Stadt Land Kunst Folge 1775: Elfenbeinküste: Frédéric Bruly Bouabré, der malende Prophet / Portugal: Wenn Pferde zum Tanz bitten / Spanien: Rosas geschmorte Schweinebäckchen / Polen: Eine gesalzene Sprechstunde
Folge 1775
Elfenbeinküste: Frédéric Bruly Bouabré, der malende Prophet / Portugal: Wenn Pferde zum Tanz bitten / Spanien: Rosas geschmorte Schweinebäckchen / Polen: Eine gesalzene Sprechstunde
Folge 1775 (45 Min.)
(1): Elfenbeinküste: Frédéric Bruly Bouabré, der malende Prophet Mit 25 Jahren hatte der 1923 geborene Ivorer Frédéric Bruly Bouabré eine himmlische Offenbarung: Er sollte sein Leben der Bewahrung des afrikanischen Gedächtnisses widmen. Daraufhin erfand er ein grafisches Alphabet seiner Muttersprache Bété und zeichnete täglich Piktogramme mit erklärenden Legenden, die voll tiefsinnigen Humors den ivorischen Alltag abbildeten. Als Dichter, Maler, Forscher, Gelehrter und Prophet hinterließ Bouabré ein umfassendes und vielseitiges Werk. (2): Portugal: Wenn Pferde zum Tanz bitten In Portugal kann es schon mal vorkommen, dass man auf einer Caféterrasse einem Pferd begegnet.
Denn die Tiere dürfen hier fast alles! In Golegã ist man einer der ältesten Reitpferderassen der Welt verbunden: dem Lusitano. Der Name erinnert an die römische Provinz Lusitania, die vor mehr als 2.000 Jahren einen Großteil des heutigen Portugals umfasste. Der Lusitano
gilt als besonders wendig, mutig und intelligent. Ab dem 18. Jahrhundert nutzten ihn die Portugiesen für eine Reitkunst, die heute in ganz Europa anerkannt ist. (3): Spanien: Rosas geschmorte Schweinebäckchen Auf einem der größten Märkte Madrids, dem Mercado de Maravillas, kauft Rosa Schweinebäckchen.
Zu Hhause bereitet sie eine Brühe zu, für die sie Zwiebeln, Paprika, Piment, Sellerie und Karotten anschwitzt. Nachdem sie das Fleisch in einer Pfanne angebraten hat, gibt sie es zum Gemüse. Es folgen eine Flasche Rotwein, etwas Honig und jede Menge Gewürze. Dann muss das Ganze bis zum Einbruch der Nacht köcheln. (4): Polen: Eine gesalzene Sprechstunde In der Nähe von Krakau erstreckt sich unter der Erde ein schier endloses Stollenlabyrinth. Hier wurde einst Salz abgebaut – das weiße Gold, das jahrhundertelang für den Reichtum des Landes sorgte. Ein Arzt war sogar davon überzeugt, dass der wertvolle Mineralstoff alle Übel heilen könnte … (Text: arte)