Kommentare 11–16 von 16

  • am

    Recht spannend, verliert aber durch die inflationäre Besetzung Deutscher Schauspieler für Rollen von Österreichern massiv an Authentizität. Die Hauptprotagonistin ist in einem Tiroler Bergdorf aufgewachsen, wird von tief verwurzelten Einheimischen großgezogen und spricht - wie viele andere im Ort - ein (verschliffenes!) Hochdeutsch. Wirkt völlig unnatürlich.
    Wäre wenigstens das Verschliffene nicht! Aber "´n" für ein und "´ne" für "eine" geht in Österreich gar nicht. Das würde ihr spätestens in der Schule ausgetrieben.
    In der letzten von 6 Folgen kommt dann die im Vorspann genannte und von mir grundsätzlich sehr geschätzte Britta Hammelstein als Ermittlerin aus Wien. Sie hat ganze 2 Szenen mit viel ´n und ´ne.
    Ich fürchte, selbst wenn die Schauspieler sich bemüht hätten, nicht ganz so atmosphärische Fremdkörper zu sein, hätte man Ihnen das wohl untersagt. Bei allem Drang, das ganze für Norddeutsche verständlich zu machen (die sind eigentlich gar nicht so schwer von Begriff) - diese Besetzungspolitik und Dialogregie sind Schwachsinn!
    • am

      Hallo, Hazel-Ra,
      Okay, es mag sein, dass Ösis niemals 'n oder 'ne sagen, aber verstehen werden sie es ganz bestimmt.
      Als bekennender (und nicht ganz doofer) Norddeutscher dagegen hatte ich streckenweise Probleme, die mundartlichen Äußerungen einiger "authentisch" besetzten Rollen zu verstehen.
      Und das, obwohl ich beruflich bedingt ein Dialogbuch zur Verfügung hatte, als ich für die Serie die Audiodeskription schrieb (die Filmbeschreibung für Blinde und Sehbeeinträchtigte).
      Um ganz ehrlich zu sein:
      Ich verstehe nicht ganz, weshalb aufwändige österreichische Hochglanzfilme und -serien, die ja wohl nicht nur für für Alpenrepublik, sondern für den gesamten deutschsprachigen Raum produziert werden, dies nicht auch etwas stärker in der Sprache berücksichtigen.
      Es geht nicht darum, mundartliche Färbungen und sprachliches Lokalkolorit auszuschließen: Dresdener sollen sächseln, Münchner das R rollen und Wiener ihren wunderbare Art zu sprechen zelebrieren, aber insgesamt sollte doch JEDER die Chance haben, alles zu VERSTEHEN.
      Wenn es darum geht, das Innerste des Österreichers (oder irgendeines anderen) vorzustellen, ist das Genre "Deutschsprachiger Film/Serie" wohl eher nicht die geeignete Sparte.
      Ansonsten war es schon eine Hammerserie, die mir stellenweise alles abverlangte, gerade bei einigen sehr heftigen Szenen: Wie gelingt es, den Horror der Bilder so zu beschreiben, dass auch ein Blinder eine Gänsehaut bekommt...
      (Ich habe übrigens alle drei Bücher gelesen und würde mich auch über eine Fortsetzung freuen - wobei ich die Serie tatsächlich besser fand als das Buch - aber das ist sicher Geschmackssache)
    • am

      Da sitzt du einem Mißverständnis auf. In den meisten Ö Produktionen wird der lokale Dialekt ohnehin völlig weggelassen. Tatsächlich würde Totenfrau in Wien kaum jemand verstehen, wenn die dort sprächen wie in einem Tiroler Dorf und im Rest von Österreich könnte man lediglich erahnen, worum es beim Bodenseekrimi geht, würden die dort Vorarlbergerisch sprechen. Die Landkrimis sind zudem für die ARD "leicht synchronisiert". Wenn schon hört man einen leichten Wiener oder NÖ Dialekt.
      Soll heißen: Mit ganz wenigen Ausnahmen ist ohnehin jeder Dialog in einer Ö Produktion eine tiefe Verbeugung vor dem Deutschen Markt.
      In Totenfrau spricht lediglich Robert Palfrader als Postenkommandant ein Hochdeutsch mit angedeutetem Tiroler Dialekt (im Bodenseekrimi ist Stefan Pohl das sprachliche Feigenblatt).
      Alles Hochdeutsch: Soll mir recht sein. Ist dann nicht anders als synchronisierte Auslandsproduktionen. Aber dann bitte wirklich Hochdeutsch ohne "n" und "ne". (Das kommt bei uns wirklich falsch - und unsympathisch - rüber).
  • (geb. 1958) am

    Aber hoppla, was die Ösis da abgeliefert haben. Sehr spannend und auch ganz schön heftig. Anna Maria Mühe in Topform
    • (geb. 1966) am

      Absolut eine der spannendsten Serien, die ich seit sehr langer Zeit gesehen habe.
      Von Folge zu Folge gesteigert, konnte man nicht mehr aufhören, zu schauen.
      • am

        Sehr gut inszenierte Serie, stark besetzt, macht Laune.
        Und es gibt noch 2 Bücher aus der Trilogie, die verfilmt werden könnten (Totenhaus, Totenrausch)...
        • am

          Vielen Dank für diese 6-teilige Serie.
          Sie überzeugt vor allem durch die hervorragende Besetzung!

          Hier sind nur Top Schauspieler zu sehen die den Rollen Glaubwürdigkeit verleihen.
          Die Story mag unrealistisch erscheinen - erzählerisch sind keine Fehler erkennbar.
          5 Sterne
          • (geb. 1969) am

            Gute Serie, wenn auch ziemlich vorhersehbar, aber Frau Mühe in Hochform.
            Gut auch: Am Ende klären sich alle Motive und Zusammenhänge verständlich auf.
            • (geb. 1962) am

              Fand ich auch - gut gemachte Thriller-Serie - mit Spannung und "Staffel-Durchguck-Effekt" :-)

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