Folge 1253

  • Bevor alles kippt – Hilfe für Mutter und Kind

    Folge 1253 (30 Min.)
    Die Dyade ist die letzte Station vor der Inobhutnahme. Hier bekommen Alleinerziehende mit psychischen Problemen Hilfe. Ziel ist, dass sie ihre Kinder doch behalten können. Wie gelingt das? Das Berliner Eltern-Kind-Projekt gibt Frauen die Chance, ihre Rolle als Mutter trotz der Krankheit zu stärken, und schafft einen Raum, in dem Kinder Geborgenheit erfahren können. Drei Frauen mit bewegender Vergangenheit erzählen ihre Geschichte. Mutter zu sein bedeutet, Verantwortung zu übernehmen – auch dann, wenn das eigene Leben aus dem Gleichgewicht geraten ist. Depressionen, Psychosen, Sucht oder traumatische Erfahrungen können den Alltag mit einem Kind zu einer kaum zu bewältigenden Herausforderung machen. In der Dyade, einer Mutter-Kind-Einrichtung des psychiatrischen Verbunds Prenzlkomm in Berlin, leben Frauen, die mit ihren psychischen Belastungen an ihre Grenzen gekommen sind. Sie werden dort im Alltag begleitet und lernen, für ihre Kinder da zu sein, ohne dabei sich selbst aus dem Blick zu verlieren. Eine von ihnen ist Gina T. (28). Sie weiß, wie schwer es sein kann, Nähe zuzulassen und die eigenen Gefühle zu kontrollieren. Ihre Tochter Miley ist noch klein. Gina möchte eine Mutter sein, bei der sich ihr Kind sicher fühlen kann. Dafür muss sie sich auch mit ihrer eigenen Geschichte auseinandersetzen. Eva M. (46) lebt seit vielen Jahren mit einer psychischen Erkrankung. Ihr Sohn Luki war zeitweise bei einer Pflegefamilie. Nun versucht Eva, ihren Alltag als Mutter
    wiederzufinden. Dabei wird deutlich, wie eng die eigene psychische Stabilität mit der Beziehung zum Kind verbunden ist – und wie schnell sich alte Ängste zurückmelden können. Auch Sarah N. (27) kennt Brüche in ihrer Biografie. Sie hat eine kleine Tochter und einen Sohn, der derzeit in einem Kinderheim lebt. Sarah möchte ihre Kinder nicht verlieren und kämpft darum, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. Begleitet werden die Frauen unter anderem von Karoline Janeszewski (59), der pädagogischen Leiterin der Dyade, und Karin Giersberg (69), die das therapeutische Team leitet. Sie erleben täglich, wie unterschiedlich die Wege der Mütter verlaufen. Manche machen kleine, manchmal kaum sichtbare Fortschritte. Andere geraten erneut in Krisen. Und nicht immer kann verhindert werden, dass ein Kind aus der Familie genommen werden muss. Was brauchen Mütter, deren eigene Kindheit von Vernachlässigung, Gewalt oder psychischer Erkrankung geprägt war, um ihren Kindern das geben zu können, was ihnen selbst gefehlt hat? Und wie viel Unterstützung ist notwendig, damit sich belastende Erfahrungen nicht von einer Generation auf die nächste übertragen? „Bevor alles kippt – Hilfe für Mutter und Kind“ erzählt von diesen Fragen aus unmittelbarer Nähe, ohne schnelle Lösungen und ohne einfache Antworten. Der Film beobachtet drei Frauen in einer Lebensphase, in der vieles offen ist, und zeigt einen Ort, an dem sie die Chance bekommen, gemeinsam mit ihren Kindern einen eigenen Weg zu finden. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Di. 24.11.2026 ZDF

Sendetermine

Di. 24.11.2026
22:15–22:45
22:15–
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