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Katarina Witt – Eiskönigin zwischen Ost und West
45 Min.
Sie holte Olympiagold, wurde zum Liebling der DDR-Oberen und auch im Westen gefeiert: Kati Witt, die Eiskönigin aus dem Osten. Wie gelang ihr der Spagat zwischen den beiden Welten?Bild: ZDF und Stana, Karl-HeinzSie holte Olympiagold, wurde zum Liebling der DDR-Oberen – und dennoch auch im Westen gefeiert: Kati Witt, die Eiskönigin aus dem Osten. Wie gelang ihr der Spagat zwischen den beiden Welten? Ihre Karriere begann im Sportsystem der DDR, doch ihr Talent machte sie zum globalen Star. „Terra X History“ erzählt die Geschichte des deutschen Eiskunstlaufidols – ein Leben zwischen Systemtreue und Weltkarriere, zwischen Stasikontrolle und Freiheitsdrang. Schon früh habe man sehen können, dass aus Katarina Witt einmal ein Superstar werden würde, erinnert sich die heutige ZDF-Moderatorin Andrea Kiewel, Anfang der 1980er Jahre Mitglied der DDR-Schwimm-Nationalmannschaft.Im Gegensatz zu vielen anderen DDR-Sportlern beherrschte Witt auch die Kunst, mit den Medien zu flirten – und wurde im kapitalistischen Westen bald „das schönste Gesicht des Sozialismus“ genannt. Zwei Goldmedaillen bei Olympischen Spielen, zahlreiche Welt- und Europameistertitel – errungen im Namen eines Staates, der seine „Goldkati“ zugleich feierte und fürchtete. Aus Angst, sie könnte in den Westen fliehen, überwachte die Stasi sie rund um die Uhr – und protokollierte sogar ihr Sexleben. Gleichzeitig wurde sie mit Privilegien überhäuft und durfte als erste und einzige DDR-Sportlerin einen Profivertrag im Westen unterschreiben. Nach Mauerfall und Wiedervereinigung ermöglichte ihr das den Einstieg in eine internationale Karriere – während ihr Stern in der Heimat vorübergehend sank. Als sie sich 1998 für den „Playboy“ fotografieren ließ, wurde das Heft ein Bestseller – neben dem Titel mit Marilyn Monroe soll es das einzige gewesen sein, das weltweit ausverkauft war. „Terra X History“ zeigt die Geschichte einer Frau, die in Ost und West zur Legende wurde – und bis heute fasziniert. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 30.11.2025 ZDF Deutsche TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 23.11.2025Kennedy und die Frauen
Der strahlende Hoffnungsträger, der umjubelte Präsident mit Charisma, der kluge Staatsmann und unwiderstehliche Charmeur – so behielt ihn die Welt nach seiner Ermordung in Erinnerung. John F. Kennedy blieben manche Enthüllungen zu Lebzeiten erspart. Hinter der Fassade des schönen Scheins entpuppte sich erst nach und nach der berüchtigte Frauenheld. Ein Kapitel, das in merkwürdigem Gegensatz zu stehen scheint zu der Würde seines Amtes, das er angeblich so makellos ausfüllte. Tatsächlich setzte er mit seinen außerehelichen Eskapaden seine Präsidentschaft aufs Spiel. Im Sommer 1962 zog eine neue Gruppe Praktikantinnen ins Weiße Haus ein. Eine von ihnen war Mimi Alford, deren Praktikumsbericht 50 Jahre später einen Skandal auslösen sollte. Schon in der ersten Woche hatte Alford Sex mit Präsident Kennedy – und das im Schlafzimmer der First Lady. Es war eine Affäre mit viel Sprengstoff, denn in den USA galt eine 19-Jährige damals als minderjährig. (Text: Phoenix)Deutsche TV-Premiere So. 10.11.2013 ZDF Kennedy gegen Callas – Das Duell der Diven
Es war eines der größten Liebesdramen des 20. Jahrhunderts: Tankerkönig Onassis heiratet 1968 Jackie Kennedy und verlässt seine langjährige Geliebte, die Operndiva Maria Callas. Nach der Ermordung von Präsident Kennedy flieht „Jackie“ in die Arme des Selfmade-Milliardärs, doch die Ehe scheitert. Und auch für Weltstar Maria Callas gibt es kein Happy End: Verlassen stirbt sie mit nur 53 Jahren an einem Herzinfarkt. Jackie Kennedy muss in ihrer Ehe mit dem US-Präsidenten Fehlgeburten und außereheliche Eskapaden ihres Mannes ertragen.Als nach „JFKs“ Ermordung fünf Jahre später auch noch Kennedys jüngerer Bruder Robert einem Attentat zum Opfer fällt, verlässt die „Witwe der Nation“ mit ihren beiden Kindern Amerika. An der Seite des Tankermoguls Onassis will sie Ruhe finden. Ein großzügiger Ehevertrag garantiert Jackie einen luxuriösen Lebensstil, Onassis genießt die Aufmerksamkeit an der Seite der damals berühmtesten Frau der Welt. Doch die Gegensätze zwischen der feinsinnigen ehemaligen First Lady und dem schwerreichen Unternehmer sind zu groß. Während seiner Ehe mit Jackie Kennedy sucht Onassis wieder Kontakt zu Maria Callas, die er in Paris in einer Luxuswohnung zurückgelassen hat. Dann kommen Schicksalsschläge: Onassis verliert seinen einzigen Sohn aus erster Ehe bei einem Flugzeugunglück, ein Jahr später stirbt Onassis’ erste Frau an einer Überdosis Schlaftabletten. 1975 will der Milliardär die Trennung von der Präsidentengattin, doch sein Tod verhindert den Vollzug der Scheidung. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 09.12.2018 ZDF KGB – Moskaus geheime Macht
Der sowjetische Geheimdienst KGB: erfolgreich und gefürchtet. Seine Agenten sahen sich als „Schwert und Schild“ des Staates. Noch heute umgeben die geheimen Missionen zahlreiche Mythen. Auch nach dem Ende der Sowjetunion lebt in Russland der Geist des wohl berühmtesten Geheimdienstes der Welt weiter. Im Inland entwickelte er ein System der Angst und organisierte unzählige Straflager, im Ausland warb er Spione an und attackierte seine Gegner. „ZDF-History“ lässt ehemalige Agenten und Opfer zu Wort kommen. Zugleich analysieren Historiker, welche ideologischen Vorgaben und praktischen Herausforderungen den Geheimdienst prägten. Die Historie des sowjetischen Geheimdienstes und seiner heutigen russischen Nachfolger, des FSB und des SWR, ist zugleich auch die Geschichte seiner Führungspersönlichkeiten – von Dscherschinski über Berija bis hin zu Andropow und Putin.Jeder dieser Männer war geprägt von der Ära, in der er agierte – und zugleich stolz auf die Traditionen seiner Organisation. Die Geheimdienstler waren nie zögerlich in der Wahl ihrer Mittel. In dieser Tradition steht auch Russlands Präsident Wladimir Putin. Sein Aufstieg vom eher unbedeutenden KGB-Offizier zum Präsidenten sagt viel über die politische Entwicklung und den Zustand des heutigen Russland. Die Sowjetunion war ein Staat, der sich auf seinen Geheimdienst stützen konnte. Heute ist es ein Ex-Geheimdienstler, der einen Staat regiert. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 04.08.2019 ZDF Die Killer des Kremls. Moskaus mysteriöse Morde.
60 Min.Der russische Präsident Wladimir Putin (r) begrüßt den vom Westen freigelassenen russischen Gefangenen Wadim Krassikow (l.) nach dessen Ankunft auf dem Regierungsflughafen Vnukovo außerhalb von Moskau. Russland und der Westen machen einen beispiellosen Gefangenen-Deal. Es wirkt wie ein Agentenkrimi: Ein verurteilter Mörder und Spione kommen im Austausch für politische Gefangene frei.Bild: ZDF/AP / Sputnik / Kremlin / VoskresAbweichler, Journalisten und Oppositionelle leben in Russland gefährlich. Sie sterben durch Gift, auf offener Straße durch Schüsse oder unter mysteriösen Umständen im Arbeitslager. Es scheint fast so, als ob das Regime immer wieder unliebsame Kritiker einfach ausschaltet. Und das zur Abschreckung meist öffentlich. Beweise gibt es kaum. Dabei liegt die Täterschaft russischer Geheimdienste nah: Sind sie die Killer des Kremls? Seit Jahren bestehen im Grunde nur wenige Zweifel daran, wie Putins Apparat mit Kritikern oder sogenannten Landesverrätern umgeht.Es ist ein autokratisches System, das wenig Widerspruch duldet und frei nach der russischen Redensart „Kein Mensch, kein Problem“ operiert. Ein solches Problem stellte wohl auch die Journalistin Anna Politkowskaja dar. Sie wurde im Treppenhaus ihres Wohnhauses hingerichtet. Zuvor recherchierte sie kritisch zu Putin und seinen Verbündeten. Russische Oppositionelle leben dabei besonders gefährlich. Boris Nemzow war politischer Konkurrent, der in den Augen des Kremls wohl zum Problem wurde. Im Herzen Moskaus wurde der Oppositionsführer erschossen. In beiden Fällen führen bis heute die Spuren nach Tschetschenien, regiert von Ramsan Kadyrow – auch bekannt als Putins Bluthund. Jahre später stirbt ein weiterer Rivale Putins nach jahrelanger Verfolgung in einer russischen Strafkolonie: Alexej Nawalny. Zuvor überlebte er einen Giftanschlag. Mit ihm verlieren viele die letzte Hoffnung auf ein neues Russland. Einer der letzten Oppositionellen ist Wladimir Kara-Mursa. Er wurde gleich zweimal Opfer von Giftanschlägen. Dennoch kehrte er nach Russland zurück und landete prompt im russischen Gulag. Nur ein Gefangenenaustausch bewahrte ihn wohl vor einem ähnlichen Schicksal wie Nawalny. Doch er und seine Familie wissen, dass sie ihres Lebens niemals sicher sein können. Denn Wladimir Putin ist selbst ein Mann der Geheimdienste. Eines galt für ihn und seine politischen Freunde schon immer als unverzeihlich: der Verrat. Geheimdienstler, die es wagen, abtrünnig zu werden, besiegeln damit ihr Schicksal. So wie der Ex-KGB-Mann Alexander Litwinenkow. Nachdem er in Großbritannien überlief, wurde er mit einem radioaktiven Kampfstoff in London vergiftet und starb im Krankenhaus. Nirgendwo ist man, so scheint es, vor der Rache des Kremls sicher, auch nicht in Deutschland. Mitten im Berliner Tiergarten wird Zelimkhan Kangoshvili hingerichtet. Er hatte Jahre zuvor in Tschetschenien gegen Russland gekämpft. Die deutsche Justiz spricht von einem Mord im staatlichen Auftrag Russlands – ohne jeden Zweifel. Währenddessen weist Putin persönlich jede Schuld für politische Auftragsmorde von sich. „Terra X History“ zeigt, wie Kritiker des Systems verfolgt werden und welche Spuren in den Kreml führen. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 23.03.2025 ZDF Kinder der Macht – Fluch und Segen berühmter Eltern
Sie heißen Malia Ann Obama, Walter Kohl, Tatjana Jelzin oder Carol Thatcher. Ihr Vater oder ihre Mutter gehörten zu den mächtigsten Menschen der Welt. Was hat das mit ihnen gemacht? Helmut Kohls Söhne brachen nach dem Tod der Mutter mit dem übermächtigen Vater. Carol und Mark Thatcher, die Zwillinge der „Eisernen Lady“, machten durch Skandale auf sich aufmerksam. Tatjana Jelzin lebt heute völlig zurückgezogen in Österreich. Die Dokumentation „Kinder der Macht“ untersucht an prominenten Beispielen, welchen Einfluss die Macht und Berühmtheit der Eltern auf das Leben ihrer Kinder ausübt. Wie ist es, im Weißen Haus aufzuwachsen? Wie gehen die Söhne und Töchter der Mächtigen mit ihrem prominenten Namen um? Öffnet er ihnen vor allem Türen, oder verdammt er sie noch häufiger zum Scheitern? Kann die Bürde eines berühmten Namens gar in die Kriminalität führen? Die Betroffenen selbst, dazu Wegbegleiter und Experten, zeichnen ein differenziertes und persönliches Bild der „Kinder der Macht“. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere So. 10.05.2020 ZDF Die Kinder des 20. Juli
Als am 20. Juli 1944 das Attentat auf Hitler misslingt, jagen die Nationalsozialisten nicht nur die Widerstandskämpfer, auch ihre Kinder und Enkelkinder stehen auf der Fahndungsliste. Sie werden ihren Familien entrissen, strikt nach Altersgruppen und Geschlecht getrennt und in ein Kinderheim nach Bad Sachsa geschafft. Was mit ihren Eltern ist, wissen sie nicht. (Text: Phoenix)Deutsche TV-Premiere So. 20.07.2014 ZDF Die Kinder des Ghettos – Der Aufstand von Warschau
Mit dem Mut der Verzweiflung erhoben sich am 19. April 1943 jüdische Frauen und Männer im Warschauer Ghetto gegen ihre deutschen Peiniger. Monatelang hatten sie hilflos mit ansehen müssen, wie ihre Verwandten und Freunde nach und nach in die Vernichtungslager deportiert worden waren. Keinen Tag länger wollten sie sich wie Lämmer zur Schlachtbank führen lassen, lieber wollten die nur unzureichend bewaffneten Aufständischen im Kampf sterben. Fast vier Wochen dauerte es, bis die SS den Aufstand endgültig niederschlagen konnte. Nur wenige Juden überlebten das Massaker, wie die zehnjährige Krystyna Budnicka, die sich monatelang in einem unterirdischen Bunker versteckte. (Text: Phoenix)Deutsche TV-Premiere So. 07.04.2013 ZDF Kinder im Krieg – Was unsere Eltern erlebten
Sie haben niemals Schuld und leiden oft am meisten: Kinder im Krieg. 75 Jahre nach Kriegsende ist für viele Kinder von damals die Vergangenheit noch immer lebendig. Hunderttausende wurden ausgebombt, verloren ihr Zuhause, ihre Eltern. Andere, die vom NS-Regime verfolgt wurden, bangten täglich um ihr Leben. Die Dokumentation gibt mittels privatem und unbekanntem Filmmaterial Einblicke in die Welt der Kinder im Zweiten Weltkrieg. Zweieinhalb Millionen Kinder wurden in ländliche Gebiete verschickt, um sie aus den bombardierten Städten in Sicherheit zu bringen. Von ihren Familien getrennt, litten viele Kinder unter der sogenannten Kinderlandverschickung und wurden in Schullandheimen – weit weg vom Einfluss des Elternhauses – auf „Linie getrimmt“.Auch Ottheinrich Schertel verbrachte als Kind drei Jahre in einem solchen Heim – 500 Kilometer von seiner Heimat Hamburg. Sein Vater filmte die seltenen Besuche und vergrub die Filmrollen bei Kriegsende. Für „ZDF-History“ wird der einmalige Filmfund restauriert und neu digitalisiert. Andere hingegen, die das NS-Regime für „lebensunwert“ hielt, wurden in sogenannten Heilstätten grausam ermordet – auf Befehl Hitlers. Der Film erzählt die Geschichte von Adolf Jakob und Emma aus Laurenziberg bei Gau-Algesheim, die in der Heil- und Pflegeanstalt Eichberg im Rheingau ermordet wurden. Ihre Schwester Erika berichtet von dem Tag, den sie nie vergessen wird: als ein grauer Lkw vor ihrem Haus hielt und die behinderten Geschwister mitnahm. Der 16-jährige Heinz Petry aus Euskirchen gehörte bei Kriegsende zum „letzten Aufgebot“ des Naziregimes und wurde als „Spion“ hinter die Linie der Westfront geschleust. Bereits nach einem Tag griffen amerikanische Soldaten ihn auf. Das Urteil des Militärgerichts lautete: Tod durch Erschießen. Es sind die Geschichten unserer Eltern: was sie damals als Kinder im Krieg erlebten. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 03.05.2020 ZDF Kinderstars – Heute verehrt, morgen vergessen?
Manche standen in Windeln auf der Bühne, verdienten ein Vermögen, während Gleichaltrige im Sand spielten. „ZDF-History“ erzählt die außergewöhnlichen Biografien berühmter Kinderstars. Macaulay Culkin, Steffi Graf, die Kellys, Heidi Brühl oder Jackie Coogan, der erste Kinderstar der Kinogeschichte: Ihnen gelang eine bemerkenswerte Karriere im zarten Alter. Als Kinder wurden sie wie Götter verehrt, doch manche auch schnell wieder vergessen. Nicht selten, wenn die Anziehungskraft der Mini-Stars im Musik-, Show- oder Sportbusiness nachlässt und die „süßen Kleinen“ in die Pubertät kommen, stellen sich Probleme ein: Nur wenigen gelingt es, als Erwachsene genauso erfolgreich zu sein wie als Kind.Auch bei Macaulay Culkin oder „The Kid“ Jackie Coogan kam der Karriereknick mit dem Ende der Kindheit. Doch es gibt auch Stars, wie Heidi Brühl oder einige Mitglieder der Kelly Family, denen der Karrieresprung in die Erwachsenenwelt gelang. Manchmal aber hat die „Überdosis frühen Ruhms“ auch schwere Folgen. Drogenmissbrauch, Alkoholsucht, Depressionen und Magersucht sind nur einige Folgeerscheinungen vieler Kindheiten im Rampenlicht. Andere hingegen, wie Tennislegende Steffi Graf, scheinen den frühen Ruhm problemlos weggesteckt zu haben und führen heute ein „ganz normales Leben“. „ZDF-History“ berichtet von Licht- und Schattenseiten des frühen Ruhms. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 06.01.2019 ZDF Kinderstars: Im Schatten des frühen Ruhms
Manche standen schon als Dreijährige auf der Bühne, strahlten mit Zahnlücken in die Kameras oder brachten als süßes „Wunderkind“ viele Erwachsene zum Staunen und zum Weinen. Ob Michael Jackson oder Wolfgang Amadeus Mozart, Elizabeth Taylor oder Heintje, Britney Spears oder Inger Nilsson – ihnen allen gelang eine bemerkenswerte Karriere im zarten Kindesalter. Sie wurden gefeiert, verehrt und geliebt – und mussten einen hohen Preis bezahlen. „ZDF-History“ zeigt die außergewöhnlichen Biografien der Kinderstars und ihr Leben im Licht und Schatten des frühen Ruhms. (Text: Phoenix)Deutsche TV-Premiere So. 22.11.2015 ZDF Klaus Kinski – Weltstar und Tyrann
Seine Ausraster sind Kult, seine Filmrollen Legende: Klaus Kinski faszinierte und polarisierte gleichermaßen. Doch spielte er nur den Exzentriker, oder war er auch im echten Leben ein Tyrann? Ob als „Fitzcarraldo“, „Nosferatu“ oder Bösewicht in Edgar-Wallace-Filmen: Klaus Kinski gilt bis heute als Ausnahmeerscheinung der Kinogeschichte. Dabei inszenierte sich der deutsche Mime gern als Enfant terrible der Filmszene. Was ist wahr, was Legende? Autor Uli Weidenbach geht in „ZDF-History“ dem Phänomen Klaus Kinski nach, spricht mit Familienangehörigen, Kollegen und engen Weggefährten und verfolgt Kinskis Geschichte zurück bis nach Zoppot im heutigen Polen, dem Geburtsort des Schauspielers.Dabei entdeckt er etliche Ungereimtheiten in Klaus Kinskis Biografie, wie die angeblich „ärmlichen Verhältnisse“, in denen er in den 30er-Jahren in Berlin aufgewachsen sei, oder seine vorgeblich „inzestuösen Verhältnisse“ zu Mutter und Schwester. Ist das alles der wirren Fantasie Kinskis entsprungen, oder ist etwas Wahres daran? Vieles an Kinskis Lebenslauf scheint selbst konstruiert und inszeniert. Skandal verkauft sich gut – das hatte der Schauspieler früh erkannt und profitierte davon: Gern wurde er in Talkshows als Gast eingeladen, wo das Publikum fasziniert seinen Provokationen lauschte und Zeuge von legendären Wutausbrüchen wurde. Doch was verschleierte er mit seinem Gebaren? Verbarg sich hinter dem vermeintlich „künstlerischen Genie“ in Wahrheit ein Krimineller? Seine älteste Tochter Pola erhebt schwere Vorwürfe, berichtet, von ihrem Vater sexuell missbraucht worden zu sein. „ZDF-History“ erzählt die faszinierende und verstörende Geschichte des großen deutschen Weltstars und beleuchtet die Abgründe des Menschen Klaus Kinski. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 26.01.2020 ZDF Königliche Gärten – Het Loo
Königliche Hochzeiten
Der Countdown läuft: Am 19. Mai 2018 geben sich Prinz Harry und US-Schauspielerin Meghan Markle das Ja-Wort. Anlass für „ZDF-History“, an die großen königlichen Hochzeiten zu erinnern. Prunkvolle Inszenierungen vor traumhafter Kulisse, uralte Traditionen und vor allem ein standesgemäßer Partner – über Jahrhunderte wurde sich so getraut. Doch die Zeiten ändern sich, und immer öfter weht frischer Wind durch alte Paläste. Wie polieren die Königshäuser heute ihr Image auf? Mit welchen Traditionen haben sie gebrochen? Warum sind Bürgerliche plötzlich begehrte Ehepartner? Und was geschieht, wenn der Zauber des Augenblicks verflogen ist? „ZDF-History“ über die Hintergründe legendärer Königshochzeiten – gestern und heute, mit großen Bildern aus sehr verschiedenen Ländern und Kulturen. Ob in England, Schweden oder Iran, überall gab und gibt es sie: arrangierte Ehen und echte Liebesgeschichten. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere So. 13.05.2018 ZDF König ohne Krone – Konstantin von Griechenland
„ZDF-History“ blickt auf die Geschichte der griechischen Königsfamilie. Über vierzig Jahre lebten Ex-König Konstantin und seine Familie im Exil. Nun sind sie nach Griechenland zurückgekehrt. Ambitionen auf den Thron hat Konstantin nicht. Er will seinen Lebensabend in der Heimat verbringen. Im Interview mit ihm, seiner Familie und Historikern werden bedeutende Ereignisse des 20. Jahrhunderts und deren Konsequenzen für Land und Familie geschildert. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere So. 31.01.2016 ZDF Königskinder – Nachwuchs im Hause Windsor
Im Frühjahr 2019 erwarten Prinz Harry und seine Frau Meghan ihr erstes Kind. Wie geht es mit dem neuen Traumpaar des britischen Königshauses nach der Geburt weiter? Der Film zeigt, wie sich Harry und Meghan auf ihr neues Leben als Eltern vorbereiten und welche Schwierigkeiten auf sie warten: Wie lassen sich Familie und königliche Pflichten vereinbaren? Wie weit können sie ihr Kind vor der Neugier der Öffentlichkeit schützen? Eltern werden – das war schon immer eine besondere Herausforderung für Mitglieder des Hauses Windsor. Sie müssen damit leben, dass sie ihre Familie nicht nur für sich haben, sondern auch die Nation Anspruch auf sie erhebt. Königin Elizabeth II. und ihr Mann Philip, Prinz Charles und Diana, Prinz William und Kate, sie alle standen zu unterschiedlichen Zeiten vor ähnlichen Fragen wie Prinz Harry und Meghan heute. Wie haben sie diese Fragen beantwortet? Und werden sich Harry und Meghan ein Beispiel an ihnen nehmen? (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere So. 07.04.2019 ZDF Die Krake – Die Geschichte der Stasi
Vier Jahrzehnte lang bespitzelt die Stasi das eigene Volk und stiehlt Informationen aus dem Westen. Was machte die Stasi zu einem der gefürchtetsten Geheimdienste der Welt? „ZDF-History“ erzählt die Geschichte der DDR-Staatssicherheit anhand bisher unbekannter Fallbeispiele und Geschichten von Opfern, die in die Verzweiflung, manchmal sogar bis in den Tod getrieben wurden. Nach Auflösung der Stasi 1990 wurden zum ersten Mal in der Geschichte die Unterlagen eines Geheimdienstes weitgehend zugänglich gemacht. Die Akten der Staatssicherheit bieten Einblicke in eine Welt voller Geheimnisse und Abgründe. „ZDF-History“ zeigt anhand von Dokumenten Struktur und Organisation der Stasi, befragt Opfer und ehemalige Mitarbeiter zu den Methoden und der verborgenen Arbeit des Ministeriums – ob im In- oder Ausland. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere So. 30.09.2018 ZDF Krawatte war gestern. Mode in Ost und West
45 Min.Anzug und Krawatte: Symbol erfolgreicher Männer? Das war einmal! Schlips darf sein, auch bei Frauen, muss aber nicht. Von den 50ern bis heute lockern die Deutschen ihren Dresscode. Ludwig Erhards „Jedermann-Programm“ kleidet die Westdeutschen 1948 neu ein: Staatlich subventionierte Mode ersetzt die Nachkriegslumpen. Zum Mann gehört ein Hut, zur Frau der „Verwandlungspullover“. In der DDR gilt zweckmäßige Kleidung als „sozialistisch“. Teils nostalgisch, teils kurios: Mit Film- und Bildmaterial blickt „Terra X History“ auf 80 Jahre deutscher Modegeschichte zurück.Promis helfen bei der kritischen Modenschau: Guildo Horn, Katharina Pfannkuch, Grit Seymour, Thomas Rath und Enie van de Meiklokjes ordnen „Weltraummode“, die anrüchige DDR-Faser „Dederon“ und die ausufernden Schulterpolster der 80er passend ein. Buchstäblich neue Farbtöne setzen die 60er und 70er: Die Kleidung darf revolutionär sein. Hosen sind breiter, die Röcke kürzer – bis zum berühmten Minirock, dem sogleich der „Maxi“ folgt. Im Westen erlangen Karl Lagerfeld und Jil Sander mit kreativen Schnitten Weltruhm. Im Osten schneidern die Menschen sich ihre Klamotten gern selbst: Die Planwirtschaft ist zu langsam für die Modetrends. Immer zeichnet die Mode auch ein aktuelles Sittengemälde: Popper und Punks prügeln sich in den 80ern auch schon mal um die Dominanz. Die „stonewashed Jeans“ schließlich gewinnt 1989 Symbolcharakter: für die DDR-Bürger und ihren Sturm auf Mauer und Stasizentralen. Mehr Freiheit – das erweist sich in all den Jahrzehnten als modischer Trend bis heute: „Anything goes“ – alles ist erlaubt. Die Krawatte als Symbol strenger Pflicht hat endgültig ausgedient. Selbst Banker und Manager können inzwischen gut darauf verzichten. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 08.06.2025 ZDF Kreuz gegen Halbmond – 1400 Jahre Christen gegen Moslems
Ein Stammvater, zwei Propheten: Die wechselvolle Geschichte der beiden Weltreligionen reicht von der Eroberung Spaniens durch die Mauren im 8. Jahrhundert über die Kreuzzüge bis zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Lange Jahre der Gewalt, unheilige Kriege um den richtigen Glauben. Aktion und Reaktion durch die Jahrhunderte. Tatsächlich ging es aber selten um Religion, meistens geht es um Macht und neuerdings oft ums Erdöl. Am Anfang stand eine gemeinsame Idee: der Glaube an nur einen Gott. Vermutlich war es ein Mann mit Namen Abraham, der als erster Mensch der alten Götterwelt entsagte. Auf ihn beruft sich das Neue Testament, das die Geschichte Jesu erzählt, eines „Sohnes Abrahams“. Der Prophet Mohammed steht dem christlichen Messias in nichts nach: Auch er soll ein direkter Nachfahre „Ibrahims“ gewesen sein. (Text: Phoenix)Deutsche TV-Premiere Sa. 08.09.2012 Phoenix Krieg der Zeichner
Die Dokumentation zeigt, welche Rolle der Zeichentrickfilm in der Propaganda des Zweiten Weltkriegs spielte. Für Deutschland zog der „Arme Hansi“ in die Schlacht gegen Donald Duck und Co.. Adolf Hitler und Joseph Goebbels wollen Walt Disney mit dem deutschen Anima- tionsfilm übertrumpfen. Der Propagandaminister setzt vor allem auf leichte Unterhaltung, um vom Krieg abzulenken. Doch gegen Hollywoods Giganten sind die deutschen Zeichner chancenlos. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere So. 14.06.2015 ZDF Krieger aus dem Nebel – Das Geheimnis der Anden-Mumien
Die Chachapoya sind wohl eines der geheimnisvollsten Völker der Geschichte. Es ist nicht einmal bekannt, welchen Namen sie sich selber gaben. Die Bezeichnung „Chachapoya“ stammt von ihren Feinden, den Inka, und bedeutet „Krieger aus dem Nebel“. Die Chachapoya waren die mächtigsten Rivalen der Inka. Ihre Steinbauten zählen zu den größten im prähistorischen Amerika. Die erhaltenen Begräbnisstätten haben die Wissenschaft mit einer Vielzahl von Mumien überrascht, deren Konservierungstechnik an die der alten Ägypter heran reicht. Doch trotz jahrelanger internationaler Forschungen hat diese untergegangene Anden-Kultur die meisten ihrer Rätsel für sich behalten. (Text: Phoenix)Deutsche TV-Premiere So. 12.12.2010 ZDF Krieg in Europa! Die großen Konflikte seit 1945
Russlands Überfall auf die Ukraine löst Entsetzen aus – vor allem in Europa. Viele hielten ihren Kontinent für eine „Oase des Friedens“. Doch wie friedlich war es nach 1945 wirklich bei uns? Auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat es auf unserem Kontinent eine ganze Reihe von Kriegen und Konflikten gegeben. Nationalismus, Rassismus und das Streben nach Vormacht haben zu blutigen Auseinandersetzungen geführt. „ZDF-History“ geht auf Spurensuche. Putins Angriff auf die Ukraine ist nicht der einzige Feldzug des mächtigen Mannes im Kreml: Bereits in Tschetschenien und Georgien lässt er Panzer rollen, destabilisiert mit asymmetrischer Kriegsführung seine Nachbarn.In den 1950er- und 1960er-Jahren finden Volksaufstände in der DDR, Ungarn und der Tschechoslowakei statt, die von den sozialistisch-autoritären Regimen brutal niedergeschlagen werden. Militär schießt auf Zivilisten, Hunderte finden in Berlin, Budapest und Prag den Tod. In Nordspanien kämpft seit 1959 die Untergrundorganisation ETA gegen die Franco-Diktatur und für die Unabhängigkeit des Baskenlandes von Spanien – mit terroristischen Mitteln. In Irland führt die IRA über Jahrzehnte einen blutigen Bürgerkrieg gegen Großbritannien. Ihr Ziel: ein vereintes und unabhängiges Irland. Der „Bloody Sunday“ 1972, bei dem eine Spezialeinheit der britischen Armee 13 unbewaffnete Demonstranten erschießt, führt zur Eskalation des Nordirlandkonflikts. Nach dem Tod des jugoslawischen Staatschefs Josip Tito wachsen die Spannungen in dem Vielvölkerstaat kontinuierlich an und entladen sich schließlich in den 1990er-Jahren in einer Reihe blutiger Kriege, die mindestens 200.000 Menschen das Leben kosten. Im Kosovokrieg kommt es 1999 zum ersten Kampfeinsatz deutscher Soldaten nach 1945. Bis heute ist die Intervention umstritten. Auch der Zerfall der Sowjetunion 1991 führt zu einer Reihe von Kriegen im erweiterten Europa, etwa zwischen Armenien und Aserbaidschan. „ZDF-History“ wirft einen Blick auf diese und andere Konflikte und ordnet sie in den jeweiligen historischen Kontext ein. In einer Reihe von Gesprächen mit Expertinnen und Experten analysiert der Film, warum es nach den schrecklichen Erfahrungen der beiden Weltkriege auch nach 1945 immer wieder zu Kriegen auf dem europäischen Kontinent kam. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Sa. 07.05.2022 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 08.05.2022 ZDF Kriegsverbrechen – Wenn der Staat zum Täter wird
45 Min.Ein Priester bestattet die ukrainischen Zivilisten, die 2022 von russischen Soldaten in Butscha ermordet wurden.Bild: ZDF und Getty ImagesImmer wieder geschehen schwerste Kriegsverbrechen, sei es im Irankrieg, im Nahostkonflikt oder im Kampf um die Ukraine. Meist bleiben die Taten straflos. Ist das Völkerrecht eine Illusion? Die Nürnberger Prozesse versprachen die juristische Verfolgung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Doch Exekutionen von Zivilisten, die Verschleppung von Kindern, Vergewaltigungen, den Einsatz verbotener Waffen gibt es noch immer. Viele Täter kommen davon. 1945 schafft die Welt eine Revolution: In Nürnberg stellten die Sieger deutsche NS-Größen und Militärs wegen der Führung eines Angriffskrieges und Menschheitsverbrechen vor Gericht.Die Prozesse ließen hoffen, dass solche Taten nie mehr ohne Folgen bleiben. Doch seitdem wird diese Hoffnung immer wieder enttäuscht: in den Kriegen in Korea, Vietnam und Afghanistan, während des Völkermordes in Ruanda und der Kriege im zerfallenden Jugoslawien, im Irak, Syrien und Gaza. Auch der völkerrechtswidrige russische Angriff auf die Ukraine bildet den Rahmen für schockierende Kriegsverbrechen. Was ist im Krieg erlaubt – und was nicht? Wann kippt Selbstverteidigung ins Unrecht? Womit darf man drohen? Und wie wahrt man die Verhältnismäßigkeit – wenn durch Luftangriffe Tausende sterben? Anhand zentraler Konflikte seit 1945 zeigt der Film Muster: Massaker wie in Mỹ Lai, „ethnische Säuberungen“ in Bosnien, Völkermord in Ruanda, Belagerungen und Bombardierungen von Städten – von Sarajevo bis Mariupol. Immer wieder brechen Akteure im staatlichen Auftrag die bestehenden Regeln, die das „Recht zum Krieg“ und das „Recht im Krieg“ definieren. Trotz der Existenz des Internationalen Strafgerichtshofs bleiben die wichtigsten Täter oft unangetastet, weil sie geschützt werden – von Vetomächten im Sicherheitsrat, von ihren eigenen Staaten oder schlicht von Zeit und Vergessen. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 14.06.2026 ZDF Krimis, Heimat und Klimbim. Das Beste aus der Glotze
Krimis als „Straßenfeger“, die Idylle der „Schwarzwaldklinik“, aber auch Tabubrüche à la „Klimbim“: Das deutsche Fernsehen war immer ein Spiegel des Zeitgeistes. Die Programme öffnen Fenster zur Welt, erfüllen Sehnsüchte und das Bedürfnis nach Abwechslung vom Alltag. Ein steter Wechsel von Illusion und Information. So sind internationale Stars in deutschen Wohnzimmern zu Gast, in Ost wie West: Von „Ein Kessel Buntes“ bis „Wetten, dass …?“. Selbst der deutsche Humor gewinnt dank der TV-Sendungen von Otto oder Loriot an Format. Fernsehnachrichten sind Zeugen und bisweilen Teil der Geschichte. So bei den DDR-Montagsdemonstrationen, die erst durch West-TV-Berichte im Osten bekannt werden. „ZDF-History“ blickt zurück auf 70 Jahre deutsche Fernsehgeschichte – mithilfe von prominenten Zeitzeugen wie Gaby Dohm, Ulrike Folkerts, Rainer Holbe, Oliver Kalkofe, Claus Kleber, Aram Radomski, Andreas Schmidt-Schaller, Ireen Sheer und Ingrid Steeger. (Text: ZDF)Deutsche Streaming-Premiere Sa. 14.01.2023 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 15.01.2023 ZDF Ku’damm 77 – Die Dokumentation
30 Min.Die Dokumentation von Heike Nelsen begleitet die neue „Ku’damm“-Staffel und ordnet die Ereignisse im Jahr 1977 historisch ein. Im geteilten Deutschland kommt vieles Ende der 70er in Bewegung. Im Westen herrscht das Discofieber, zeitgleich zittert die Bonner Republik vor dem linken Terror der Roten Armee Fraktion. In der DDR errichtet die Stasi zunehmend ein Schattenregiment, das die eigenen Bürger überwacht, erpresst und terrorisiert. Die begleitende Dokumentation zeigt vergleichbare Schicksale: Die Filmfigur Wolfgang von Boost, Friederikes Vater, lebt in Ostberlin. Die Stasi nutzt seine Homosexualität als Druckmittel, will von ihm die Mitarbeit als Spitzel erzwingen.Mario Röllig, Protagonist in der Doku, hat dies am eigenen Leib erlebt. Linda Müller, eine Filmemacherin in der neuen „Ku’damm“-Staffel, macht eine Dokumentation über die Schöllacks und deckt dabei Familiengeheimnisse auf. Als heimliches Kind der Matriarchin Cateria Schöllack und einem schwarzen GI erlebt sie immer wieder Ausgrenzung und Vorurteile. Eine Erfahrung, die auch Michael Mülich gemacht hat: Seine Mutter stammt aus Gießen, sein Vater aus Alabama, war als Soldat bei der US-Army. In der Doku schildert er seine Kindheit und Jugend in der Nachkriegszeit. Die 1970er-Jahre sind ein Jahrzehnt des Aufbruchs, die Jungen hinterfragen alte Rollenbilder und brechen damit. Auch bei den Schöllack-Frauen entzündet sich daran in der neuen Staffel der Konflikt der Generationen. Friederike will über ihr eigenes Leben bestimmen und einen „Männerberuf“ ergreifen: Sie will Polizistin werden. 1977 gibt es noch keine Frauen bei der Berliner Polizei, die auf „Streife gehen“ oder den Verkehr regeln. Brigitte Seiffert ist 1978 eine der ersten, die in Berlin bei der „Schutzpolizei“ ausgebildet werden. Die männlichen Kollegen sind – wie im Film – zunächst skeptisch, manche überfordert. Auch am Thema Kriegsschuld reiben sich die Jungen und die Alten – im Spielfilm wie im echten Leben. Die Nachkriegsgeneration will das Schweigen beenden, fordert Aufklärung und Entschädigung für die Opfer des Holocausts. Die „Jewish Claims Conference“ vertritt die finanziellen Ansprüche der Überlebenden der Shoa und ihrer Angehörigen. Bei den sogenannten Arisierungen wurde Eigentum jüdischer Bürger im NS-Staat oft zu symbolischen Beträgen verkauft, de facto enteignet. Auch die jüdische Tanzschule „Willy Weissbart“ in der Königstraße 67 in Berlin fiel der „Arisierung“ zum Opfer. Gegen die späteren Eigentümer, die davon profitierten, wurde in den 1960er-Jahren geklagt. 1977 kommt „Saturday Night Fever“ mit John Travolta in die West-Kinos – die Musik wird zum Soundtrack der späten 1970er-Jahre: Das Discofieber packt die Nation, alle wollen so tanzen wie die Stars im Hollywoodstreifen. Auch am Berliner Ku’damm schießen Diskotheken wie Pilze aus dem Boden. Andreas Kieß, selbst damals in den Clubs unterwegs, schildert in der Dokumentation das Lebensgefühl, das eine ganze Generation prägte – und bis heute weiterlebt. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere Mo. 12.01.2026 ZDF
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