„Wer ist hier der Boss?“-Fortsetzung findet einen Sender

    Tony Danza and Alyssa Milano könnten Paraderollen wieder aufnehmen

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 29.06.2022, 11:25 Uhr

    „Wer ist hier der Boss?“ – Bild: ABC
    „Wer ist hier der Boss?“

    Fast zwei Jahre ist es her, seitdem erstmals die Pläne für ein Revival von „Wer ist hier der Boss?“ die Runde machten. Noch immer ist die Sache nicht in trockenen Tüchern. Aber zumindest hat die Fortsetzung, in der auch Tony Danza und Alyssa Milano wieder mitwirken sollen, nun einen Heimatsender gefunden. Bei Freevee, dem werbefinanzierten Streamingdienst von Amazon in den USA, befindet sich das Format nun in der Entwicklung.

    Mike Royce, der frühere Showrunner der Netflix-Sitcom „One Day at a Time“, und seine Autoren-Kollegin Brigitte Muñoz-Liebowitz sollen nun die Grundidee für die Zuschauer des Dienstes ausarbeiten. Verantwortlich zeichnet Sony Pictures Television, das sich einst die Originalrechtehalter einverleibt hatte und den Stoff somit besitzt.

    Tony Danza würde in der neuen Serie einmal mehr den früheren Baseballstar Tony Micelli verkörpern, der als Haushälter inzwischen im Ruhestand ist. Im Fokus steht hier die Beziehung mit seiner Tochter Samantha (Milano), die inzwischen als alleinerziehende Mutter im damaligen Haus der Familie lebt. Konflikte zwischen den Generationen sollen im Zentrum des Formats stehen, genau wie gegensätzliche Ansichten zum Weltgeschehen und zu Erziehungsformen.

    Was aus der Beziehung von Tony zu seiner langjährigen Chefin Angela Bower (Judith Light) geworden ist, lässt diese erste Beschreibung genauso offen wie das Schicksal von Angelas Sohn Jonathan (Danny Pintauro). Katherine Helmond, die im Original Angelas quirlige Mutter Mona verkörperte, ist im Jahr 2019 verstorben (fernsehserien.de berichtete).

    „Wer ist hier der Boss?“ lief zwischen 1984 und 1992 beim Sender ABC mit 196 Folgen und war auch in Deutschland mit der Ausstrahlung bei RTL ein großer Erfolg – so groß, dass es mit „Ein Job fürs Leben“ eine eigene Adaption gab. In den USA gab es für das Format zudem zehn Emmy-Nominierungen und fünf für Golden Globes.

    Ebenfalls als Produzent an Bord ist Legende Norman Lear (wird in einem Monat 100 Jahre alt), dessen Serien in den USA für ihre Progressivität bekannt sind (etwa auch „One Day at a Time“). Der gehörte zwar nicht zu den Machern des Original „Wer ist hier der Boss“, aber seine Firma Embassy Communications war damals in die Rechte involviert.

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