Von Links: Daniel Engelsmann, Rosa Lohmann und Marcus Fahn vor der Priener Hütte.
Bild: David Hulik / BR
Beeindruckende Bergpanoramen, idyllische Almen und urige Einkehrmöglichkeiten: Marcus Fahn, Morgenmoderator von Bayern 1, macht sich auf den Weg zu neuen Wanderungen, besucht einladende Einkehrmöglichkeiten und trifft begeisterte und engagierte Wirtsleute mit sehr persönlichen Geschichten. Almwiesen, Kuhglocken und die Chiemgauer Alpen im Rücken: Seine erste Hüttenwanderung führt Marcus Fahn nach Oberbayern ins Naturschutzgebiet Geigelstein. Hier liegt die Priener Hütte auf 1.410 Metern. Zahlreiche Touren führen zu umliegenden Gipfeln, wie dem Geigelstein, dem Breitenstein oder zur Via Alpina.
Seit 2021 wird die Hütte von Quereinsteigerin Rosa Lohrmann und ihrer Patchwork-Familie bewirtschaftet. Was Marcus gleich bei der Begrüßung spürt: Sie und ihr Partner Daniel strahlen pures Glück und einträchtige Harmonie aus. Beide hatten ursprünglich andere Berufe, finden nun aber hier oben ihre gemeinsame Erfüllung. Die Hütte betreiben sie mit viel Gespür für gelebte Gastfreundschaft, Nachhaltigkeit und Herzlichkeit zu ihren Gästen. Auf insgesamt acht Kinder kommt ihre Patchwork-Familie, wobei einige schon aus dem Haus sind, während andere ganz selbstverständlich mit dem Hüttenleben aufwachsen.
Es gibt Mehrbettzimmer und Lager, auf Wunsch mit Halbpension. Das Brot, das es hier gibt, wurde selbst gebacken und diesmal packt Marcus mit an, wenn Rosa den Teig vorbereitet und backt. Die Hütte hat ganzjährig geöffnet. Zur besonderen Atmosphäre trägt die Musik bei: In der Gaststube stehen Akkordeons, die die Gäste dazu einladen, gemeinsam zu musizieren. Auch das Klavier am Bestelltresen ist mehr als nur Dekoration: Wer etwas bestellen will, darf sich bemerkbar machen, indem er in die Tasten greift und eine Melodie anstimmt.
Sein nächster Ausflug führt ihn weiter westwärts: Es locken Allgäuer Spezialitäten, eine großzügige Panorama-Terrasse und ein herrlicher Blick auf die Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau. Marcus besucht die Rohrkopfhütte am Tegelberg bei Schwangau – ein beliebtes Wanderziel direkt an einer Route mit dem verheißungsvollen Namen „Schutzengelweg“.
Hüttenwirt Basti empfängt ihn in zünftiger Tracht und führt ihn durch den auf 1.320 Metern gelegenen Betrieb. Die Hütte ist nicht mit dem Auto erreichbar – vom Parkplatz der Tegelbergbahn führt der Weg zu Fuß rund eine Stunde hinauf. Als gelernter Koch setzt Basti ganz auf gute Küche und spezielle Kochevents. Herzstück seines Gastro-Angebots ist die Außenküche mit offener Zubereitung von Gerichten. Außerdem organisiert er bei schönem Wetter jeden Donnerstag einen Barbecue-Abend und jeden letzten Donnerstag im Monat einen Cocktail-Abend.
Übernachten kann man auf der Rohrkopfhütte nicht, dafür gibt’s für jeden der mag, ein besonderes Wohlfühl-Erlebnis: Auf eigens dafür gebauten Plattformen direkt am Hang finden „Sundowner Yoga“-Sessions statt, die Bewegung, Entspannung und den weiten Blick über das malerische Bergpanorama zusammenführen. Das lässt Marcus sich nicht entgehen – auch wenn er mit den Übungen zunächst klarkommen muss, am Ende offenbaren sie einen Moment der Ruhe, um die besondere Atmosphäre der Allgäuer Alpen auf dieser Hütte bewusst noch einmal zu genießen. (Text: BR)
Bild: David Hulik / BR;cutflow GmbH / BR/cutflow GmbH/David Hulik
Beeindruckende Bergpanoramen, idyllische Almen und urige Einkehrmöglichkeiten: Marcus Fahn, Morgenmoderator von Bayern 1, macht sich auf den Weg zu neuen Wanderungen, besucht einladende Einkehrmöglichkeiten und trifft begeisterte und engagierte Wirtsleute mit sehr persönlichen Geschichten. Marcus wandelt diesmal auf frühgeschichtlichen Spuren. Es geht zu einem sagenumwobenen Ort: Auf 539 Metern liegt die Staffelbergklause auf dem Staffelberg bei Bad Staffelstein im Nordwesten des Naturparks Fränkischen Schweiz. Nicht ohne Grund gilt dieser Berg als der „Heilige Berg der Franken“.
Schon lange vor der Christianisierung war das markante Bergplateau vermutlich ein bedeutender Kult- und Versammlungsort der Kelten. Später prägten christliche Wallfahrten und die Verehrung der heiligen Adelgundis die spirituelle Bedeutung des Berges. Marcus trifft hier Marco Rödiger und seine Frau Claudia. Sie haben die Staffelbergklause übernommen, beide sorgen auch dafür, die dazu gehörige Adelgundiskapelle instand zu halten. Der Überlieferung nach lebte die heilige Adelgundis hier als Einsiedlerin und machte den Staffelberg zu einem Ort der Einkehr und des Glaubens.
So kommt es, dass die Kapelle bis heute Pilger, Wanderer und Geschichtsinteressierte gleichermaßen anzieht. Zum Putzen wird Marcus gleich mal eingespannt: Boden wischen unter den Augen der Heiligen Adelgundis – auch eine neue Erfahrung auf seiner Hüttentour. Anschließend mischt er sich unter die Ausflügler, Wanderer und Einheimische, die zwar auch wegen der Kapelle, aber vor allem wegen der schönen Aussicht und der fränkischen Gerichte kommen. In der Küche bereitet er mit Claudia frische Bratwürste, um sie draußen zu servieren. Und um die Getränke-Vorräte zu sichern, macht er sich auf dem mini Unimog auf den Weg, Bier-Nachschub zu holen.
Wer hier einkehrt, bekommt genau das, was die Staffelbergklause ausmacht: eine Pause nach dem Aufstieg auf den „Berg der Franken“, heimisches Bier und eine deftige fränkische Brotzeit. Und Marcus bekommt noch ein extra Highlight: Marco zeigt ihm die schönste Stelle am Staffelberg, von der aus sich das Obermaintal und die markanten Gipfelfelsen überblicken lassen. Sehr ursprünglich geht es für Marcus weiter zu seinem nächsten Besuch im ruhigen Lochbachtal im Oberallgäu.
Die Alpe Dinjörgen liegt auf 1.278 Metern, auf der südlichen Seite des Besler-Massivs. Vor über 200 Jahren wurde sie zum ersten Mal erwähnt, heute lebt hier eine junge Familie, hütet Kühe und empfängt Gäste. Wie sich das Leben anfühlt, wenn die Alpe das Zuhause ist – das erlebt Marcus hier hautnah mit. Alle Familienmitglieder müssen anpacken und das mitten in der weiten freien Natur. Von Mitte Mai bis Anfang Oktober wohnt die Familie mit ihren zwei Kindern auf der Alpe, die Schule ist weit weg, Nachbarn gibt es im Umkreis von mehreren hundert Metern auch nicht.
Dafür müssen jeden Tag 112 Stück Vieh versorgt werden, dank deren Beweidung die umliegende Kulturlandschaft erhalten wird. Außerdem ist Marcus dabei, wenn Jule und Michael aus frischgemolkener Milch per Handarbeit schmackhaften Allgäuer Alpkäse zubereiten – allein für diesen Leckerbissen lohnt sich der Aufstieg. Zur Alpe führen viele Wege von allen Seiten und alle gut ausgebaut. Von einer lockeren Wanderung in einer Stunde bis zu mehreren Stunden ist alles möglich, sei es über den Königsweg ab Obermaiselstein, vom Riedbergpass, ab Balderschwang oder durch das Lochbachtal – je nach Lust und Fitnesszustand. (Text: BR)