Dokumentation in 4 Teilen (je ca. 45 Min.), Folge 1–4weiter

    • Folge 1 (45 Min.)
      Bild: WDR/vydy.tv/Edward Beierle
      Pit Bukowski spielt im WDR-Dokudrama einen fiktiven DDR-Grenzsoldaten, der an der Mauer auf Flüchtende schießen soll. – © WDR/vydy.tv/Edward Beierle

      Würde ich schießen? Wie weit gehen Gehorsam und Treue? In diesem Dilemma steckten tausende DDR-Grenzsoldaten, die tagein, tagaus verhindern sollten, dass Menschen in den Westen flohen – zur Not auch mit Waffengewalt. Manchmal machen ganz alltägliche Entscheidungen Geschichte. Ein junger Mann in der DDR, Anfang 20, will einen Studienplatz und leistet dafür Dienst als Grenzsoldat. Er hat große Träume, will etwas erreichen und arrangiert sich mit seinem Staat – immer in Angst, dass er im Namen des Sozialismus auf Flüchtende schießen muss. Solche Lebenswege entlang der deutsch-deutschen Grenze haben Geschichte geschrieben. Entscheidung zwischen Leben und Tod Der politische Wettstreit zwischen Ost und West wurde auf dramatische Weise auf die DDR-Grenzer verlagert, die ihr Land nach außen und nach innen verteidigten. „Was geht mich das an?“ begibt sich auf die Suche nach der Entscheidung zwischen Leben und Tod, zwischen System und Desertation – alles aus der Perspektive eines DDR-Grenzsoldaten, der versuchte, das Richtige zu tun. Schauspieler Pit Bukowski verkörpert den fiktiven Charakter eines Grenzsoldaten an der Berliner Mauer, der basierend auf historischen Dokumenten wie Tagebüchern, Biografien und Akten entwickelt wurde. Der fiktive Grenzer erzählt von Entscheidungen, die sein Leben verändert haben. Brücke vom Damals ins Jetzt Die Sendereihe „Was geht mich das an?“ schlägt die Brücke vom Damals ins Jetzt, von historischen Lebenswegen und Ereignissen zu den Zuschauern von heute, die sich fragen: Wie würde ich heute handeln? Hätte die Geschichte auch anders verlaufen können? Neuer Film-Look Und das sieht anders aus, als man es von Geschichtsdokumentationen gewohnt ist. Die Schauspielszenen treten in Dialog mit beeindruckendem Archivmaterial, das die Ereignisse der Zeit aufleben lässt und das die Musik von Elektro-Produzent Occupanther emotional in die Jetztzeit holt. Die Erzählung wird ergänzt durch Interviews mit den Wissenschaftlern Marion Detjen und Gerhard Sälter sowie Musiker Thomas Hübner alias Clueso, der in Erfurt aufgewachsen ist. (Text: WDR)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mi 05.10.2016 WDR
    • Folge 2 (45 Min.)
      Bild: WDR/AP Photo/Peter Hillebrecht
      Sie standen vor Gericht, aber gaben sich wie Popstars, v.l.: Horst Söhnlein, Thorwald Proll Andreas Baader und Gudrun Ensslin. – © WDR/AP Photo/Peter Hillebrecht

      Kämpfe ich für eine bessere Welt? Mit oder ohne Gewalt? Wo ist die Grenze? In diesem Dilemma steckten junge Menschen im Westdeutschland der 60er und 70er Jahre. Einige von ihnen wurden Terroristen. Wie konnte es dazu kommen? Manchmal machen ganz alltägliche Entscheidungen Geschichte. Ein Student kämpft Ende der 60er Jahre für eine bessere Welt. Eigentlich will er die Gesellschaft aufrütteln. In der Studentenbewegung kämpft er gegen ein Totschweigen der NS-Vergangenheit und gegen die immer noch einflussreichen Alt-Nazis. Die Studenten streiten für politische Reformen und prangern die Grausamkeit des Vietnamkriegs an. Idealistische Anfänge – und doch werden einige später zu RAF-Terroristen und verantwortlich sein für 34 Morde. Überzeugt, das Richtige zu tun Die Lebenswege der RAF-Mitglieder haben deutsche Geschichte geschrieben – aber angefangen hat alles mit Fragen, die uns heute ähnlich begegnen könnten. Die Dokumentation „WAS GEHT MICH DAS AN?“ begibt sich auf die Suche nach der moralischen Entscheidung zwischen System und Rebellion – alles aus der Perspektive eines RAF-Terroristen, der überzeugt war, das Richtige zu tun. Schauspieler Christian Löber verkörpert den fiktiven Charakter eines Terroristen der Roten Armee Fraktion, der basierend auf historischen Dokumenten wie Tagebüchern, Manifesten und Biografien entwickelt wurde. Der fiktive Terrorist erzählt von den Entscheidungen, die sein Leben verändert haben: War es richtig, für eine bessere Welt zu den Waffen zu greifen? Welche Beweggründe, welche Zufälle und Entscheidungen haben aus einem idealistischen Rebellen einen Terroristen gemacht? Brücke vom Damals ins Jetzt Die Sendereihe „WAS GEHT MICH DAS AN?“ schlägt die Brücke vom Damals ins Jetzt, von historischen Lebenswegen und Ereignissen zu den Zuschauern von heute, die sich fragen: Wie würde ich heute handeln? Hätte die Geschichte auch anders verlaufen können? Neuer Film-Look Und das sieht anders aus, als man es von Geschichtsdokumentationen gewohnt ist. Die Schauspielszenen treten in Dialog mit beeindruckendem Archivmaterial, das die Ereignisse der Zeit aufleben lässt und das die Musik von Elektro-Produzent Occupanther emotional in die Jetztzeit holt. Die Erzählung wird ergänzt durch Interviews mit den Wissenschaftlern Wolfgang Kraushaar und Sabine Bergstermann sowie „Baader“-Regisseur Christopher Roth. (Text: WDR)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mi 12.10.2016 WDR
    • Folge 3 (45 Min.)
      Bild: WDR/picture alliance
      Schreckliche Bilder führten zum Kampfeinsatz: Verteidigungsminister Rudolf Scharping begründete die Beteiligung der Bundeswehr mit einem drohenden Völkermord. – © WDR/picture alliance

      Kann Krieg Frieden schaffen? Wofür riskiere ich mein Leben? In diesem Dilemma steckten deutsche Soldaten im Kosovo-Einsatz – dem ersten Kampfeinsatz der Bundeswehr seit dem Zweiten Weltkrieg. Manchmal machen ganz alltägliche Entscheidungen Geschichte. Ein Bundeswehrsoldat will helfen – und zieht mit Deutschland 1999 in den Krieg. Im Kosovo erlebt er, wie schwierig es ist, mit Waffen Frieden zu bringen. Und am Ende weiß der Soldat nicht mehr, wofür er sich in Gefahr gebracht hat; zumal zuhause in Deutschland viele den Soldaten ihren Einsatz nicht danken. Solche Lebenswege haben Geschichte geschrieben. Verbindungen vom Damals ins Heute Schauspieler Benjamin Schroeder verkörpert den fiktiven Charakter eines Bundeswehrsoldaten, der basierend auf historischen Dokumenten wie Zeitzeugeninterviews und Biographien entwickelt wurde. Der fiktive Soldat erzählt von den Entscheidungen, die sein Leben verändert haben: Auf welche Seite stellt er sich? Sind militärische Mittel gerechtfertigt, um Verfolgte zu schützen? Die Sendereihe „Was geht mich das an?“ schafft die Verbindung aus dem Schwarz-Weiß des Geschichtsarchivs hinein in unsere Gegenwart: Wie würde ich heute handeln? Hätte die Vergangenheit auch anders verlaufen können? Neuer Film-Look Und das sieht anders aus, als man es von Geschichtsdokumentationen gewohnt ist. Die Schauspielszenen treten in Dialog mit Archivmaterial, das die Ereignisse der Zeit aufleben lässt und das die Musik von Elektro-Produzent Occupanther emotional in die Jetztzeit holt. Die Erzählung wird ergänzt durch Interviews mit der Historikerin Marie-Janine Calic und der ARD-Korrespondentin Susanne Glass. (Text: WDR)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mi 19.10.2016 WDR
    • Folge 4 (45 Min.)
      Bild: WDR/vydy.tv
      Enorme Zerstörung in nur einer Nacht. In der „Reichspogromnacht“ 1938 wurden hunderte Synagogen und jüdische Gebetshäuser angezündet – eine vom NS-Staat gesteuerte Gewaltaktion. – © WDR/vydy.tv

      Mache ich den Mund auf, wenn Menschen schikaniert werden? Oder schaue ich zu, wenn Unrecht geschieht? Wo beginnt eine Mitschuld? In diesem Dilemma steckten Millionen Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus. Eine junge Frau sucht in unsicheren Zeiten das Wir-Gefühl – und schaut weg, als ganz normale Leute in der Nazi-Zeit ausgegrenzt und getötet werden, einfach weil sie als Juden galten. Die junge Frau will sich ihr kleines Stück Leben, Ordnung, Zufriedenheit bewahren und unterstützt damit ein Terrorregime. So wie Millionen „Mitläufer“. Solche Lebenswege haben Geschichte geschrieben. Aber angefangen hat alles mit Fragen, die uns heute ähnlich begegnen könnten, und mit ganz menschlichen Entscheidungen. Die Dokumentationsreihe „Was geht mich das an?“ schlägt die Brücke vom Damals ins Hier und Jetzt, von historischen Lebenswegen zu den Zuschauern von heute. Entscheidungen, die Leben verändern Schauspielerin Judith Neumann ( Soko Leipzig, Großstadtrevier) verkörpert den fiktiven Charakter einer NS-Mitläuferin, der basierend auf historischen Quellen wie Tagebüchern und Biografien entwickelt wurde. Die fiktive NS-Mitläuferin erzählt von den Entscheidungen, die ihr Leben verändert haben: Konnte man wirklich dem rassistischen Wahn des NS-Regimes nichts entgegensetzen? Wie kann Ideologie das Handeln und Denken eines Einzelnen verändern? Die Sendereihe „Was geht mich das an?“ schlägt die Brücke vom Damals ins Jetzt, von historischen Lebenswegen und Ereignissen zu den Zuschauern von heute, die sich fragen: Wie würde ich heute handeln? Hätte die Vergangenheit auch anders verlaufen können? Neuer Film-Look Und das sieht anders aus, als man es von Geschichtsdokumentationen gewohnt ist. Die Schauspielszenen treten in Dialog mit beeindruckendem Archivmaterial, das die Ereignisse der Zeit aufleben lässt und von der Musik von Elektro-Produzent Occupanther emotional in die Jetztzeit geholt wird. Die Erzählung wird ergänzt durch Interviews mit den Historikern Kathrin Kollmeier und Sascha Lange. (Text: WDR)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mi 26.10.2016 WDR

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