• Staffel 1, Folge 9 (52 Min.)
    Vor über 2.300 Jahren lässt in Rom ein Mann eine Straße bauen, die schnurgerade in die Ferne führt, von Rom bis Capua. Der Mann heißt Appius Claudius Caecus, genannt der Blinde, bis dahin hat noch niemand eine solche Straße gebaut. 244 vor Christus wird sie bis ins heutige Brindisi an der Adria verlängert. Lange vor Julius Cäsar marschieren die Legionen Roms auf der Via Appia hinaus in die Welt, und über die Via Appia gelangt man nach Rom. Mit fast 600 Kilometern Länge stellt sie eine noch nie dagewesene Ingenieursleistung dar. Sie gilt bis heute als längste Gerade im europäischen Straßensystem. Aber die Via Appia lässt auch Städte und Siedlungen in ihrer Umgebung erblühen und für reiche Römer ist es schick, sich am Straßenrand pompöse Grabmäler bauen zu lassen. Der Film zeigt, wie sich dank der Via Appia das römische Reich nach Osten ausbreitet. Später finden exotische Waren und neue Ideen den umgekehrten Weg. Im Jahr 73 vor Christus werden entlang der Straße 6.000 Sklaven gekreuzigt, die an der Seite von Spartakus für ihre Rechte gekämpft haben. Und auf ihren Pflastersteinen soll der späterer Apostel Petrus die berühmten Worte „Domine, quo vadis?“ gesprochen haben. Doch wie lassen sich die erhaltenen, teils noch genutzten Abschnitte einer so alten Straße als Weltkulturerbe bewahren? Welche Konflikte zwischen Denkmalschutz und moderner Infrastruktur bringt das Unesco-Label – und welche Chancen? Vom Archäologiepark Appia Antica bis zu den Ausgrabungen in Minturno, vom Amphitheater in Capua bis zum Städtchen Mirabella Eclano: Die „Königin der Straßen“ fasziniert bis heute. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere So. 13.09.2026 arte
  • Staffel 1, Folge 10 (52 Min.)
    Valletta ist eine der prunkvollsten Städte Europas, und so zählt die Hauptstadt von Malta seit 1980 in ihrer Gesamtheit zum Unesco-Welterbe. Valletta wurde ab 1566 aus einem Guss erbaut, von den Rittern des Johanniterordens – bekannt als die Malteserritter. Der Film untersucht, wie der Welterbestatus das Stadtbild und das Leben der Bewohner verändert. Historikerinnen, Architekten, Stadtplaner und Künstlerinnen erzählen davon, wie die Bewahrung des wertvollen Erbes, Tourismus, und Immobilienboom zusammenwirken. So steht Maltas Hauptstadt Valletta heute exemplarisch für die Chancen und Konflikte, die mit dem Status als Welterbestätte verbunden sind. Die Kunsthistorikerin Charlene Vella beschreibt die Stadt als Gesamtkunstwerk. Der Architekturhistoriker Conrad Thake erläutert die Entstehung Vallettas nach der Großen Belagerung 1565. Der Kunsthistoriker Keith Sciberras zeigt die internationale Bedeutung von Caravaggios berühmtem Werk „Die Enthauptung Johannes des Täufers“ in der St. John’s Co-Cathedral. Stadtplaner Antoine Zammit und Unesco-Botschafter Alexander Farrugia diskutieren, wie sich das historische Erbe mit den Bedürfnissen einer lebendigen Stadtgesellschaft vereinbaren lässt, und Sängerin Ira Losco, Eurovision-Teilnehmerin, erzählt, warum sie Valletta so schätzt und auf Malta bleibt. Der Film „Unesco-Weltkulturerbe – Schätze für die Ewigkeit: Valletta“ zeigt dank exklusiver Zugänge zu den Bauten der Malteserritter, wie sich die einstige Festungsstadt zu einem weltweit beachteten Kulturerbe entwickelt hat. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere So. 20.09.2026 arte

Mehr Spoiler…

Hol dir jetzt die fernsehserien.de App