Dokumentation in 6 Teilen
Vaterlos
Folge 1 (45 Min.)Wirtschaftswunder und Fünfjahresplan, Bill Haley und der Lipsischritt, rebellierende Halbstarke und die FDJ: Das sind die abrufbaren Bilder im Kopf, wenn wir an die 50er Jahre im Westen und im Osten Deutschlands denken. Und mitten in dieser Zeit des Neuanfangs, des Auf- und Umbruchs haben sich dramatische und anrührende Schicksale abgespielt. Diese sehr persönlichen Biographien stehen im Mittelpunkt der Dokumentar-Serie. Über sechs Folgen hinweg werden Familienschicksale erzählt, in denen sich das Lebensgefühl der Gründungsjahre beider deutscher Staaten spiegelt.„Unsere 50er Jahre – Wie wir wurden, was wir sind? zeigt Deutschland – Ost und West – in den Umbrüchen der Nachkriegsjahre. Bewusst wird dabei auf die üblichen Archivaufnahmen historisch bedeutsamer Ereignisse verzichtet. Die Serie erzählt Geschichte vielmehr konsequent als persönliches Erleben, ebenso, wie Geschichte tatsächlich erinnert wird. Ob Arbeiter oder Hausfrau, Fabrikant oder Künstler, Kriegsheimkehrer oder Überlebender, Schulkind oder Jugendliche – stets bestimmen die Erinnerungen an privates Glück und persönliche Krisen der Zeitzeugen das Geschehen: der erste Kühlschrank oder Urlaub, Eintritt in die SED, Heimkehr aus der Kriegsgefangenschaft, Konzert, der Aufstand des 17. Juni, die Rückkehr der Emigranten … Die Zeitzeugen erzählen ihre Geschichten. In ihren Biographien spiegeln sich die großen Veränderungen in Politik, Wirtschaft und Kultur. In ihren Erinnerungen wird der Alltag in den 50er Jahren sichtbar – jenseits aller Schlagwörter. (Text: rbb) Deutsche TV-Premiere Mo. 21.11.2005 Das Erste Zu neuen Ufern
Folge 2 (45 Min.)Anfang der 1950er Jahre suchen immer noch Millionen Flüchtlinge und Vertriebene eine neue Heimat. Die Familie von Dorothea Steinkirchner aus Orlau, heute Tschechien, landet in der bayerischen Provinz. Dort werden die Fremden misstrauisch empfangen. Und noch immer wissen Millionen Menschen nicht, was aus ihren Angehörigen geworden ist. Viele sind verschollen – im Krieg, auf der Flucht oder in Gefangenschaft. Schon seit drei Jahren wartet Rose Brock in Halle auf ein Lebenszeichen ihres verschwundenen Vaters. Dann, endlich, kommt ein Brief: Der Vater wurde zu 25 Jahren Haft verurteilt, weil er gegen die DDR spioniert haben soll.Er lebt, doch im Gefängnis Bautzen sind die Häftlinge chronisch unterernährt, Typhus und Tuberkulose grassieren. Der Vater von Peter Süß kehrt aus der Kriegsgefangenschaft zurück: ein fremder Mann in einem fremden Land. Zuhause hat sich alles verändert. Die Frau liebt einen anderen Mann, die Familie droht zu zerbrechen. Am Beispiel verschiedener Familien erzählt auch die zweite Folge der Reihe „Unsere 50er Jahre – Wie wir wurden, was wir sind“ vom Leben in den 1950er Jahren diesseits und jenseits der Zonengrenze. (Text: 3sat) Deutsche TV-Premiere Mi. 23.11.2005 Das Erste Sehnsucht nach Freiheit
Folge 3 (45 Min.)Anfang 1953 beginnt es in der DDR zu brodeln. Materiell kann das Land mit der Bundesrepublik nicht mithalten, Demokratie und Pressefreiheit haben sich als leere Phrasen erwiesen. Am 17. Juni rebelliert das Volk. Gisela Heller arbeitet als junge Journalistin beim Berliner Rundfunk. Der 17. Juni erschüttert ihr Weltbild, denn sie ist überzeugte Sozialistin. Sie erlebt den Aufstand des 17. Juni 1953 mit gemischten Gefühlen. In Halle wartet Rose Brock immer noch auf die Rückkehr ihres Vaters. Der sitzt als politischer Gefangener in Bautzen. Der 17. Juni macht ihr Hoffnung – doch dann kommen die sowjetischen Panzer. Manfred Körtgen lebt in einem katholischen Kinderheim.Die Eltern haben sich getrennt, die Mutter will mit einem anderen Mann ein neues Leben beginnen. Im Heim regieren die Nonnen, ohne jede pädagogische Ausbildung. Die Strafen für kleinste Vergehen sind hart, Prügel an der Tagesordnung. „Unsere 50er Jahre – Wie wir wurden, was wir sind? zeigt Deutschland – Ost und West – in den Umbrüchen der Nachkriegsjahre. Bewusst wird dabei verzichtet auf die üblichen Archivaufnahmen historisch bedeutsamer Ereignisse. Die Zeitzeugen erzählen ihre Geschichten. In ihren Biografien spiegeln sich die großen Veränderungen in Politik, Wirtschaft und Kultur. In ihren Erinnerungen wird der Alltag in den 50er Jahren sichtbar – jenseits aller Schlagwörter. (Text: rbb) Deutsche TV-Premiere Mo. 28.11.2005 Das Erste Licht und Schatten
Folge 4 (45 Min.)Mitte der 50er Jahre richtet man sich in Deutschland ein. Der Krieg scheint vergessen, die Nazi-Diktatur ein böser, vergangener Spuk. Im Westen hat man Grund zum Jubeln: Die Fußball-Nationalmannschaft wird 1954 Weltmeister, die Wirtschaft boomt, „wir sind wieder wer?. Aber Jakob Horowitz lässt die Vergangenheit nicht los. Er hat den Holocaust überlebt und will in Israel eine neue Heimat finden. Nach Deutschland will er nie wieder zurück. Doch dann wird er krank – und in Israel kann man ihm nicht helfen. Die Mutter von Rose Brock muss die Familie in Halle allein über Wasser halten, da der Vater aus politischen Gründen in Bautzen im Zuchthaus sitzt. Doch die letzten Jahre haben sie ausgelaugt. Der Ärger mit den Behörden, die ständige Angst, der dauernde Kampf ums Überleben.Sie sieht nur eine Alternative: die Flucht in den Westen. Die Brüder Parpalioni sind Schausteller und ziehen von Jahrmarkt zu Jahrmarkt. Mit ihrer Berg- und Talbahn haben sie vor allem bei den Jugendlichen Erfolg, denn sie spielen Rock ‚n‘ Roll und Boogie Woogie – bis die Behörden die Musik verbieten. „Unsere 50er Jahre – Wie wir wurden, was wir sind? zeigt Deutschland – Ost und West – in den Umbrüchen der Nachkriegsjahre. Die Serie erzählt Geschichte konsequent als persönliches Erleben, eben so, wie Geschichte tatsächlich erinnert wird. In den Erinnerungen wird der Alltag in den 50er Jahren sichtbar – jenseits aller Schlagwörter. (Text: rbb) Deutsche TV-Premiere Mi. 30.11.2005 Das Erste Schritte ins Leben
Folge 5 (45 Min.)In der zweiten Hälfte der 50er Jahre setzen die Kriegskinder erste Schritte in das eigene Leben. Peter Süss sortiert nachts Pakete bei der Post oder schüttelt als Barkeeper Cocktails. Mit einer Vespa wird er zum König seiner Clique. Jakob Horowitz will nicht in Deutschland bleiben, sondern zurück nach Israel. Doch dann kreuzt eine junge Frau aus Leipzig seinen Weg – und seine Pläne ändern sich radikal. Rose Brock flüchtet aus der DDR in die Bundesrepublik und wundert sich über ihre neuen Mitschüler: „Die Jugendlichen in der BRD standen auf Pettycoats und Elvis Presley. Sie hatten keine Idee!? erinnert sie sich heute. Ihr Vater ist immer noch im Gefängnis in Bautzen.25 Jahre Haft wegen angeblicher Spionage soll er absitzen – aber dann wird er plötzlich freigelassen. Heinz Oppermann gehört zu den letzten Kriegsgefangenen, die aus sowjetischen Lagern entlassen werden. Doch die Rückkehr aus Workuta ist schwer, den in seine Heimat, das Memelland, kann er nicht zurück. „Unsere 50er Jahre – Wie wir wurden, was wir sind? zeigt Deutschland – Ost und West – in den Umbrüchen der Nachkriegsjahre. Die Serie erzählt Geschichte konsequent als persönliches Erleben, eben so, wie Geschichte tatsächlich erinnert wird. In den Erinnerungen wird der Alltag in den 50er Jahren sichtbar – jenseits aller Schlagwörter. (Text: rbb) Deutsche TV-Premiere Mo. 05.12.2005 Das Erste Bittere Geschichten
Folge 6 (45 Min.)Ende der 50er Jahre wird Deutschland von seiner Geschichte eingeholt. Auch Dirk Kuhl, gerade 18 Jahre alt geworden, kann das Schweigen über die Vergangenheit nicht mehr ertragen, und er erfährt die Wahrheit über seinen Vater. Der war SS-Obersturmbannführer in einem Arbeitslager. Die britische Militärregierung hat ihn als Kriegsverbrecher hingerichtet. Renate Bebensee aus Hamburg ist 17 Jahre alt und schwanger. Ihre Mutter fürchtet einen Skandal und zwingt sie zur Abtreibung. Doch eine Abtreibung ist ebenso verboten wie gefährlich. Hans-Georg Ullrich lebt in Magdeburg und träumt von einer Karriere als Fotograf und Kameramann. In der DDR will man aus ihm einen Melker machen. So sieht er keine Zukunft mehr in Magdeburg und will nach Berlin. Aber die Grenzen werden immer strenger kontrolliert. Heinz Oppermann findet nach über zehn Jahren Arbeitslager in der Sowjetunion ein neues Zuhause. Dort trifft er seine zukünftige Frau, mit ihr fährt er in den ersten Urlaub seines Lebens. (Text: rbb)Deutsche TV-Premiere Mi. 07.12.2005 Das Erste
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