Quoten: „DSDS“ hält mehr Zuschauer vom Schlaf ab als ProSieben-Show

    Sat.1 kann sich mit „Störche“ über stärksten Spielfilm des Abends freuen

    Bernd Krannich – 15.03.2020, 10:24 Uhr

    „Wer schläft, verliert!“ mit Thore Schölermann

    Am Samstag hatte im Show-Duell der beiden Privatsender RTL und ProSieben deutlich der Kölner Sender die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf seiner Seite: „Deutschland sucht den Superstar“ konnte trotz – oder wegen? – der Kontroverse um Xavier Naidoo (fernsehserien.de berichtete) das ProSieben-Experiment „Wer schläft, verliert!“ deutlich ausstechen.

    Die erste Liveshow der aktuellen „DSDS“-Staffel erreichte unter der Moderation von Alexander Klaws in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen einen Marktanteil von 16,9 Prozent. Insgesamt folgten durchschnittlich 3,5 Millionen Zuschauer der Sendung. Da im Anschluss bei „Take Me Out“ nur wenige junge Zuschauer wegschalteten, sprang ab 23:00 Uhr ein erfreulicher Marktanteil von 22,2 Prozent für die Dating-Show heraus – die letzte Folge der aktuellen Staffel schaffte damit gleichzeitig einen neuen Bestwert.

    Auf ProSieben folgten ab 20:15 Uhr knapp über 1,5 Millionen Zuschauer dem Versuch zahlreicher Promis, nicht ihrem Schlafentzug zu erliegen. Das brachte in der jungen Zielgruppe einen Marktanteil von 13,2 Prozent – deutlich über dem Senderschnitt. Die Show endete gegen 23:30 Uhr mit dem Sieg von Natascha Ochsenknecht.

    Was die öffentlich-rechtlichen Sender angeht, so gehen zwei Dinge zur Primetime eigentlich immer: Krimi und Schlager. Am Samstag hatte das ZDF mit „München Mord“ ab 20:15 Uhr deutlich die Nase vorne: 6,75 Millionen Zuschauer schalteten durchschnittlich ein, was einen Gesamtmarktanteil von schönen 20,9 Prozent bedeutete. Bei den jungen Zuschauern wurde immerhin ein Marktanteil von 8,5 Prozent erreicht. Deutlich schlechter schnitt Das Erste ab, wo wegen der Absage der Livesendung „Schlagerlovestory.2020 – Die total verliebte Frühlingsshow“ mit Moderator Florian Silbereisen die bereits im Januar im MDR gezeigte Show „Die große Schlager-Überraschung zum Abschied!“ für und mit Mary Roos gezeigt wurde (fernsehserien.de berichtete): 4,19 Millionen Zuschauer brachten einen Gesamtmarktanteil von 13,8 Prozent.

    Allerdings konnte Das Erste am Mittag mit Biathlon teils Marktanteile deutlich über 20 Prozent einfahren.

    Für Sat.1 konnte das Animationsabenteuer „Störche – Abenteuer im Anflug“ ab 20:15 Uhr bei einem Marktanteil von 8,6 Prozent bei den Jungen landen, im Anschluss ging es mit der älteren Action-Komödie „Shanghai Noon“ deutlich auf 5,9 Prozent herunter.

    Der Spielfilm „The Circle“ bei VOX musste sich mit einem Marktanteil von 6,4 Prozent der Konkurrenz aus Unterföhring geschlagen geben, lag aber im internen Vergleich der RTL-Gruppe noch vor RTL Zwei mit dem Film „I, Frankenstein“ – der erreichte am Samstagabend einen Marktanteil von 5,1 Prozent. Bei Kabel Eins hielten sich die Wiederholungen amerikanischer Krimis wie „MacGyver“ und „Lethal Weapon“ in der Primetime mit Marktanteilen um 4,6 Prozent halbwegs schadlos.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      TV Wunschliste schrieb:
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      > Auf ProSieben folgten ab 20.15 Uhr knapp über 1,5
      > Millionen Zuschauer dem Versuch zahlreicher
      > Promis, nicht ihrem Schlafentzug zu erliegen. Das
      > brachte in der jungen Zielgruppe einen Marktanteil
      > von 13,2 Prozent - deutlich über dem
      > Senderschnitt. Die Show endete gegen 23.30 Uhr mit
      > dem Sieg von Natascha Ochsenknecht.
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      Schade, dass dieser Schwachsinn mehr Publikum angezogen hat als die wesentlich liebevoller gestaltete Schätz-Show mit Elton in den Vorwochen und daher womöglich auch noch fortgesetzt wird.

      Vorneweg: ich mag Nonsens-Shows wie Balders "Promi Flaschendrehen" oder den Rummelplatzbesuch vor ein paar Jahren und habe mich hier auf eine ähnlich unterhaltsame Show gefreut. Die Umsetzung seitens Pro7 muss aber als absolut misslungen bezeichnet werden!

      Das kein Publikum anwesend sein konnte, das man womöglich für Stimmung eingeplant hatte, ist die eine Sache. Eine völlige Fehlbesetzung war aber der Moderator, der scheinbar selbst die Generalprobe verschlafen hatte und weder im Stande war, Unterhaltungen mit den Gästen zu führen, noch die Spiele richtig zu erklären.

      Warum ein Schlaf-Experte da war, erschloss sich mir auch nicht so richtig. Was wirklich relevantes hat er in den 3 sterbenslangweiligen Stunden jedenfalls nicht gesagt. Ebenso überflüssig: der Kommentator. Warum heutzutage jeder Show einen Kommentator für Aktionsspiele braucht ist ohnehin diskussionswürdig. Aber bei den kleinen Geschicklichkeitsübungen, die absolviert werden mussten, war der so unnötig wie der Splitscreen bei den Werbepausen. Ein Gottschalk oder ein von der Lippe waren stets in der Lage, solche Spielchen mit spontanen Kommentaren aufzulockern - und hier sind gleich 3 Personen (Moderator, Experte und Kommentator) fulminant daran gescheitert!

      Die Prominenten - sonst bei solchen Shows häufig ein Fremdschäm-Garant - waren hier noch das Angenehmste. Dass diese kameraerfahrenen Menschen nicht gleich einschlafen würden und sich auch bei Übermüdung Mühe geben würden, um die Spielrunden zu gewinnen, war wohl offensichtlich niemandem aus dem Produktionsteam vorher klar.

      Absoluten Respekt verdient vor allem Wayne Carpendale, der dann einfach aufgestanden und gegangen ist! Hier hat sich noch einmal die Schwäche des Moderators gezeigt: er hat teilnahmslos zugesehen und als dann kurz später tatsächlich jemand eingeschlafen ist, hat er es noch nicht mal mitbekommen...

      Ebenso peinlich: als eine Kandidatin anmerkte, sie könne von ihrem Sitz aus die Einspielfilme nicht sehen, antwortete er "das ist bewusst so, weil fernsehen einschläfernd wirkt" - aber war es nicht genau die Idee der Sendung, die Leute im Studio 'in Versuchung zu führen' schnell einzuschlafen???

      Schön, dass Pro7 mal wieder eine kuriose Idee umsetzt, aber bitte in Zukunft mit fachkundigem Personal VOR und HINTER der Kamera, anstatt ein solches Laientheater wie es da gestern geboten wurde.
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        Ich hatte den Vox-Film angeschaut und in der Werbung immer mal zu Pro7 rübergeschaltet.
        Durch das Fehlen des normalerweise aufgeputscht johlenden Publikums merkte man besonders deutlich, wie blöd diese Kindergartenspiele eigentlich sind (3 Bauklötzchen übereinander stapeln) und wie müde (!) die "Gags" des Moderators ohne animiertes Lachpublikum wirklich 'rüberkommen. Mal schauen wie lange die Sender noch diese öden Spielshows zeigen werden ohne Nachhilfelachen, bald werden sie 20 sichtbare Leute ins Studio setzen und Lachen für 100 einspielen.

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