Stadt Land Kunst Folge 1816: Paris: Kateb Yacines literarisches Exil / New York: Die Baumeister der Maßlosigkeit / El Salvador: Melinas Knoblauchgarnelen / Japan: Rettet die Nori-Alge!
Folge 1816
Paris: Kateb Yacines literarisches Exil / New York: Die Baumeister der Maßlosigkeit / El Salvador: Melinas Knoblauchgarnelen / Japan: Rettet die Nori-Alge!
Folge 1816 (45 Min.)
(1) Paris: Kateb Yacines literarisches Exil Kateb Yacine war gerade einmal 18 Jahre jung, als er 1947 nach Paris kam. Als Algerier im Frankreich der 1950er Jahre, mitten im Algerienkrieg, schrieb er auf Französisch, in der Sprache des Feindes. Seinen inneren Zwiespalt verarbeitete er in dem 1956 erschienenen Roman „Nedschma“, der ihn als einen der Begründer der modernen algerischen Literatur etablierte. In Paris webte Kateb Yacine den Faden, mit dem er seine eigene Zerrissenheit reparierte: mit Feder, Papier und der Kraft der Poesie.
(2) New York: Die Baumeister der Maßlosigkeit Ende der 1870er Jahre ist New York eine schnell wachsende Metropole. Sie möchte Venedig oder Paris sein, ohne über deren Geschichte, Architektur oder Denkmäler zu verfügen. In dieser Aufbruchsstimmung, in der Großindustrielle ihre Imperien errichten, sticht ein Künstlerduo hervor: Stanford White, ein extravaganter Architekt, für den nichts
zu groß ist, und Augustus Saint-Gaudens, ein in Europa ausgebildeter Bildhauer französisch-irischer Herkunft. Beide tragen dazu bei, New York ein Gesicht zu geben und bestimmen, wie sich die Stadt in Szene setzt und selbst wahrnimmt.
(3) El Salvador: Melinas Knoblauchgarnelen Melina lebt in Barra de Santiago, einem Naturschutzgebiet. Heute bereitet sie mit ihrer Familie Knoblauchgarnelen zu. Sie übergießt die Garnelen mit einer Soße aus Garnelenbrühe, Margarine, Knoblauch und Koriander und brät sie dann kurz in der Pfanne an. Als Beilagen gibt es rote Bohnen, Käse und Maistortillas.
(4) Japan: Rettet die Nori-Alge! Die Nori-Alge ist ein unverzichtbarerer Bestandteil der japanischen Küche und Sushi-Kunst: eine dünne, jodhaltige Hülle, in die Reis, Fisch und andere Zutaten eingerollt werden. Doch fast wäre die Alge verschwunden! Ihre Rettung verdankt sie einer Biologin aus dem Westen … (Text: arte)