Stadt Land Kunst Folge 1856: Sri Lanka: Der Krieg aus Sicht der Frauen Thailand: Jais Blumensalat / Chile: Die Araukarie, weit mehr als ein Baum / Thailand: Jais Blumensalat / New York: Eine große Familie
Folge 1856
Sri Lanka: Der Krieg aus Sicht der Frauen Thailand: Jais Blumensalat / Chile: Die Araukarie, weit mehr als ein Baum / Thailand: Jais Blumensalat / New York: Eine große Familie
Folge 1856 (45 Min.)
Sri Lanka: Der Krieg aus Sicht der Frauen Über ein Vierteljahrhundert dauerte auf Sri Lanka der blutige Bürgerkrieg zwischen der singhalesischen Mehrheit und tamilischen Separatisten. Tausende Kilometer entfernt, in den USA, sammelte die Schriftstellerin V.V. Ganeshananthan zwei Jahrzehnte lang Lebensfragmente sri-lankischer Frauen. In ihrem 2023 erschienenen Roman „Der brennende Garten“ gab ihnen die Amerikanerin tamilischer Herkunft dann eine Stimme: Die 16-jährige Heldin Sashi spricht stellvertretend für all die Frauen, die sich weigern, noch länger zu schweigen. Chile: Die Araukarie, weit mehr als ein Baum Die chilenische Araukarie ist eine Meisterin der Langlebigkeit.
Sie gehört zu den ersten Bäumen auf der Erde. Im Norden Patagoniens erreicht der Nadelbaum das stolze Alter von tausend Jahren. Jahrhundertelang sicherten die Araukarien das Überleben der Mapuche-Pewenchen. Durch den Verzehr ihrer vier Zentimeter langen Samenkerne, die sich innerhalb der
Zapfen befinden, konnten sie den Winter überstehen. Heute ist der Baum, der eine Höhe von bis zu 50 Metern erreichen kann, zum politischen Symbol dieser kolonialisierten und lange missachteten indigenen Volksgruppe geworden. Thailand: Jais Blumensalat In Pai, im Norden Thailands, lebt Jai nahezu autark.
Für ihren Blumensalat kocht sie Reis ab, den sie mit natürlichen Farbstoffen bunt gemacht hat, röstet etwas Kokosnuss an und gibt dann eine Soße aus fermentierten Bohnen hinzu. Nachdem das Ganze abgekühlt ist, wird es mit essbaren Blüten garniert. Fertig ist ein frisches, farbenfrohes Gericht! New York: Eine große Familie In New York begegnen sich täglich acht Millionen Menschen – die meisten, ohne sich zu kennen. Millionen Fremde, in der U-Bahn, auf Gehwegen, in Warteschlangen. Doch sind sie einander wirklich fremd? 1967 wies ein Harvard-Forscher nach, dass nur sechs Personen uns von jedem beliebigen Unbekannten auf der Erde trennen … (Text: arte)