unvollständige Folgenliste (Seite 33)

  • Kilian, 9, machte von Anfang an Probleme und eckte schon als Kleinkind überall an. Die klassischen Kinderspielplatz-Situationen in der Wohnsiedlung waren für die Mutter ein Drama. Darum sind seine Eltern mit ihm auf einen Bauernhof aufs Land gezogen. In seiner Nervosität schlägt Kilian auch schnell einmal drein, das bringt ihm viel Ärger mit seinen Klassenkameraden ein. Zudem läuft es in der Schule nicht gut. Kilian ist jetzt in der zweiten Klasse und besucht eine integrative Sonderschule; trotzdem kann er dem Schulstoff kaum folgen. Seit drei Jahren hat er die Diagnose ADHS und erhält eine hohe Dosis Ritalin. Seine Eltern tun alles Erdenkliche, um Kilian zu helfen. Sie geben ihm zu Hause sehr klare Strukturen vor, er ist viel in der Natur und geht in eine Therapie. Auch von der Kinderärztin wird er eng begleitet. Aber alles scheint nicht viel zu nützen. Nach dem Übertritt in die dritte Klasse wird der Druck einfach zu gross. Celine, 14, hat ihr Leben heute gut im Griff. Auch sie war schwierig als Kleinkind. Nach dem Schuleintritt spitzte sich die Situation dramatisch zu. Celine war in der Schule unkonzentriert, setzte sich enorm unter Druck und wurde immer frustrierter. Ihre Wut liess sie zu Hause aus. In der ersten Klasse bekam auch sie die Diagnose ADHS. Ihre Eltern unternahmen ebenfalls alles Mögliche, um ihrem Kind zu helfen. Sie besuchten Elternkurse, schlossen sich der Selbsthilfegruppe Elpos an, stellten ihren Rhythmus und ihr Familienleben um und zogen an einen anderen Ort. Als sich die Schwierigkeiten daheim dennoch weiter zuspitzten und eine Fremdplazierung zur Diskussion stand, entschieden sich Celines Eltern für einen Versuch mit Ritalin. Celine reagierte gut auf die medikamentöse Behandlung und hat in der Zwischenzeit die Sek A geschafft. Die Situation zu Hause hat sich beruhigt. Aber immer wenn das Absetzten des Ritalins zur Diskussion steht, gibt es Konflikte. Die Eltern wären dafür, Celine hat Angst, den Schuldruck ohne Medikament nicht meistern zu können. Auch bei Dominik, 12, begannen die Probleme mit dem Schuleintritt. Bis dahin war er ein lebhaftes, fröhliches Kind. In der Schule wurde er schnell zum Aussenseiter und fand keine Freunde, zudem litt auch er unter Konzentrationsschwierigkeiten. Seinen Frust liess er daheim und vor allem an seinem jüngeren Bruder aus. Auch er erhielt vor zwei Jahren die Diagnose ADHS, allerdings in schwacher Ausprägung. Trotzdem versuchten es die Eltern mit Ritalin. Dominiks Leistungen in der Schule wurden besser, aber er blieb ein Aussenseiter, und die Konflikte zu Hause nahmen weiter zu. Die Eltern suchten weiter und stiessen auf ein Angebot der ritalinkritischen deutschen Sinnstiftung. Diese bietet ADHS-Kindern eine Auszeit auf der Alp an. Für Dominik bedeutete dieses Erlebnis einen Wendepunkt in seinem Leben. Zum ersten Mal fand er Freunde. Als er danach in der Schule von seinen Erlebnissen auf der Alp erzählte, war er auch besser integriert. Ritalin nimmt er nicht mehr. Dass seine schulischen Leistungen wieder zurückgegangen sind, nehmen seine Eltern in Kauf. Drei ganz verschiedene Kinder aus drei intakten Schweizer Familien in unterschiedlichen Lebenssituationen, aber alle mit der gleichen Diagnose: ADHS. Was ist denn ADHS oder das sogenannte Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom überhaupt? Wie wirkt es sich aus? Wo fängt es an, wo hört es auf? Warum ist es heute so im Gespräch? Wächst die Zahl der Betroffenen, oder wird ADHS heute schneller diagnostiziert? Was hat es mit dem zunehmenden Druck in der heutigen Gesellschaft zu tun? Wann ist der Einsatz von Ritalin sinnvoll? Gegen was und bei wem nützt es? Und weshalb steigt der Ritalinverbrauch in der Schweiz derart an? Antworten auf diese umstrittenen Fragen geben in der Sendung zwei Experten: Urs Hunziker, Chefarzt des Kantonsspitals Winterthur, der sich seit 25 Jahren mit den Symptomen von ADHS beschäftigt, sowie Meinrad Ryffel, Kinderarzt in Münchenbuchsee, der seit 30 Jahren ADHS-Abklärungen macht. (Text: SRF)
  • In den 1920er-Jahren gründet Huda Shaarwai, die jahrelang in einem Harem zugebracht hatte, die Ägyptische Feministische Union und legt als eine der ersten Frauen öffentlich den Schleier ab. Es ist überhaupt eine Zeit des Wandels, denn nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reichs wird die Macht neu verteilt. Doch auch im Libanon und in Palästina finden sich mutige Frauen, die sich mit ihrer untergeordneten Stellung in der Gesellschaft nicht abfinden wollen. In den 40er- und 50er-Jahren kommt es in Ägypten erneut zu grossen, politischen Umwälzungen. Die Religion spielt dabei wenig bis gar keine Rolle. Die Sängerin und Schauspielerin Uum Kulthum ist so populär, dass vor ihrer wöchentlichen Sendung die wichtigsten politischen Nachrichten verlesen werden – nicht nur für Ägypten, sondern für den gesamten arabischen Raum. Auch wenn man Bilder aus dem Iran der 1960er-Jahre sieht, fällt auf, wie liberal man sich zu dieser Zeit gab: Von Kopftüchern keine Spur – Frauen und Männer badeten gemeinsam, man feierte gemeinsam. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 29.03.2020 SRF 1
  • Moldawien ist eines der ärmsten Länder Europas und liegt zwischen der Ukraine und Rumänien. Das kleine Land ausserhalb der EU und der NATO spürt die Bedrohung durch den Krieg mehr als jedes andere. Moldawien ist gespalten zwischen Pro-Europäern und Pro-Russen. Diese Zweiteilung erzeugt Unsicherheit, jetzt, da der Krieg buchstäblich so nahe ist. Wie beim Donbass in der Ukraine gibt es innerhalb des moldauischen Territoriums de facto einen pro-russischen Staat mit einem hohen Prozentsatz der Bevölkerung, der prosowjetisch denkt und ebenfalls von einem neuen Grossrussland träumt: Transnistrien. Transnistrien liegt an der Grenze zur Ukraine und nur 100 Kilometer von Odessa entfernt, was die Situation besonders gefährlich macht. Die Besonderheit dieses Landes würde eine russische Besatzung erleichtern. Transnistrien hat mehr als 1500 russische Soldaten an seinen Grenzen stationiert und verfügt über ein 20’000-Tonnen-Munitionsdepot. Heute ist Moldawien die Heimat der grössten Anzahl von Flüchtlingen pro Einwohner in Europa, aber morgen könnte es das nächste Land sein, in das Russland einzudringen versucht. Moldawien ist eines der unbekanntesten Länder in Europa, aber über Nacht könnte es zu dem Territorium werden, über das alle sprechen. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 22.05.2022 SRF 1
  • Skandale und Amouren begleiten die Geschichten der Grimaldis in Monaco. Nach Fürst Rainier und seiner Hollywoodschönheit Grace Kelly ist jetzt die neue Generation am Ruder. Mit 42 Kanonenschüssen sind die neuen Stars des Fürstentums Monaco im Leben begrüsst worden: Prinz Jacques und Prinzessin Gabriella. Zwillinge in der Erbfolge – das gab es noch nie. Doch auch die Cousinen und Cousins der kleinen «First Twins» sorgen weltweit für Aufsehen: vor allem die junge Generation der Casiraghis. Die Kinder von Prinzessin Caroline – und Enkel von Fürstin Gracia Patricia – sind ebenso reich wie erfolgreich und zählen zu den attraktivsten Youngsters der High Society. Das Leben von Andrea und seinen beiden Geschwistern Charlotte und Pierre war nicht immer so glücksverwöhnt, wie es heute scheint. Früh verloren sie ihren Vater Stefano Casiraghi, den zweiten Ehemann von Prinzessin Caroline, der 1990 in einem Rennboot vor der Küste Monacos ums Leben kam. Nur acht Jahre nach dem Tod von Fürstin Gracia Patricia war damals in den Medien schon von einem «Fluch der Grimaldis» die Rede. (Text: SRF)
  • In drei Tagen ist Weltpremiere der neuen DJ BoBo-Show «KaleidoLuna». René Baumann alias DJ BoBo und sein Team sind mächtig unter Druck. Vieles funktioniert noch nicht. Die Stimmung ist angespannt. Baumanns Frau Nancy – Sängerin und Kostümverantwortliche der Show – schläft seit Tagen nicht mehr. Sie ist geplagt von Albträumen. Mona Vetsch wird für den heissesten Teil der Show eingespannt. Nicht als Tänzerin, sondern als Gehilfin des Pyro-Chefs Manfred Weniger. Hier nennen ihn alle Pyro-Mani. Er ist seit 20 Jahren an BoBos Seite. Er testet seine explosive Ware erst minutiös bei sich zu Hause im Thüringer Wald. Er will, dass Mona zum Höhepunkt der Show eine Kanone zündet. Ob das eine gute Idee ist? Fast eine Familie Ob Pyro-Mani oder Theres aus der Kostümabteilung: Sie sind wie viele andere Crewmitglieder langjährige Wegbegleiter von DJ BoBo. Seine Crew sei das Benzin, er der Motor, sagt der Chef. Mona Vetsch merkt schnell, was er damit meint. René Baumann redet überall mit – von der Bühnenshow bis zum Merchandising. Er ist nicht nur Künstler, auch Stratege und Geschäftsmann. Und er ist Perfektionist. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Sa. 06.04.2019 SRF 1
  • Auf der Akutstation König wirkt auf den ersten Blick alles hell und offen. Aber raus kommt man hier nicht so einfach: Die Türen sind abgeschlossen, die Fenster gesichert. Und ruhig ist es hier auch nie. Eine Frau tigert rastlos den Gang rauf und runter. Eine andere ruft ununterbrochen um Hilfe. Und irgendwo mittendrin Mona Vetsch – drei Tage lang. Mona Vetsch trifft auf Menschen, die nicht mehr wissen, wo und wer sie sind. Aber auch auf solche, die einfach normal wirken. Einfach so wie du und ich. Zum Beispiel Christian. Einer, der im Job immer 120 Prozent gegeben hat, immer rastloser wurde, bis zum Burn-out. Und sie lernt Manfred kennen, einen pensionierten Koch. Er ist bereits zum dritten Mal hier. Ohne Scham erzählt er Mona Vetsch über das Leben mit einer psychischen Erkrankung. Hier auf der Akutstation kämpft jeder seinen eigenen Kampf gegen seelische Abgründe, Ängste und Dämonen. In der Schweiz wird jeder zweite einmal in seinem Leben psychisch krank. Warum haben wir trotzdem immer das Gefühl, es gehe nur die anderen etwas an? Wer spinnt hier eigentlich mehr – die draussen oder die drinnen? Wer ist überhaupt normal? (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Sa. 13.04.2019 SRF 1
  • Die Dokumentation zeigt, wie sich in der reichhaltigen Unterwasserwelt im Südpazifik die Korallenriffe im Einklang mit den Mondphasen fortpflanzen, wie beim Mondfest in Hongkong die ganze Stadt unter dem Einfluss des Vollmonds steht, und wie der Mond in den USA bei einer totalen Sonnenfinsternis den Tag zur Nacht macht. Die Dokumentation lüftet die Geheimnisse seines einmonatigen Phasenwechsels, zeigt ihn als zunehmenden und abnehmenden Mond, als Sichelmond und Supermond. Das Publikum erfährt, wie er das Leben auf der Erde beeinflusst, erkundet seine dunkle Seite und ergründet, wie seine Laufbahn um den Planeten Erde eines der überwältigendsten Naturspektakel verursacht: die totale Sonnenfinsternis. (Text: SRF)
  • Drei Astronauten besteigen am 16. Juli 1969 die Saturn-V-Rakete Columbia. Es sind Neil Armstrong, Michael Collins und Buzz Aldrin. Nach einem wunderbaren Start, so damals die Worte des Schweizer Radioreporters, fliegen die drei Richtung Mond. Ihre Reise wird im Fernsehen direkt übertragen. Weltweit fiebern die Menschen mit: Wird die erste bemannte Mondlandung gelingen? Am 19. Juli erreichen die drei Astronauten die Mondumlaufbahn. Collins bleibt im Raumschiff Columbia zurück, die beiden anderen starten mit der Landefähre Adler Richtung Mondoberfläche. Die Landung erweist sich als komplizierter als geplant: Neil Armstrong muss auf Handsteuerung umschalten und einen plötzlich auftauchenden Krater überfliegen. Der ohnehin knappe Treibstoff droht zur Neige zu gehen, das Kontrollzentrum Houston wird nervös. Armstrong hat noch 20 Sekunden, um zu entscheiden: Anflug abbrechen oder sofort landen. Kurz darauf funkt Armstrong die beruhigenden Worte: «Houston, hier Tranquility Base, der Adler ist gelandet.» Dann der Ausstieg, live übertragen in Hunderte von Ländern. Die nächste Herausforderung. Zwei Stunden bereiten sich die beiden vor. Dann, um 3:56 Uhr, setzt Armstrong den ersten Fuss auf den Mond. Und funkt: «Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein grosser Sprung für die Menschheit.» Diese historischen Momente zeigt der Dokumentarfilm und schildert, wie Menschen mitfiebern, jubeln und wie Liveberichterstatter aller Länder in Begeisterung ausbrechen, als der erste Mensch den Mond betritt. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 20.06.2019 SRF 1
  • Der Dokumentarfilmer und Grimmepreisträger Hauke Wendler folgt den vielfältigen Spuren des Monobloc von Europa über Nordamerika, in die Slums in Brasilien bis in die Megastädte Indiens und die Savanne Ugandas. Er spricht mit Menschen, deren Leben von diesem stapelbaren, meist weissen Plastikstuhl geprägt sind und wirft dabei die Frage auf: Was braucht man eigentlich, um glücklich zu sein? Eine globalisierungskritische Objektgeschichte zwischen Funktionalität und Schönheit, Kapitalismus und Teilhabe, Konsum und Recycling. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 26.02.2023 SRF 1
  • Wer war dieser Mann, der zwischen 1967 und 1982 in Binningen bei Basel rund 3000 Sport- und Geländewagen konstruierte und fertigte? Der Geschäfte mit gekrönten Häuptern und VIPs machte? Der in die Formel 1 einsteigen wollte und sich schliesslich zusammen mit seinem Geschäfts- und Lebenspartner nach Marokko zurückzog, um Dromedare zu züchten? Peter Monteverdi, 1934 als Enkel italienischer Immigranten geboren, avanciert nach einer Automechaniker-Lehre zum jüngsten Ferrari-Vertreter weltweit. Neben dem Handel mit den Sportwagen verfolgt er eine Rennsportkarriere und baut den ersten Schweizer Formel-1-Wagen. Ein schwerer Unfall und der Bruch mit Enzo Ferrari zwingen den jungen Basler, sich neu zu fokussieren: Monteverdi stellt einen eigenen Sportwagen her, der punkto Design, Ausstattung und Leistung mit den grossen Namen mithält. Es ist das erste serienmässig produzierte Auto seit 30 Jahren, das das Label Swiss made trägt. Für weltweites Aufsehen sorgt Monteverdi mit einem Supersportwagen, der schneller und schnittiger als seine Konkurrenten ist und als grösster Trumpf in Autoquartetten Bubenherzen höherschlagen lässt. Drei Jahre später führt die Ölkrise dem Westen die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen drastisch vor Augen. Die Folge: Monteverdis Autos, die viel Benzin verbrauchen, sind nicht mehr gefragt – sein Unternehmen gerät an den Rand der Existenz. Doch Peter Monteverdi macht einen neuen Trend aus: Geländewagen. Klimaschutz ist noch kein Thema. 1982 stellt Monteverdi seine Produktion ein, weil seine Autos die neuen Sicherheitsbestimmungen nicht mehr erfüllen und Investitionen in Millionenhöhe nötig würden. Sein letztes grosses Abenteuer: Monteverdi steigt in die Formel 1 ein. Doch der Erfolg bleibt aus, bereits nach einer Saison fehlt das Geld, um weiter zu machen. Ernsthaft erkrankt, verbringt Monteverdi die letzten Jahre seines Lebens in Marokko, wo er Dromedare züchtet. Heute sind alle Modelle des letzten Schweizer Autobauers, der 1998 verstarb, im Verkehrshaus zu sehen. Der Film zeichnet die bewegte Lebensgeschichte eines kleinen Schweizer Unternehmers nach, der – ausgestattet mit einem klingenden Namen und einem unerschütterlichen Glauben an sich selbst – gegen die Grossen im internationalen Luxuswagenbau antritt, zahlreiche Rückschläge erleidet und immer wieder aufsteht. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 12.09.2021 SRF 1
  • Vor zehn Jahren wurde die Sozialtherapeutin Adeline M. während eines begleiteten Freigangs von Häftling Fabrice F. brutal ermordet. Fabrice F. ist Wiederholungstäter, verurteilt für mehrere Vergewaltigungen. Dennoch war es ihm trotz Verwahrung möglich, aus der Haftanstalt heraus erneut eine Frau zu belästigen und zu bedrohen. Der Fall wirft die Frage auf: Wie umgehen mit schweren Straftätern? Wie viele Freiheiten dürfen sie trotz Verwahrung geniessen? In der JVA Solothurn zum Beispiel leben sechs verwahrte Straftäter im Rahmen eines Pilotprojekts gemeinsam in einer WG. Die Frage spaltet die Gesellschaft. Während die einen auf ein lebenslanges Wegsperren pochen, setzen sich andere dafür ein, auch schweren Straftätern die Chance auf ein neues Leben zu geben. Was zählt mehr – der Schutz der Gesellschaft oder das Recht eines Schwerverbrechers? (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 25.01.2024 SRF 1
  • In einem kleinen nepalesischen Dorf nahe des Mount Everest steigt zwischen Bäumen Rauch auf. Umsäumt von traumhafter Natur, schneebedeckten Gipfeln und Wasserfällen wird Müll verbrannt – Plastikflaschen zusammen mit Bierdosen, Papier und Blech. Der höchste Berg der Welt und seine Umgebung ist neben Traumziel für Touristinnen und Touristen auch Müllkippe: rund 75 offene Müllhalden zählt der Nationalpark am Mount Everest. «Pro Jahr haben wir hier rund 400 Tonnen Müll», sagt Tommy Gustafsson, Leiter eines Müllprojekts in der Region. Ein geeignetes Müllmanagement gibt es noch nicht. Der Müll wird verbrannt oder er verrottet und verschmutzt so Luft und Wasser im Nationalpark. Und es kommen immer mehr Touristinnen und Touristen in die abgelegene Region in Nepal und verursachen noch mehr Müll. Im letzten Jahr versuchten so viele Bergsteigende das «Dach der Welt» zu erklimmen, dass es regelrecht Stau auf dem Mount Everest gab. Der Film «Trekking am Mount Everest» begleitet eine deutsche Trekkinggruppe auf ihrem erlebnisreichen und kraftraubenden Weg zum Mount Everest Basislager. Wie für fast alle Trekkingtouristen startet die Reise in das Gebiet am Flughafen von Lukla, einem der gefährlichsten Flughäfen der Welt. Ab hier gibt es keine Autos und keine Strassen mehr, dafür umso mehr Menschen, die zu Fuss Lebensmittel, Baumaterialien und Luxusgüter auf über 5000 Meter die Berge hochtragen, damit es den Touristinnen an nichts mangelt. Die Träger profitieren von den steigenden Besucherzahlen. Aber sie leiden auch unter den Schattenseiten, den hohen Lasten, den schwierigen Arbeitsbedingungen. Die Autoren Lisa Seemann und Fritz Fechner entdecken bei ihrer Reise durch das Land nicht nur wundervolle und atemberaubende Landschaften, sondern auch die Probleme, die der steigende Tourismus in der Himalaya-Region mit sich bringt. Und sie treffen auf Menschen, die neuartige Lösungsansätze gefunden haben, um zum Beispiel die Region vom Müll zu befreien. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 25.04.2021 SRF 1
  • Was als hehres Unterfangen begonnen hat, nämlich Fischereien weltweit zu gewissen Standards zu verpflichten, ist in den Augen von Kritikern beinahe wertlos geworden. Schon länger gibt es Kritik an dem Siegel. Der Dokumentarfilmer Wilfried Huismann hat sich auf eine weltweite Recherche aufgemacht und hinterfragt die Zertifizierungsmethoden des MSC. Er spricht mit Fischern, Informanten – und mit dem Generaldirektor des MSC. Kritiker prangern an, dass sich das System MSC in eine falsche Richtung entwickelt habe. Da Fischereien für das Label bezahlen müssen, ist MSC daran interessiert, möglichst viele Fischereien zu zertifizieren, vom rostigen Fischkutter bis zum Hochseekahn. Ihr Argument: Nur so könnte die Fischerei insgesamt nachhaltiger gemacht werden. Tierschützer schütteln den Kopf und sagen: MSC habe seine Seele verloren und komplett auf die dunkle Seite gewechselt. (Text: SRF)
  • Original-TV-Premiere Mi. 22.05.2019 SRF 1
  • Zuzana Čaputová war zwischen 2019 und 2024 fünf Jahre lang die erste weibliche Präsidentin der Slowakei.
    Zuzana Caputová wurde 2019 zur ersten weiblichen Präsidentin der Slowakei gewählt. In ihrer fünfjährigen Amtszeit führte Caputová das Land durch schwierige politische Zeiten, in denen sie sich nicht nur mit weltpolitischen Herausforderungen, sondern auch mit innenpolitischen Verstrickungen konfrontiert sah. Ein intimes Porträt einer Frau, die in der traditionell männlich dominierten Welt der Spitzenpolitik einen menschlichen Ansatz einbringen versuchte und gleichzeitig ihren schwierigsten Kampf zu Hause führte. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 02.11.2025 SRF 1
  • Original-TV-Premiere Mi. 06.06.2018 SRF 1
  • Die Zeit nach der Geburt sollte für junge Mütter eine Zeit des Glücks und der Freude am neuen Leben sein. So ist die Vorstellung von Mutterschaft. Und so ist es auch für viele Frauen. Doch es gibt auch Mütter, für die diese Zeit zum Albtraum wird. Die Hormonumstellung bei der Geburt und die anstrengende Zeit davor und danach können schwere psychische Krisen auslösen. Von Depressionen über Angststörungen bis zu Psychosen und Suizidgedanken. Der britisch-amerikanische Journalist Louis Theroux hat betroffene Frauen begleitet, die zusammen mit ihren Babys in spezialisierten Kliniken in Grossbritannien untergebracht sind. Dort versucht ein Team aus Spezialistinnen, den Frauen mit Entlastung, Therapien und Medikamenten zu helfen, wieder zurück in die Normalität zu finden. Louis Theroux hört zu, versucht zu verstehen und erfährt: Am äussersten Ende des Spektrums möglicher Probleme, gilt es den Tod von Mutter und Kind zu verhindern. (Text: SRF)
  • Zum Beispiel Muhammad, genannt Muhi. Er ist der Sohn eines Hamas-Aktivisten, wird als Säugling zur Behandlung einer lebensbedrohlichen Krankheit aus dem Gazastreifen in ein israelisches Krankenhaus verlegt. Begleiten darf ihn nur sein Grossvater Abu Naim. Mit zwei Jahren verschlimmert sich sein Zustand dramatisch und die Ärzte sind gezwungen, dem Jungen die Gliedmassen zu amputieren. Muhi richtet sich ein: mit künstlichen Armen und Beinen, im Kreis seiner liebevollen Betreuer, zwischen seiner Heimat und seinem Zuhause. Eine Rückkehr nach Gaza wäre aufgrund der desolaten Gesundheitsversorgung sein sicheres Todesurteil, das Betreten israelischen Bodens ist ihm und seinem Grossvater jedoch durch die israelischen Sicherheitsvorschriften untersagt. Monate werden zu Jahren und Muhi, heute sieben Jahre alt, verbringt sein ganzes bisheriges Leben in diesem Krankenhaus. An seiner Seite sein Grossvater Abu Naim sowie der israelische Kriegsveteran und Friedensaktivist Buma Inbar, auch er trägt eine Last: Er hat seinen Sohn im Krieg verloren. Muhi wächst unter paradoxen Umständen auf – gerettet, behandelt und aufgezogen vom «Feind» seines Volkes, während seine eigentliche Familie in Gaza lebt. Das Krankenhaus wird er im Sommer endgültig verlassen müssen, um zur Schule zu gehen. Ein Dilemma für alle Beteiligten, das eine schwere Entscheidung fordert: Wird Muhi in Israel ohne seine Familie aufwachsen, oder unter Lebensgefahr nach Gaza zurückkehren? Beim Tauziehen um Muhis Zukunft gerät der Junge erneut zwischen die Fronten: Die Ärzte des israelischen Krankenhauses bringen ihre Einschätzung ein, seine Eltern im Gazastreifen wollen ihren Jungen endlich bei sich haben, seine beiden «Ersatzväter» wollen auch nur das Beste für Muhi und über allem steht die Politik, von der das Kind unweigerlich umgeben ist. Von innen heraus und aus einer sehr persönlichen Erzählperspektive bildet die Dokumentation ab, wie komplex die Situation ist, wie sehr sie das Leben der Menschen bestimmt und selbst auf diejenigen Einfluss nimmt, die wie Muhi unfreiwillig in sie hineingezogen werden. Aber auch, wie es trotz scheinbar unlösbaren Situationen immer weitergeht. Die Dokumentarfilmer haben Muhi vier Jahre lang begleitet. Sie verfolgen, wie Muhis Weg verläuft, wie sich sein Leben entwickelt und welche Zukunft sich auftut. (Text: SRF)
  • In der Schweiz kommt ein Drittel aller Lebensmittel gar nicht erst auf den Teller, sondern landet im Kübel. Die Lebensmittelverschwendung ist enorm – obschon Kochsendungen grosse Popularität geniessen und gut zu essen allgemein im Trend ist. In der Pflicht sind Konsumentinnen und Konsumenten, Produzenten und Vertriebe. Jenny Rustemeyer und Grant Baldwin leben in Kanada und machen den Selbstversuch: Sie beschliessen, ein halbes Jahr nur von Abfall zu leben. Nachdem sie gesehen haben, wie gute Esswaren im Wert von mehreren Milliarden Dollar einfach weggeworfen werden, kaufen sie nichts mehr ein. Statt in den Supermarkt zu gehen, machen sie sich auf die Suche nach dem, was als nicht mehr essbar gilt. Und ihr Experiment gelingt – auf schockierend gute Weise, wie sie finden. Die beiden Filmemacher präsentieren keinen Film, der das Publikum einmal mehr hilflos zurücklässt, sondern zeigen auf, dass sogenannter Abfall auf dem Teller im Überfluss vorhanden ist und ausgesprochen gut schmecken kann. (Text: SRF)
  • Jeff Bezos, der Gründer von Amazon, hat sich mit seinem Unternehmen Blue Origin in den Weltraumtourismus gestürzt und damit den Zugang zum Weltraum revolutioniert. Er sieht sich selbst als Marktführer in diesem aufkeimenden «New Space»-Markt. Aber er hat einen entschlossenen Gegner: Elon Musk, der exzentrische Chef von Tesla und von SpaceX. Musk hat bereits die traditionelle Raumfahrtindustrie auf den Kopf gestellt, und jetzt will er zum Mars. Als Musk 2001 zum ersten Mal versuchte, eine russische Rakete zu kaufen, hielt ihn der Chefingenieur der russischen Raumfahrtbehörde für einen Scherz. Doch das machte Musk nur noch entschlossener. Anstatt Raketen zu kaufen, beschloss er, sie zu bauen, und investierte 100 Millionen Dollar, die Hälfte seines damaligen Vermögens, in die Gründung von SpaceX. Im Jahr 2008 hatte SpaceX einen Vertrag mit der Nasa über Flüge zur internationalen Raumstation. Etwa zur gleichen Zeit, als Musk SpaceX gründete, arbeitete Jeff Bezos an einem geheimen Projekt, um Touristinnen und Touristen ins All zu bringen. Im Jahr 2015 war er bereit, mit einer neuen Rakete namens New Shepherd an die Öffentlichkeit zu gehen, der ersten wiederverwendbaren Rakete, die den Weltraum erreicht. Ein Jahr später kündigte Musk einen ehrgeizigen, weithin belächelten Plan an, den Mars innerhalb von 30 Jahren zu besiedeln. In der Zwischenzeit arbeitete Bezos an Plänen zur Kolonisierung des Mondes. Als der Wettbewerb mit China die Rückkehr zum Mond zu einer der obersten Prioritäten von Präsident Trump machte, gab es eine grosse Frage: Welches Unternehmen würde den lukrativen Nasa-Mondvertrag erhalten? Neben der Besiedlung des Weltraums und den Nasa-Verträgen wetteifern die beiden Rivalen auch darum, die meisten Satelliten zu starten. Damit können sie überall auf der Erde Breitbanddatendienste mit geringer Latenzzeit anbieten und künftig die gesamte terrestrische Kommunikation monopolisieren. Steckt nur Profit hinter dem Antrieb der beiden Milliardäre? Können New-Space-Unternehmen überhaupt mit etablierten Raumfahrtagenturen konkurrieren? Und wie reagieren die USA, Europa, Russland und China auf die privaten Raumfahrtunternehmen? Anhand von Interviews mit ehemaligen Mitarbeitern, Branchenexpertinnen und Journalistinnen zeigt der Film, warum die Raumfahrt für Elon Musk und Jeff Bezos zu einer umfassenden Obsession wurde – und wie sie versuchen, ihre Träume zu verwirklichen. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 12.11.2023 SRF 1
  • Sie sind in die religiös-korrekte Abaya gehüllt, dürfen nicht Auto fahren, gehen beruflich aber selbstbewusst ihren Weg: Eine neue Generation von Frauen in Saudi-Arabien verändert das streng religiöse Königreich. Rasha Hefzi zum Beispiel wurde vor einigen Monaten in den Stadtrat von Jeddah gewählt. Erstmals konnten im Königreich auch Frauen kandidieren und ihre Stimme abgeben. Doch schon bei der ersten Stadtratssitzung wollten ihre konservativen Kollegen sie hinter eine Wand verbannen. Hefzi liess sich das nicht gefallen. „Sie meinen, Frauen beschützen zu wollen, in dem sie uns ausschliessen, einhüllen und einem männlichen Vormund unterstellen. Doch das ist kein Schutz, sondern Belagerung.“ Oder die junge Om Saif, die in der Altstadt von Jeddah eine traditionelle Bäckerei übernommen hat. Den Schleier bis unter die Augen gezogen gibt sie ihren Angestellten Anweisungen und steht auch selbst hinter dem Ladentisch – für viele Saudis eine schwere Sünde. Aber sie sagte sich: „Fürchte dich nicht, reisse die Angst aus deinem Kopf heraus!“ und hat an ihrer Leidenschaft für diese Arbeit festgehalten – auch um damit anderen Frauen Mut zu machen. Wie Rahsa Hefzi und Om Saif gehen nun viele Frauen voran. In Pionierarbeit erkämpfen sie sich Positionen als Politikerin, Anwältin, Chefredaktorin, Unternehmerin und entwickeln Ideen dafür, was diese Gesellschaft an Innovationen für die Zukunft braucht. Die beiden Filmemacherinnen Carmen Butta und Gabriele Riedle haben mehrere Wochen im Königreich verbracht und aussergewöhnliche Frauen getroffen, die ihr Land nicht nur für Frauen verändern wollen – klug, diplomatisch und hartnäckig. (Text: SRF)
  • Es ist eine der grössten Geburtskliniken der Welt mit dem Übernamen «Babyfabrik» – das Dr. Jose Fabella Memorial Hospital auf den Philippinen, einem der ärmsten und bevölkerungsreichsten Länder. Hier kommen in 24 Stunden durchschnittlich 100 Babys zur Welt. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Mi. 07.03.2018 SRF 1
  • Mutter unter Vertrag – Leihmutterschaft in Georgien. Zhana trägt zum dritten Mal ein Kind für eine fremde Familie aus – als Leihmutter in Georgien.
    «Mutter unter Vertrag» erzählt von Liebe, Aufopferung und dem Kampf einer Mutter für eine Zukunft jenseits von Stigma, Armut und Tabu. Zhana war noch ein Teenager, als sie ihre Tochter Elene bekam. Selbst aufgewachsen im Waisenhaus und auf den Strassen von Tiflis, will sie ihrer Tochter ein besseres Leben ermöglichen – und entscheidet sich, als Leihmutter Geld dazu zu verdienen. In Georgien ist kommerzielle Leihmutterschaft legal, aber kaum reguliert. Vermittlungsagenturen florieren, der soziale Druck ist hoch, und viele Frauen verheimlichen ihre Tätigkeit sogar vor der eigenen Familie. In der Öffentlichkeit gelten sie als «Kinderverkäuferinnen» – ein Stigma, das sie zur Unsichtbarkeit zwingt. Die Regisseurin Ketevan Vashagashvili kennt Zhana seit vielen Jahren. Sie begleitet Zhana mit grosser Nähe auf dem Weg durch ihre dritte Leihmutterschaft – und zeigt eindrücklich die Auswirkungen auf das Leben von Mutter und Tochter. Die Dokumentation zeigt nicht nur Zhanas Ängste, Kämpfe und Hoffnungen, sondern auch ihr fragiles Verhältnis zu ihrer Tochter Elene. Die Gespräche über Leihmutterschaft, Verantwortung und Zukunft bleiben schwierig – auch nach Jahren. «Mutter unter Vertrag» ist eine emotionale Dokumentation über Mutterschaft, Aufopferung und gesellschaftliche Ausgrenzung. Der Film gibt einer Frau eine Stimme, die zwischen Fürsorge und sozialem Stigma hin und hergerissen ist, den Kampf für ein besseres Leben dabei aber nicht aufgibt. Erstausstrahlung: 19.10.2025 (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 19.10.2025 SRF 1
    • ursprünglich angekündigt: Die mysteriöse Tote aus dem Isdal und ihre Spuren in die Schweiz
    Ein ungeklärter Todesfall im norwegischen Isdal 1970 lässt die Welt nicht los. Viele Geheimnisse sind offen, Spuren deuten auf Mord und auf Spionage hin. Trotzdem verkündete die Polizei rasch, dass es ein Suizid sei und es keine Verbindung zu Spionage gebe. «DOK» folgt den Spuren der Isdal-Frau in Norwegen und der Schweiz. In den Wochen und Monaten vor ihrem Tod reiste die Isdal-Frau mit mehreren gefälschten Identitäten durch Europa. Dabei versuchte sie, möglichst viele Spuren zu verwischen. So ist immer noch unklar, wer sie wirklich war. Mehrmals ist sie in der Nähe geheimer Waffentests. Sogar der norwegische Inlandgeheimdienst ermittelte. Spionierte sie im Kalten Krieg den Westen aus? Ihre Reiseroute hat auch eine spannende Überschneidung mit dem Schweizer Nazi-Banker François Genoud, der palästinensische Terroristen unterstützte. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 15.02.2024 SRF 1

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