Staffel 3

Staffel 3 von Schätze für die Ewigkeit startet am 06.09.2026 auf arte.tv und am 06.09.2026 bei arte.
  • Staffel 3, Folge 1 (52 Min.)
    Porto liegt an der Mündung des Douro in den Atlantik und war schon unter den Römern eine bedeutende Hafen- und Handelsstadt. Die zweitgrößte Stadt Portugals ist heute unter Gästen aus aller Welt beliebt. In Porto treffen sich Tradition und Innovation. In ihrer über 2.000-jährigen Geschichte gelang es der Stadt, sich immer wieder zu erneuern. Die Meeresnähe hat Porto in der Vergangenheit goldene Zeiten beschert: Seefahrt, Kirche, Handel – sie alle haben prachtvolle Spuren hinterlassen. Und ein bedeutendes Kulturerbe. Dazu gehören sowohl die imposanten Sakralbauten mit teilweise überbordendem Blattgold-Interieur als auch der neoklassizistische Börsenpalast, die ikonische Eisenstahlbrücke, die an den Pariser Eifelturm erinnert, der Bahnhof São Bento mit seinen rund 20.000 Azulejos-Fliesen, die schmalen, bunten Häuser, die sich entlang des Flusses reihen und sogar die weltberühmten Portweinlager am gegenüberliegenden Ufer. Im Film erzählen Restauratorinnen und Mitarbeiterinnen der Stadtentwicklungsgesellschaft Porto Vivo auch, welche enormen Herausforderungen die Erhaltung der historischen Substanz mit sich bringt, die von der Unesco als Weltkulturerbe klassifiziert wurde. Dabei zehrt Porto nicht nur von seiner Vergangenheit, sondern steht inzwischen genauso für eine äußerst lebendige Kulturszene. International hat sich die Stadt als Hochburg moderner, wegweisender Architektur einen Namen gemacht und als Hotspot der Urban Art. Was als Stadt der Kontraste erscheinen mag, hat sich – und das zeigt die Dokumentation eindrücklich – tatsächlich zu einem faszinierenden Ganzen gefügt. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere So. 06.09.2026 arte
  • Staffel 3, Folge 2 (52 Min.)
    50 Kilometer schnurgeradeaus: Bis heute gilt der Abschnitt zwischen Cisterna und Terracina als längste gerade Straßenstrecke in Europa.
    Vor über 2.300 Jahren lässt in Rom ein Mann eine Straße bauen, die schnurgerade in die Ferne führt, von Rom bis Capua. Der Mann heißt Appius Claudius Caecus, genannt der Blinde, bis dahin hat noch niemand eine solche Straße gebaut. 244 vor Christus wird sie bis ins heutige Brindisi an der Adria verlängert. Lange vor Julius Cäsar marschieren die Legionen Roms auf der Via Appia hinaus in die Welt, und über die Via Appia gelangt man nach Rom. Mit fast 600 Kilometern Länge stellt sie eine noch nie dagewesene Ingenieursleistung dar. Sie gilt bis heute als längste Gerade im europäischen Straßensystem. Aber die Via Appia lässt auch Städte und Siedlungen in ihrer Umgebung erblühen und für reiche Römer ist es schick, sich am Straßenrand pompöse Grabmäler bauen zu lassen. Der Film zeigt, wie sich dank der Via Appia das römische Reich nach Osten ausbreitet. Später finden exotische Waren und neue Ideen den umgekehrten Weg. Im Jahr 73 vor Christus werden entlang der Straße 6.000 Sklaven gekreuzigt, die an der Seite von Spartakus für ihre Rechte gekämpft haben. Und auf ihren Pflastersteinen soll der späterer Apostel Petrus die berühmten Worte „Domine, quo vadis?“ gesprochen haben. Doch wie lassen sich die erhaltenen, teils noch genutzten Abschnitte einer so alten Straße als Weltkulturerbe bewahren? Welche Konflikte zwischen Denkmalschutz und moderner Infrastruktur bringt das Unesco-Label – und welche Chancen? Vom Archäologiepark Appia Antica bis zu den Ausgrabungen in Minturno, vom Amphitheater in Capua bis zum Städtchen Mirabella Eclano: Die „Königin der Straßen“ fasziniert bis heute. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere So. 06.09.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere So. 13.09.2026 arte
  • Staffel 3, Folge 3 (52 Min.)
    Ira Losco erreichte beim Eurovision Song Contest zwei Mal das Finale (2. Platz, 12. Platz) und ist Maltas bekannteste Pop-Sängerin.
    Valletta ist eine der prunkvollsten Städte Europas, und so zählt die Hauptstadt von Malta seit 1980 in ihrer Gesamtheit zum Unesco-Welterbe. Valletta wurde ab 1566 aus einem Guss erbaut, von den Rittern des Johanniterordens – bekannt als die Malteserritter. Der Film untersucht, wie der Welterbestatus das Stadtbild und das Leben der Bewohner verändert. Historikerinnen, Architekten, Stadtplaner und Künstlerinnen erzählen davon, wie die Bewahrung des wertvollen Erbes, Tourismus, und Immobilienboom zusammenwirken. So steht Maltas Hauptstadt Valletta heute exemplarisch für die Chancen und Konflikte, die mit dem Status als Welterbestätte verbunden sind. Die Kunsthistorikerin Charlene Vella beschreibt die Stadt als Gesamtkunstwerk. Der Architekturhistoriker Conrad Thake erläutert die Entstehung Vallettas nach der Großen Belagerung 1565. Der Kunsthistoriker Keith Sciberras zeigt die internationale Bedeutung von Caravaggios berühmtem Werk „Die Enthauptung Johannes des Täufers“ in der St. John’s Co-Cathedral. Stadtplaner Antoine Zammit und Unesco-Botschafter Alexander Farrugia diskutieren, wie sich das historische Erbe mit den Bedürfnissen einer lebendigen Stadtgesellschaft vereinbaren lässt, und Sängerin Ira Losco, Eurovision-Teilnehmerin, erzählt, warum sie Valletta so schätzt und auf Malta bleibt. Der Film „Unesco-Weltkulturerbe – Schätze für die Ewigkeit: Valletta“ zeigt dank exklusiver Zugänge zu den Bauten der Malteserritter, wie sich die einstige Festungsstadt zu einem weltweit beachteten Kulturerbe entwickelt hat. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere So. 06.09.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere So. 20.09.2026 arte
  • Staffel 3, Folge 4 (51 Min.)
    1978 entscheidet die Unesco zum ersten Mal, was Weltkulturerbe bedeutet – und Krakau steht ganz oben auf der Liste. Nicht ein einzelnes Bauwerk wird ausgezeichnet, sondern eine ganze Idee von Stadt: ein Ensemble aus Königsmacht, Handel, Religion und Wissen. Der Film folgt dieser Stadt von den Tuchhallen am Hauptmarkt Rynek Główny bis in die Randbezirke – und fragt, wie eine über 700 Jahre alte Königsstadt mit ihrem historischen Erbe umgeht. Stadtführerin Kamila Grodzicka erklärt, warum das Stapelrecht die Tuchhallen zur Schaltstelle Europas machte. Kunsthistoriker Andrzej Betlej zeigt, was im Wawelschatz bewahrt wird – und welche Bedeutung diese Sammlung bis heute hat. Und weil es in Krakau nur sehr wenige weibliche Denkmäler gibt, hat die Künstlerin Małgorzata Markiewicz einen Vorhang für das Słowacki-Theater geschaffen, auf dem die Namen von 130 Frauen von Hand gestickt sind. Der Dokumentarfilm führt auch nach Kazimierz – einst ein lebendiges jüdisches Viertel, wo über 60.000 Menschen lebten, bevor die deutsche Besatzung die Gemeinde nahezu auslöschte. Heute ist Kazimierz ein Viertel im Wandel – zwischen Erinnerung, Tourismus und neuem Leben. Und nach Nowa Huta, die sozialistische Planstadt vor den Toren der Altstadt, für die Krakau heute eine eigene Unesco-Kandidatur vorbereitet. Es bleibt der Eindruck einer Stadt, die nicht vergisst. Und nicht aufhört, sich zu erinnern. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere So. 06.09.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere So. 27.09.2026 arte

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