Aus nach 20 Jahren: ZDF beendet beliebte Krimireihe

Letzte Folge von „Spreewaldkrimi“ wird gedreht

Glenn Riedmeier
Glenn Riedmeier – 05.03.2026, 15:33 Uhr

Drehstart für letzten Fall mit Thorsten Krüger (Christian Redl, r.) und Martin Fichte (Thorsten Merten, l.) – Bild: ZDF/Oliver Feist
Drehstart für letzten Fall mit Thorsten Krüger (Christian Redl, r.) und Martin Fichte (Thorsten Merten, l.)

Der „Spreewaldkrimi“ mit Christian Redl zählt zu den herausragenden Produktionen im deutschen Krimi-Genre. Die Schlagzahl ist bewusst sparsam gewählt, dafür war die Qualität der einzelnen Folgen stets überdurchschnittlich. Doch nun steht die Krimireihe vor dem Aus: Das ZDF informiert darüber, dass aktuell der letzte Film gedreht wird. Mit der Folge, die den Arbeitstitel „Mein ist der Tod“ trägt, wird der „Spreewaldkrimi“ enden.

In seinem letzten Fall findet sich Thorsten Krüger (Christian Redl) im Krankenhaus wieder. Als er aufwacht, versucht er verzweifelt herauszufinden, wie er dorthin gekommen ist. Zur gleichen Zeit steht Polizeihauptkommissar Martin Fichte (Thorsten Merten) vor der Leiche von Jonas Lenk (Philip Günsch), der offenbar bei einer Explosion ums Leben gekommen ist. Der Tod des jungen Mannes trifft Krüger besonders hart, denn in den vergangenen Wochen und Monaten hat er viel Zeit mit Jonas verbracht und ihm geholfen, eine persönliche Krise zu überwinden. Umso dringlicher versucht Krüger, sich an die Ereignisse der Nacht zu erinnern, in der Jonas starb. Plötzlich verschwindet Krüger. Entschlossen macht er sich allein auf den Weg, um Jonas’ Mörder zu finden – koste es, was es wolle.

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In weiteren Rollen der letzten Folge spielen Mercedes Müller, Claudia Geisler-Bading, Ron Helbig, Florian Geißelmann und andere mit. Kai Wessel inszeniert das Drehbuch von Nils-Morten Osburg und Wolfgang Esser. Es produziert die Network Movie Film- und Fernsehproduktion mit Produzent Wolfgang Esser. Gedreht wird noch bis Ende März, der Ausstrahlungstermin im ZDF steht noch nicht fest.

Über die Gründe für das Ende ist nichts bekannt. An den Einschaltquoten kann es jedenfalls nicht liegen, denn die waren stets im grünen Bereich. Auch die jüngste Folge, die im Februar lief, holte mit 5,79 Millionen Zuschauern und 23,0 Prozent Marktanteil den Tagessieg. Darüber hinaus kommt die Reihe auch bei Kritikern gut an. Bereits der erste Teil „Das Geheimnis im Moor“ aus dem Jahr 2006 wurde mit Lob überschüttet, es wurden gar Vergleiche zu David Lynchs Kultserie „Twin Peaks“ gezogen. Mehrfach wurden einzelne Episoden auch von der Deutschen Akademie für Fernsehen ausgezeichnet. Durchschnittlich war vom „Spreewaldkrimi“ ein neuer Film pro Jahr im ZDF zu sehen, wobei es auch Jahre ohne neue Folge gab. Seit 2006 liefen bislang 17 Folgen in Spielfilmlänge.

Kommentare zu dieser Newsmeldung

  • (geb. 1964) am

    Das ist sehr traurig! 
    In erster Linie wird wohl nur an die jüngere Generation gedacht, die eh keine Ahnung von der Welt hat!
    • am

      Schnief! 😭😭😭 Eigentlich der beste ZDF-Krimi! War im Sommer erst wieder im Spreewald. Die meisten Drehorte sind um Burg rum. Grund könnte u.a. Redls Alter sein, er wird bald 80! Sehr sehr schade! 😒
      • (geb. 1964) am

        Ja, das ist das Dilemma, keine adäquaten Nachfolger in Sicht

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