ZDFzeit

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    • Folge 251 (45 Min.)
      Kassengestelle der 70er-Jahre: Acht Brillengestelle standen früher auf Krankenkassen-Rezept zur Auswahl. – Bild: ZDF und Oliver Hans Wolf.
      Kassengestelle der 70er-Jahre: Acht Brillengestelle standen früher auf Krankenkassen-Rezept zur Auswahl. – Bild: ZDF und Oliver Hans Wolf.

      Fast jede dritte Brille in Deutschland wird bei Fielmann gekauft. Aber wie sieht es hinter den Kulissen des Marktführers aus? „ZDFzeit“ stellt Fielmann auf den Prüfstand. Günstige Brillen für wenig Geld – für dieses Image hat Unternehmer Günther Fielmann hart gearbeitet. Heute gehören zum Konzern mehr als 600 Filialen in Deutschland. Und was kaum jemand weiß: Fielmann kauft auch Optiker auf und führt sie unter altem Namen weiter. „Brille: Fielmann“: Diesen Slogan kennt in Deutschland dagegen fast jeder. Seit Günther Fielmann 1972 in Cuxhaven sein erstes Geschäft eröffnete, hat sich viel getan auf dem früher so traditionellen Optikermarkt – wo es noch üblich war, im weißen Laborkittel zu bedienen. Oder, wie es der Senior einmal beschrieb: „Ich bin dann in dieses kartellähnliche Gebilde gefahren wie der Habicht in den Hühnerstall.“ Seine Geschäftsidee: statt teurer Designerbrillen selbst entworfene, modische Brillen zum kleinen Preis. Eine Art Discounter-Prinzip für den Brillenmarkt. Damit revolutionierte er in den 70er- und 80er-Jahren das Geschäft, konnte eine Filiale nach der anderen einweihen. Heute verkauft die Fielmann AG in ihren über 600 deutschen Filialen mehr Brillen als alle anderen Optiker zusammen. „ZDFzeit“ durchleuchtet das Brillen-Imperium: Wie fair geht der Konzern mit seinen Mitarbeitern um? Und hält er seine Werbeversprechen tatsächlich ein? Experten prüfen die Qualität der Brillen, Testkäufer checken Beratung und Service. Wird wirklich jede Reklamation anerkannt? Ob Umtausch oder Rückgabe bei Nichtgefallen oder Bestpreis-Garantie – die Kundenzufriedenheit steht laut Fielmann im Mittelpunkt der Firmenstrategie. „Das erzähle ich doch weiter, und dieser Weiterempfehlungseffekt, der schlägt sich viel deutlicher in den Ertragszahlen nieder als die Retouren“, erklärt Marketingforscher Prof. Manfred Schwaiger. Beliebt machte sich Fielmann damit in seiner Branche nicht, wegen seiner Werbeversprechen überzog ihn die Konkurrenz mit Klagen, Filialen wurden beschmiert, Türschlösser zugeklebt, Müllcontainer angesteckt. Mitte der 80er-Jahre gab es den Branchenspruch: Optiker mögen zwei Dinge nicht: Leute, die gut sehen und Herrn Fielmann. Der blieb unbeirrt, trommelte für seine Geschäfte, wenn nötig mit einem Elefanten in der Fußgängerzone. Heute sind dem Branchenprimus zahlreiche Konkurrenten auf den Fersen: große Optiker-Ketten, kleine Billiganbieter oder Online-Brillenhändler. Fielmann lässt den Markt genau beobachten und versucht, die Mitbewerber beständig zu unterbieten. Inzwischen hat der öffentlichkeitsscheue Günther Fielmann die Geschäftsleitung an seinen Sohn Marc übergeben. Auch der ist für seinen Hang zum Perfektionismus bekannt und wurde vom Vater systematisch zum Nachfolger aufgebaut. „ZDFzeit“ konnte den mit 29 Jahren derzeit jüngsten deutschen Konzernchef eines Milliardenunternehmens exklusiv in seinem Arbeitsalltag begleiten. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 18.06.2019 ZDF
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    • Folge 252 (45 Min.)
      Prince Harry und Meghan Markle – Bild: Wikimedia Commons
      Prince Harry und Meghan Markle – Bild: Wikimedia Commons

      Schön, glamourös, charakterstark: Die Ehefrauen von Charles, William und Harry sind ein Glücksfall für das britische Königshaus. Doch wie harmonisch geht es hinter den royalen Kulissen zu? In Zeiten von Social Media stehen die Herzoginnen in einem harten Wettbewerb. Wem gelingt die Balance aus Extravaganz und Bodenständigkeit am besten? Jeder Auftritt ist ein Fest für die Medien. „ZDFzeit“ beleuchtet Sonnen- und Schattenseiten des vermeintlichen Traumjobs. Die Windsors sind beliebt wie nie – und Kate, Meghan, ja selbst die einst unbeliebte Camilla, haben viel dazu beigetragen. Nachdem die Queen und Prinz Philip zunehmend die neue Generation ans Ruder lassen, stehen die Ehefrauen und nicht Charles, William oder Harry im Mittelpunkt. Das Zusammenwirken der drei Herzoginnen in der Öffentlichkeit scheint perfekt. Jede spielt im großen Dynastietheater ihre individuelle Rolle. Alle drei haben ganz unterschiedliche Qualitäten, die die Windsors für sich zu nutzen wissen. Da ist die glamouröse Meghan Markle, der jüngste Neuzugang. Mit ihrem Hollywood-Background und ihren afroamerikanischen Wurzeln ist die Herzogin von Sussex prädestiniert für die Repräsentation der britischen Monarchie im Commonwealth. Die jungen Royals sollen dort für die Krone punkten, denn die letzte Umfrage in Australien, ob der britische Monarch auch künftig Staatsoberhaupt bleiben soll, ergab nur eine Zustimmung von mageren 54 Prozent. Die Starqualitäten von Meghan Markle scheinen gelegentlich die Erscheinung von Herzogin Kate, der Frau von Prinz William, zu überstrahlen. Doch die Herzogin von Cambridge ist inzwischen ein Profi im Königshaus und weiß um ihren Wert als künftige Königin, sollte William eines Tages den britischen Thron besteigen. Kate lässt sich von Gerüchten über ein angebliches Duell der Schwägerinnen nicht beeindrucken – in erster Linie erfüllt sie ihre Aufgaben als Mutter dreier weiterer Thronfolger. Aber sie setzt auch inhaltliche Akzente mit ihrem sozialen Engagement für benachteiligte Jugendliche. Mit der weiblichen Führungsfigur Kate betonen die Windsors ihr aus dem 19. Jahrhundert stammendes Konzept von der funktionierenden Familie auf dem Thron. Und wie steht es um Camilla, die Herzogin von Cornwall, einst die am meisten gehasste Frau im Königreich? Ihre Aufgabe ist es, an der Seite von Thronfolger Charles, der mehr und mehr die Chefposition bei den Windsors übernimmt, zu repräsentieren. Seit Charles seine Jugendliebe Camilla geheiratet hat, stellen die Briten eine positive Veränderung bei dem verwöhnten und oft mit seinem Schicksal hadernden Prinzen fest. Er ist fröhlicher und offener geworden, und viele schreiben das der Frau an seiner Seite zu. Camilla, Kate und Meghan – die neuen starken Frauen der Windsors haben viel bewirkt. Sie prägen mit ihren bürgerlichen Erfahrungen mittlerweile das moderne Gesicht einer der ältesten Monarchien der Welt. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 09.07.2019 ZDF
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    • Folge 253 (45 Min.)
      Kühle Strategin, machtbewusste Politikerin: Angela Merkel. – Bild: ZDF und TOBIAS SCHWARZ.
      Kühle Strategin, machtbewusste Politikerin: Angela Merkel. – Bild: ZDF und TOBIAS SCHWARZ.

      Als „Mädchen“ belächelt, zur „Mutter der Nation“ stilisiert und als „Volksverräterin“ verunglimpft: Am 17.07.2019 wird Angela Merkel 65. Was bleibt von der Kanzlerschaft, wenn ihre Ära endet? Sie propagierte eine „Politik der kleinen Schritte“ und überraschte die Deutschen doch mit weitreichenden Entscheidungen, die das Land dramatisch verändert haben. „ZDFzeit“ zeichnet Merkels unwahrscheinliche Karriere nach – und ihren langen Abschied von der Macht. Es ist eine beispiellose Karriere: Eine Physikerin aus dem Osten wird Kanzlerin des vereinten Deutschland und hält sich viele Jahre an der Macht. Weggefährten und Kritiker nehmen Stellung: zu Krisen, Erfolgen und Niederlagen einer ungewöhnlichen Kanzlerschaft. In der internationalen Politik hat Angela Merkel sich großes Ansehen erarbeitet. In einer Welt unberechenbarer, autoritärer Männer gilt sie vielen als „Fels in der Brandung“. Tony Blair beschreibt es im Gespräch mit „ZDFzeit“ so: „Eine ihrer großen Fähigkeiten ist, in schwierigen Fragen sich immer mehrere Optionen offenzuhalten. Schließlich entscheidet sie sich und steht auch dazu. Ich denke, das ist der Grund, warum sie sich so lange im Amt halten konnte, und warum sie so viel Einfluss hat.“ Charisma ist nicht ihre Stärke, eher Bodenständigkeit. „Sie kennen mich!“ Mit diesem Satz hat Angela Merkel Wahlen gewonnen – dabei kennt kaum jemand die Kanzlerin wirklich. Das sagen selbst Menschen, die lange und intensiv mit ihr zusammengearbeitet haben. So meint die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles im Interview mit „ZDFzeit“: „Was hat sie vor mit Deutschland? Das ist nach 14 Jahren vielleicht ein sehr merkwürdiger Befund, aber ich muss ehrlich sagen, dass ich dieses Gefühl nie losgeworden bin, dass ich nicht weiß, was für eine Idee sie von Deutschland hat.“ Und Katrin Göring-Eckardt, die Fraktionsvorsitzende der Grünen, stellt fest: „Sie ist jemand, die wirklich weiß, was sie tut – aber selten weiß, was sie will.“ Sogar CDU-Mann Wolfgang Bosbach zeigt sich gegenüber „ZDFzeit“ ratlos: „Ich weiß wirklich nicht: Wer hat Zugang? Wer hat Einfluss? Auf wen hört sie wirklich? Auf wessen Rat? Wer kann Meinungsbildung und Entscheidungsfindung beeinflussen? Ich weiß es nicht.“ Dabei traf die „Krisen-Kanzlerin“ weitreichende Entscheidungen in ihrer Amtszeit: die milliardenschwere Euro-Rettung, der Ausstieg aus der Atomkraft und die Aufnahme von Hunderttausenden Flüchtlingen. CDU-Mitglied und Historiker Andreas Rödder zieht bei „ZDFzeit“ eine vernichtende Bilanz der Merkel-Jahre: „Sie hat vor allen Dingen vielfältige Spaltungen hinterlassen. Eine gespaltene CDU, tiefe Spaltungen in der Gesellschaft – und durch die Flüchtlings-Politik sogar Spaltungen in Europa.“ Kritiker meinen, Merkel habe die CDU nach links zur Mitte geführt und so Raum am rechten Rand geschaffen – den dann sehr erfolgreich die AfD besetzte. Wolfgang Bosbach sieht es so: „Wenn man vor allen Dingen ganz wichtige politische Fragen, die zudem noch hoch kontrovers sind, als alternativlos erklärt – darf man sich nicht wundern, wenn sich dann eine Partei gründet, die genau diesen Begriff in ihren Partei-Namen aufnimmt.“ Schon immer muss sich Merkel in ihrer eigenen Fraktion gegen viele Konkurrenten behaupten, die sich für die besseren Kanzler halten. Ihr langjähriger Weggefährte Thomas de Maizière beschreibt ihr Erfolgsrezept so: „Angela Merkel hat immer davon gelebt, dass sie unterschätzt wurde, dass sie ein gutes Gefühl für den richtigen Zeitpunkt hatte und für etwas, was in der Politik überragend wichtig ist: Konstellationen.“ Etwas salopp bringt es Gregor Gysi im Interview auf den Punkt: „In Vier-Augen-Gesprächen haben mir das ja auch Leute eingeräumt, dass sie gedacht haben, sie wählen die „Mutti“ für ein Jahr oder für zwei Jahre, und dann schicken sie sie wieder nach Hause. Sie hat die aber nach Hause geschickt. Das musst Du erst mal können.“ Am 17. Juli 2019 feiert Angela Merkel ihren 65. Geburtstag. Zeit für die Rente, oder hält sie noch bis zum Ende der Legislaturperiode durch? Dann hätte sie Deutschland fast 16 Jahre lang regiert und wäre damit ebenso lange im Amt wie ihr einstiger Mentor Helmut Kohl. Die Dokumentation zieht eine Bilanz ihrer Kanzlerschaft: Was zeichnete die Ära Merkel aus, wie hat sie das Land geprägt? (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 16.07.2019 ZDF
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    • Folge 254 (45 Min.)
      Grace Kellys Erben: Ihr Sohn Albert (r.), der Fürst von Monaco, mit seiner Frau Charlene (2.v.r.). Tochter Caroline von Hannover (M.) neben ihren Kindern Pierre (2.v.l.) und Charlotte (l.). Während Caroline und ihre Schwester Stéphanie immer wieder über Skandale stolperten, agiert die Enkelgeneration ähnlich glamourös wie ihre Großmutter. – Bild: ZDF und afp / hache
      Grace Kellys Erben: Ihr Sohn Albert (r.), der Fürst von Monaco, mit seiner Frau Charlene (2.v.r.). Tochter Caroline von Hannover (M.) neben ihren Kindern Pierre (2.v.l.) und Charlotte (l.). Während Caroline und ihre Schwester Stéphanie immer wieder über Skandale stolperten, agiert die Enkelgeneration ähnlich glamourös wie ihre Großmutter. – Bild: ZDF und afp / hache

      Durch die Hollywood-Ikone Grace Kelly begann Monaco zu funkeln und strahlen, sie machte es zu dem, was es heute ist: ein angesehenes Fürstentum, wohlhabend und einflussreich. Ohne ihr Vermächtnis ist kein Staat zu machen, das haben ihre Enkel erkannt. Charlotte, Pauline, Pierre – die junge Generation der Fürstenfamilie erinnert viele an ihre Großmutter Grace Kelly – stilvoll im Auftritt, verbreiten sie Glanz und Glamour. Das kleine Fürstentum an der Côte d’Azur lag nach dem Zweiten Weltkrieg darnieder, war politisch unbedeutend und finanziell in Nöten. Doch 1956 gelingt Fürst Rainier von Monaco der große Befreiungsschlag – mit seiner eigenen Traumhochzeit. Die blonde Hollywood-Schönheit Grace Kelly ehelicht den Fürsten, und fortan interessiert sich die ganze Welt für den sonnigen Zwergstaat am Mittelmeer. Die Braut lockt den internationalen Jetset nach Monte Carlo. Hollywood-Prominenz und Multimillionäre aus der ganzen Welt siedeln sich an, einflussreiche Politiker zeigen sich gern mit dem Fürsten und seiner attraktiven Ehefrau. Es sind die goldenen Jahre Monacos. Mit ihrem Tod 1982 wird die Fürstin endgültig zur Ikone. Auf ihrem Erbe beruht auch heute noch Monacos Erfolgsgeheimnis, das das kleine Land reich und beliebt macht. Dabei geriet der Aufstieg Monacos mehrfach ins Stocken. Während die Ehe Grace Kellys zumindest nach außen immer untadelig erschien, arbeitet die nächste Generation fleißig daran, die Titelseiten mit skandalträchtigen Geschichten zu füllen: unglückliche Ehen, Liaisons mit Zirkuspersonal und Bodyguards, uneheliche Kinder. Doch seit einigen Jahren erstrahlt Monaco in neuem Glanz – dank der Kinder von Prinzessin Caroline und Prinzessin Stéphanie. Die schönen Enkel von Grace Kelly agieren selbstbewusst und fühlen sich ihrem Erbe verpflichtet. Dabei werden die Reichen und Prominenten heute nicht mehr nur von Monacos fürstlichem Glanz und der Lage am Mittelmeer angezogen. Das Fürstentum wirbt damit, keine Steuern zu erheben. Nicht selten lockt das Land so auch zwielichtige Gestalten an. „ZDFzeit“ zeichnet ein Sittengemälde der letzten drei Generationen der Grimaldis. Angefangen mit Grace Kelly, die stilsicher und souverän das Fürstentum umkrempelte. 2019 wäre Gracia Patricia 90 Jahre alt geworden. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 23.07.2019 ZDF
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    • Folge 255 (45 Min.)

      Zum 80. Jahrestag des Kriegsausbruchs 1939 zeigt die Doku mithilfe von privatem und unveröffentlichtem Filmmaterial einen persönlichen Blick auf das Leben in NS-Diktatur und Krieg. Auf Dachböden, in Kellern und Archiven, in Sammlungen von Familien und Einzelpersonen schlummert ein nahezu vergessener Schatz: Es sind die privat gedrehten Filme unserer Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern – eine Quelle von einmaligem Wert. Dem Autor Jörg Müllner ist es gelungen, bei umfangreichen Recherchen bemerkenswerte Funde zutage zu fördern, etwa aus der Stadt Lahr im Schwarzwald. Dort beauftragte einst die Stadtverwaltung ortsansässige Filmer und Fotografen, den Alltag in Lahr vom Tag der Machtübernahme Hitlers bis zum Kriegsende zu dokumentieren. Die Filmaufnahmen – viele davon in Farbe – zeigen, wie das Städtchen immer mehr vom Nationalsozialismus vereinnahmt wird: Zu sehen sind Paraden und Aufmärsche mit Volksfest-Charakter, aber auch der Juden-Boykott und die zunehmende Bedrohung für die jüdischen Bürger in Lahr. Wie in einem Mikrokosmos zeigen die Bilder aus Lahr das Leben in der NS-Diktatur: Was dort im Kleinen geschah, ist auch im Großen geschehen. Privatfilme aus anderen Regionen Deutschlands zeigen die letzten friedlichen Tage vor Kriegsbeginn, etwa Aufnahmen des jungen Ehepaares Höse aus Leipzig von der Hochzeitsreise Ende August 1939 entlang der Oder. Während die jungen Leute ihre Flussfahrt in einem Faltboot genießen und in damals noch unzerstörten Städten wie Breslau und Stettin haltmachen, laufen die Kriegsvorbereitungen des NS-Regimes bereits auf Hochtouren. Aber auch Kriegsszenen wurden von Amateurfilmern festgehalten. Erschütternde Aufnahmen zeigen zerstörte Städte wie Düsseldorf oder Mainz nach Bombenangriffen und das Überleben der Menschen in den Trümmern. Ein anderer Hobbyfilmer dreht seinen Einsatz beim Reichsarbeitsdienst, richtet seine Kamera aber auch auf die Ruinen von Warschau, als er 1940 einen Lkw in das von Deutschen besetzte Polen bringen muss. Die Aufnahmen zeigen die Zerstörungen nach den erbitterten Kämpfen, es gab 40 000 Tote. Als der Filmer beim Angriff auf die Sowjetunion als Funkaufklärer der 20. Panzer-Division im Einsatz ist, hat er wieder seine Kamera dabei. Seine Farbfilmaufnahmen führen Etappen des erbarmungslosen Vormarschs der deutschen Wehrmacht vor Augen, mit brennenden Dörfern und der leidenden Zivilbevölkerung. Für die Dokumentation „Wir im Krieg“ wurden die teils über 80 Jahre alten Aufnahmen eigens noch einmal neu in 2K-Auflösung abgetastet und aufwendig bearbeitet. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 06.08.2019 ZDF
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    • Folge 256 (45 Min.)
      Für Wissenschaftler Harald Lesch zählen auch beim Thema Klimawandel nur seriöse Informationen - doch die sind längst alarmierend! – Bild: ZDF und Jens Hartmann.
      Für Wissenschaftler Harald Lesch zählen auch beim Thema Klimawandel nur seriöse Informationen - doch die sind längst alarmierend! – Bild: ZDF und Jens Hartmann.

      Rekordhitze, Überflutungen, Dürre: normale Wetterphänomene oder bereits die Folgen des Klimawandels? Die Dokumentation mit Harald Lesch fasst den Stand der weltweiten Klimaforschung zusammen. Schon seit Langem beobachten Forscher einen globalen Temperaturanstieg. Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt, in Deutschland droht ein neues Waldsterben. Was kann, was muss die Weltgemeinschaft tun, um gegenzusteuern? Welche Lösungen gibt es? Die Dokumentation zieht mithilfe internationaler Experten Bilanz. Um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, müssten die stetig steigenden CO2-Emissionen in den nächsten zehn Jahren halbiert und bis 2050 komplett gestoppt werden. Notwendig wäre ein weitgehender Verzicht auf fossile Brennstoffe wie Kohle oder Erdöl zur Energiegewinnung. Wenn das nicht gelingt, wird sich die Erde weiter erwärmen – darin ist sich die überwiegende Zahl der Wissenschaftler einig. Auch, wenn einige den menschengemachten Klimawandel infrage stellen – weltweit häufen sich die Wetter-Extreme. In Australien sterben während einer Hitzewelle junge Flughunde. Eigentlich sind sie seit Jahrtausenden an tropisches Klima angepasst, doch die Tiere haben die dauerhaften 40 Grad Celsius und mehr nicht überlebt. In Deutschland vernichten Borkenkäfer ganze Fichtenwälder. Der heiße Trocken-Sommer von 2018 hat die Bäume massiv geschwächt, die Schädlinge haben leichtes Spiel. Wissenschaftler und engagierte Klimaschützer fordern durchgreifende Veränderungen. Und es gibt Lösungen: Technologien zur Nutzung regenerativer Energien sind vorhanden. Auch jeder Einzelne kann durch sein Verhalten die Bilanz verbessern. Selbst die Natur kann ein Verbündeter im Kampf gegen die Erderwärmung sein: Wälder können uns helfen, CO2 zu binden. Entscheidend ist der Wille zur Veränderung. Denn auch, wenn die Forschung die Zusammenhänge immer besser erkennt und genauere Prognosen über die Entwicklung erstellen kann, so fürchten die Experten doch unkalkulierbare Gefahren, die jenseits der bekannten Faktoren liegen könnten. Die Rede ist von sogenannten „Kipppunkten“ – kleine Ursachen in einem komplexen System wie dem Klima-Geschehen, die dramatische und irreversible Veränderungen zur Folge haben können. Es genügt dann der sprichwörtliche Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringen kann. Mit unabsehbaren Folgen. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 17.09.2019 ZDF
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    • Folge 257 (45 Min.)
      Nelson Müller nimmt die Lebensmittel Deutschlands größter Discounter unter die Lupe: Welche Eigenmarken schmecken besser? Wer verkauft Markenprodukte günstiger? Und wer hat unbelastete Früchte im Angebot? Aldi oder Lidl? – Bild: ZDF und Julia Feldhagen Fotografie.
      Nelson Müller nimmt die Lebensmittel Deutschlands größter Discounter unter die Lupe: Welche Eigenmarken schmecken besser? Wer verkauft Markenprodukte günstiger? Und wer hat unbelastete Früchte im Angebot? Aldi oder Lidl? – Bild: ZDF und Julia Feldhagen Fotografie.

      Sternekoch Nelson Müller präsentiert das Duell der größten deutschen Discounter: Aldi gegen Lidl. Wer verkauft Markenware günstiger, wer bietet mehr Bio, und wer ist fairer zu Lieferanten? Die Discounter-Marktführer liefern sich Woche für Woche Rabattschlachten. Im überraschenden Langzeittest zeigt Nelson Müller, wer wirklich günstiger ist. Außerdem findet er teils wahre Pestizid-Cocktails auf Früchten. Wo kaufen wir gesünder ein, bei Aldi oder Lidl? Beide Platzhirsche haben regelmäßig Lebensmittel zu Tiefstpreisen im Sortiment: von Apfelsaft bis Zucker. Nelson Müller will zunächst herausfinden, welche Eigenmarken besser schmecken. Für einen XL-Geschmackstest bittet er 50 Freiwillige zur Blindverkostung: Wer kann mit seinen Frühstücks-Produkten überzeugen – Aldi oder Lidl? Das Geschmacks-Duell hat einen eindeutigen Sieger. Die Dokumentation beleuchtet auch die ökonomischen Schattenseiten eines eskalierenden Preiskampfes. Immer mehr Produzenten müssten sich laut Insidern dem Preisdiktat der Discounter beugen. Wenn Aldi und Lidl Ware bei einem Hersteller bestellen, seien häufig nicht die realen Kosten ausschlaggebend für den Einkaufspreis, sondern die mächtigen Discount-Einkäufer legten die Konditionen fest. Das sorge zwar mit für die dauerhaft niedrigen Preise in den Discounter-Regalen, ginge aber zulasten der Produzenten und gefährde Existenzen. Insider packen aus und berichten von den Folgen des Schnäppchen-Wahns. Der Bio-Boom rollt, auch die großen Discounter machen mit. Lidl kooperiert mit Bioland, Aldi hat Bioprodukte mit EU-Siegel im Sortiment. Sternekoch Nelson Müller klärt auf: Welches Bio ist besser, und wer hat mehr Bioprodukte im Sortiment? Während Bioprodukte ganz ohne Pestizide auskommen sollten, müssen konventionelle zumindest die strengen gesetzlichen Grenzwerte einhalten – doch wie viel Chemie essen wir mit, wenn wir bei den Marktführern einkaufen? Aldi oder Lidl? – Nelson Müller untersucht umfassend das Sortiment der beiden großen Discounter, erklärt Hintergründe und lässt Insider und Betroffene zu Wort kommen. Damit gut informierte Kunden ihre Macht beim Einkauf besser nutzen können. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 24.09.2019 ZDF
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    • Folge 258 (45 Min.)

      Sternekoch Nelson Müller präsentiert das Duell der größten deutschen Supermärkte: Rewe und Edeka. Wer ist günstiger, wer bietet mehr regionale Produkte, und wer hat den besseren Service? Beide Supermärkte werben jede Woche mit Angeboten. Ein langfristiger Preis-Check aber zeigt: Eine Kette ist bis zu zehn Prozent günstiger! Unterschiede auch bei regionalen Angeboten: Trotz 300 Kilometer Transportweg bewirbt ein Markt Gemüse als „aus der Region“. Sternekoch Nelson Müller kümmert sich auch um die bekannten Eigenmarken von Rewe und Edeka. Er fragt: Wer produziert eigentlich „ja!“ oder „gut und günstig“? Ein Snack-Hersteller packt aus und verrät: Viele Produkte kommen aus derselben Produktionsstätte und unterscheiden sich nur in Nuancen. Im XXL-Geschmackstest will Nelson Müller herausfinden, welche Snacks besser ankommen. Wer gewinnt die Blindverkostung: Rewe oder Edeka? Regionalität wird Kunden immer wichtiger. Viele stellen sich darunter Transportwege von maximal 50 Kilometern vor. Aber ist das auch wirklich so? Rewe und Edeka haben da ganz andere Vorstellungen von Nähe: Manche Lebensmittel werden durch die halbe Republik gefahren und trotzdem noch als regional verkauft. Darf das überhaupt sein? In der Diskussion um ungesunde Lebensmittel haben sich Rewe und Edeka besondere Anstrengungen auferlegt: Zuckerreduzierte Eigenmarken, bis zu 30 Prozent weniger, haben beide im Sortiment. Aber ist die neue, zuckerreduzierte Rezeptur besser für die Gesundheit? Oder doch eher eine geschickte Marketingkampagne? Außerdem: Wie halten es die Supermarkt-Riesen mit der Fairness? Was verdient man etwa als Aushilfe, und wie gründlich wird man eingearbeitet? Rewe oder Edeka? – Nelson Müller vergleicht umfassend das Sortiment der beiden großen Supermärkte, erklärt Hintergründe und lässt Branchen-Insider zu Wort kommen. Damit gut informierte Kunden ihre Macht beim Einkauf besser nutzen können. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 01.10.2019 ZDF
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    • Folge 259 (45 Min.)

      Sternekoch Nelson Müller präsentiert das Duell der größten deutschen Marken-Discounter: PENNY und Netto. Wer hat die günstigeren Preise? Und wessen Lebensmittel punkten bei der Qualität? Beide Discounter werben mit Regionalität. Doch was sich etwa hinter dem Aufdruck „Hergestellt in Bayern“ verbergen kann, das deckt Nelson Müller auf: In billiger Wurst findet sich Fleisch aus halb Europa, in einem Produkt steckt sogar Pute aus Chile. Bei Süßigkeiten setzen PENNY und Netto stark auf Eigenmarken. Nelson Müller schickt Kekse, Schokoriegel & Co.in einen XXL-Geschmackstest. Welche der No Names schneiden in der Blindverkostung besser ab? Außerdem zeigt der Sternekoch, dass manche Produkte der Konkurrenten in derselben Fabrik hergestellt werden. Obwohl einmal „PENNY“ und das andere Mal „Netto“ auf der Packung steht. Markenprodukte besonders günstig – das versprechen beide Discounter ihren Kunden. Aber beide verfolgen ganz unterschiedliche Preis-Strategien: Netto gibt Rabatt beim Kauf großer Stückzahlen. PENNY setzt auf XXL-Packungen zum Sparpreis. Nelson Müller macht den Langzeit-Check und zeigt, welche Strategie für Käufer tatsächlich einen Vorteil bringt. PENNY und Netto haben mittlerweile zusammen mehr als 6000 Filialen in ganz Deutschland. Mitunter fallen sie durch schlechte Hygiene und wenig Personal auf. Was bedeutet das Konzept, „Supermärkte“ mit Discounter-Preisen zu betreiben, für die Angestellten in den Filialen? Der Film erklärt die Zusammenhänge und deckt Missstände auf. PENNY oder Netto? Nelson Müller untersucht umfassend das Sortiment der beiden großen Marken-Discounter, erklärt Hintergründe und lässt Insider zu Wort kommen. Damit gut informierte Kunden ihre Macht beim Einkauf besser nutzen können. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 08.10.2019 ZDF
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    • Folge 260 (45 Min.)
      Experiment in einer Shopping-Mall: Ein Lockvogel verkauft vermeintlichen Glasreiniger in verschiedenen Verpackungsgrößen. Wer rechnet nach? – Bild: ZDF und Daniel Laudowicz.
      Experiment in einer Shopping-Mall: Ein Lockvogel verkauft vermeintlichen Glasreiniger in verschiedenen Verpackungsgrößen. Wer rechnet nach? – Bild: ZDF und Daniel Laudowicz.

      Täglich lassen wir uns zum Kaufen verführen – und geben oft mehr aus als nötig. Warum, das zeigt „ZDFzeit“ mit originellen Alltags-Experimenten und verblüffenden Fakten aus der Forschung. Preis- und Rabatt-Fallen, künstliche Verknappung von Waren oder geschickte Verführung durch Musik- und Dufterlebnisse: Mit solchen Maschen kurbelt der Handel seinen Umsatz an. Wie aber können wir Verbraucher uns vor solchen Verkaufstricks schützen? Die „ZDFzeit“-Dokumentation geht der alltäglichen Verführung auf den Grund. Mit versteckter Kamera werden die Tricks der Branche aufgedeckt und ahnungslose Kunden auf die Probe gestellt. Wo liegen unsere psychologischen Schwachpunkte? Warum haben es Supermärkte, Boutiquen oder Online-Händler oft so leicht, uns zum Kaufen zu animieren? Dazu haben Hirnforscher ebenso interessante Antworten parat wie Soziologen. Immerhin kommt heute kein Produkt und keine Werbekampagne mehr ohne wissenschaftliche Beratung auf den Markt. Eine Kaufentscheidung dauert oft nur wenige Sekunden. Weil wir aber keine falschen Entscheidungen treffen wollen, nehmen wir dankbar alles an, was uns das Einkaufen erleichtert – wie Güte-Siegel und Experten, die für die Qualität der Produkte werben. „ZDFzeit“ macht den Test: Greifen Kunden im Friseursalon tatsächlich beherzter zu, wenn vermeintliche Experten zum Haar-Wundermittel raten? Je wohler wir uns in einem Laden fühlen, desto lockerer sitzt uns das Portemonnaie. Wissenschaftler sind überzeugt, dass wir nicht nur für ein Produkt bezahlen, sondern auch für das Kauferlebnis als solches. Das weiß der Handel und versucht, uns Kunden das Shoppen so angenehm wie möglich zu machen – etwa durch den Einsatz von Musik oder Düften. Sounddesigner tüfteln am Klang von Produkten und Verpackungen – auch das beeinflusst uns, wenn auch eher unbewusst. „ZDFzeit“ macht die Probe aufs Exempel: In einem Weinladen soll der Absatz von französischen Weinen forciert werden – mit der passenden Musik und leckeren Häppchen. Funktioniert das wirklich? Außerdem zeigt die Doku, was passiert, wenn ein ganz alltägliches Produkt wie Honig plötzlich nur noch in kleinen Mengen zu haben ist. Wie reagieren Kunden auf einem Wochenmarkt, wenn das Angebot limitiert wird? Ein Experiment mit überraschenden Ergebnissen. Wissenschaftler sind sich einig: Wir Kunden treffen unsere Entscheidungen oft wenig rational. Sind wir also leichte Beute für Handel und Industrie? „ZDFzeit“ verrät, worauf jeder Verbraucher achten kann, um nicht in Einkaufsfallen zu tappen, und gibt die passenden Tipps gegen die ausgeklügelten Tricks. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 15.10.2019 ZDF
      ursprünglich für den 25.06.2019 angekündigt
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    • Folge 261 (45 Min.)

      Sternekoch Nelson Müller präsentiert das Duell der deutschen Mega-Märkte: Kaufland gegen real. Wer kümmert sich mehr ums Tierwohl, wer hat das bessere Bio-Sortiment, und wer ist günstiger? Als sogenannte SB-Warenhäuser bieten Kaufland und real ein riesiges Sortiment – neben Non-Food-Artikeln gibt’s Lebensmittel aus allen Preiskategorien. Wie gut aber sind die Eigenmarken der Konkurrenten? Gibt es Qualitätsunterschiede? Und was schmeckt besser? Ob „TiP“ oder „K-Classic“ – sowohl Kaufland als auch real haben zwei eigene Handelsmarken im Sortiment, jeweils eine günstige und eine etwas teurere. Nelson Müller bittet zum XXL-Geschmackstest und lässt Milchreis, Pudding & Co.gegeneinander antreten. Überraschendes Ergebnis: In der Blindverkostung kommt manch günstige Eigenmarke bei den Probe-Essern sogar besser an als die teure Variante. Die SB-Warenhäuser bieten auch Bio-Lebensmittel an. Bei Kaufland sind es laut eigener Aussage bis zu 1800 Bio-Produkte, bei real dagegen bis zu 4100 Bio-Produkte. Und noch etwas fällt auf: Beide haben auch besonders hochwertige Demeter-Bio-Waren im Sortiment. Was steckt dahinter? Und wie gut sind die Bio-Lebensmittel? Beim Fleisch ist vielen Kunden wichtig, dass die Tiere vor der Schlachtung artgerecht gehalten werden. Wie halten es real und Kaufland mit dem Tierwohl? Nelson Müller hinterfragt, welche Labels Tieren wirklich helfen – und stellt fest, dass einer der beiden Warenhaus-Giganten in Sachen Tierwohl einiges nachzuholen hat. In einem Langzeittest untersucht Nelson Müller außerdem, wo Kunden Markenprodukte günstiger kaufen können. 1500 Daten werden dazu erhoben und ausgewertet, um ein überraschendes Fazit zu ziehen: Nur einer der beiden Konkurrenten ist konstant günstig. Sternekoch Nelson Müller vergleicht in dieser Dokumentation umfassend das Sortiment der beiden großen SB-Warenhausketten, erklärt Hintergründe und lässt Branchen-Insider zu Wort kommen. Damit gut informierte Kunden ihre Macht beim Einkauf besser nutzen können. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mi 16.10.2019 ZDF
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      4. Sendetermine
    • Folge 262 (45 Min.)

      Menschen sind fähig zu Liebe und Mitgefühl – aber auch zu Grausamkeit und Hass. Was lässt Menschen ihre Menschlichkeit verlieren? Und können wir unsere zerstörerischen Gefühle zügeln? In der von Steven Spielberg produzierten Dokumentation erklärt Konflikt-Forscherin Sasha Havlicek, wie Rassismus, religiöser Eifer oder nationalistischer Wahn entstehen können. In den USA sind die sogenannten „white supremacists“ schon seit Jahren das Gesicht des Terrors – eine wachsende Szene von Neonazis, Skinheads, Antisemiten, und Ku-Klux-Klan-Mitgliedern. Nach dem 11. September 2001 waren rechte Extremisten für dreimal so viele Attentate auf amerikanischem Boden verantwortlich wie Islamisten. In der Dokumentation erzählt ein Aussteiger von seiner Radikalisierung. Das Treffen mit einem radikalen Muslim offenbart verblüffende Parallelen zwischen den extremistischen Weltbildern. Was bringt Menschen dazu, sich hasserfüllten Ideologien anzuschließen und gegen Andersdenkende mit Gewalt vorzugehen? Wie rekrutieren extremistische Bewegungen wie der IS neue Anhänger, und welche Rolle spielt die Sprache von populistischen Politikern bei der Radikalisierung breiter Schichten bis hin zu sogenannten Hassmorden? (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 12.11.2019 ZDF
      1. Reviews/Kommentare
      2. Streams
      3. Sendetermine
    • Folge 263 (45 Min.)
      Neue Antibiotika zu entwickeln, kostet Millionen. Und wer neue Mittel auf den Markt bringt, muss diese als "Reserveantibiotika" zurück halten. Ein schlechtes Geschäft für die Pharmakonzerne. – Bild: ZDF und Johannes Straub.
      Neue Antibiotika zu entwickeln, kostet Millionen. Und wer neue Mittel auf den Markt bringt, muss diese als "Reserveantibiotika" zurück halten. Ein schlechtes Geschäft für die Pharmakonzerne. – Bild: ZDF und Johannes Straub.

      Pest und Cholera haben einst ganze Landstriche verwüstet. Heute halten Antibiotika gefährliche Keime in Schach. Doch gegen immer mehr Krankheitserreger erweisen sich Medikamente als machtlos. Was passiert, wenn kein Antibiotikum mehr hilft? Gemeinsam mit dem Robert-Koch-Institut hat „ZDFzeit“ den Ausbruch eines solchen Keims in einem deutschen Krankenhaus durchgespielt. Das Szenario wird ergänzt durch Experteninterviews und die Fakten zur Antibiotika-Krise. Allein in Deutschland sterben jährlich mehrere Tausend Menschen durch multiresistente Keime. Weltweit sind es geschätzte 700 000 Todesfälle. Dass resistente Keime rasant zunehmen, ist auch eine Folge unseres allzu sorglosen Umgangs mit den lebensrettenden Medikamenten. In der Humanmedizin, aber auch in der Tiermast. Die Vereinten Nationen warnten jüngst: Wir steuern auf ein postantibiotisches Zeitalter zu. Machtlose Antibiotika wären das Ende der Medizin, so wie wir sie kennen. Vor der Erfindung des Penicillins konnte jede kleinste Wunde eine lebensbedrohliche Infektion nach sich ziehen. Dann brachten Pharmafirmen jahrzehntelang immer bessere und maßgeschneiderte Antibiotika auf den Markt, bakterielle und Mikroben-Infektionen verloren ihren Schrecken. Doch der überbordende Antibiotika-Einsatz sorgte dafür, dass die Wirkstoffe längst überall in der Umwelt, im Boden wie in Gewässern zu finden sind. Das sorgt für eine Art „Turbo-Evolution“ unter Bakterien: Wenn sich auch nur ein einziges mutiertes Bakterium unter den unzähligen genetischen Varianten als resistent gegen Antibiotika erweist, vermehrt es sich besser und schneller als alle anderen. Die steigende Zahl von Krankheits- und Todesfällen durch solche multiresistenten Keime ist bereits heute alarmierend – Gesundheitsexperten rechnen jedoch mit noch schlimmeren Szenarien. Ein Fall aus den USA hat 2016 international Schlagzeilen gemacht. Eine Patientin wurde mit einer schweren Blutvergiftung in das Krankenhaus von Reno eingeliefert. Sie kam gerade zurück von einer Indienreise, war dort mehrfach im Krankenhaus. Diagnose: Sie hat sich mit hochresistenten Klebsiella pneumoniae infiziert. Die Analyse des Erregers ergab: Er war gegen alle in den USA zugelassenen Antibiotika unempfindlich. Für die Patientin in Reno konnten die Ärzte nichts mehr tun. Sie starb. Solche panresistenten Keime, gegen die gar nichts mehr wirkt, sind noch die absolute Ausnahme. In Reno konnte die Ausbreitung des Keims durch strenge Hygienemaßnahmen verhindert werden. Gemeinsam mit Experten des Robert-Koch-Instituts hat „ZDFzeit“ den Ausbruch eines panresistenten Keims in einem deutschen Krankenhaus durchgespielt – nicht real, aber realistisch. Das Szenario verdeutlicht, welchen Herausforderungen die Medizin in einem solchen Fall gegenübersteht. Welche Behandlungsmöglichkeiten bleiben den Ärzten noch? Wie lässt sich eine Ausbreitung verhindern? Warum ist es wichtig, die Quelle des Keims ausfindig zu machen? Was können Forscher und Pharmaunternehmen tun, um Abhilfe zu schaffen? Und welche Handlungsoptionen haben Politik und Gesellschaft? Das Problem drängt. Die Vereinten Nationen erklärten Antibiotikaresistenzen jüngst zur globalen Krise und warnen: Wir steuern auf ein postantibiotisches Zeitalter zu. Bakterien: Wir können sie nicht sehen, aber sie leben billionenfach in uns, auf uns, um uns herum. Für gesunde Menschen sind sie harmlos. Auch die meisten Krankheitserreger können von einem intakten Immunsystem rasch besiegt werden. Zum Beispiel der Keim Klebsiella pneumoniae. Etwa ein Drittel aller Menschen trägt ihn in sich, ohne krank zu werden. Bei geschwächten Patienten aber kann der Erreger eine Lungenentzündung auslösen, bis hin zu einer tödlichen Sepsis. Klebsiella pneumoniae sind häufig multiresistent, das heißt, nur noch wenige Antibiotika helfen. Das macht die Behandlung langwierig und kompliziert. Schon jetzt sind die Folgen gravierend. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 26.11.2019 ZDF
      1. Reviews/Kommentare
      2. Crew
      3. Streams
      4. Sendetermine
    • Folge 264 (45 Min.)
      Natur und Idylle: So wie hier am Starnberger See stellen sich viele ihr Leben im Alter vor. Für "Die große Deutschland-Studie" wurde auch analysiert, wo es viele Freizeitmöglichkeiten und Erholungsflächen gibt. – Bild: ZDF und Charlotte Starup.
      Natur und Idylle: So wie hier am Starnberger See stellen sich viele ihr Leben im Alter vor. Für "Die große Deutschland-Studie" wurde auch analysiert, wo es viele Freizeitmöglichkeiten und Erholungsflächen gibt. – Bild: ZDF und Charlotte Starup.

      Mehr als 17 Millionen Senioren leben in Deutschland. Aber in welchen Regionen leben sie am besten? Und wo gibt es Probleme? Eine große ZDF-Studie liefert nun überraschende Ergebnisse. So sind die Unterschiede zwischen Stadt und Land größer als erwartet. Und auffällig viele Regionen in Ostdeutschland schneiden bei der Bewertung der Lebensverhältnisse für Ältere sehr gut ab. Dagegen liegen Großstädte eher auf den hinteren Rängen. Für das ZDF haben die Wirtschaftsforscher des Prognos-Instituts Daten aus allen 401 Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland unter die Lupe genommen. Ihr Ziel: ein Regionen-Vergleich der Lebensverhältnisse für Senioren. Wie groß ist das Gefälle zwischen Stadt und Land, zwischen Ost und West? Wie sehr entscheidet der Wohnort heute über die Frage, ob es im Alter eine gute Versorgung bei der Pflege gibt? In Klausdorf im Landkreis Vorpommern-Rügen leben Heinz (74) und Annegret Hartwig (73). Sie sind vor vielen Jahren aus dem Ruhrgebiet in den Nordosten gezogen, auch wegen der schönen Landschaft und der günstigen Wohnkosten. Aber nun merken sie jedoch, welche Schwierigkeiten im Alter hier auf sie zukommen. Die Wege sind weit. Zum Arzt, zur Apotheke, zum Supermarkt. Solange man noch Autofahren kann, alles kein Problem. „Wenn es natürlich hart auf hart kommt und uns beide mal trifft, dann müssen wir natürlich hier die Koffer packen“, sagt Annegret Hartwig. Doch bevor es so weit kommt, schickt „ZDFzeit“ Heinz und Annegret zum Fahrsicherheitstraining. Sind die Rentner noch fit genug hinterm Steuer? Wie schlägt sich Heinz mit seinem Auto auf dem Parcours? Für die große Deutschland-Studie wurden für alle Regionen wichtige Entfernungen analysiert. Etwa zu Hausärzten, Supermärkten, Bushaltestellen und Apotheken. Sogenannte Randregionen haben das Nachsehen. Im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt sind es statistisch über 3,7 Kilometer bis zur nächsten Apotheke. In Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz dagegen nur 352 Meter – deutschlandweit spitze. Für Fachleute wie die Stadtforscherin Prof. Ilse Helbrecht von der Humboldt-Universität in Berlin steht fest: Nicht alle abgelegenen Orte haben eine Zukunft. In bestimmten Fällen mache es sogar Sinn, kleinere Dörfer aufzugeben. „ZDFzeit“ wagt den Test in der Eifel: Könnte eine Umzugsprämie in Höhe von 10 000 Euro Senioren überzeugen, in die nächstgelegene Stadt zu ziehen? Wie reagieren die Bürger? Für viele ist klar: Ihr Zuhause geben sie so schnell nicht auf! Denn auch in den Städten ist längst nicht alles rosig. In gefragten Metropolen sind die Mieten für Senioren kaum noch bezahlbar – auch das belegt die Deutschland-Studie anhand neuester Zahlen. Will in München ein Rentner heute eine Wohnung mieten, muss er durchschnittlich 65 Prozent seines Einkommens dafür ausgeben. Trauriger Deutschland-Rekord. Unter hohen Kosten leiden Senioren mit kleinen Renten besonders stark. Liselotte T. aus Hamburg muss monatlich von 826 Euro leben, bekommt Grundsicherung. Sie hat 20 Jahre lang als Altenpflegerin gearbeitet, wurde dann krank, gab den Beruf auf. Im Alter in Armut – ein Schicksal, das sie mit rund einer halben Million Menschen in Deutschland teilt. Die Deutschland-Studie zeigt, in welchen Regionen die meisten Einwohner auf Grundsicherung angewiesen sind. Hochburg ist Offenbach, gefolgt von Frankfurt am Main und Düsseldorf. Am geringsten ist die Quote in ostdeutschen Regionen. Und die Forscher finden noch weitere positive Ergebnisse im Osten Deutschlands: viele Erholungsflächen, gute Bildungsangebote und meist geringe Wohnkosten. Auch deshalb schaffen Regionen in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg den Sprung in die Top Ten der Rangliste der besten Lebensverhältnisse für Senioren in Deutschland. Welche Regionen das sind, wird erst später verraten. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 03.12.2019 ZDF
      Deutsche Online-Premiere: Do 28.11.2019 ZDFmediathek
      1. Reviews/Kommentare
      2. Streams
      3. Sendetermine
    • Folge 265 (45 Min.)
      Von links: Mutter Lena (33), Franka (9), Vater Martin (34), Theo (3), Mia (11) und Maja (6). Bei jedem seiner vier Kinder nahm Martin Funk Elternzeit. Insgesamt zwei Jahre blieb der Schreiner aus Rottweil zu Hause - dank der Unterstützung seines Arbeitgebers. – Bild: ZDF und Nico Pudimat.
      Von links: Mutter Lena (33), Franka (9), Vater Martin (34), Theo (3), Mia (11) und Maja (6). Bei jedem seiner vier Kinder nahm Martin Funk Elternzeit. Insgesamt zwei Jahre blieb der Schreiner aus Rottweil zu Hause - dank der Unterstützung seines Arbeitgebers. – Bild: ZDF und Nico Pudimat.

      Rund elf Millionen Familien mit Kindern leben in Deutschland, wo aber geht’s ihnen am besten? In der Stadt oder auf dem Land? In Nord oder Süd? Eine exklusive Studie liefert Antworten. Ob bezahlbare Mieten, Kinderarztdichte, Betreuungsangebote oder Armut bei Kindern – das Prognos-Institut hat für „ZDFzeit“ alle 401 Kreise und kreisfreien Städte unter die Lupe genommen. Ein Ergebnis: Regionen im Umland von Großstädten schneiden besonders gut ab. Familie Lolischkies ist gerade von Berlin in ihr neues Eigenheim im brandenburgischen Bad Saarow umgezogen. Denn hier in der Provinz finden sie etwas, das ihr Familienleben entscheidend verbessert: ein Betreuungsangebot, das sich durch und durch nach ihren Bedürfnissen richtet. Vater Arne Lolischkies (39) ist Chirurg an der örtlichen Klinik. Und die betreibt für ihre Mitarbeiter eine der wenigen 24-Stunden-Kitas Deutschlands, damit Ärzte und Pflegekräfte Schichtdienst und Familie besser unter einen Hut bekommen. Jenniffer Ehry-Gissel aus Mainz hat für ihre Familie eine andere Lösung gefunden: Sie ist Selbstbetreuerin. Ihre beiden Söhne Finn (2) und Emil (5) werden bis zum Schulanfang in keine Kita gehen. Das macht sie auch deshalb, weil sie die Zeit mit ihren Kindern so intensiv wie möglich verbringen will. Damit ist sie eine Ausnahme: Bundesweit sind 93 Prozent der Kinder zwischen drei und fünf Jahren in einer Kindertagesbetreuung. Jenniffer Ehry-Gissel nimmt nun lange Elternzeit und wird erst in einigen Jahren in ihren Bürojob zurückkehren können. Der Vater geht arbeiten, die Mutter kümmert sich in den ersten Lebensjahren um die Kinder. Ein Rollenmodell, das in Deutschland noch immer weitverbreitet ist: Dabei hat der Gesetzgeber schon vor einigen Jahren Anreize für Väter geschaffen, sich stärker einzubringen. Mehr als ein Jahr lang zahlt der Staat Elterngeld als Ersatz für den Verdienstausfall. Doch die Deutschland-Studie zeigt, wie groß die regionalen Unterschiede dabei sind. So beziehen im Landkreis Lüchow-Dannenberg (Niedersachsen) Väter im Schnitt 4,7 Monate Elterngeld, im Landkreis Hildburghausen (Thüringen) dagegen nur 2,3 Monate. Mütter beziehen im Schnitt rund 14 Monate Elterngeld. Laut einer repräsentativen ZDF-Umfrage sind 67 Prozent der Deutschen der Meinung, dass Väter länger Elternzeit nehmen sollten. Martin Funk aus Rottweil, der ältesten Stadt Baden-Württembergs, geht mit gutem Beispiel voran. Bei jedem seiner vier Kinder (3, 6, 9 und 11 Jahre) hat der gelernte Schreiner Elternzeit genommen und dafür Elterngeld bekommen. Insgesamt fast zwei Jahre war Martin Funk nicht am Arbeitsplatz, obwohl er inzwischen sogar eine Leitungsfunktion hat. Für seinen Chef Hermann Klos kein Problem: „Das gehört zu unserer Unternehmensphilosophie. Wir sind da als Handwerksbetrieb Vorreiter, da sonst eher große Firmen und Behörden die Vereinbarkeit von Familie und Beruf pflegen.“ Wenn es um die Frage geht, wo Kinder besser aufwachsen, ist eine deutliche Mehrheit der Deutschen überzeugt: auf dem Land. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage für die Sendung „ZDFzeit“. Demnach sind 78 Prozent der Deutschen der Meinung, dass ein Landleben für Kinder vorteilhaft ist. Nur 10 Prozent halten die Stadt für den besseren Ort für Kinder. Familie Häusser aus Frankfurt am Main lebt zu viert auf 80 Quadratmetern. Für die Wohnung zahlen sie 1300 Euro warm. Eigentlich brauchen sie mehr Platz, aber ein Umzug in eine größere Wohnung ist für sie kaum bezahlbar. Ausnahme oder Normalität? Die Deutschland-Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos im Auftrag von „ZDFzeit“ hat das durchschnittliche Familieneinkommen in Deutschland ins Verhältnis zu den Mietausgaben gesetzt. Ergebnis: Durchschnittlich 39 Prozent ihres Nettoeinkommens müssen Familien wie die Häussers in Frankfurt ausgeben, wenn sie heute in eine neue Wohnung ziehen. Noch mehr ist es nur in Freiburg (42 Prozent) und in München (43 Prozent). Die Studie liefert aber auch Erkenntnisse, wo das Wohnen verhältnismäßig günstig ist. Familie Häusser wagt das Experiment: Sie zieht für eine Woche rund 50 Kilometer vor die Tore Frankfurts, in den Ort Dornau im Landkreis Miltenberg. Hier beträgt die Miete nur rund 23 Prozent des Nettoeinkommens. Aber lebt es sich dort auch gut? Am Ende müssen sich die Häussers entscheiden: Stadt oder Land? Die neue „Deutschland-Studie“ für Familien kommt zu dem Ergebnis: Nahezu überall in Deutschland gibt es Kreise und Städte, in denen Familien gut wohnen können. Welche Regionen aber am besten abschneiden, veröffentlicht das ZDF am 28. November 2019 unter deutschland-studie.zdf.de (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 10.12.2019 ZDF
      1. Reviews/Kommentare
      2. Streams
      3. Sendetermine
    • Folge 266 (45 Min.)
      Die Herzogin von York mit Gothas Herzogin Luise vor dem Stammbaum der Herzöge von Sachsen-Gotha. – Bild: ZDF und Tino Sieland.
      Die Herzogin von York mit Gothas Herzogin Luise vor dem Stammbaum der Herzöge von Sachsen-Gotha. – Bild: ZDF und Tino Sieland.

      Sarah Herzogin von York, besser bekannt als „Fergie“, will ein Familiengeheimnis der britischen Royals lüften und folgt den deutschen Spuren der Windsors. ZDFzeit begleitet sie exklusiv. Fergie bewegt vor allem das Schicksal der rebellischen Herzogin Luise: Warum wurde die Schwiegermutter der legendären Queen Victoria aus der Geschichte des Königshauses verbannt und für immer von ihrem Sohn Prinz Albert getrennt? Eine historische Spurensuche beginnt. Es ist eine herzzerreißende Tragödie, die der Herzogin von York seit Jahren keine Ruhe lässt. Vieles erinnert Fergie an ihren eigenen Weg. Auch sie war einst eine verliebte Braut, die für ihren Prinzen alles aufgab, vor allem ihre Privatsphäre. Sie erlebte die zerstörerische Kraft von Gerüchten und die gnadenlose Kritik einer sensationshungrigen Presse. „Die Zeitschriften machten mit der ‚schlimmen‘ Fergie ein Riesengeschäft“, erinnert sich die Herzogin. „Ich konnte es sowieso niemandem Recht machen, also hab ich getan, was ich wollte, in vernünftigen Grenzen“, erklärt Sarah, die 1996 von Prinz Andrew geschieden wurde. Die filmische Spurensuche startet in England, in der Royal Lodge, dem Familienwohnsitz von Fergie und Prinz Andrew, dem zweitgeborenen Sohn der Queen. Dort wuchsen ihre gemeinsamen Töchter Beatrice und Eugenie auf. Viele Jahre zuvor waren hier auch die Queen und ihre Schwester Margaret als Kinder zuhause. In der Royal Lodge verrät uns die Herzogin in einem ausführlichen Interview, warum sie sich für die lange zurückliegende Geschichte von Alberts Mutter interessiert: „Luise inspiriert mich. Sie hat niemals aufgegeben. Wir müssen aussprechen, was wir wirklich fühlen. Wenn ich an Luise denke, fühle ich Widerstandskraft und Mut.“ Es ist die Geschichte einer Frau, die sich nicht an die höfischen Regeln hielt und dafür einen hohen Preis zahlen musste. Luise wurde 1824 vom Hof in Coburg verbannt, nachdem sie ihre beiden Söhne zur Welt gebracht und sich gegen die Untreue ihres Ehemanns zur Wehr gesetzt hatte. Wie stark hat dies ihren Sohn, Prinz Albert, geprägt, der später das Geschick der britischen Monarchie wesentlich mitbestimmt hat? Wichtige Stationen von Fergies Reise liegen in Deutschland: Schloss Friedenstein in Gotha, Schloss Rosenau in Coburg und die Stadt Sankt Wendel, in die Luise vor fast zweihundert Jahren verbannt wurde. Was machte sie so gefährlich für das Haus Sachsen-Coburg und Gotha, das sich später in Windsor umbenannte? Die Herzogin von York macht sich auf die Suche nach Dokumenten, Gemälden und nach dem Sarg von Prinz Alberts Mutter. Sie erfährt, dass die junge Luise durch ihre liberale Erziehung schlecht vorbereitet war auf ein Leben am Hof ihres ehrgeizigen Gatten Ernst von Sachsen-Coburg. Für ihn war die Ehe eine Frage der Staatsraison, seine Frau aber hing romantischen Träumen nach. Die Herzogin von York glaubt: „Sie liebte ihn so sehr, er war der Mann ihres Lebens. Ich würde sie gerne warnen … Es ist wie in einem Krimi – du weißt, was passiert, du willst rufen: Hinter dir! Sei vorsichtig!“ Denn Fergie hat aus der Geschichte gelernt. „Niemanden verletzen und seine Pflicht tun, einfach weitermachen“, erklärt Sarah ihr eigenes Lebensmotto am Ende ihrer Reise durch das Leben Luises, die die Stamm-Mutter des Hauses Windsor ist und dennoch viele Rätsel aufgibt. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 17.12.2019 ZDF
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      3. Sendetermine

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