2026

  • Folge 66 (45 Min.)
    So könnte das künftige Moon Village aussehen (animiertes Bild). – Bild: MDR/​Tellux/​Wolfgang Morell
    So könnte das künftige Moon Village aussehen (animiertes Bild).
    Zum ersten Mal seit den legendären Apollo-Missionen fliegen wieder Menschen zum Mond. Mit der NASA-Mission „Artemis 2“ soll eine neue Ära der bemannten Raumfahrt beginnen. Die Doku begleitet die vier Astronaut:innen Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen bei ihren Vorbereitungen auf dem Weg zum Mond. Die deutschen Astronauten Alexander Gerst und Matthias Maurer erklären zusammen mit anderen Raumfahrt-Experten, wie die Mission abläuft und warum sie so wichtig ist. Zugleich zeigt der Film: Ohne Hightech aus Deutschland wäre diese historische Mission nicht möglich. Vier Menschen, eine Mission: Die Crew von „Artemis 2“ wird als erste seit über 50 Jahren wieder bis in die Mondumlaufbahn vordringen – und damit den nächsten großen Schritt der Menschheit vorbereiten: eine dauerhafte Präsenz von Menschen auf dem Mond. Die Doku öffnet Türen, die sonst verschlossen bleiben: zu den vier Astronaut:innen Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen, in Trainingshallen der NASA und hinein in das Raumschiff selbst. Alexander Gerst, Matthias Maurer und andere Expert:innen erklären, welche Herausforderungen zu meistern sind und was dieser Aufbruch für die Raumfahrt bedeutet. Der Film macht deutlich, wie unverzichtbar deutsches Know-how für die Mondmission ist. In Bremen baut Airbus das Europäische Servicemodul – das „Lebenserhaltungssystem“ des Orion-Raumschiffs, das die Astronaut:innen mit Energie, Wasser, Sauerstoff und Antrieb versorgt. Ohne dieses Herzstück wäre der Flug zum Mond undenkbar. In Thüringen fertigt Jena-Optronik hochpräzise Sternsensoren, die die Orientierung des Raumschiffs im All überhaupt erst möglich machen. Die kleinen, von Hand gebauten Geräte aus Mitteldeutschland halten Orion auf Kurs – ein Schlüssel für Sicherheit und Erfolg der Mission. Der Film zeigt zudem, wie stark in Deutschland auch in weiteren Bereichen an der Erkundung des Weltraums mitgearbeitet wird. In der brandneuen Luna-Halle des DLR testen Forscher:innen mit tonnenweise „Mondstaub“, wie künftige Astronaut:innen auf der Oberfläche zurechtkommen könnten. Wissenschaftler:innen entwerfen Szenarien für Mondbasen, die Wasser und Mondstaub vor Ort nutzen – der Mond als Testlabor und Sprungbrett zum Mars. In Houston ist das Filmteam im berühmten Mission Control Room dabei, wenn der Flight Director der NASA mit seinem Team den Einsatz plant. Hier wird spürbar, wie sehr der Erfolg von „Artemis 2“ von minutiöser Vorbereitung und klaren Entscheidungen abhängt – im Bewusstsein, dass bemannte Raumfahrt von großen Erfolgen, aber auch von schweren Rückschlägen geprägt ist. Am Ende stellt die Dokumentation die Grundfrage der Exploration: Warum riskieren Menschen ihr Leben, um andere Himmelskörper zu erreichen? Abgesehen von neuen Entdeckungen und wissenschaftlichen Durchbrüchen berichten Astronaut:innen immer wieder davon, wie beeindruckt sie vom sogenannten „Overview-Effekt“ sind, dem Moment, in dem die Erde als zerbrechliche blaue Kugel im Schwarz des Alls erscheint. (Text: ARD)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 30.01.2026 tagesschau24
  • Folge 67 (45 Min.)
    Die Münchner Studentin Lara hat gern Sex, kann allerdings aktuell nur beim Solo-Sex kommen. In einem sexualtherapeutischen Coaching erfährt sie, ob sich ihre sexuelle Erregbarkeit erweitern lässt. Weiteres Bildmaterial finden Sie unter www.br-foto.de.
    Eine Hand berührt uns, ein Gedanke ploppt auf, eine Stimme betört uns. Plötzlich steigen Blutdruck, Atemfrequenz und Hautsensibilität. Sexuelle Lust scheint einfach so über uns zu kommen: willkürlich, magisch, mysteriös. Doch der körperliche Mechanismus ist ein Trugschluss. Wir können unsere Lust viel mehr beeinflussen, als viele denken. Sofern wir genug über sexuelle Lust wissen! Wir begleiten die Münchner Studentin Lara Endt zu einem sexualtherapeutischen Coaching. Denn sie kann zwar beim Solo-Sex kommen, nicht aber beim Sex mit anderen. Gemeinsam mit der Züricher Sexualtherapeutin und Psychotherapeutin Dania Schiftan erkundet sie, wie sexuelle Erregung bisher bei ihr abläuft und wie sie ihre sexuelle Erregbarkeit erweitern kann. Denn viele von uns sind in ihrer Lust konditioniert wie der Pawlowsche Hund. Durch ständiges Wiederholen ist ein körperlicher Mechanismus entstanden. Auch bei sexuellen Erfahrungen verstärken wir, wenn wir bestimmte Abläufe immer wieder wiederholen, die entsprechenden neuronalen Bahnen – und lassen gleichzeitig andere verkümmern. Neue Abläufe durch eine andere Person oder ein neues Sex-Toy haben es dann schwer, uns zum Orgasmus zu bringen. Doch unser Gehirn ist neuroplastisch: Wir können es verändern. Mit Methoden wie Atmen, Bewegen und Achtsamkeit können wir lernen, unseren Körper gezielter wahrzunehmen – und damit auch unsere Lust und sexuelle Erregung zu steuern. Neben körperlichen Erfahrungen ist unsere Lust aber auch durch gesellschaftliche Erfahrungen geprägt. Der Münchner Stand-Up-Comedian Hauke van Göns spricht erstmals vor Publikum über seine Erektionsstörungen und erfährt von der Expertin, wie sich Pornos und Geschlechterrollen auf unsere Sexualität auswirken – und sogenannte „Sex-Skripte“: Narrative, wie Sex sein soll. Wer ist aktiv, wer passiv? Wer hat angeblich viel Lust, wer wenig? Wie beginnt Sex, wie endet er? Gemeinsam mit Expert*innen wie Neurologin und Psychotherapeutin Dr. Heike Melzer und Kulturwissenschaftlerin Louisa Lorenz sowie der intergeschlechtlichen Person Lynn zeigt „ARD Wissen“: Um unsere Lust zu befreien, brauchen wir Wissen. Was ist sexuelle Lust? Warum sind die Lustorgane Penis und Klitoris gleich groß? Unterscheiden sich vaginaler und klitoraler Orgasmus? Und wie können wir langweilige Sex-Skripte loswerden – und unsere Lust befreien? (Text: ARD)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 09.02.2026 Das Erste
  • Folge 68 (45 Min.)
    Unsere Hände sind wahre Multifunktionswerkzeuge. Kein anderes Körperteil ist so beweglich, sensibel und gleichzeitig so belastbar. Aktuelle Studien zeigen, dass die Verbindung zwischen Hand und Gehirn entscheidend für unsere kognitive Gesundheit ist. Jede Berührung, jedes Anfassen erzeugt ein Feuerwerk im Gehirn. Feinmotorische Übungen und gezieltes Handtraining können helfen, neurodegenerativen Erkrankungen vorzubeugen oder sie abzumildern. Wie genau funktioniert das? Die Dokumentation begleitet Emma Bernhard bei den Westdeutschen Meisterschaften im Lead-Klettern. Die 22-jährige hessische Meisterin gehört zu den Top-Sportkletterinnen Deutschlands in den Disziplinen Lead-Klettern und Bouldern. Beim Klettern zählt jeder Hand-Griff. Doch was nach reiner Muskelarbeit aussieht, ist in Wahrheit ein komplexer Denkprozess. Das erfährt Emma, als sie die Sportpsychologin Dr. Lisa Musculus in der Sporthochschule Köln besucht, die ihr Kraft- und Planungspotenzial untersucht. Kletter-Profis erkennen schneller, was wichtig ist – zum Beispiel welche Griffe sie brauchen oder welche Route sie nehmen müssen – eine Kompetenz, die ihnen auch in anderen Lebensbereichen enorm hilft. Vor drei Jahren erlitt die 29-jährige Katharina Borck einen Schlaganfall und kämpft sich seitdem mit nur einer funktionsfähigen Hand zurück in ein eigenständiges Leben. An der Uniklinik Frankfurt könnte ihr eine neuartige Therapie helfen. Mit einem Neurostimulationsverfahren, das den motorischen Kortex gezielt ansprechen und stärken soll, versucht das Team um den Neurologen und Neurowissenschaftler Prof. Christian Grefkes-Hermann, die Bewegungsfähigkeit von Katharinas rechter Hand zu verbessern. Wird die Therapie gelingen? Die Hände von Uhrmachermeister Robert Hoffmann sind sein wichtigstes Werkzeug. Sie sind durch seine tägliche Arbeit feinmotorisch besonders geschult, ruhig und präzise. Sie können Bewegungen millimetergenau ausführen und spüren kleinste Unterschiede in Materialien oder Mechanik. In der Uhrenmanufaktur, in der Robert arbeitet, möchte der Entwicklungspsychologe Prof. Sebastian Suggate von der Universität Regensburg herausfinden, was in den Köpfen der Menschen passiert, die jeden Tag mit feinster Motorik arbeiten, und er startet eine Studie: Bringt eine hochentwickelte Feinmotorik Vorteile in bestimmten Bereichen der Intelligenz? Die Doku zeigt und erzählt, warum es so wichtig ist, dass wir unsere Hände ein Leben lang schulen. Wir sollten unsere Hände trainieren, um im Kopf möglichst fit zu bleiben. (Text: ARD)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 02.03.2026 Das Erste
  • Folge 69 (45 Min.)
    Prof. Dr. Claudia Traidl-Hoffmann testet Lena Ganschow mittels Pricktest auf Allergien am Universitätsklinikum Augsburg.
    Frühsommer – für viele die schönste Zeit des Jahres. Alles blüht und duftet. Uns zieht es hinaus ins Freie, um Sonne und Natur zu genießen. Doch genau dann erleben Millionen Menschen die quälendste Phase des Jahres: Sie leiden unter einer Pollenallergie, an Heuschnupfen. Allergien gehören heute weltweit zu den häufigsten Krankheiten, die Zahl der Betroffenen steigt. In Deutschland ist bereits etwa ein Drittel der Bevölkerung betroffen. Bis 2050 könnte die Hälfte der Menschheit unter allergischen Erkrankungen leiden, also jeder Zweite in Deutschland. Warum aber nehmen Allergien so dramatisch zu? Was passiert im Körper? Welche Rolle spielen Umwelt, Klimawandel, Ernährung und Lebensstil? Wie ist der aktuelle Stand der Forschung? Die Wissenschaftsjournalistin und studierte Biologin Lena Ganschow geht diesen Fragen nach und tauscht sich mit Betroffenen aus. Sie trifft eine Steuerberaterin, die unter mehreren Allergien leidet, viele Behandlungen ohne Erfolg hinter sich hat und jetzt dank einer neuen Therapie zum ersten Mal Erleichterung erlebt. Sie besucht einen Landwirt mit Heuschnupfen und einer Rinderhaarallergie, der sein Unternehmen allergiebedingt umstrukturieren musste – sowie eine junge Frau mit einer Nahrungsmittelallergie, die nur noch isst, was sie selbst gekocht hat. Keine Restaurantbesuche, auch Einladungen zum Essen bei Freunden schlägt sie aus. Zu groß ist die Angst vor einem allergischen Schock. Der Film thematisiert vor allem Pollenallergie (Heuschnupfen) und Lebensmittelallergien. Lena Ganschow befragt dafür zwei der renommiertesten Allergieforschenden in Deutschland: Prof. Claudia Traidl-Hoffmann, Universitätsprofessorin für Umweltmedizin an der Universität Augsburg sowie Direktorin des Instituts für Umweltmedizin beim Helmholtz Zentrum München, und Prof. Torsten Zuberbier, Direktor des Instituts für Allergieforschung an der Charité Berlin, Präsident des Global Allergy and Asthma Excellence Network sowie Vorsitzender der Europäischen Stiftung für Allergieforschung ECARF. Zuberbier und sein Team untersuchen das Darm-Mikrobiom, um zu verstehen, wie moderne Lebensweise und Ernährung mit der Entstehung von Allergien zusammenhängen könnten. Traidl-Hoffmann erforscht, welche Folgen der Klimawandel auf Pollen und damit auf die Pollenallergie hat. Dieser Film zeigt: Allergien sind Ausdruck eines tiefgreifenden Zusammenspiels von Immunsystem, Umwelt, Klima, Lebensstil und moderner Zivilisation. Mit besserer Aufklärung, intelligenter Prävention, neuen Diagnose-Tools und innovativen Therapien gibt es reale Chancen, die „Volkskrankheit Allergie“ in Zukunft besser in den Griff zu bekommen. (Text: ARD)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 13.04.2026 Das Erste

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