Stadt Land Kunst Folge 1777: Frankreich: Kiraz zeichnet den Pariser Chic / Sardinien: Auf der Insel der Muschelseide-Spinnerinnen / Montenegro: Damirs schwarzes Risotto / Japan: Muhammad Ali traut sich was
Folge 1777
Frankreich: Kiraz zeichnet den Pariser Chic / Sardinien: Auf der Insel der Muschelseide-Spinnerinnen / Montenegro: Damirs schwarzes Risotto / Japan: Muhammad Ali traut sich was
Folge 1777 (45 Min.)
(1): Frankreich: Kiraz zeichnet den Pariser Chic Im Frankreich der Nachkriegszeit und bis in die 2000er Jahre bevölkerten Les Parisiennes von Kiraz die Seiten der Zeitschriften und die kollektive Vorstellungskraft. Hinter der scheinbaren Leichtigkeit der eleganten und ein wenig frivolen Damen steckte der bissige Blick des Zeichners Edmond Kirazian, der 1923 als Sohn einer armenischen Familie in Kairo geboren wurde. Nach dem Krieg verliebte sich Kiraz in Paris und seine Bewohnerinnen. Schelmisch sezierte er die Veränderungen einer patriarchalischen Gesellschaft, die zusehends von der Emanzipation der Frauen erschüttert wurde. (2): Sardinien: Auf der Insel der Muschelseide-Spinnerinnen Vor der Küste Sardiniens liegt eine kleine Insel, auf der bis heute eine der seltensten und wertvollsten Fasern verarbeitet wird: Byssus, auch Muschelseide genannt.
Die Bewohner von Sant’Antioco sammeln sie am Grund der Lagune, wo die Große Steckmuschel (Pinna nobilis) lebt. Aus ihren Fasern stellen sie einen
schimmernden Stoff her. Muschelseide war früher vor allem für religiöse Würdenträger bestimmt und galt lange Zeit als Prestigeobjekt. Ihre Seltenheit und aufwendige Verarbeitung machen das Weben zu einer besonderen Kunst, die schon mehrfach beinahe in Vergessenheit geraten wäre. (3): Montenegro: Damirs schwarzes Risotto In Damirs Familie wird seit Generationen schwarzes Risotto zubereitet.
Damir beginnt mit einer Fischbrühe, in der er den Reis nach und nach weichkocht. Der Tintenfisch und seine Tinte verleihen dem Gericht seine Intensität. Zum Schluss wird der kulinarische Klassiker aus der Bucht von Kotor mit Petersilie und Zitronenschale verfeinert. (4): Japan: Muhammad Ali traut sich was In Japan, dem Reich der Kampfkünste, gilt Puroresu als exzentrischer Wrestling-Ableger. Mit Tritten, Schlägen und spektakulären Stürzen verwandeln die millimetergenauen Choreographien den Ring in eine Bühne. 1976 bereitete sich das Land auf den Kampf des Jahrhunderts vor … (Text: arte)