RTL-Programmänderungen: „Ninja Warrior Germany Kids“ verliert Vorabend-Sendeplatz, „Supertalent“ mit mehr Sendezeit

    „Amoklauf München“ und „Bundespolizei“-Doku im Nachtprogramm

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 20.10.2021, 14:40 Uhr

    Jonas Moritz ist ein „Ninja Warrior Germany Kid“ – Bild: RTL/Markus Hertrich
    Jonas Moritz ist ein „Ninja Warrior Germany Kid“

    Nach dem großen Erfolg von „Ninja Warrior Germany“ wurde im vergangenen Jahr erstmals eine Kinder-Variante produziert. Die erste Staffel von „Ninja Warrior Germany Kids“ lief 2020 noch zunächst bei TVNOW und anschließend bei Super RTL. Mit der zweiten Staffel folgte die Beförderung ins RTL-Hauptprogramm – was sich als weniger gute Idee entpuppte. Die ersten beiden Folgen wurden an den vergangenen beiden Sonntagen am Vorabend um 17:30 Uhr gezeigt – zweigeteilt und unterbrochen durch „RTL Aktuell“. Quotentechnisch ging die Sendung unter, so dass RTL nun Konsequenzen zieht.

    Ab kommendem Sonntag (24. Oktober) muss „Ninja Warrior Germany Kids“ mit einem Sendeplatz am Vormittag vorliebnehmen. Das zweiteilige Halbfinale wird nun ab 9:20 Uhr ausgestrahlt. Eine Woche später folgt am 31. Oktober das zweiteilige Finale um 9:25 Uhr. Als kurzfristigen Ersatz am Sonntagvorabend zeigt RTL stattdessen ab 17:30 Uhr Doppelfolgen von „Martin Rütter – Die Welpen kommen“ – hierbei handelt es sich um neue Zusammenschnitte bereits gezeigter Folgen. Das Hunde-Coach-Format ist seit dieser Woche zusätzlich am werktäglichen Nachmittag zu sehen.

    Auch am Samstagabend hat RTL mit Quotenproblemen zu kämpfen: Das runderneuerte „Supertalent“ fährt dort wöchentlich neue Tiefstwerte ein. Dennoch will der Kölner Sender an der Ausstrahlung festhalten, nimmt allerdings eine kleine Änderung vor: Die Dauer der nächsten Folge wurde um 30 Minuten verlängert – von 22:15 Uhr auf 22:45 Uhr. Dementsprechend verzögert sich der Start der ebenfalls schwächelnden Datingshow „Take Me Out“ um eine halbe Stunde. Ob RTL mit dieser Anpassung etwas am fortschreitenden Quoten-Sinkflug ändern kann, bleibt abzuwarten.

    Im Nachtprogramm werden ebenfalls kurzfristige Änderungen vorgenommen. Künftig sind diverse Dokureihen im Anschluss an das „Nachtjournal“ zu sehen. Den Anfang macht vom 26. bis zum 28. Oktober die True-Crime-Doku „Der Rhein-Ruhr-Ripper“, die jeweils um 0:30 Uhr ausgestrahlt wird. Vom 2. bis zum 4. November zeigt RTL dann die vierteilige TVNOW-Dokumentation „Amoklauf München: Eine Stadt in Angst“, die das Attentat vom 22. Juli 2016 nachzeichnet, als Free-TV-Premiere. Die ersten beiden Teile sind am 2. und 3. November jeweils um 0.55 bzw. 0:30 Uhr zu sehen, die Teile 3 und 4 am 4. November ab 1:25 Uhr.

    Ab dem 9. November übernimmt den nächtlichen Sendeplatz gegen 1 Uhr dann eine Dokureihe namens „Spezialeinheit für Deutschland – Die Bundespolizei“ aus dem Jahr 2018. „Spiegel TV“-Reporter konnten die Polizei des Bundes monatelang bei Einsätzen begleiten, bei denen noch nie zuvor Journalisten zugelassen waren. Sie wurden Zeugen von spektakulären Festnahmen, Vernehmungen und Abschiebungen. Gedreht wurde auch bei Auslandseinsätzen in Mogadischu und Kabul.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1965) am

      Supertalent läuft quotentechnisch schlecht, also wird die Sendung verlängert. Logisch, hätte ich auch drauf kommen können. Oder wird sich da nur etwas schön gerechnet? Steht ja oft hier, dass durch die längere Sendezeit die Quote dann höher ist, auch wenn niemand die Sendung zusätzlich schaut. Das habe ich bis heute nicht verstanden.
      • (geb. 1979) am

        Das ist Rtl.. da wundert einen gar nichts mehr

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