Gärtner in Mecklenburg-Vorpommern denken um, setzen auf neue Baumarten, experimentieren mit alten und neuen Ideen, um dem Klimawandel auf Feld und Flur die Stirn zu bieten. (Text: NDR)Deutsche TV-Premiere Fr. 27.11.2026 NDR
