• Folge 401 (45 Min.)
    Große Meeresbewohner wie der Walhai sind in vielen Orten verewigt, hier auf einem Wasser-Reservoir; zahlreiche Walarten wie der Grauwal tummeln sich an den Küsten von Baja California. – Bild: NDR/​Florian Melzer
    Große Meeresbewohner wie der Walhai sind in vielen Orten verewigt, hier auf einem Wasser-Reservoir; zahlreiche Walarten wie der Grauwal tummeln sich an den Küsten von Baja California.
    Auf dieser Halbinsel gibt es keine halben Sachen: Mexikos Baja California ragt über 1200 Kilometer in den Pazifik, ist damit eine der längsten der Erde. Hier gibt es die größten Kakteen der Welt, bis zu 20 Meter hoch. Und wohl nirgendwo sonst tummeln sich so viele Wale vor den Küsten. „mareTV“ erkundet den südlichen Teil der riesigen Halbinsel, Baja California Sur. Am Strand von Todos Santos betätigen sich Francesca Dvorak und ihre Tochter Angie als „Geburtshelferinnen“ für Meeresschildkröten. In einer Art Gewächshaus direkt am Pazifik reifen Tausende Schildkröteneier bei Idealtemperatur im künstlich erwärmten Sand heran. Durch eine klimatische Veränderung ist es hier im Winter eigentlich ein paar Grad zu kalt geworden. Da Meeresschildkröten aber durch ihren angeborenen „Kompass“ die Eier immer am selben Ort ablegen, sorgen Francesca und ihre Teamkollegen mithilfe des selbst konstruierten Strand-Treibhauses dafür, dass die Schildkrötenbabys nicht mit Missbildungen zur Welt kommen. Die Meeresbiologin Abril Villalobos hat sich auf den größten Fisch der Weltmeere spezialisiert, den Walhai. Ihre Faszination für die bis zu 14 Meter langen und 20 Tonnen schweren Planktonfresser teilt sie auch mit Besuchern. „mareTV“ ist mit an Bord, als eine Familie aus New York City unter Wasser das erste Mal auf einen riesigen Walhai trifft – und diese Begegnung wohl nicht so schnell vergessen wird. Der Straßenkünstler Elti Alejandro malt sogenannte Murales: Wandbilder mit Meeresmotiven, die zum Markenzeichen des Küstenstädtchens La Paz geworden sind. Er verziert ganze Häuserzeilen, sogar die Tanks des städtischen Wasserversorgers, und macht in der Bucht El Pulguero ein altes Haus „unsichtbar“. Durch Eltis Kunst passt sich das Gebäude perfekt an Strand und Meereshorizont an. In der Heimwerkstatt von Rosa Amelia Gerardo entstehen Walhaie und Wale als Piñatas, liebevoll gestaltete Hohlfiguren aus Pappmaché, mit Süßigkeiten gefüllt. Die Attraktion für den nächsten Kindergeburtstag in der Nachbarschaft! (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Do. 19.03.2026 NDR
  • Folge 402 (45 Min.)
    Fröhliche Farbakzente zwischen Hügeln und Bergen – die kleine Hafenstadt Portree, mit gerade einmal 2000 Einwohnern, ist die Hauptstadt der Isle of Skye.
    Die Isle of Skye trägt viele mystische Namen: Nebelinsel, geflügelte Insel, Wolkeninsel. Wenn sich der Himmel öffnet, zeigt sich eine Landschaft von wilder Schönheit: schroffe Klippen, zerklüftete Berge und grüne Weiten, die bis ans Meer reichen. Es sind die Ausläufer der Highlands im Atlantik. Dementsprechend schottisch sind die See, das Wetter und der Alltag auf Skye. Am äußersten Zipfel der Insel, dort wo die Klippen ins Meer abbrechen, treibt Crofter Alan Duncan seine Schafe zusammen. Die Schur steht an und dafür müssen die Tiere von den abgelegenen Weiden auf der Halbinsel Rubha Hunish, dem nördlichsten Punkt der Insel Skye, zurück nach oben. Alan, 75 Jahre alt, kämpft sich eine rund 30 Meter steile Felskante hinunter – ständig bedroht von Steinschlag. Unten sammelt er zwischen Geröll und Atlantik die Herde ein. Dann müssen die Schafe die Klippen hinaufgetrieben werden. Alans neun Border Collies, von der genetischen Anlage her eigentlich perfekte Hütehunde, sind aber eher Gefährten als verlässliche Arbeitstiere. Also muss Alan selbst ran, Schritt für Schritt im rutschigen Hang – ein riskanter Kraftakt. Zur Stärkung gibt’s einen kräftigen Schluck Whisky. Siobhan McFarlane sucht an der Küste nach Spuren, die noch erheblich älter sind als jede Crofter-Tradition. Bei Ebbe gibt das Meer den Blick frei auf steinernen Grund und fossile Schätze: Dinosaurier-Fußabdrücke! Vor mehr als 160 Millionen Jahren stapften hier nämlich riesige Sauropoden durch eine flache Lagune. Ihr tonnenschweres Gewicht drückte sich in den weichen Sand, Ränder wölbten sich auf – genau diese Details sind bis heute erhalten. Doch Wind, Wellen und Erosion nagen an den Abdrücken. Jeder Sturm kann neue Spuren freilegen oder andere allmählich verwischen. Und dann gibt es diese seltenen Tage, an denen Skye beinahe mediterran wirkt: blauer Himmel und 30 Grad Celsius. Ausgerechnet jetzt ruft die Insel zur Härteprobe, zum Start des Glamaig Hill Race. 115 Läuferinnen und Läufer jagen einen 775 Meter hohen Geröllberg hinauf und wieder hinunter. Auch Rachel Shaw hat sich angemeldet, leidenschaftliche Bergläuferin und Kletterin. Schon der Aufstieg ist brutal, doch der Abstieg ist die Hölle: rutschiger Schotter, rollende Steine, kaum Kontrolle. Wer hier stürzt, fällt hart. Vor der Küste zieht es die Umweltaktivistin und Bloggerin Katie Tunn hinaus aufs Wasser. Als „Ocean Advocate“, Anwältin der Meere, beobachtet sie Wale, dokumentiert Sichtungen und koordiniert im Notfall Rettungseinsätze. Mit ihren Onlinevideos macht Katie sichtbar, was unter der Wasseroberfläche meist verborgen bleibt: die Verletzlichkeit des Ozeans. Auf der anderen Seite der Insel tüftelt Paul Noyce an einem technologischen Meisterwerk. In einem Schuppen voller Zahnräder, Hebel und Schrauben will er eine viktorianische Strickmaschine wieder zum Laufen bringen. Das Präzisionsgerät stammt aus einer Zeit, als Maschinen noch aus Tausenden Teilen bestanden. Eine Herausforderung, die den Elektroingenieur an seine Grenzen bringt. Wochenlang dokumentiert er jedes Detail, zerlegt die Technik und fügt alles wieder zusammen. Und dann kommt Pauls nachhaltiger Coup: Er sammelt gebrauchtes Frittenöl bei Fish-and-Chips-Läden und nutzt es als Treibstoff. Mit der Energie aus altem Frittenfett treibt der Tüftler einen Motor von 1937 an. Läuft auf der Insel. Skye is the Limit! (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Do. 16.04.2026 NDR

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