2026

  • Folge 1 (30 Min.)
    Haiti: der Kampf gegen die Banden Autorin: Marie-Kristin Boese Der Kampf der bewaffneten Banden auf Haiti findet kein Ende. Immer mehr Waffen kommen ins Land, die Banden sind inzwischen besser bewaffnet als die überforderte Polizei. „Die kriminellen Netzwerke sind ziemlich kreativ“, sagt Juan Marquez, ein Polizei-Ausbilder, den die UN nach Haiti geschickt haben. „Natürlich brauchen wir die nationalen Behörden aller Länder hier, damit die reagieren können und damit sie zusammenarbeiten, um diese Netzwerke zu zerschlagen.“ Haiti gilt als „failed State“, als gescheiterter Staat ohne Ordnung und durchsetzungsfähige Institutionen. Die Banden nutzen Haiti als Umschlagplatz für Drogenschmuggel und andere kriminelle Taten. Die Zivilbevölkerung ist ihnen schutzlos ausgeliefert. Hinter den Banden stehen lokale Eliten, die inzwischen die Kontrolle über die Gangs verloren haben. USA: Rosa Parks und ihre Nachfolgerinnen Autorin: Gudrun Engel Der 1. Dezember 1955 gilt als entscheidender Tag für die US-amerikanische Bürgerrechtsbewegung. In Montgomery/​Alabama gilt im öffentlichen Nahverkehr Rassentrennung. Ein weißer Fahrgast verlangt die Räumung der reservierten Sitzreihe, in der die Näherin Rosa Parks sitzt. Die damals 42-jährige Parks weigert sich, da sie nicht die ganze restliche Fahrt stehen will. Parks wird wegen Störung der öffentlichen Ruhe festgenommen, am Abend aber wieder freigelassen. Bereits am Tag darauf kommt es zu lokalen Protesten und einem ersten Aufruf zum Bus-Boykott für den darauffolgenden Montag. Der Boykott dauert insgesamt 381 Tage, am Ende hebt der Oberste Gerichtshof die Rassentrennung in den Bussen von Montgomery auf. Was ist geblieben von der Bürgerrechtsbewegung in Zeiten von Trump und seiner ausgrenzenden Politik? Gudrun Engel berichtet über den Umgang mit Rassismus und über das Selbstverständnis von Bürgerrechtsaktivist*innen im Jahr 2025. Syrien: Rückkehr der Araberpferde Autor: Ramin Sina Ein Jahr nach dem Ende der Assad-Dynastie erlebt Syrien einen Neuanfang – auch sportlich. Der Reitsport galt jahrzehntelang als exklusives Hobby der Herrscherfamilie, Konkurrenten wurden verfolgt und mundtot gemacht. Adnan Kassar, der als Jockey 1992 Bassel al-Assad besiegte, musste kurz darauf brutal für seinen sportlichen Erfolg bezahlen. Das Assad-Regime ließ ihn im berüchtigten Gefängnis Sednaya verschwinden. Heute ist er frei, reitet wieder und trainiert junge Syrer auf Vollblutaraberpferden. Westsahara: Leben im Niemandsland Autorin: Kristina Böker Seit fast 50 Jahren leben die Sahraoui in Flüchtlingslagern in der algerischen Wüste fern ihrer Heimat Westsahara. Der Konflikt um Selbstbestimmung spaltet das Land: Marokko kontrolliert große Teile, die Polisario kämpft weiter. Internationale Unterstützung schwindet, während Armut und Abhängigkeit von Hilfslieferungen wachsen. Kinder lernen Krieg und Staat im Klassenzimmer, obwohl sie die Heimat ihrer Familie nie gesehen haben. Die UN-Friedensmission verspricht Stabilität, doch ein Referendum lässt weiter auf sich warten. Der Film zeigt einen vergessenen Konflikt, der bis heute das Leben eines ganzen Volkes bestimmt. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Di. 13.01.2026 NDR
  • Folge 2 (30 Min.)
    Klettern an riesigen Eiszapfen oder Übernachtungen in hohen Steilwänden, all das lernen junge Alpinist*innen im Expeditionskader des Deutschen Alpenvereins. Eine Ausbildung für angehende Extrembergsteiger*innen, die über gefrorene Wasserfälle in Südtirol, senkrechte Felswände im Tessin hin zu grimmigen Nordwänden in den italienischen Alpen führt. Im Expeditionskader des Deutschen Alpenvereins lernen junge Männer und Frauen unter anderem das Klettern an riesigen Eiszapfen und senkrechten Felsen. Der Kader ist so etwas wie die Schule der Extrembergsteiger. Vor über 25 Jahren startete die Ausbildung des ersten Jahrgangs, Dutzende junger Menschen wurden seitdem im extremen Bergsteigen geschult. Die Idee: den klassischen Alpinismus zu fördern und denjenigen eine gute Ausbildung anzubieten, die in den Bergen nach echten Abenteuern streben. Luis Funk (22) ist Mitglied im Männerkader. Der gebürtige Münchner hat das Klettern in der Halle gelernt. Er war schon in jungen Jahren als Wettkampfkletterer erfolgreich, bis ihn die Sehnsucht nach der Natur und den Bergen dazu bewog, diese Karriere nicht weiterzuverfolgen und sich seine Herausforderungen lieber an echtem Fels statt an Plastikgriffen zu suchen. Der Weg vom Hallenkletterer zum Alpinisten führt Luis über gefrorene Wasserfälle in Südtirol, senkrechte Felsen im Tessin hin zu hohen Bergen in Kirgistan und grimmigen Nordwänden in den Alpen. Er muss lernen, Risiken einzuschätzen und Eigenverantwortung zu übernehmen, um das Ziel verfolgen zu können, das Alpinisten seit Generationen antreibt: die höchsten Gipfel auf eigenen Wegen zu erobern. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Di. 20.01.2026 NDR
  • Folge 3 (30 Min.)
    USA: fünf Jahre nach dem Sturm aufs Kapitol Autorin: Gudrun Engel Am 6. Januar 2021 stürmten Anhänger von Donald Trump das US-Kapitol, um die Bestätigung des Wahlergebnisses infrage zu stellen. Trotz fehlender Beweise für Wahlbetrug behauptet Trump weiterhin, die Wahl 2020 gewonnen zu haben. USA-Korrespondentin Gudrun Engel spricht mit Betroffenen, Tätern und Juristen. Wegen des Angriffs starben fünf Menschen, Hunderte wurden verletzt. Über 1500 Personen wurden angeklagt, etwa 1200 verurteilt, die Hälfte sitzt in Haft. Mit Trumps Wiederwahl 2025 erfolgten Begnadigungen zahlreicher Inhaftierter, was zu verstärkten gesellschaftlichen Spannungen führte. Ein tiefgründiger Blick auf Demokratie, Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zwiespalt in Amerika. Die Reportage von Gudrun Engel hilft zu verstehen, warum der 6. Januar 2021 das Land bis heute prägt. USA: Mächtigste Armee der Welt trainiert für den Ernstfall Autorin: Sarah Schmidt Kaum ein Jahr nach Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump steht die bisherige globale Weltordnung auf dem Prüfstand. Das Völkerrecht scheint zunehmend von der Maxime des Stärkeren abgelöst zu werden. Im Zentrum der neuen US-Strategie steht die militärische Stärke. Ein Kamerateam der ARD begleitete die mächtigste Armee der Welt bei einem Dschungeltraining auf Hawaii – Szenario: Ernstfall globaler Einsätze. Unter extremen Bedingungen mit schlechter Sicht, hoher Luftfeuchtigkeit und schwerem Gelände lernen die Soldaten, auch hinter feindlichen Linien schnell und entschlossen zu agieren. Das Motto „Peace through strength“ („Frieden durch Stärke“) spiegelt die selbsterklärte Philosophie wider: Nur durch militärische Überlegenheit soll geopolitische Stabilität erzielt werden. Diese Ausbildung in Hawaiis Dschungel, unweit der touristischen Strände Waikikis, ist mehr als ein Überlebenstraining. Nach Jahren der Kriegsführung in Wüsten- und Bergregionen verlagert sich der Fokus der US-Streitkräfte unter Trump deutlich in Richtung Indopazifik – ein Schritt, der auch der Abschreckung Chinas dient. Zudem bereiten sich die Truppen auf mögliche Einsätze in Lateinamerika vor, etwa in Kuba oder Venezuela, wo die US-Regierung wiederholt politische und militärische Optionen ins Spiel bringt. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Di. 27.01.2026 NDR
  • Folge 4 (30 Min.)
    In der Ostsee galten Kegelrobben noch vor 40 Jahren als so gut wie ausgestorben. Der Mensch hatte sie erbarmungslos gejagt. Erst als die Tiere unter Schutz gestellt wurden, erholten sich die Bestände. Inzwischen leben wieder etwa 55.000 Tiere in dem Binnenmeer und machen den Fischern das Leben schwer. Etwa zehn Kilo Fisch frisst eine ausgewachsene Kegelrobbe am Tag. Janis Krumins ist einer der letzten Fischer an der lettischen Ostseeküste. Er hat sein Handwerk an die Tiere angepasst. Mit bissfesten Netzen und reusenähnlichen Eigenbauten, versucht er, den Raubtieren zu trotzen. Um die Fischer zu schützen, hat die schwedische Regierung den Schutzstatus der Tiere gesenkt und inzwischen sogar wieder die Jagd auf eine begrenzte Anzahl von Kegelrobben erlaubt. Eine Quote die bisher ohnehin nicht ausgeschöpft wird. Der Abschuss der Tiere bei Wind und Welle ist schwierig. Zudem ist die Vermarktung der Beute nicht gestattet. Wissenschaftler Peter Ljungberg hat einen Jäger begleitet und befürwortet die Jagd auf die bis zu 200 Kilogramm schweren Meeressäuger. Die geschätzten 400 Tiere an Deutschlands Ostseeküste sind daher geradezu unbedeutend. Trotzdem stehen Fischer unter Verdacht, im vergangenen Herbst mehr als 40 der geschützten Tiere bewusst in Reusen oder Netze gelockt zu haben, um sie ertrinken zu lassen. Sie sind tot an Mecklenburg-Vorpommerns Küste gespült worden. Meeresbiologin Judith Denkinger vom Deutschen Meeresmuseum in Stralsund hat die Kadaver seziert. Die Tiere scheinen tatsächlich ertrunken zu sein. Die Rückkehr der Kegelrobben: an der deutschen Ostseeküste ist sie zu einem Krimi geworden, in anderen Ländern sorgt sie für Ärger. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Di. 03.02.2026 NDR
  • Folge 5 (30 Min.)
    Julia-Niharika Sen
    Deutsche TV-Premiere Di. 10.02.2026 NDR
  • Folge 6 (30 Min.)
    Im Wiener Café Vollpension backen Frauen und Männer, die eigentlich längst im Ruhestand wären. Sie bessern ihre schmale Rente auf und bleiben im Kontakt mit der Jugend – so das Konzept. Die jungen Organisatoren des Cafés wollen diese Idee jetzt weitertragen und gehen mit Café und „Back-Omas“ auf Tour nach Bad Ischl. Ein großes Wagnis. „Ich bin nun mal eine Rampensau. Ich muss immer mit den Leuten reden“, sagt die 80-jährige Marianne und führt zwei junge Gäste mit vielen Piercings an einen Tisch im Wiener Café Vollpension. Als „Oma vom Dienst“ begrüßt sie alle Gäste und erklärt ihnen das besondere Konzept des Cafés: „Hier backen Omas und Opas, um ihre schmale Pension aufzubessern. Und wir wollen, dass Alt und Jung mehr miteinander reden.“ Den Kuchen müssen sich die Gäste dann selbst am Tresen holen, wo Back-Oma Katrin ihre über Jahrzehnte erprobten Bananenschnitten anpreist, während ihre Kollegin Resi gerade einen Apfelstrudel in den Ofen schiebt. Ohne den Zusatzverdienst bei der Vollpension müsste Resi mit knapp 1100 Euro Rente auskommen. Frauen erhalten in Österreich im Schnitt 40 Prozent weniger Rente als Männer, Altersarmut ist hier vor allem weiblich. Im Service des Cafés arbeiten Studierende und in der Verwaltung ein junges Team, zu dem Karin gehört. Sie schätzt die Zusammenarbeit mit den Seniorinnen sehr: „In welchem Unternehmen kann man schon seiner Kollegin zum 80. Geburtstag gratulieren?“, fragt sie. Gerade plant Karin eine große Tour: Die „Vollpension“ will ihren Gedanken des Generationencafés weitertragen in andere österreichische Städte. So soll in Bad Ischl für ein paar Tage ein Pop-up-Café eingerichtet werden, die Back-Omas aus Wien werden dort in ungewohnter Umgebung arbeiten. „Alles kann schiefgehen, auch gesundheitlich“, sagt Karin. Aber Marianne freut sich drauf: „Ich bin dann bestimmt so sehr mit allem beschäftigt, dass ich vergesse, wo es mir überall wehtut.“ (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Di. 17.02.2026 NDR
  • Folge 7 (30 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Di. 24.02.2026 NDR
  • Folge 8 (30 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Di. 10.03.2026 NDR

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