Stadt Land Kunst Folge 308: Das Peking des letzten Kaisers / China: Die Kunst der Kalligrafie / China: Karamellisierte Schweinerippchen von Liu / China: Das Geheimnis des Porzellans
Folge 308
Das Peking des letzten Kaisers / China: Die Kunst der Kalligrafie / China: Karamellisierte Schweinerippchen von Liu / China: Das Geheimnis des Porzellans
Folge 308 (45 Min.)
(1): Das Peking des letzten Kaisers
Die Verbotene Stadt ist die legendäre Residenz der chinesischen Kaiser. Jahrhunderte lang war Besuchern der Zutritt verwehrt. Bernardo Bertolucci machte sie 1987 zum Schauplatz seines Monumentalfilms „Der letzte Kaiser“. Er war der erste ausländische Filmemacher, der die schier endlose Abfolge quadratischer Höfe und majestätischer Pforten filmen durfte. Der für seine linke Haltung bekannte Regisseur erzählte die Geschichte von Puyi, dem letzten Kaiser Chinas, der nach der kommunistischen Machtergreifung 1949 ein Leben als Gärtner im botanischen Garten der Hauptstadt fristete. Schon der Filmtitel verheißt das Ende einer Ära.
(2): China: Die Kunst der Kalligrafie
Die Kalligrafie ist in China ein nationaler Schatz. Die Kulturtechnik an der Schnittstelle von Kunst und Schrift existiert seit mehr als 3.500 Jahren und war lange Zeit ein Privileg der Mächtigen. Als Instrument der Macht wurde sie in der Qin-Dynastie in ganz China
vereinheitlicht. Die Kalligrafie blieb jedoch lange den oberen Gesellschaftsschichten vorbehalten, bis die Kommunisten sie Mitte des 20. Jahrhunderts demokratisierten: Diese Form der Volksbildung war ein zentrales Element der maoistischen Ideologie.
(3): China: Karamellisierte Schweinerippchen von Liu
In Chengdu bereitet Liu einen Klassiker der Küche aus Sichuan zu. Zuerst kocht sie die Schweinerippchen mit Ingwer, Lauch und Reiswein. Anschließend karamellisiert sie das Fleisch in unraffiniertem Zucker und fügt eine süß-saure Soße und Brühe hinzu. Vor dem Servieren streut sie noch etwas Sesam über das typische Gericht.
(4): China: Das Geheimnis des Porzellans
Ob auf Tischen, Bürgersteigen und sogar auf Bäumen – in den Straßen von Jingdezhen ist das Porzellan allgegenwärtig. Seit 2.000 Jahren verarbeitet man hier Kaolin zu „weißem Gold“ von unnachahmlicher Qualität. Viele Neugierige sind dem Geheimnis der Chinesen auf der Spur … (Text: arte)