Stadt Land Kunst Folge 309: Das Schweizer Exil von Gustave Courbet / An der Waadtländer Riviera lebt es sich gut – und diskret / Julians Barschfilets am Genfer See / Schweiz: Der verschwundene Charlie Chaplin
Folge 309
Das Schweizer Exil von Gustave Courbet / An der Waadtländer Riviera lebt es sich gut – und diskret / Julians Barschfilets am Genfer See / Schweiz: Der verschwundene Charlie Chaplin
Folge 309 (45 Min.)
(1) Das Schweizer Exil von Gustave Courbet 1873 sah sich der Maler Gustave Courbet (1819–1877) gezwungen, seine Staffelei an den Ufern des Genfer Sees aufzubauen. Der Schöpfer des Selbstporträts „Der Verzweifelte“ (1844/45) und des Skandalgemäldes „Der Ursprung der Welt“ (1866) war auf der Flucht: Wegen seiner aktiven Teilnahme am Aufstand der Pariser Kommune wurde er polizeilich gesucht. Also rasierte sich der gesundheitlich angeschlagene Starkünstler, nahm einige Bilder und seine Ausrüstung unter den Arm und flüchtete bei Nacht und Nebel über die französisch-schweizerische Grenze.
Der rebellische Künstler, der den Anarchisten nahestand, fand in der Schweiz neue Motive, die seiner Maßlosigkeit entgegenkamen. (2) An der Waadtländer Riviera lebt es sich gut – und diskret Die Waadtländer Riviera ist berühmt für ihre Traumlandschaft von fast zu perfekter Schönheit mit schwindelerregenden
Gipfeln, die sich im glitzernden Wasser des Genfer Sees spiegeln, Bilderbuchdörfern und Märchenschlössern. In den vergangenen 150 Jahren hat sich die nur 30 Kilometer schmale Uferregion zudem den Ruf erworben, all denjenigen Zuflucht zu bieten, die ihr Vermögen im Land der Nummernkonten diskret in Sicherheit bringen und vom Fiskus unbehelligt genießen wollen.
(3) Julians Barschfilets am Genfer See In Genf zeigt der junge Koch Julian, wie er Barschfilets zubereitet. Fang und Zubereitung dieser Fische haben am Genfer See eine lange Tradition. (4) Schweiz: Der verschwundene Charlie Chaplin Am Nordufer des Genfer Sees, an der Waadtländer Riviera, leben die Reichen und Schönen dieser Welt zurückgezogen in ihren Villen und ausgewählten Pensionaten. Auch Charlie Chaplin verbrachte hier die letzten Tage seines Lebens. Doch wenige Wochen nach seinem Tod im Dezember 1977 verschwand sein Sarg auf spektakuläre Weise … (Text: arte)