Schätze für die Ewigkeit Staffel 3, Folge 4: Krakau
Staffel 3, Folge 4
12. Krakau
Staffel 3, Folge 4 (51 Min.)
1978 entscheidet die Unesco zum ersten Mal, was Weltkulturerbe bedeutet – und Krakau steht ganz oben auf der Liste. Nicht ein einzelnes Bauwerk wird ausgezeichnet, sondern eine ganze Idee von Stadt: ein Ensemble aus Königsmacht, Handel, Religion und Wissen. Der Film folgt dieser Stadt von den Tuchhallen am Hauptmarkt Rynek Główny bis in die Randbezirke – und fragt, wie eine über 700 Jahre alte Königsstadt mit ihrem historischen Erbe umgeht. Stadtführerin Kamila Grodzicka erklärt, warum das Stapelrecht die Tuchhallen zur Schaltstelle Europas machte. Kunsthistoriker Andrzej Betlej zeigt, was im Wawelschatz bewahrt wird – und welche Bedeutung diese Sammlung bis heute hat. Und weil es in Krakau nur sehr wenige
weibliche Denkmäler gibt, hat die Künstlerin Małgorzata Markiewicz einen Vorhang für das Słowacki-Theater geschaffen, auf dem die Namen von 130 Frauen von Hand gestickt sind.
Der Dokumentarfilm führt auch nach Kazimierz – einst ein lebendiges jüdisches Viertel, wo über 60.000 Menschen lebten, bevor die deutsche Besatzung die Gemeinde nahezu auslöschte. Heute ist Kazimierz ein Viertel im Wandel – zwischen Erinnerung, Tourismus und neuem Leben. Und nach Nowa Huta, die sozialistische Planstadt vor den Toren der Altstadt, für die Krakau heute eine eigene Unesco-Kandidatur vorbereitet. Es bleibt der Eindruck einer Stadt, die nicht vergisst. Und nicht aufhört, sich zu erinnern. (Text: arte)
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