US-Quoten: Starker Start für „Young Sheldon“, ordentlicher für „The Good Doctor“

    Militär-Drama „The Brave“ ist erster Absetzungskandidat

    27.09.2017, 10:07 Uhr – Bernd Krannich

    US-Quoten: Starker Start für "Young Sheldon", ordentlicher für "The Good Doctor" – Militär-Drama "The Brave" ist erster Absetzungskandidat – Bild: CBS
    Sheldon (Ian Armitage) und seine Mutter Mary (Zoe Perry) in „Young Sheldon“

    Der Montag war der erste offizielle Tag der neuen Season in den USA und brachte gleich vier Serienstarts, deren Einschaltquoten mit Spannung beobachtet wurden.

    Die elfte Staffel von „The Big Bang Theory“ bereitete mit 17,7 Millionen Zuschauern und einem Rating von 4.1 in der Zielgruppe der 18- bis 49-jährigen Zuschauer die ideale Startrampe für ein Preview des Spin-Offs „Young Sheldon“: 17,2 Millionen US-Zuschauer blieben dran, das Rating betrug 3.9 – 3,9 Prozent der US-Amerikaner im Alter zwischen 18 und 49 Jahren mit Zugang zu einem Fernseher schauten die Folge im Verlauf des Montagabends. Zum Vergleich: In der vergangenen Season brachten die besten Serienstarts („The Mick“ hinter Football; „This Is Us“) es auf Ratings von je 2.8, also einen ganzen Ratings-Punkt darunter. Die nächste Episode von „Young Sheldon“ wird erst am 2. November und dann am Donnerstagabend (gegen „Grey’s Anatomy“) gezeigt, aber weiterhin hinter „Big Bang Theory“: CBS könnte einen neuen Hit haben.

    Ebenfalls gut lief es laut TVByTheNumbers im Anschluss bei CBS für „Kevin Can Wait“, wo die Zuschauer gespannt auf einen Reboot und die dauerhafte Wiedervereinigung des „King of Queens“-Teams Kevin James und Leah Remini gewesen sein dürften; ebenso, wie die Serie mit dem Ausscheiden von Erinn Hayes und dem Serientod ihrer Figur Donna umgegangen ist. Das Rating betrug starke 2.3 bei 10,26 Millionen Zuschauern. Im Anschluss bereitete Comedy-Neustart „Me, Myself & I“ erste Probleme: Das Rating fiel auf 1.6 (7,46 Millionen Zuschauer) – eigentlich zu starke Verluste zum Lead-In. Am Ende des Abends fiel „Scorpion“ bis auf ein Rating von 1.0.

    Ebenfalls über einen gelungenen Start freuen konnte sich ABC für seine neue Serie „The Good Doctor“ freuen. Nachdem „Dancing with the Stars“ zwischen 20.00 und 22.00 Uhr 8,67 Millionen Zuschauer bei einem Rating von 1.4 anzog, wechselten die Zuschauer ab 22.00 Uhr zu ABC: satte 11,22 Millionen Zuschauer (Rating 2.2) wollten sich die neue Herz-Schmerz-Krankenhausserie mit Taschentuchfaktor nicht entgehen lassen. Für ABC nach jahrelangen Problemen am späten Montagabend ein guter Erfolg.

    Umgekehrt sah das Bild bei NBC aus. Hier zog „The Voice“ zwischen 20.00 und 22.00 Uhr 10,57 Millionen Zuschauer an. Auch das Rating von 2.6 stellte „DWTS“ bei ABC deutlich in den Schatten. Katastrophal aber der Start des Militär-Actiondramas „The Brave“: Das Rating fiel mit 1.3 auf die Hälfte, insgesamt schalteten 5,96 Millionen Zuschauer ein. Für NBC ist der Sendeplatz hinter „The Voice“ seit mehreren Jahren eine Startrampe, auf der neue Serien einem möglichst großen Publikum vorgestellt werden sollen. „The Brave“ ist einer der schlechtesten Starts hier. Dabei gilt zu bedenken, dass die Einschaltquoten von Auftaktepisoden in der Regel zwischen zehn und 30 Prozent stärker sind als die der folgenden Episode, einfach, weil viele Zuschauer sich zunächst selbst ein Bild machen wollen und sich danach verabschieden. „The Brave“ startet somit direkt als erster Absetzungskandidat der neuen Season.

    Bei FOX lief das zweistündige Finale der Sommer-Tanzshow „So You Think You Can Dance“ miserabel: Nur 1,91 Millionen Zuschauer wollten das Staffelfinale sehen, das Rating betrug 0.5. Bei The CW startet das Herbstprogramm erst Mitte Oktober.

    „The Good Doctor“ ist in Deutschland im Originalton bereits bei Sky über die Digitalkanäle abrufbar, die TV-Premiere soll bei Sky 1 im Winter folgen (fernsehserien.de berichtete). „Young Sheldon“ hat sich ProSieben gesichert (fernsehserien.de berichtete).

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