„Star Wars“: Wird Obi-Wan Kenobi zum Serienhelden bei Disney+?

    Angedachtes Filmprojekt auf dem Weg zur Serie

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 16.08.2019, 10:41 Uhr

    Ewan McGregor als Obi-Wan Kenobi – Bild: Lucasfilm
    Ewan McGregor als Obi-Wan Kenobi

    Bei Disney und Lucasfilm prüft man aktuell ernsthaft eine Serie über den Jedi Obi-Wan Kenobi und führt Verhandlungen mit Ewan McGregor für die Hauptrolle. Das berichtet Deadline. Der schottische Darsteller hatte die Figur in der sogenannten Prequel-Trilogie gespielt. Heimat des Projekts wäre der Streaming-Dienst Disney+.

    Während man sich bei Disney und Lucasfilm nicht gerne in die Karten schauen lässt, war früher bereits spekuliert worden, dass Obi-Wan Kenobi zum Filmhelden werden sollte: Branchenbeobachter hatten Indizien gefunden, dass sich die Reihe mit einzeln stehenden „Star Wars“-Filmen nach „Rogue One: A Star Wars Story“ und Han Solo in „Solo: A Star Wars Story“ auch Obi-Wan und später dem „beliebten“ Kopfgeldjäger Boba Fett zuwenden würde. Doch der mangelnde finanzielle Erfolg von „Solo“ sorgte dafür, dass diese Filmschiene auf Eis gelegt wurde. Aktuell arbeiten Rian Johnson („Star Wars: Die letzten Jedi“) an einer Filmtrilogie und die „Game of Thrones“-Schöpfer David Benioff und D.B. Weiss an einer „Filmreihe“, während die sogenannte „Skywalker-Saga“ Weihnachten 2019 mit „Star Wars – Episode IX: Der Aufstieg Skywalkers“ zum Abschluss kommen soll.

    Die Grundidee zu einem Film um Boba Fett und die bei vielen „Star Wars“-Fans beliebten Kopfgeldjäger wandelte sich laut Deadline in die anstehende Serie „The Mandalorian“.

    Für Disney ist das „Star Wars“-Franchise ein bisschen das „Problemkind“. Während die Marvel-Fans mit dem finanziell extrem erfolgreichen Marvel Cinematic Universe weitgehend zufrieden sind, hat Lucasfilm aktuell noch nicht den richtigen Ton gefunden, um die „Star Wars“-Fans zufriedenzustellen. Das könnte allerdings auch „strukturelle“ Gründe haben: Beobachter bemängeln, dass es in diesem Fandom auch viele misogyne Mitglieder gibt, die die feministischen Ansätze in den neuen Filmen nicht mögen. Allerdings muss auch festgehalten werden, dass es sowohl bei „Rogue One“ wie auch „Solo“ während der Dreharbeiten Wechsel auf dem Regiestuhl gab, wodurch die Filme unrund wurden.

    Kenner der „Star Wars“-Handlung, die sich neben den bekannten Filmen und den Animationsserien für jüngere Zuschauer auch in zahlreichen Comics und Büchern erstreckt, haben zudem ein weiteres Problem ausgemacht: Wann im Leben von Obi-Wan soll das neue Großprojekt (ob nun Film oder Serie) spielen? Wenn McGregor die Hauptrolle spielt, würde eine Betrachtung von Jugend und Kindheit unwahrscheinlich, das frühe Erwachsenenleben wird auch schon schwierig darzustellen sein für den 48-Jährigen. Die Zeit um die Klonkriege ist in „Episode II“, den sechs Staffeln der Animationsserie „Star Wars: The Clone Wars“ und „Episode III“ abgedeckt. Nach „Episode III“ begab sich Obi-Wan dauerhaft ins Exil auf den Planeten Tatooine, um aus der Ferne über den heranwachsenden Luke Skywalker zu wachen – hier besuchte die Animationsserie „Star Wars Rebels“ den Jedi kurz. Fans halten es für unwahrscheinlich, dass der Jedi seine Berufung jemals hatte ruhen lassen, um anderswo auf Abenteuer zu gehen. Das Ende dieser Wacht – und des Lebens von Obi-Wan – wird im ursprünglichen „Star Wars“-Film geschildert, wo Leinwandlegende Alec Guinness die Figur porträtierte.

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